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Geschrieben von Moneypenny77 am 09.01.2004, 14:19 Uhrzurück

Re: Klarstellung: Ich habe NICHTS gegen berufstätige Mütter...

Liebe Marit,

wir kriegen die Seite hier noch voll *ggg*

Deine Idee wäre zugegeben für viele eine Lösung, aber eben auch nicht für alle... Würde das Realität, hätten zwar viele Eltern viele Probleme weniger, aber andere mehr Probleme und dann sind wir auch nicht weiter als jetzt...

Wie gesagt: mein Mann z.B. kann nicht einfach nur noch 2/3 oder 3/4 arbeiten. Er hat 15 Leute zu führen, auf ihm lastet die Verantwortung, daß die Gesellschafter den Laden schließen, wenn's nicht läuft. Selbst wenn er wollte, wäre er schneller weg vom Fenster, als er papp sagen kann, in der Wirtschaft ist man da gnadenlos. Und wenn er nur noch 3/4 arbeiten würde, das Geschäft darunter leidet und man zu macht, stehen 15 Leute zzgl. ihm auf der Straße, je nachdem noch ne kleine Abfindung, fett zu versteuern, das war's...
Du bist Wissenschaftlerin, für Dich wären 3 Jahre Ausstieg fachlich nicht praktikabel... O.k. sehe ich ein. Ich bin Private Bankerin, Kundenbetreuerin für vermögende Privatkunden im Rahmen der Vermögensanlage. In 3 Jahren ist ein Kunde immer noch ein Kunde, eine Aktie eine Aktie und die Börse die Börse. Da wird sich nicht viel ändern. Natürlich setzt das voraus, daß ich eher die Financial Times Deutschland oder die Wirtschaftswoche im Abo haben sollte als "Eltern" oder "Kinderpsychologie heute" (*g* gibt's bestimmt, so eine wichtige Lektüre).

Was ich damit sagen will: Dein Vorschlag ist gut, aber eben nicht für alle... Daher sollte auch kein Mittelweg die Lösung sein, sondern Eltern sollte verschiedene Wahlmöglichkeiten haben, wie sie die Kinderzeit gestalten wollen. Und dann nicht nur einen Weg fördern, sondern mehrere, Hauptsache, es steht das Wohle des Kindes im Vordergrund, denn darum geht es uns hier doch letztlich allen...

Finden wir so zusammen?

Im Grunde ist es doch mit allen sozialen Hilfen das gleiche: manche haben in der Sozialhilfe wirklich zu wenig zum Leben, andere haben mit einigen Tricks mehr, als Leute die arbeiten gehen. Manche kommen mit ihrer Arbeitslosenhilfe so gerade hin, andere haben Auto und Vermögen auf Mutti übertragen, arbeiten schwarz und haben so ein schönes Leben. Ich finde, das müßte alles viel "Einzelfall"-orientierter sein, dann wäre es auch gerechter.
Ob nun Familien-, Sozial-, oder Gesundheitspolitik: bei jeder Reform habe ich den Eindruck, daß immer nur eine Gruppe zu Lasten einer anderen Gruppe besser gestellt werden soll, dabei wäre es in vielen Fällen doch möglich, daß jeder bedarfsgerecht und individuell berücksichtigt wird. Also: nicht andere "schlechter" stellen, um andere "besser" zu stellen, sondern möglichst alle "gut" stellen... Wäre doch mal eine Maßnahme, oder?

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