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Geschrieben von DecafLofat am 17.08.2011, 21:42 Uhrzurück

Re: lange zwischenantwort

also sie geht zu ihrer therapeutin, aber in "behandlung" bei einem arzt ist sie außer dem ehemaligen nachbarn der ihr die rezepte für stoff *g* schreibt nicht, hab meinen mann nochmal gefragt.
das mit dem vorlesen in kindergärten, nachhilfe geben etc. (alles mit kindern, altenheim hab ich mich nicht vorschlagen trauen, da würde sie wohl nur das elend sehen dass sie irgendwann erwarten könnte.. .demenz etc) hab ich schon vorgeschlagen, letzten sommer als sie mir so unglaublich auf die nerven ging und ich ihr sagen wollte, ich komme klar, aber viele viele andere brauchen dich.
das problem dabei ist allerdings, das hat mir auch in langen gesprächen mein mann versichert, sie hätte nicht die KRAFT sowas zu machen. regelmäßige sachen, bei denen sie verläßlich sein muß, stressen sie unglaublich und sie bekommt regelrecht panikattacken davor - sie zieht es zwar dann durch, aber tage zuvor und danach geht es ihr elend und sie ist zu nichts in der lage außer am sofa zu liegen und sich zu wundern woher die kreislaufprobleme kommen... herzklopfen, nervenflattern...
was sie macht ist feldenkrais (als teilnehmerin, zum ausgleich - ich frag mich nur: wovon!?) allerdings wurde da im winter der kursort verlegt und seitdem ist sie nur am schimpfen dass es ihr garnicht mehr gefällt und sie wegen der ewigen parkplatzsuche am neuen kursort am liebsten aufhören würde.
sie hat ihr haus, parkplatz davor, in einer ruhigen sackgasse in einem rentnerwohngebiet. und regt sich ständig darüber auf dass wir mit zwei kleinkindern (bald drei, aber das weiß sie noch nicht) in einer mietwohnung ohne garten auf knapp 100qm "hausen" (wie sie sagt) und sie würde daher ja so gern mehr helfen. ja, bei uns schauts aus. hier wird gelebt! die fenster sind nicht immer geputzt, die böden meist voller irgendwelcher spielsachen, die küche nicht immer blitzeblank aber wir sind glücklich so.
ja, wir suchen ein haus, aber das tun hier in der stadt so ca. auch 13543 andere junge familien. und warum? weil das blöde rentnerpack in übergroßen häusern sitzt in denen sie vereinsamen bis sie irgendwann sterben.
so. so. und da ist wohl der kern des konfliktes zwischen uns. nein, ich möchte ihr haus nicht, IHRES nicht, weil ich die lage nicht mag, und mir einiges mehr dran nicht gefällt. aber mich nerven all diese selbstgefälligen alten, die vor sich hin jammern und eigentlich nur aufmerksamkeit wollen, und dafür ihre angehörigen fast erpressen. und denen es GUT geht im leben. meine eigene oma zB hat nicht studiert, 6 kinder bekommen, als die jüngste aus dem gröbsten war, mich noch dazugenommen weil meine mama mit 16 (!) schlcihtweg überfordert war. wie lebt sie nun? mehrschlecht als recht. kaum rente, ihr leben lang gearbeitet (geputzt, haushalte geführt, kinderfrau...) aber alles eben immer unter der hand, nie in die rentenkasse gezahlt. aber: sie ist glücklich. wenn auch datterig, aber: zufrieden. und das macht mich dann noch wahnsinniger (gedanklicher rücksprung zu schwieMu), wenn ich seh wenn ein mensch der an sich keine probleme hat, keinerlei geldsorgen, verbittert in seiner bude verrottet. soll sie doch ihr geld nehmen und auf weltreise gehen! dass sie niemanden dafür hat und nun frust schiebt, muß sie nicht an uns auslassen.
meine güte. das alles zu schreiben kommt mir vor als würde ich bei meiner brigitte auf der couch sitzen. (war meine therapeutin bei meinen 10 sitzungen einst, lang lang her, anno 2002...)

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