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Geschrieben von Nomadin13 am 17.08.2011, 19:48 Uhrzurück

noch ein Buch-Tipp

Alice Miller "Das Drama des begabten Kindes"

Hat mir geholfen zu verstehen, woher meine Depression (teilweise) kam.

Hier ein Auszug von Wikipedia:
Das Drama des begabten Kindes (1979, Neufassung 1994)
Kinder haben nach Miller ein natürliches narzisstisches Bedürfnis (nach Aufmerksamkeit, Zuwendung). Es ist der ureigene Wunsch des Kindes, als das Zentrum der eigenen Aktivität gesehen, beachtet und ernst genommen zu werden.
Die Erfüllung dieses Bedürfnisses ist zur Bildung eines gesunden Selbstgefühls und Selbstbewusstseins unerlässlich. Im Idealfall wirkt dabei die Mutter als Spiegel der eigenen Gefühle, die auch dann ohne Verlustangst ausgelebt werden können, wenn es sich um negative Affekte handelt (Ängste, Zorn, Trauer etc.), so dass das Kleinkind ein gesundes Selbstempfinden entwickelt. Erst die Möglichkeit die eigenen Bedürfnisse und Gefühle auszuleben, fördert im späteren Leben ein echtes soziales Verhalten.
Das Kind spürt die bewussten oder unbewussten Wünsche der Eltern und passt sich ihnen an, um sich die zum Überleben notwendige Aufmerksamkeit der Eltern zu sichern. Dabei muss es die eigenen Bedürfnisse verleugnen, die durch den Drang nach Anpassung zwecks Sicherung des Objekts (der Mutter) überdeckt werden. Die äußerlichen Anforderungen (z. B. Leistung, Aussehen) werden als Introjekte verinnerlicht und abgespalten. Diese Abspaltung lebt im Menschen unbewusst fort und bestimmt sein Verhalten (u. a. Neid) mit. Aus ihr ergibt sich der für den narzisstischen Menschen typische ambivalente Zustand: Ein Pendeln zwischen Depression einerseits und einem Grandiositätsgefühl andererseits, vergleichbar mit einem manisch-depressiven Zustand.
Begabte Kinder (siehe Titel) sind für diese narzisstischen Störungen eher gefährdet als "normale" Kinder, weil sie verstärkt in der Lage sind sich, ihre Umwelt und das eigene Verhalten schärfer zu analysieren. Bemerkt das Kind Unterschiede zwischen dem, was es spürt, und dem, was ihm vermittelt wird, reagiert es meistens damit, dass es einen "Fehler" bei sich selber sucht und auf diese Weise "lernt", dass die eigene Wahrnehmung nicht richtig sein kann - ein Mangel an Selbstwertgefühl (Kleinheitsgefühl) ist die Folge.
Nach Alice Miller sind keine äußerlichen Anforderungen an das Kind notwendig. Sie wendet sich gegen pädagogische Tendenzen (ähnlich der Hegelschen Kritik der Sollensethik). Ein Kind soll in seinem eigenen Wesen gestützt und gefördert werden. Darf sich das Kind in seiner Eigenart und Besonderheit ausleben, entwickelt es sich von selbst zu einem gesunden und sozialen Wesen.

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