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Aktuelles und Neuigkeiten Aktuelles und Neuigkeiten
von Leena am 09.05.2014, 19:15 Uhr zurück

Re: verlogene Politik

Na ja, ich könnte nun sagen, mich betrifft es nicht, wenn das Finanzministerium mit einem Prozent Mitarbeiter mit Zeitverträgen das Schlusslicht bildet - ändert an dem Gesamtproblem aber nichts, klar.

Allerdings fehlen mir ein paar Zahlen und Fakten, um mir überhaupt eine Meinung bilden zu können. Einerseits - wie sahen denn die Zeitarbeitsquoten früher aus? Und, vor allem - warum gibt es teilweise praktisch nur noch Zeitverträge bei Neuverträgen?

Ich habe es oft im Bereich Wissenschaft und Kunst erlebt, dass Geld vorhanden ist - aber nur im aktuellen Haushalt und eben nicht im Personalressort, d.h. man darf aus haushaltsrechtlichen Vorgaben keine neuen Mitarbeiter fest einstellen, weil man damit Geld auf Jahre hinaus verplanen würde, sondern hat eben einen gewissen Betrag x und kann damit für 1-2 Jahre Leute mit Zeitverträgen beschäftigen, aber eben nicht fest einstellen, eben weil man über diesen Zeitraum hinaus nicht die Gelder zugesagt bekommt.

Sprich: Aus Gründen der Haushaltskonsolidierung DARF man keine neuen Mitarbeiter mehr fest anstellen, KURZFRISTIG gibt es aber im Haushalt noch Titel, über die man Zeitverträge abschließen kann. Also - gibt es Zeitverträge. (Wobei da schon genug schief geht, so dass man hinterher übernehmen muss, weil der Zweck des Zeitvertrages als Daueraufgabe angelegt war, die Zeitbefristungen teilweise nicht beachtet wurden etc.pp. - also viel Stoff für die Juristen und Rechtsstreitigkeiten. *seufz*) So gesehen - ich glaube, man kann es nicht wirklich schön reden, aber man kann es vermutlich "erklären".

Und, was wollen wir nun? Ein Arbeitgeber mit Vorbildcharakter sein - oder die Staatsfinanzen regulieren..?

Was die Gleichstellungsbeauftragte betrifft - ein Vetorecht für Gleichstellungsbeauftragte kenne ich nicht, und wenn ich überlege, wie ich solche Personalentscheidungen bisher erlebt hat.

Wobei ich es dann viel interessanter finde, wenn die Gleichstellungsbeauftragte deswegen gegen ihr eigenes Ministerium klagen will...

 

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