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Geschrieben von Leolu am 14.11.2009, 9:17 Uhr

Die Nachfage ist eben da...

Um was geht es nun eigentlich, um ihn als Person, weil er ein toller Mensch war, oder wird er zum Symbol gemacht für viele andere Kranke?
Tolle Menschen gibt es viele, öffentlich und nicht öffentliche, da versteh ich nicht warum einer plötzlich so viel Aufmerksamkeit erringt, viele tolle Menschen, die hilfsbereit sind, menschlich, ihr letztes Hemd opfern, ihre Zeit schenken für andere landen am ende ohne jegliche Aufmerksamkeit in einem Armengrab, die kleinen Helden des Alltags gehen einfach so hinfort....

Persönlich hab ich von dem Mann bis zu seinem Tod noch nie was gehört, dabei interessiert mich Fußball, für mich stand da aber seitde Ausscheiden von den großen Figuren wie Kahn und Lehmann, halt nur noch der "Ersatz", der "Neue" im Tor, ohne daß es mich interessiert hätte wer das denn ist (sorry, ist einfach so), bevor ich Neues wahr nehme bzw. akzeptiere dauert es immer ne Weile:-). Was hier über einen tollen menschen beschrieben wird, trifft wie oben beschrieben auch auf viele andere zu, warum werden die nicht so betrauert? Egal ob Frau Müller, die 50 jahre lang die Suppenküche geführt hat oder irgendein Promi der auch menschennah ist (gibt es garantiert auch andere), oder ist es so spektakulär, ja so außerirdisch, wenn ein Promi sich menschlich zeigt, daß er deshalb gleich ein Bessermensch ist? Auch was seine Vorgeschichte angeht, den Tod seiner Tochter, auch das erleben leider viel zu viele Eltern, macht einem aber auch nicht zum Bessermensch...Also ich suche immernoch nach dem Grund, warum dieser einer mehr betrauert wird als andere, ich find ihn nicht.
Aber es stört mich nun auch nicht, wenn es den Menschen ein Bedürfnis ist gemeinsam zu trauern, wobei ich, Zynisch wie ich bin, davon ausgehe, daß ein Großteil der Menschen eher den Hype genießen und mitsenfen wollen, in dem Fall ist ein Vergleich mit M.J. doch naheliegend. Daß man sich so in Fremdtrauer reinsteigern kann ist für mich ein Phänomen....., versteh ich nicht!
Troztdem hoffe ich, daß dieser Tod vielleicht der Allgemeinheit nutzen wird, auch wenn ich mir wünschte, Depressionen wären auch ohne diesen Tod mehr in die Öffentlichkeit gekommen....! Eine schleichende, oft verkannte Krankheit, die bestimmt mehr Todesfälle fordert als die Schweinegrippe, die viel mehr Leid anrichtet bei Betroffenen und Angehörigen als vermutlich fast jede andere Krankheit. Menschen die innerlich zerstört werden, zerstört sind ist das schlimmste was es gibt. Man sieht es nicht wirklich und doch ist es da, es fehlt an Aufklärung, es fehlt bei Betroffenen an Mut sich diesem zu stellen, vielleicht wird das nun etwas anders....
LG
Nina

 
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