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Geschrieben von Moneypenny77 am 09.01.2004, 15:20 Uhrzurück

Re: Klarstellung: Ich habe NICHTS gegen berufstätige Mütter...

Ich versuch's mal mit direkter Stellungnahme, da wir hier leider alle gerade zu diesem sehr emotionalen und persönlichen Thema viel aneinander vorbei"schreiben":

1. "nun gut, Du hast aber doch weiter oben geschrieben, dass du findest, dass Frauen, die nicht auf Beruf verzichten wollen (zunächst? für immer? ganz? gar nicht?, keine Kinder bekommen müssen (sollten?)."
Ich habe mich hier wohl sehr blöd ausgedrückt und meinte: "zunächst" und "sollten" ("Zunächst" 2 bis 3 Jahre und "sollten", weil ich mir nicht anmaße, jemandem Vorschriften zu machen. Jeder wie er will und ich wie ich will ;-))

2. "Ein kleines Baby braucht übrigens nicht unbedingt die leibliche Mutter als feste Bezugsperson."
Absolute Zustimmung! Aber eben eine feste und dauerhafte, die aus dem unmittelbaren Umfeld kommen sollte...

3. "Mütter wissen nicht automatisch, was das Beste für ihr Kind ist und Väter sind nicht automatisch außen vor!"
Auch, aber nur bedingt richtig, wie mir die meisten Mütter sagen, hätten sie einen "besonderen" Instinkt für ihr Kind und dann sagen die Väter immer, den hätten sie nicht (kann ich selbst aber erst in 6 Monaten beurteilen *g*)

4. "Ach, und vier Stunden alleine zu Hause ist wahrscheinlich für keinen Hund was (so zumindest erzählt es mein Mann, der früher einen hatte) und ganz bestimmt nicht für ein Kind. Ich bitte Dich, was ist daran provokativ und was hat das mit der Diskussion hier zu tun?"
Was ich damit sagen wollte ist: über uns wurde regelrecht hergefallen zum Thema "Berufstätigkeit und Hund", da waren die Leute einhelligerer Meinung als "Berufstätigkeit und Baby" (ich sage bewußt Baby), insofern: wer den ganzen Tag nicht zu Hause ist braucht auch keinen Hund... Finde ich komisch insofern, da ich mich damit frage, ob ein Hund bei uns ein "sensibleres" Wesen ist als ein Baby und Herrchen und Frauchen mehr braucht, als ein Baby seine Eltern? Diesen kausalen Zusammenhang schließe ich jedenfalls daraus.

5. "Deine Einstellung ist in Deutschland - denke ich? - sehr viel akzeptierter und eher mehrheitsfähig."
Offensichtlich nicht, denn ich sitze hier allein auf dem "heißen Stuhl".

6. "Bedenklich nicht, dass Du nur noch Hausfrau und Mutter sein willst, das ist nicht mein Problem, aber dass Du, wie soviele hier, dieses Modell als das Ideal verteidigen bzw. es eigentlich als ein Muss für gute Mütter (ja, ja, die Mütter) darstellten."
Auch hier habe ich mich wohl mißverständlich ausgedrückt, dies aber bereits mehrfach oben richtig gestellt: Es ist MEIN/UNSER Ideal für UNSERE Familie. Bei anderen sind die Lebenssituationen komplett andere und somit mein Ideal absolut nicht auf andere übertragbar. Und solange ich nicht das Leben anderer leben muß, bitte.
Ich habe auch weiter oben bereits gesagt, daß eine Mutter die berufstätig ist, deshalb noch lange keine gute Mutter ist. Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Es gibt genug Mütter, die nicht arbeiten gehen und trotzdem weitaus katastrophalere Mütter sind, als die, die arbeiten gehen.
Aber Dein Satz "nur noch Hausfrau und Mutter" enthält eben genau diese negative Wertung, die ich so unfair finde. Wieso "nur"? Wie ich auch schon weiter oben schrieb ist es in vielen Fällen so, daß von der Anstrengung und dem Zeitaufwand her ein Bürojob dem Hausfrauenjob wohl vorzuziehen wäre... Das ist alles eine Frage dessen, in welchem "Haus" ich "Frau" bin und wovon bzw. wievielen ich "Mutter" bin, oder? Hausfrau in einer 3-Zimmer-Wohnung mit Putzfrau und einem schulpflichtigen Kind ist sicher was anderes (und hier frage auch ich mich, was die Ladies den ganzen Tag eigentlich machen und warum sie nicht wieder arbeiten gehen), als ein Haus mit großem Grundstück, zwei Hunden, drei Kindern, zwei nicht mehr ganz so "fiten" Müttern und, durch die berufliche Stellung des Mannes bedingte, diverse gesellschaftliche Verpflichtungen. Das ist genauso eine Fulltime-Job wie eine Erwerbstätigkeit und ich sage nochmals ausdrücklich, das weder die eine noch die andere besser oder schlechter geschweige denn wertvoller ist. Jeder macht das, was er am besten kann und was er am liebsten macht... Schließlich könnte man dann auch sagen, daß Krankenschwestern, Kindergärtnerinnen, Haushälterinnen und Sekretärinnen minderwertigere Jobs haben als Steuerberaterinnen, Bankerinnen oder Ärztinnen, was ja auch nicht stimmt, gebraucht werden sie alle gleichermaßen.

7. "Okay, irgendwann muß auch mal Schluß sein."
Du wirst mir verzeihen, daß ich nochmals ausführlich geantwortet habe, aber wenn ich direkt angesprochen werde, erlaube ich mir, auch direkt zu antworten, um vielleicht das ein oder andere gerade zu rücken...

Gruß, MP

(Zu meiner Verteidigung mal was allgemeines an alle: da ich hier niemanden kenne, kann, will und werde ich hier auch niemanden persönlich angreifen. Das ist erstens nicht meine Art und zweitens auch nicht meine Absicht, da ich mir nicht anmaße, ein Urteil über Menschen zu fällen, die ich nicht kenne. Sicherlich kommt das in manchen meiner Postings anders rüber, das ist leider so, wenn man schreiben und nicht reden kann, da kommt vieles anders rüber als man es meint, was aber keine böse Absicht ist. Ich sehe das hier als sehr schöne Möglichkeit über Themen, die einen mal mehr oder weniger bewegen zu diskutieren. Gern gebe ich zu, daß ich in den letzten Tagen in dieser besonders kontroversen Diskussion viel dazu gelernt habe und zu der ein oder anderen neuen Sichtweise gelangen konnte, in diesem Sinne...)

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