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Geschrieben von Mupflbubi am 26.12.2017, 12:27 Uhr

Kindergarten Konzept

Hallo,

ich würde mich freuen, wenn andere Mütter mir eine Rückmeldung geben würden, wie Sie das, gleich von mir beschriebene Kiga Konzept sehen und ob jemand gleiche Erfahrung gemacht hat.

Folgende Fakten zu unserer Situation:
- 2 Kinder (Sohn 6J., Tochter 4J.), beide recht sensibel
- beide seit Okt. im Kiga, realtiv konstant, keine Krankheitswellen
- in untersch. Gruppen
- Betreuungszeit von 9h-11.45h
- ich bin zu Hause

Kurze Info: mit unserem Sohn haben wir damals einen Kiga Start mit 3 Jahren schon versucht, den wir nach 2 Monaten abgebrochen haben. Die ersten 3 Wochen liefen super, aber dann weinte er schon abends, nässte ein ( was er vorher nie tat) und bekam Alpträume. Da wir damals gebaut haben und seine Schwester gerade mal 9 Monate war, haben wir ihn wieder rausgenommen und jetzt im Okt (das letzte Jahr vor der Schule) einen 2ten Anlauf gestartet.

Der Hintergrund, warum ich hier scheibe ist, dass meine Tochter nicht in den Kiga will. Am Anfang konnte ich das recht entspannt nehmen, weil sie bei der Abgabe, sich zwar an mich geklammert hatte, aber dabei lachte. Wir hatten als Abschiedsritual, dass ich sie dabei kitzel, sie küsse und die Erzieherin sie dann auf den Arm nimmt, auch kitzelt und mit ihr dann in die Gruppe geht. Das hat soweit immer gut geklappt. Aber seit ein paar Tagen lacht sie morgens nicht, sondern weint und klammert sich fester an mich. Sie möchte auch immer wissen, wo mein Sohn heute spielt, damit sie in den gleichen Raum dann gehen kann, jedoch wollen das die Erzieherinnen nicht so gerne und versuchen es zu vermeiden. Ich jedoch fände das nicht tragisch, denn zum einen tut ihr die Sicherheit von ihrem großen Bruder gut, zum anderen spielen die oft gar nicht zusammen sondern sind halt nur im gleichen Zimmer. Ihr weinen ist nicht so panisch wie bei ihrem Bruder damals, trotzdem ist dies auf Dauer, keine Option für mich, weil ich kein MUSS bei dem Thema Kiga sehe, dadurch dass ich zu Hause bin.

Nun zu dem Konzept oder Ablauf:
- 3 Gruppen mit ca. 20 kindern pro Gruppe
- eig. 2 Erzieherinnen pro Gruppe ABER keine Kontinuität (es ist ständig jemand krank, oder Urlaub oder kommt erst um 12h), so dass sich schobn für mich morgens die Frage stellt, welche Erzieherin heute ihre Gruppe leitet.
-ihre Bezugserzieherin liegt ihr nicht (sie sagt immer, sie will nicht zur ...) und die 2te, die sie möchte, kommt nicht mehr (wurde wohl gekündigt oder hat selber gekündigte?)
- man merkt, dass es im Kiga Team Unstimmigkeiten zwischen den Erzieherinnen gibt, die Bezugserzieherin ist eine recht dominante Person, die (wie ich schon oft beobachtete) mit ihren gleichgestellten Kolleginnen recht schroff und von oben herab umgeht.
-es herrscht ein recht hoher Migrantenanteil, weshalb viel Wert auf Sprachförderung gelegt wird, was aber natürlich für die Kinder, die es nicht bräuchten langweilig ist. Beispiel: der Morgenkreis um 9h dauert 45 min, wo man entweder zusammen sitzt und es Singspiele o.ä. gemacht werden oder ein Zeitungsprojekt (die Kinder suchen sich Artikel aus der Zeitung aus, schneiden es aus und kleben es auf einen Karton). Das ist für die älteren sicherlich toll, aber die 3-4 Jährigen langweilen sich.
-danach ist bis 10.45h freies Spiel in einem der Räume und dann wird für die letzte 3/4 St. raus gegangen.
- Wenn ich meine Kinder abhole, sehe ich oft die Erzieherinnen zwar draußen rum stehen und beobachten, aber es wirkt sehr "lustlos", es wird recht spät oder oft auch nicht in Streitigkeiten zwischen den Kindern eingeschritten. Einmal ist ein Mädchen rum und hat ständig die kleineren Kinder so geschubst, dass sie hingefallen sind (auch meine Tochter) und keiner ist da mal eingeschritten. Und das waren jetzt nur situationen, die ich beobachtet habe, wer weiß was sonst noch ist.
- es gibt 2-3 engagierte Erzieherinnen, aber mein Gefühl ist, dass das ganze Team recht unrund ist. Die FSJ stand letztens draußen und weinte, weil die eine Kolleginn sie so angegangen wäre und im Gespräch kam so nebenbei raus, das dies auch nicht das erste mal war. Dies bestätigt natürlich meinen Eindruck von der Gesamtsituation und wenn ich das schon spüre, wie sehr dann erst mein kind.

Ich bin mir unschlüssig, was ich in Bezug auf meine Tochter tun soll. Sie sagt auch immer zu mir, dass wenn ihr Bruder in die Schule geht, sie nicht alleine in den Kiga gehen will. Jetzt haben wir erstmal vereinbart, dass sie, wenn sie nicht bleiben will, mit mir wieder nach Hause geht (wo es keine Bespassung o.ä. gibt). Die Erzieherinnen sind da eher nicht so auf meiner Seite...aber ich habe gemerkt, dass damals bei meinem Sohne es richtig war. Er hat jetzt keine größeren Probleme und möchte auch hin, hat aber auch schon viel mehr Kontakt zu den Kindern und "Freunde". Dagegen meine Tochter spielt oft eher alleine oder kann sich auch nicht so recht gegen die ruppigeren Kinder durchsetzen. Vielleicht wäre es ja auch die Option, meine Tochter in die Gruppe zu meinem Sohn zu tun (aber ich weiß nicht ob der Kiga das macht, denn das wollen die eig. nicht).

Wie seht ihr das? Gibt es vielleicht Erfahrungswerte von jemand, der eine ähnliche Situation hatte?

Sorry für den langen text, danke fürs lesen, noch mehr danke fürs antworten....

 
13 Antworten:

Re: Kindergarten Konzept

Antwort von lilke am 26.12.2017, 16:38 Uhr

Entweder du willst, dass dein Kind in den KiGa geht oder du willst das nicht. Und das musst du dem Kind klarmachen dann. Für mich klingt es so als ob du nicht willst und jetzt nach "ausreichend Grund" suchst um das Mädel rauszunehmen.

Geschwister müssen auch mal ohne einander auskommen. Dein Sohn ist eh nächstes Jahr weg und was dann? Insofern ist es soch sinnvoll, wenn sie alleine klarkommt und vor allem nicht ständig am geoßen Bruder hängt, der sich ja mit seinen Gleichaltrigen beschäftigen soll.

Das Erzieher nicht bei jedem kleinen Streit gleich einschreiten ist normal und auch gut. Die Kinder sollen ja lernen, sich auch mal selbst durchzusetzen.

Über das Verhältnis von Erziehern untereinander urteilen zu wollen finde ich immer schwierig, denn man ist ja nicht ständig da und bekommt alles mit. Und natürlich ist deine Erzählung eh recht gefärbt, da ich wie gesagt nicht den Eindruck habe, du willst dein Kind in den KiGa geben willst

Insofern finde ich es auch schwierig hier irgend eine Meinung dazu zu bekommen ob das Kind weiter gehen sollte oder nicht.

Das ist eure Entscheidung als Eltern und zu der muss man stehen. Wenn du das Mädel nicht hingeben willst und eh Zuhause bist, dann behalte sie eben daheim. Sie ist ja nicht blöd und wird klar fragen, warum Mama daheim bleiben kann und sie aber nicht. Kannst du ihr darauf keine Antwort geben, dann lass sie Zuhause. Ansonsten erkläre ihr warum sie gehen soll und das ist dann eben so.

LG Lilly

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Re: Kindergarten Konzept

Antwort von Danyshope am 26.12.2017, 17:26 Uhr

BEIDE !! Kinder wollen bzw wollten nicht in den KiGa?

Würde mir zu denken geben. Entweder seit ihr nicht in der Lage für die Kinder die RICHTIGEN KiGA´s zu finden oder warum auch immer gibst du oder Dein Mann den Kindern das Gefühl KiGa ist was blödes.. Mus nicht mal mit Absicht sein, kann auch unbewusst passieren.

Und so wohl wie jedes Kind hat mal Phasen wo es lieber geht und welche wo es nicht so gerne hin will. Meistens erledigt sich das in den ersten 5min wenn die Kinder dort sind.

Soll nicht böse sein, aber wenn ihr als Eltern nicht dahinter steht, dann wird das nichts. ich hätte schon beim älteren nicht so lange gewartet. Und ich würde da jetzt auch schauen ob man nicht für die Tochter einen KiGa findet der eben besser passt - der Große geht ja eh ab Sommer in die Schule

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Re: Kindergarten Konzept

Antwort von Mupflbubi am 26.12.2017, 18:33 Uhr

Hallo

danke für eure Rückmeldung und ja, ich habe ein Problem mit dem Kiga Konzept. Am Anfang war ich sehr zuversichtlich und guter Dinge, aber durch den Einbruch jetzt, gibt mir vieles wieder zu denken.

Mein Sohn wollte damals auch nicht gehen und ihm haben die 3 Jahre zu Hause gut getan. Er kommt jetzt besser mit Konfliktsituationen zurecht und kann sich verbal besser artikulieren.

Ich weiß, dass die Schilderung hier sehr einseitig ist, jedoch bin ich aus dem Couching Bereich und habe viel mit dem Thema Körpersprache gearbeitet, deshalb kann ich auch sagen, dass vieles lustlos wirkt. Und das man sich nicht überall gleich einmischt, ist auch selbstverständlich, nur wenn ich etwas laufen lasse, wo ich sehe, dass Kinder gegenüber dem anderen im Nachteil sind, muss ich doch unterstützend da sein.

Leider ist es hier mit Kigas etwas mau. Wir haben noch einen privaten, der ist unbezahlbar. Der andere liegt zwei Strassen weiter, gehört aber zu einem anderen Stadtteil, die nehmen uns nicht. Und die nächsten sind dann erst wieder mit dem Auto in 20 min erreichbar, das ist mir definitiv zu stressig.

Werde nochmal in mich gehen.....

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Re: Kindergarten Konzept

Antwort von niccolleen am 26.12.2017, 21:19 Uhr

Ich wuerde in eurem Fall beide Kinder in eine Gruppe geben, ob das nun die Betreuerinnen "gern sehen" oder nicht. Sind doch deine Kinder. Fuer manche Kinder ist das super, fuer andere eher kontraproduktiv. Bei deinen wuerde ich das positiv sehen.
Ausserdem: Wenn das ein offenes Konzept ist, dann darf das eine Kind in die Gruppe des anderen nach dem Sesselkreis, und wenn das so ist, dann wuerde mich das auch recht wenig kratzen, ob die das jetzt "gern haben" oder nicht.

Aber 2.5 Stunden .... da kommt man doch erstmal an. Das ist in meinen Augen sehr kurz fuer einen Kindergartentag. Dann eher nur 3 Tage in der Woche, die dafuer etwas laenger.

lg
niki

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Re: Kindergarten Konzept

Antwort von Birgit 2 am 26.12.2017, 22:32 Uhr

Ich habe beim Lesen auch den Eindruck, dass du eigentlich deine Kinder lieber zu Hause betreust...kinder merken schnell, wenn man unsicher und unzufrieden ist mit der Situation und reagieren entsprechend...

Wenn du keine Alternative hast und du es weiter probieren möchtest, würde ich einen Gruppenwechsel ansprechen, aber manchmal ist das aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich und würde das Problem evt auch nur verschieben bis zu dem Zeitpunkt, wenn dein Sohn zur Schule kommt...

Grundsätzlich ist es immer schwierig, wenn man als Eltern eine genaue Vorstellung darüber hat, wie ein Kindergarten sein sollte, denn das alles rundum passt, ist wohl nur sehr selten gegeben...
Wichtig finde ich eine gute Beziehung zu den Erzieherinnen sowohl von der Seite des Kindes, aber auch von deiner Seite...wenn du das Gefühl hast, dein Kind ist hier gut aufgehoben, dann ist das schon die halbe Miete...

Ein hoher Krankenstand ist leider manchmal normal, da viele Kinder krank in den Kindergarten gebracht werden und man sich da auch als Erzieherin da leider häufig anstecken kann..

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Re: Kindergarten Konzept

Antwort von Pirol77 am 27.12.2017, 0:21 Uhr

Hallo, ich kann dich gut verstehen. Mein jetzt fast 6 jähriger Sohn ist auch kein begeistertes Kindergartenkind. Ich würde in Kindergartenfragen immer auf mein Bauchweh hören. Wir hatten auch einen Fehlstart mit 3 Jahren und eine durchgedrückt sanfte Eingewöhnung ohne weinen mit 4,5 Jahren.

Ich empfehle dir laut deinen Schilderungen auch die beiden Kinder in eine Gruppe gehen zu lassen, auch wenn die Erzieherinnen das nicht gern sehen.

Und wichtig finde ich, dass du ein gutes Gefühl beim abgeben hast. Wenn das nicht möglich ist, würde ich GGespräche mit den Erzieherinnen führen oder im Notfall nach einem anderen kiga Ausschau halten.

Lg

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Re: Kindergarten Konzept

Antwort von miez.0 am 27.12.2017, 9:32 Uhr

Hallo
Ich sehe das ähnlich wie meine Vorschreiberinnen.
Wenn du deine Kinder in den kiga gibst dann musst du selbst auch klar hinter deiner Entscheidung stehen.
Unser kiga hat ein geschlossenes Konzept und da ist es total normal ,dass die kleineren Geschwister in die selbe Gruppe kommen wie die Großen .
Ausser es wird ausdrücklich anders von den Eltern gewünscht .
2,5 Sunden finde ich auch sehr wenig
Lieber dann nur drei Tage aber dann mindestens 4-5 Sunden.
Deine kleine wird sich dann auch schneller eingewöhnen.
LG

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Re: Kindergarten Konzept

Antwort von kati1976 am 27.12.2017, 12:48 Uhr

Und dann verlagert sie das Problem in.ein Jahr. Wenn der Bruder dann in der Schule ist,hat das Mädchen keinen Abschluss weil sie sich an den Bruder geklammert hat.

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Re: Kindergarten Konzept

Antwort von niccolleen am 27.12.2017, 17:11 Uhr

Ich hab das so viele Male in den letzten 6 Kindergartenjahre meiner Kinder gesehen... stimmt ueberhaupt nicht. Die Kinder haben dann laengst Boden unter den Fuessen, sind gereift, kennen alle, haben meist auch Freunde gefunden und schaffen das ohne Probleme.

lg
niki

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Re: Kindergarten Konzept

Antwort von Johanna3 am 27.12.2017, 17:21 Uhr

Ich würde auch beide Kinder in eine Gruppe geben. Ist bei uns meist so üblich. Und es hat wirklich nie Probleme damit gegeben.

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Re: Kindergarten Konzept

Antwort von kati1976 am 27.12.2017, 17:26 Uhr

Ja sicher doch.


Allerdings denke ich.liegt das Problem ganz woanders.

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Re: Kindergarten Konzept

Antwort von Mupflbubi am 27.12.2017, 17:53 Uhr

Hallo

danke für eure Einschätzung.

Ich weiß, dass ich hinter dem ganzen stehen muss, weil es sonst nix wird. Das war bei meinem Sohn schon so und hat jetzt mit 6 Jahren viel besser geklappt, weil ich auch an ihn (seinem Alter entsprechend) andere Anforderungen stelle und es mir wichtig ist, dass er seine Schulkollegen schon kennen lernt.(die Grundschule ist gleich nebendran). Außerdem habe ich damals bei ihm gemerkt, dass die 3 Jahre ihn nochmal mehr reifen haben lassen und er so , die Herausforderungen besser annehmen konnte.

Ich werde dass mit derselben Gruppe nochmal bei den Erzieherinnen ansprechen. Ich denke halt schon, dass es Geschwister gibt, wo es sinnvoll ist, diese auseinander zu dröseln, aus was für Gründen auch immer. Aber in unserem Fall, glaube ich, dass ihr die Anwesenheit des Bruders Sicherheit vermittelt und sie so auch besser anschluß findet (im Moment spielt so eher alleine). Ich bin halt kein Befürworter von demselben Weg für alle... Weg A kann für Familie A gut sein, heißt aber nicht, dass er auch für Familie B der richtige ist, da wünsche ich mir schon ein individuelles eingehen auf die Umstände.

Viele Grüße

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Re: Kindergarten Konzept

Antwort von chrpan am 04.01.2018, 5:29 Uhr

Ich würde unbedingt beide Kinder in einer Gruppe haben wollen , solange der Ältere keinen Nachteil davon hat, das muss man eine Zeit lang ausprobieren.

In unserer Kindergruppe waren mal zwei Schwestern wobei die jüngere sich sehr stark an der älteren orientiert hat und die Einschulung der älteren dann schon ein Einschnitt war. Gut, dann musste die Mutter der beiden wieder für eine Weile morgens da bleiben bis die jüngere Schwester in der neuen Situation „angekommenen“ war. So what?!
Bei euch wird das vielleicht gar nicht nötig sein und selbst wenn würde ich dieses Vorgehen der aktuellen Situation vorziehen.

LG

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