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Geschrieben von Benedikte am 03.06.2011, 19:32 Uhrzurück

Was der Beamte sagen darf- und wann die Forumsblockwartin ihre Chance kriegt

Ich habe mich aus unterschiedlichen Gruenden in der letzten Zeit kaum noch beteiligt. Das entspannende, freundliche war weg- die Meinungstaliban unterwegs. Egal, um welches Thema es ging- es gab oft die Vielschreiber, die nichts, aber auch gar nichts neben ihrer Meinung galten liessen . Gleichzeitg gab es dabei oft das, was man diplomatisch " Ausfaelligkeit" nennt-voellig indiskutable Frontalangriffe, persoenlich, beleidigen, aus denen nur ein " ich mach Dich fertig" herauszulesen war. Und so viele von denen, die man lange und gerne hier gelesen hat, sind weg. Verstehe ich- denn die Antwort, ob man sich das "geben" muss, ist fuer jeden halbwegs ziviliserten Menschen "nein".

Aber heute juckts mich- denn Absurdistan ist heute im aktuell.

Ich bin auch beamtin- als solche zur " Zurueckhaltung und MAessigung" verpflichtet und ueberlege mir auch, waas ich sagen soll und was man mir, wenn der Forumsblockwart mal wieder Langeweile hat und Oberaufsicht spielen will, "ankreiden" koennte.

Antwort ist: nichts.

Solange ich als " Benedikte" schreibe und nicht als Beamtin von da und da, die fuer den und den Minister spricht und ich nicht gerade den Holocaust leugne, passiert gar nichts.

Ich unterschreibe regelmaessig, dass ich Kenntnis genommen habe von den Vorschriften zum Thema " privatdienstliche Aeusserung". Das bedeutet, dass ich im Aussenverhaeltnis, wenn ich bspw. eingeladen bin und meine Funktion und NAmen bekannt ist, mich eben wiederum maessigen muss, aber sagen kann, was ich moechte, eben gesittet, nur klar machen muss, dass ich keine Sprecherlaubnis habe, also nie unter "eins" sprechen kann und auch nicht unter "zwei" ( also als gut unterrichtete Kreise. Ich muss klarmachen, dass das meine Auesseungen sind- und ich eben nur fuer mich selbst, nicht fuer die Bundsregierung spreche.

Und wenn hier der Blickwar auf die Idee kaeme, meinen " Vorgesetzten" zu sprechen und sich dort zu " beschweren"- dann wuerde erstmal nichts passieren. Denn : es gibt eiserne Gesetze in Behoerden. Einer lautet : schriftlich wird regiert- sprich, anrufen ( bei sowas geht auch kein Vorgesetzter ans Telefon, da legt schon die Sekretarin auf ) man muss schriftlich vortragen. Und zwar substantiiert- wie der Jurist sagt. DAs bedeutet soviel wie handfest. Und wenn es dann heisst " hier spricht der Forumsblockwar, ich habe im Internet gelesen dass..., und xy, wie aucvh immer er im real life heisst, hat dort geschrieben dass und ich mit meinem allgemeinpolitischen MAndat, zustaendig fuer das, was ich in diesem Land richtig oder falsch finde, habe jetzt beschlossen- ja was.

Und selbst wenn- ich hatte mal einen schlimmen Ausrutscher gegenueber einer juedischen Publizistin- mir heute noch peinlich- da hatten die mich angeschrieben- ich habe mit meinem Chef gesprochen, bin wieder dahin und gut wars. Und ganz ehrlich- das hier war echt laecherlich dagegen.

Kurzum- jeder, der weiss, wie eine Behoerde funktioniert, kann das wirklich nicht ernst nehmen vonwegen dass die Forumsoberaufsicht, die uns alle erziehen muss kraft umfassenden Durchblicks in allen Lebenslagen wirklich irgendwo auf diese Art und Weise Stunk machen kann. Da glaube ich eher an SAndmann, Osterhasen und Weihnachtsmann zusammen. Nur weil jemand Bloesdsnn vortraegt, wenn auch aggressiv, braucht man ihn nicht ernst zu nehmen.

Und bitte- dass sich keiner meiner Lieblingsnicks mehr verabschiedet.Ich krieg doch nur bei den regelmaessig Rusgeworfenen mi, wenn sie sich "veraendern" .

Und- auch mal das : wer seinen Beruf ernst nimmt, wer sich interessiert- der hat Emotionen und greift daneben. Schlimm sind die, die nichts mehr interessiert, denen alles egal ist- und die deswegen nie emotional sind. Wirklich.

Benedikte

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