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Geschrieben von malwinchen am 03.06.2011, 14:09 Uhrzurück

eine allerletzte einlassung zum fraglichen thema

nachdem ich heute morgen etwas ausführlicher mit dem leiter des sozialbereichs unseres landkreises gesprochen habe, möchte ich nun doch ein letztes mal stellung zu dem thema "ARGE-mitarbeiter bezeichnet in öffentlich zugänglichem forum teile seiner kunden als gesocks" nehmen.

zum einen ist es durchaus nicht legitim, in einem öffentlichen forum als erkennbarer mitarbeiter der institution ARGE zu äußern, dass man einige seiner kunden für gesocks hält. abgesehen von der moralischen komponente darf ein mitarbeiter des öffentlichen dienstes sich nicht in dieser art äußern ohne konsequenzen zu erwarten. er schädigt damit eindeutig den ruf seines arbeitgebers und sorgt mit diesem schlechten bild durchaus dafür, dass die auf diese einrichtung angewiesenen kunden von einem auf möglicherweise tausend anders denkenden kollegen rückschließen. das trägt nicht gerade zum vertrauensvollen miteinander bei.

zum anderen ist davon auszugehen, dass ein mitarbeiter, der sich wie geschehen äußert, zwingend über seine einstellung zu seiner tätigkeit nachdenken muss. dass nach jahren in dieser tätigkeit mit jedem weiteren "schwierigen fall" die frustationen zunehmen, kommt vor. dass aber daraus auch der betroffene mitarbeiter entweder angebote des arbeitgebers zu supervisonen, fortbildungen, einzelgesprächen, etc. wahrnehmen sollte, damit die tätigkeit weiterhin ausgeübt werden kann, drängt sich dann förmlich auf. hierdurch werden sowohl der mitarbeiter vor einem möglichen burnout alsauch die klientel vor willkürentscheidungen geschützt.

ergo: wenn der leiter des sozialbereichs dahinter käme, dass einer seiner mitarbeiter sich wie hier geschehen verhält, würde er ihn zu einem gespräch unter vier augen bitten und ihm nahelegen, die angesprochenen angebote wahr zu nehmen. weigert sich der mitarbeiter, müsste er mit konsequenzen rechnen... ein empathischer und engagierter umgang mit den kunden ist im sozialbereich zwingend erforderlich. dass das nicht immer so leicht ist, steht außer frage... aber es gibt immer mittel und wege.

was den mann am meisten an dem fraglichen fall irritierte, ist die kaltschnäutzige äußerung zum tode der alg II-kundin, womit ja der ganze eklat hier im forum überhaupt erst begonnen hat. er zieht aus unseren gesprächen hierzu jedenfalls konsequenzen und wird die konstellation in den nächsten wochen in den dienstbesprechungen thematisieren. ob er das ganze noch weiter trägt, hängt von den reaktionen der kollegen ab, denn offensichtlich ist das ganze eben doch recht empfindlich.

so... ob nun die hälfte der stammuser der meinung ist, das wäre ja alles nicht so schlimm, ich würde überreagieren oder nicht... ich bin mir jetzt umso sicherer, dass sich ralph nicht nur falsch verhalten hat, sondern tatsächlich konsequenzen für sein berufliches leben ziehen sollte. das können einige leute für anmaßend halten... ich für meinen teil muss mich bei ralph bedanken, dass er sich so aufgeführt hat. es wurden/werden einige menschen durch diese geschichte sensibilisiert...

ab jetzt werde ich nicht weiter auf dieses thema hier eingehen.

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