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Geschrieben von krissie am 07.01.2004, 10:04 Uhrzurück

Re: wie das zu finanzieren wäre....

Hallo Moneypenny,
da sieht man, wie unterschiedlich die Vorstellungen und Wünsche in bezug auf Familienpolitik sind. Leider wird der Staat ja beiden Modellen, deinem und dem von Marit zur Zeit nicht sehr gerecht... Ich favorisiere ebenfalls Marits Modell, da ich der Meinung bin (und auch die persönliche Erfahrung im Erziehungsalltag mache), dass es weder für das Kind noch für die Beziehung gut ist, wenn sich die Rollen so klar verteilen in eine mehr oder weniger abwesende "Führungskraft" und eine daheim bleibende fast allein für Kind und Haushalt zuständige Mutter. Ich glaube und erfahre in einigen familien, dass das "Teamgefühl" im Baby- und Kinderalltag dabei auch ganz schnell verloren geht, zumindest für die Daheimbleibenden; gut, ihr seid da offenbar ein Gegenbeispiel, wenn ihr beide zufrieden seid. Und ein Kind braucht meines Erachtens die Zeit und Zuwendung beider Eltern um ideal aufzuwachsen, das erfordert eine Anwesenheit des Vaters, die sich auf jeden Fall nicht mit einem Fulltimejob + Überstunden (wie bei führungskräften sicher häufig) vereinbaren lässt.
Davon abgesehen finde ich Deine Sichtweise sehr bedenklich, dass doch bitte Männer nicht durch Teilzeitforderungen aus ihren Führungspositionen gekickt werden sollen, Frauen aber als potentielle MÜtter Probleme haben dürfen, eingestellt zu werden bzw. als tatsähliche Mütter kaum noch eine Chance auf befriedigende Berufstätigkeit haben. Es wäre sehr schade, wenn alle Frauen, die mit Engagement ihrem Beruf nachgehen und darauf auch mit Kindern nicht ganz verzichten wollen, auf Kinder verzichten würden - nicht nur, weil es dann bald noch viel weniger Kinder gibt. Denn nur weil auch sie finanzielle Verantwortung tragen wollen (oder müssen) und noch Interessen außerhalb des häuslichen Kreises haben, die über Hobbies oder dergleichen hinausgehen, sind es sicher nicht die schlechteren Mütter - meiner Ansicht nach im Gegenteil. Meiner Meinung nach leben sie im Idealfall ihren Kindern etwas Gutes vor und ermöglichen darüber hinaus ihren Kindern das Zusammensein mit dem Vater. Aber da gehen die Meinungen ja sehr auseinander. Und daher denke ich, dass es politisch jeder FAmilie möglichst einfach gemacht werden soll, ihrem Ideal gerecht zu werden. Davon sind wir jedoch weit entfernt. Nicht nur wird Familien die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sehr schwer gemacht, auch wird ja den frauen ein Daheimbleiben in relativer finanzieller Sicherheit schwer gemacht.
LG Kristina

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