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Geschrieben von krissie am 08.01.2004, 10:32 Uhrzurück

Re: huiiiiiii....einspruch!

Hallo Sterntaler,

hmm... also ganz ehrlich, ich möchte nicht nur HAusfrau und Mutter sein (nur Hausfrau schon gar nicht, o weh!). Ich weiß, viele sagen, was heißt hier "nur", ist doch so ein abwechselnder und anstrengender und anregender "Beruf"... Naja, zumindest alle Haushaltstätigkeiten finde ich nicht sehr abwechslungsreich und auch das Kinder großziehen ist, sind wir mal ehrlich, nicht immer die Quelle größter Abwechslung und geistiger Anregung.

Klar ist es wichtig und oft inspirierend und es kommt viel zurück, aber eben drum möchte ich doch zumindest auch den Vater des Kindes mit einbeziehen. Der bekommt nämlich auch viel zurück und kann dem Kind vor allem ganz viel geben. Und er kann mir einen Teil der nervtötenden gar nicht abwechslungsreichen anstrengenden täglichen Routinarbeiten abnehmen, damit ich darüber nicht verblöde! Allerdings geht das alles nicht, wenn er 60-70 Stundne die Woche abwesend ist und ich ihm den "Rücken frei halte". Ich fände es echt nicht so toll, wenn er nur das gute Geld verdient, mir einmal die Woche sagt "Toll Schatz, wie Du das alles hinkriegst" und ansonsten sich in der Behütung des Kindes und dem ganzen anderen Kram, der die Familie betrifft, zurückhält. Hat für mich auch nichts mit Team zu tun.

Und ich gebe zu, dieses Rollenmodell Hausfrau und Mutter auf der einen Seite (die sich in ihrer Freizeit, wenn sie denn welche eingeräumt bekommt, vielleicht noch ehrenamtlich engagiert oder dergleichen) und abwesender Alleinverdiener auf der anderen Seite ist m.E. so wenig erstrebenswert und so überholt, dass wir es keinesfalls unseren Kindern vorleben möchten. Und ich kenne einige andere Frauen, denen es genauso geht. Das liegt also nicht zwangsläufig im Instinkt von Frauen, wenn es auch ganz sicherlich in unserem Instinkt liegt, dass wir unsere Kinder glücklich und behütet aufwachsen lassen wollen (ohne zu glauben, dass nur die Mütter alleine das leisten können und sollen).

Ich gebe Dir aber Recht, dass das glückliche Hausfrau- und Mutterdasein, wenn es denn gewünscht wird, ganz häufig nicht realisierbar ist oder auch ganz schnell kippen kann. Das Modell der einigermaßen gleichberechtigten Partner, die sich emotional, organisatorisch und anpackend ungefähr ähnlich in der Familie und für ihre Kinder engagieren ist aber vermutlich leider noch schwerer zu realisieren. Und ich weiß auch, dass viele, vor allem Frauen, allein dastehen, und zwar sowohl mit der finanziellen Verantwortung als auch mit der Erziehung und dem ganzen damit zusammenhängenden Kram. Aber trotzdem kann man ja versuchen, ein partnerschaftliches Ideal hinzukriegen.

LG Kristina

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