Aktuelles und Neuigkeiten Aktuelles und Neuigkeiten
Geschrieben von Moneypenny77 am 08.01.2004, 10:23 Uhrzurück

Re: huiiiiiii....einspruch!

Na siehst Du, da kommen wir uns doch schon wieder näher ;-)

"Emanzipation" definiert sich in meinen Augen aber nicht darüber, ob eine Frau neben ihrer Familie noch arbeiten geht oder nicht, sondern darüber, wie sich sich selbst mit dem was sie tut identifiziert... Es gibt viele Frauen die in oder an ihrer Familie weitaus größere menschliche Leistungen erbracht haben, als sie es in ihrem ausgeübten Beruf jemals geschafft hätten. Meine Kollege z.B. brüstete sich immer damit, daß seine Frau als "Tippse" arbeite, was sich ja eigentlich nicht lohne, aber zu Hause sitze sie ja eh nur "dumm" rum und so könne sie "wenigstens etwas zu ihrem (!)Lebensunterhalt" beitragen. Na, da muß ich doch sagen, wer mit so einem Kerl verheiratet ist, KANN doch gar nicht emanzipiert sein, oder? Und trotz langem Weg zur Arbeit, Tochter in den KiGa bringen etc. durfte sie so gut wie nie das Auto haben... Klasse :-(

Ich fände es nur schön, wenn Frauen, die neben ihrer Familie keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, nicht automatisch als "Hausmütterchen" müde belächelt würden. Viele kümmern sich nämlich nicht "nur" um ihre Kinder, sondern auch um kranke Elternteile oder auch um die Kinder berufstätiger Freundinnen.
Jede Lebenssituation, jede Ehe, jede Familie ist anders, keiner sieht hinter die Fassaden und kennt die wahren Leistungen einer Frau und Mutter, gerade die im Hintergrund bleiben oft im Verborgenen. Daher kann man auch nicht pauschal sagen, daß Frauen die Job und Kinder vereinbaren können "gut und modern" und Hausfrauen "arbeitsfremd und ihrer Zeit hinterher" sind, ebenso, wie umgekehrte Äußerungen pauschal nicht zutreffend sind. Es ist eben alles eine Frage, was "Frau" in ihrem Alltag alles zu stämmen hat. Die einen haben dabei noch Freiraum für eine Erwerbstätigkeit, die anderen nicht (großer Haushalt, mehrere Kinder, häusliche Pflege älterer Familienmitglieder etc.). Und solange jeder mit seiner Rolle einverstanden und glücklich ist, wo ist das Problem?

Das Leben spielt immer anders, als man es sich wünscht, daher sollte man seine Träume leben solange es geht, aber nicht ohne den Blick für die Realität und das Wesentliche zu verlieren und ein "Leben nach dem Traum" zu sehen. Wenn ich mir überlege, wie viele gerade aus unserer Generation geradewegs in die Altersarmut rennen, weil sie heute gut leben und prassen und nicht an später denken wird mir ganz anders...
Wichtig ist, gerade in einer Ehe, nie die gemeinsame Anpassungfähigkeit an neue und schwierige Situationen zu verlieren. Gerade wenn es schlecht läuft zeigt sich, wie stark eine Ehe oder eine Familie ist.

Beitrag beantworten

Zurück ins Forum

Unten der Beitrag und die bisherigen Antworten. Sie befinden sich in dem Beitrag mit dem grünen Pfeil.
Die letzten 10 Beiträge im Forum Aktuelles und Neuigkeiten