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Geschrieben von LiebeMamaEinesJungen am 02.01.2018, 17:42 Uhr

Frage Logopädie - Mundmotorik

Hallo!
Habe mal eine Frage, an alle Mütter, deren Kinder ebenfalls eine schwache Mundmotorik haben/hatten. Oder vielleicht sind ja Logopädinnen hier .

Kurz zu unserem Sohn: er wird im April 4 Jahre alt. Er hat häufig seinen Mund offen, verliert viel Speichel und hat eine schwache Mundmotorik. Insbesondere Probleme mit der Zunge. Sie liegt immer im Mund und ist sehr unbeweglich (um es mal vereinfacht auszudrücken). So kann er natürlich auch viele Laute nicht richtig aussprechen.
Wir verstehen ihn natürlich und auch die Oma oder Erzieherinnen bzw andere Leute, die er häufig sieht. Aber andere Menschen oder auch Kinder verstehen ihn nicht gut. Das merkt er mittlerweile und zieht sich teilweise zurück.

Daher haben wir nun mit Logopädie angefangen. Die Logopädin hat auch gesagt, dass er zunächst für den Mundbereich sensibilisiert werden muss bzw die Muskeln gestärkt werden müssen. Er hatte jetzt drei Sitzungen mit jeweils drei Hausaufgaben, die wir auch fleißig machen. Soweit so gut.

Heute habe ich einen Anruf erhalten. Seine Logopädin ist schwanger und darf nicht mehr arbeiten. Wartezeit ca sechs Wochen! Erst dann könnte die Kollegin ihn übernehmen.

Hat noch jemand Tipps für mich, was ich mit ihm üben/spielen kann?
Im Internet finde ich sowas wie Frau Zunge oder Gummibärenwaschanlage. Aber er bekommt die Zunge ja nur rein- und raus. Er kann sie nicht nach oben zur Nase oder nach links und rechts bewegen.

Falls jetzt niemand eine Idee hat, dann nehmen wir einfach die drei Übungen, die wir haben. Aber vielleicht hat ja jemand was für uns...

Viele Grüße

 
9 Antworten:

Re: Frage Logopädie - Mundmotorik

Antwort von niccolleen am 02.01.2018, 21:46 Uhr

Kannst du nicht in der Zwischenzeit eine andere Logopaedin nehmen? Hoer dich auch im Bekanntenkreis um, irgendwer kennt sicher eine oder kann eine empfehlen oder ist vielleicht sogar selbst Logopaedin, etc.
Vielleicht kannst du auch bei einer Ergotherapeutin Rat holen. Ein bisschen ueberschneiden sich die Bereiche ja auch, gerade was die Eigenwahrnehmung betrifft, vorher haben die physiologischen Uebungen ja auch nur den halben Sinn.
Ich wuerde nicht warten und nur drei gleiche Uebungen zuhause machen.
Vielleicht gibt es auch irgendeine Klinik mit stationaerer Logopaedie, wo ihr regelmaessig hin koennt. Bei uns gibt es sowas. Erkundige dich mal!
Ist klar, dass eure Logopaedin eher an ihre Kollegin abgeben will, die sie kennt, mit der sie vielleicht auch befreundet ist, der sie den Krankenschein weitergeben kann, und von der sie sich nachher die Kunden wieder holen kann.

lg
niki

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Re: Frage Logopädie - Mundmotorik

Antwort von MamaJonathan am 02.01.2018, 22:32 Uhr

Hallo,

meinem Sohn ging es genauso.

Die Logopädin hat bei meinem Sohn anfangs auch viele Sensibilisierungsübungen gemacht (mit Zahnbürste, Feder, kleinem Massageball o.Ä. über die Wangen, teilweise auch im Mund gestrichen).
Dann hatte er diesen Nuckel: https://www.nuk.de/nuk-saugtrainer.html
Das ist ein spezieller auch für Schulkinder und Erwachsene. An dem sollte er immer wieder saugen üben.

Dazu hatte er einen abgeschnittenen Nuckel, also nur das Gestell, den er komplett in den Mund, das Plastik vor die Zähne schieben sollte und einfach halten musste.

Dann Wattebäuschen pusten, viel mit Strohhalm trinken, mit dem Strohhalm kleinere Gegenstände, z.B. Trockenerbsen ansaugen und ein paar Meter befördern und an bestimmter Stelle ablegen, viel Seifenblasen pusten und diese kleinen Tröten pusten, die sich aufrollen Dann hatte er ein kleines flexibles Stück Plastik oder so, auf dem er wie ein Kaugummi kauen sollte. Vielleicht ist Kaugummi auch eine Idee?

Gegen das ständige Mundoffen gab es kleine rote Aufkleber, die an Stellen kamen, bei denen er oft ist und die ihn daran erinnern sollen, dass er den Mund zumacht. Die waren an seinem Schreibtisch, am Waschbecken, am Esstisch, an der Spielekiste.

Dann kleine Zuckerherzen (diese zum Dekorieren) an die Mundwinkel oberhalb und unterhalb der Lippen geklebt (geht am besten wenn er sie kurz anleckt) und versuchen, mit der Zunge zu erreichen.

Generell auch härtere Sachen zum Essen mal geben, Apfel, Möhre, härterer Brotkanten. Da muss er sich dann im wahrsten Sinne des Wortes mal durchbeißen.

Viele Übungen hat die Logopädin mit Hilfe eines Spiegels gemacht. Da sollte er schauen, wie die Zunge sich bewegt, wie die Zähne stehen müssen bei bestimmten Lauten etc.

Aber ganz ehrlich: Dein Sohn ist 4 und es sind nur 6 Wochen. Ich würde mir keinen großen Stress machen. Mein Sohn hat kurz nach seinem 5. Geburtstag angefangen und ganz schnell sehr gute Erfolge erzielt. Heute ist er 6 und seine Zunge sehr beweglich, alle Laute spricht er sehr gut und das Sabbern hat sich auch gelegt.

Wenn Du ein paar der Übungen in den Alltag einbaust, ist das sicher ausreichend.
Das die Zunge sich auch mal seitwärts und etwas weiter nach oben und raus bewegt, kommt mit der Zeit von alleine – wenn die gesamte Mundmotorik besser wird.

Alles Gute für Euch!

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Re: Frage Logopädie - Mundmotorik

Antwort von LiebeMamaEinesJungen am 03.01.2018, 10:07 Uhr

Guten Morgen!
Vielen Dank für eure Antworten.
Es ist hier sehr schwer an Termine bei Logopäden zu kommen. Diese Praxis war die einzige, die uns zeitnah genommen hat.
Ansonsten sind es insgesamt sehr lange Wartezeiten. An Ergotherapie hatte ich aber auch schon gedacht. Da wollte ich mal anrufen.

Und vielen Dank für die vielen Spielvorschläge. Da können wir einiges von umsetzen.

Viele Grüße

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Re: Frage Logopädie - Mundmotorik

Antwort von Banu28 am 03.01.2018, 12:13 Uhr

Ich habe noch einen ganz anderen Tipp: Der Logopäde meines Sohnes, der überregional einen extrem guten Ruf genießt, zeigte uns mal Fotos von Kindern vor 50 Jahren und von heute - allerdings nur die untere Gesichtshälfte. Er fragte dann, ob uns etwas auffalle. Und tatsächlich: Die Gesichter der heutigen Vierjährigen sehen viel weicher und "babyhafter" aus. Aber warum? Der Logopäde erklärte: Viele Kinder haben heute eine zu schwach ausgeprägte Muskulatur im Mundbereich. Und zwar, weil sie zu weiches Essen zu sich nehmen, der Mund- und Kauapparat haben im Gegensatz zu früher einfach zu wenig zu tun. Deshalb seien die Muskeln dort teilweise regelrecht verkümmert, und das hört man dann auch beim Sprechen.

Er riet daher: Kleinen Kindern mit schlecht ausgeprägter Mundmotorik unbedingt (neben den logopädischen Übungen) viel zu kauen geben. Vor allem Vollkornbrot, Haferflocken, rohe Möhren - all so etwas, am besten täglich. Das kräftigt alle Muskeln im Mundbereich und im Mund selbst, auch die Zunge. Denn weil das Kind jetzt mehr und länger kauen muss, hat auch sie mehr zu tun, die Nahrung bei jedem Kauen zwischen die Backenzähne zu schieben.

LG

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Re: Frage Logopädie - Mundmotorik

Antwort von niccolleen am 03.01.2018, 14:12 Uhr

Das ist aber interessant! Danke,

lg
niki

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Re: Frage Logopädie - Mundmotorik

Antwort von IngeA am 03.01.2018, 22:20 Uhr

Mit der Zunge Murmeln über den Tisch stupsen, Eis schlecken, mit der Zunge ein Loch in den Kartoffelbrei bohren, Strohhalm als "Hockeyschläger" nehmen und "Tischhockey" spielen (Zunge bewegt den "Schläger"), mit der Zunge an den Lippen, Zähnen entlang fahren (wie viele Zähne kannst du tasten), wie fühlt sich Wolle, Holz, Metall etc. mit der Zunge an, Marmeladenfleck irgendwo um den Mund herum platzieren, der Sohn soll ihn abschlecken...

Fier die Lippen: Wattebällchen pusten, mit einem Strohhalm Blubberbläschen ins Glas machen, Luftballons aufpusten (große und du musst sie erst ein mal richtig fest aufblasen, sonst geht es am Anfang zu schwer), Grimassen schneiden...

LG Inge

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Re: Frage Logopädie - Mundmotorik

Antwort von Himbeere90 am 04.01.2018, 18:30 Uhr

Diese Übungen kenne ich alle auch von meiner Logopädin! Das mir dem Essen ist wichtig.

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Re: Frage Logopädie - Mundmotorik

Antwort von Karl07 am 05.01.2018, 8:53 Uhr

Hallo!

Viel mit einem Strohhalm arbeiten.

z. B. Stück Papier ansaugen und irgendwohin schaffen, Joghurt mit einem Strohhalm "aufsaugen", Memorieteile ansaugen und versuchen umzudrehen ........

Viel Spaß!

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Re: Frage Logopädie - Mundmotorik

Antwort von ergoteuse am 05.01.2018, 22:46 Uhr

Buchtipp: Kunterbunt rund um den Mund

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