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Geschrieben von Einstein-Mama am 04.06.2011, 10:26 Uhrzurück

na gut

ich schaffs ja eh nicht hier fern zu bleiben. etwas dosierter beteiligen reicht eigentlich auch, zudem hab ich meine prioritäten ohnehin neu geordnet.

alsoo, ich will jetzt nicht auf eine malwine aus der vergangenheit eingehen, ich finde sie nach wie vor intelligent und zeitweise auch herzlich in ihrem wesen.
aber sie hat hier eindeutig eine grenze überschritten und das ist unverzeilich.
für mich zumindest.
keiner hier kann HIER beurteilen wie gut und wie schlecht irgendwer in seinem beruf ist, auch eine malwine nicht.
wenn man tagtäglich mit randgruppen der gesellschaft zu tun hat, bekommt man einen einblick, den malwine niemals haben wird, eben weil sie diesen oder jenen beruf gar nicht ausübt.
wie benedikte treffend schrieb, jemand der seinen job ernst nimmt, hat auch emotionen und sieht sich in manchen dingen eben am ende der hilfsbereitschaft.
was ja nicht heißt, dass man nach aussen seiner pflicht nicht mehr nachkommt.in meinen 13 jahren psychiatrierfahrung habe ich bis zum heutigen tag keine beschwerde bekommen, im gegensatz zu den realitätsfremden gutmenschkollegen.
abgrenzen ist ein muß. man ist nun mal in einer anderen position und darf sich niemals auf augenhöhe begeben.
ebenso wie meine kinder nicht meine freunde sind, sondern meine KINDER, bei denen ich einen erziehungsauftrag habe, sind meine patienten eben meine patienten und ebenso wenig meine freunde (ein etwas hinkender vergleich, weil ich meine kinder abgöttisch liebe und meine patienten nicht).

und da sind eben sehr viele dabei, mit denen ich privat im leben keinen kontakt haben möchte, weil es eben gesocks ist.
ich bin solchen leuten nicht wichtig, nicht ich als mensch. als krankenschwester bin ich es, weil ich diejenige bin, die sich zu kümmern hat.
und an manchen tagen fällt es eben einfach schwer und damit stehe ich nicht alleine da.
daher MUß man sich abgrenzen, sich ab und an selber auf die schulter klopfen, weil man vieles anders und besser gemacht hat.

deshalb bin ich noch lange nicht untauglich in diesem job. ralph mit sicherheit auch nicht, er macht ihn ja nicht erst seit 2 jahren.
und genau DA ist für mich die grenze des guten geschmacks erreicht.

jemanden aus der ferne als untauglich betiteln und mit petze drohen,
das ist ein niveau, das hat nicht mal das vieldiskutierte gesocks.

man muß bedenken, eine malwine vermittelt keinem hartz4 empfänger ein "einkommen" oder gar einen job, eine malwine wiederbelebt auch nachts um 3 keinen junkie, der sich drogen in die klinik schmuggeln lies, obwohl man sich vorher wochenlang bemüht hat ihn auf den richtgigen pfad zu bringen. eine malwine sitzt in ihrem büro und urteilt über dinge, von denen sie keine ahnung hat.
und manchmal schreibt sie nette pns, oder baut user per telefon auf.
nicht mehr und nicht weniger.
das muß sie aber alles nicht tun um ihr leben zu bestreiten.
sie kann es jeder zeit lassen.
das können wir nicht, deshalb entgleisen wir manchmal. im grunde wollen wir aber doch das bleiben was wir sind (mir fällt auch ehrlich gesagt kein anderer beruf ein, auf den ich zurückgreifen möchte).

und ehe ich es vergesse zu erwähnen, ich weiß dass malwinchen eine zeitlang todkranke menschen gepflegt hat.
das ist ein hammerharter job, in dem feingefühl gefragt ist.

würde ich auf einer krebsstation sterbende begleiten, würde ich mich hüten schlecht über meine patienten zu denken, geschweige denn eine "selber schuld" einstellung zu vermitteln.
ich bin nun aber nicht in der somatik tätig, was das bild und den "auftrag" als krankenschwester in ein ganz anderes licht rückt.
in diesem bereich darf man überhaupt nicht die gute, nette, aufopfernde krankenschwester sein, wenn man mehr als 1 jahr dort emotional überleben will.
man muß hier einfach lernen, dass man nur helfen kann, wenn geholfen werden soll. wenn nicht (und das ist bei 70%der fälle die "therapie statt haft vom richter aufgedrückt bekamen eben der fall), muß man ein "leck mich" gefühl entwickeln.

und da wir auch vor tätlichen angriffen nicht verschont sind, muß ich hier auch sagen, ehe ein kollege von mir eine abbekommt im angriffsfall, dann doch lieber derjenige, der zu erst tätig wurde.

und was es heißt in so einem fall wirklich professionell zu reagieren, weiß malwine leider auch nicht.
vielleicht hatte die polizistin damals falsch reagiert, aber sie ist sicherlich nicht morgens aufgestanden und hat beschlossen "heute erschieß ich gesocks auf dem amt"

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