Schwanger - wer noch?

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Geschrieben von Amyyyk am 27.05.2022, 21:25 Uhr

Geburtsplan im Kreißsaal beachtet?

Hallo ihr Lieben,

Ich bereite mich gerade auf unsere bevorstehende Geburt vor und schreibe ein paar Wünsche in meinem Geburtsplan auf.

Ich hatte bereits vor einer Weile hier im Forum nach der Anmeldung im Krankenhaus gefragt und wie es denn bei anderen Mamas war. Ich hatte ebenso vor mich im Vorfeld anzumelden und dachte ich würde nochmal ein Gespräch bekommen wo es um wünsche geht und generell um den Ablauf. Allerdings wurde ich von der Hebamme im Kreißsaal am Telefon etwas "abgewürgt", eine Anmeldung würde nur durchgeführt werden wenn eine Risikoschwangerschaft bestehe und da ich diese nicht vorweisen kann, soll ich einfach kommen wenn es los geht.

Naja wie auch immer, ich möchte trotzdem einen Geburtsplan schreiben, da ich auf einige Dinge in jedem Fall verzichten möchte und nicht alles gewünscht ist. (ich bin Krankenschwester und habe bereits selbst für eine gewisse Zeit im Kreißsaal gearbeitet als ich noch Schülerin war (allerdings in einer anderen Klinik), habe also recht viel mitbekommen, von beiden Seiten und Dinge unter Geburten miterlebt auf die ich selbst unbedingt verzichten möchte.)

Wie haben die Hebammen auf eure Geburtspläne reagiert? Konntet ihr bei komplikationsfreier Geburt immer mitentscheiden oder wurde manchmal nicht gut kommuniziert und wünsche missachtet?
Fandet ihr eure Geburt sehr schön oder hättet ihr euch einen anderen Ablauf gewünscht?
:)

 
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Re: Geburtsplan im Kreißsaal beachtet?

Antwort von Maluna am 27.05.2022, 21:42 Uhr

Also ich hatte relativ konkrete Vorstellungen, da ich nicht wusste,inwieweit ich noch reden kann, habe ich das im Vorfeld ziemlich genau mit meinem Mann durchgesprochen was ich will und was nicht.
Vorab gab es paar Wochen vor der Geburt eine Untersuchung im Krankenhaus, aber ohne Geburtsplanung in diesem Sinn. Es wurde nur gefragt ob ich eine spontane Geburt anstrebe und dann wurde ich noch kurz über Möglichkeiten zur Schmerzlinderung aufgeklärt.

Ich muss sagen, als es dann soweit war, kam alles anders als geplant. Die kleine hat sich total verkantet und da ich kein Kaiserschnitt wollte, wurde mir dann der Wehentropf angeboten, allerdings unter der Bedingung, dass ich eine PDA akzeptieren würde. In dem Moment war es meine einzige Möglichkeit noch um einen Kaiserschnitt drum herum zu kommen, und schon hatte ich die PDA akzeptiert - hätte ich mir vorher niemals vorstellen können. Will sagen, ist kein Fehler zu wissen was du willst und was nicht, aber so ganz ist es nicht planbar und nach stundenlangen Wehen sagt man halt doch mal "ja" zu Dingen, die man eigentlich kategorisch ausgeschlossen hat.

Aber ja, obwohl meine Geburt anders verlief als geplant und dann trotzdem noch in einem Notkaiserschnitt endete, war es ein wunderbares, wahnsinnig emotionales Erlebnis das ich niemals missen möchte. Ich habe mich nicht übergangen gefühlt, letztendlich wurde nichts ohne mein Einverständnis gemacht. Aber manchmal kommt dann halt der Punkt wo einem nichts anderes übrig bleibt, als das Einverständnis zu geben. Im Nachhinein hatte ich aber das Gefühl, ich hätte da früher meinen Frieden damit gemacht, wenn ich von Vornherein weniger ausgeschlossen hätte.

Ich wünsche dir eine wunderbare Geburt und dass sie möglichst so wird, wie du es dir wünschst.

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Re: Geburtsplan im Kreißsaal beachtet?

Antwort von Lana1987 am 27.05.2022, 22:17 Uhr

Also Wünsche aufschreiben finde ich gut und sinnvoll. Unabhängig von Corina, war es immer schon in den meisten Kliniken üblich, sich vorher nur telefonisch oder per Mail anzumelden, ggf. Unterlagen hin zu schicken. Stell Dir vor, alle Schwangere Wolken da ein persönliches Gespräch. Soviel Personal gibt es garnicht, die müssen ja die aktuell dort Entbindenden betreuen.

Aber für einen konkreten Plan sehe ich da ehrlich gesagt keinem Grund. Eine Geburt kann man nicht planen, so gern man das auch möchte. Es kommt nicht selten vor, dass man unter der Geburt seine Meinung zu manchen Dingen spontan ändert. Lass es auf Dich zukommen.

Ich konnte immer alles kommunizieren und mit mir wurde alles besprochen. Man muss sich natürlich trauen. Wer einfach nur alles abnickt und hinnimmt ist selber Schuld.

Also, Wünsche kann man natürlich haben, äußern und aufschreiben. Abläufe eher schwierig planen, da das immer individuell und situationsbedingt ist.

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Re: Geburtsplan im Kreißsaal beachtet?

Antwort von misses-cat am 27.05.2022, 22:32 Uhr

Ich persönlich habe sieben Kinder und stehe geburtplänen eher skeptisch gegenüber , sechs mal hatte ich in insgesamt vier Kliniken entbunden und ich fand meine geburten immer schön und selbstbestimmt ohne einen Plan. Umd ehrlich gesagt habe ich ziemlich viele Dinge wo ich vorher dachte das sie mir unter der Geburt gut tun dabei als ganz schrecklich empfunden und diese abgebrochen zb dachte ich immer das mir Musik dabei gut tun würde bei meinem ersten Kind habe ich nach nichtmal drei Minuten darum gebeten den CD Player auszumachen ich hab mich so sehr auf mich und mein Baby konzentriert das ich Stille vorgezogen habe.
Bei meinem zweiten Kind war dann die Geburtstage frei und ich hab mich riesig gefreut da rein zu können, ich war keine 10 min drin dann wollte ich raus, die Hebamme hat noch versucht mich zu überzeugen es länger zu probieren aber ich fand es so schrecklich das sie keine chance hatte mich zu überzeugen, meinen Sohn habe ich dann als einziges meiner sieben Kinder im Stehen bekommen.
Mein siebten Kind war ein einiger Kaiserschnitt unter der Geburt auch diesen fand ich selbstbestimmt da ich sehr früh das Gefühl hatte es stimmt was nicht u d ich werde nicht spontan entbinden habe ich sehr früh klar gesagt das ich nicht auf Teufel komm raus spontan entbinden will und ich war froh das es die richtige Entscheidung war, meine Tochter hat nach ihrer Geburt schnell Hilfe gebraucht, eine spontane Geburt hätte sie nicht ohne Schäden davon getragen. So konnte ich aber eine pda bekommen, mein Mann war bei mir und ich habe ihren ersten schrei gehört.
Ich würde mich nicht zu sehr auf einen Plan versteigern, eine Geburt ist jedesmal ein solch großes Erlebnis das wirft oft alles geplante um
Lg

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Re: Geburtsplan im Kreißsaal beachtet?

Antwort von Schneeglöcken am 27.05.2022, 22:51 Uhr

Hallo,

vorweg gleich mal die Frage, hättest du vielleicht noch die Möglichkeit mit Beleghebamme oder in einem Geburtshaus zu gebären? Ich weiß nicht wie weit du schon bist, erfahrungsgemäß muss man sich sehr früh dazu anmelden aber manchmal werden auch spontan noch Plätze frei. Es würde deine Chancen auf eine selbstbestimmte Geburt sehr erhöhen.

Aber auch in der Klinik kann man durchaus eine selbstbestimmte Geburt erleben. Zuallererst sollte man sich ein KH suchen, das in diese Richtung offen ist, am besten mit dem Zertifikat „babyfreundlich“.
Ich habe mir damals im Vorfeld mehrere Kliniken angesehen (weiß nicht, ob diese Info Abende zur Zeit stattfinden, vielleicht online?) und dort ganz gezielt nachgehakt und meine Fragen gestellt und mir diverse Erfahrungsberichte zu den unterschiedlichen Kliniken durchgelesen. Die Klinik bei der ich dann letztendlich das beste Gefühl hatte, habe ich mir dann ausgewählt.
Ja, ich habe mir einen Geburtsplan geschrieben und ihn mir in mehrfacher Ausführung ausgedruckt. Außerdem war mein Mann genauestens darüber instruiert meine „Doula“ - mein Sprachrohr - zu sein (was für ihn sowieso selbstverständlich war). Manchen mag das vielleicht lächerlich erscheinen aber es war bereits unser 5tes Kind und ich hatte schon vielfältige Geburtserfahrung hinter mir, klinisch wie außerklinisch, vom KS bis zum Geburtshaus (das ich im Übrigen am Besten fand, daher meine obige Frage) und ich wusste genau was auf mich zu kommt und was ich wollte und was definitiv nicht.
Ich hatte gleich zwei Anmeldungsgespräche, einmal mit der Chefärztin und einmal mit der Hebamme. Beiden hatte ich einen Geburtsplan vorgelegt, beide waren total einfühlsam und verständnisvoll, der Geburtsplan wurde in meine Akte gelegt mit dem Vermerk, dass er eben auch mit der Chefärztin so besprochen wurde (wie gesagt, ich habe mir die Klinik wirklich gut ausgesucht).
Zur Geburt selbst hatte ich den Geburtsplan dann auch nochmal dabei. Die diensthabende Hebamme und Gynäkologin waren super einfühlsam und nahmen voll auf mich und meine Bedürfnisse Rücksicht. Sie taten nichts was ich nicht wollte. Genau genommen wollte ich bei komplikationslosem Geburtsverlauf überhaupt keine Eingriffe und daran wurde sich auch total gehalten. (Lediglich ein kabelloses CTG war „Pflicht“, das war für mich ok).
Muss natürlich dazu sagen, dass ich 5. Gebärende war und meine Geburten ohnehin nie länger als 2 bis 2 1/2 Stunden gingen, das ist natürlich auch ein Glück.

Summa summarum kann man die Frage ob sich an den Geburtsplan gehalten wird gar nicht pauschal beantworten, da das ganz individuell von der jeweiligen Klinik abhängt.
Manche fahren ihr Programm, stur wie am Fließband, in anderen Kliniken wird sehr großer Wert auf die Selbstbestimmung der Frau gelegt. Auch hängt es dann davon ab, wer gerade Dienst hat, bei manchen Hebammen/Ärzten muss man als Gebärende (und Angehöriger) etwas resoluter auftreten, damit die eigenen Bedürfnisse beachtet werden, andere sind wiederum einfühlsamer und man kann sich auch mal fallen lassen und Vertrauen haben.
Es steht und fällt halt echt mit der jeweiligen Klinik und dem jeweiligen Personal.

Ich wünsche dir eine gute Geburt

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Re: Geburtsplan im Kreißsaal beachtet?

Antwort von Kampfgnom27 am 27.05.2022, 23:20 Uhr

Genau und es steht und fällt mit der jeweiligen Geburt.

Meine erste Geburt ging 18 Stunden. Es wurde sich an alles gehalten was in meinem geburtsplan stand . Erst als Intervention notwendig wurde bekam ich nach Gespräch und Aufklärung diese.

Die zweite Geburt ging nur 2 Stunden 20 Minuten. Ich war davon nur 5 Minuten im Kreißsaal. Es wäre keine Zeit mehr gewesen für irgendwas.

Am besten offen sein auch für andere Verläufe und sich Kreißsaal sehr genau aussuchen

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Re: Geburtsplan im Kreißsaal beachtet?

Antwort von Schneeglöcken am 27.05.2022, 23:44 Uhr

Klar, diejenigen Dinge rund um die Geburt, die alleine das Schicksal in der Hand hält, kann man natürlich nicht planen. Logisch.

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Re: Geburtsplan im Kreißsaal beachtet?

Antwort von Belly-Monkey am 28.05.2022, 6:03 Uhr

Einen Geburtsplan zu schreiben, ist super. Vor allem für einen selbst. Aber wenn man wirklich will, dass dieser auf jeden Fall eingehalten wird, sollte man jemanden dabei haben, der diesen im Zweifel durchsetzt.

Nicht falsch verstehen: Ich denke, dass die meisten Hebammen bemüht sind, auf die Wünsche der Frauen einzugehen. Das ist auch möglich, wenn nicht viel los ist. Wenn aber gerade 6 Frauen im Kreißsaal in den Wehen liegen, aber nur zwei Hebammen im Dienst sind (so war das bei mir) kann man kaum erwarten, dass diese beiden Hebammen, die nur am rödeln sind, auf dem Schirm haben, welche Frau jetzt welche Wünsche hat. Unabhängig davon, dass man auch an ein schwarzes Schaf geraten kann.

Bei mir war meine Mutter sozusagen als Beleghebamme dabei. Glücklicherweise, denn es war so viel los, dass ich nicht ausschließen kann, dass mir ohne sie irgendwelche Interventionen aufgedrückt worden wären. Wahrscheinlich hätte es schon Stunk gegeben, weil ich den Wehenschreiber abgelehnt habe (hatte das Gefühl, dass dieser meine Wehen wegen des Drucks noch schlimmer macht). Meine Mutter saß dann die ganze Zeit da und hat händisch neben den Herztönen notiert, wenn da gerade eine Wehe gewesen war. Das geht natürlich nur bei einer 1 zu 1 Betreuung.
Ich habe letztendlich komplett ohne PDA und andere Medikamente (das war mir am wichtigsten) entbunden, musste nur einen kleinen Dammschnitt über mich ergehen lassen und dank meiner Mutter, die irgendeinen speziellen Griff angewandt hat, ist mein Sohn auch um die Saugglocke herum gekommen (wobei die Ärztin mir das ganz ruhig zwischen zwei Wehen angekündigt hat, dass sie das machen müssen, wenn er bei der nächsten Presswehe nicht da ist). Aber ich glaube, ohne die 1 zu 1 Betreuung durch meine Mutter als Hebamme wäre das alles ein bisschen anders gelaufen.
Ich bin da aber auch ein gebranntes Kind durch die Erzählungen meiner Mutter. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft diese sich bei mir auskotzt, wenn sie eine Übergabe macht und die leitende Hebamme, die die nächste Schicht hat, sie dann anpflaumt, warum die und die Frau keine PDA hätten (ja, weil die Frauen eine solche nicht wollten - aber Frauen mit PDA sind eben "pflegeleichter" ).

Nochmal kurz zusammengefasst: Habe jemanden dabei, der deine Wünsche im Zweifel durchsetzt und sich die Zeit nehmen kann, mit dir ruhig und in Ruhe zu sprechen, ob man doch vom Geburtsplan abweichen soll - auch von deiner Seite aus gesehen. Denn auch die beste Klinik kann schwarze Schafe unter den Hebammen haben. Du kannst aber natürlich auch Glück haben und alles läuft supidupi rund.

Und noch etwas Generelles zum Thema Geburtsplan: Der Geburtsplan ist ja irgendwo schon ein Ausdruck der Angst, dass man am Ende mit einer traumatischen Geburtserfahrung aus dem Krankenhaus entlassen wird. Ich glaube, dass dir Frage, ob man eine selbstbestimmte Geburt erlebt, auch (sagen wir zu einem Drittel; die anderen Aspekte sind Geburtslänge und die Attitüde der diensthabenden Hebammen und Ärzte) von der inneren Einstellung abhängt. Wer mit dem Gedanken "ich werde jetzt entbunden" ins Krankenhaus geht, hat eigentlich schon verloren - auch, weil sie mental viel offener dafür ist, sich Dinge aufdrücken zu lassen und sich weniger traut, auch mal Nein zu sagen. Wenn man hingegen mit der Einstellung "ICH entbinde jetzt mein Kind" an die Sache heran geht, ist man auch mental direkt in der besseren Position, sich gegen Übergriffe zu wehren - oder dies den Partner machen zu lassen. Denn seien wir ehrlich: Der Partner hat doch auch nur den Mumm, sich gegen die Weißkittel und Hebammen zu behaupten, wenn er mit der entsprechenden Einstellung neben seiner in den Wehen liegenden Frau sitzt.

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Re: Geburtsplan im Kreißsaal beachtet?

Antwort von Mary_George, 24. SSW am 28.05.2022, 9:36 Uhr

Ich bin selbst auch das erste Mal schwanger und möchte einen Plan schreiben. Ein Vorgespräch gibt es nur in meinem Wunsch-Krankenhaus, nicht aber in der Uniklinik, wo man sich auch nicht anmeldet vorher.

Ich denk mal, es wird wahrscheinlich nie so laufen, wie es auf dem Plan steht bzw. will ich mich darauf nicht versteifen. Für mich ist es eher eine Möglichkeit, die Geburt im Kopf durchzugehen und mich mental darauf vorzubereiten, wie es theoretisch laufen könnte und solang nicht irgendwelche Komplikationen auftreten auch einfach auf den Plan verweisen kann, was ich möchte und was nicht. Wenn dann doch alles anders läuft ist es eben so. In meinem Umfeld gibt’s auch einige, die dem skeptisch gegenüberstehen, man wird schnell abgestempelt von wegen “die Geburt nur so und nicht anders” aber darum geht’s doch gar nicht.. find ich zumindest Bin auf jeden Fall sehr gespannt auf die Geburt und freue mich auch drauf. Es gibt ja viele Möglichkeiten, sich mit der Angst vor dem Ungewissen auseinanderzusetzen und das mit dem Plan empfinde ich persönlich als eine davon.

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Re: Geburtsplan im Kreißsaal beachtet?

Antwort von Lana1987 am 28.05.2022, 11:34 Uhr

Ansich finde ich es wirklich gut das zu machen, aber ich finde es traurig dass hier Mal wieder nur von intervenierenden, respektlosen und rücksichtslosen Hebamme, Schwestern und Ärzten ausgegangen wird.
Ja, leider machen viele nicht so tolle Erfahrungen, was aber auch an vielen Faktoren liegt (Erwartungshaltung, sich im Krankenhaus nicht zu trauen etwas zu sagen, falsche Einstellung). Aber noch viel mehr machen gute Erfahrungen und das liest man leider oft nicht.
Ja mit der Begleitperson absprechen und alles aufschreiben kann helfen und einen selbst Sicherheit geben, aber es ist alles bin so vielen Dingen abhängig. Ich würde mich darauf nicht so versteifen. Viele ändern ihre Meinung, was vollkommen in Ordnung ist, unter der Geburt.

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Re: Geburtsplan im Kreißsaal beachtet?

Antwort von Liam7403 am 28.05.2022, 12:39 Uhr

Man kann doch eine Geburt nicht vorher planen. Es kommt, wie es kommt.

Ich hatte auch so meine Vorstellungen.

Ich wollte unbedingt beim letzten Kind eine Wannengeburt, auf keinen Fall einen Einlauf vorher und ja keine Schmerzmittel oder Akupunktur

Aber dann kam alles anders. Ich war in der Wanne, fühlte mich da dann aber nicht wohl und wollte wieder raus.
Dann hatte ich zwei Tage vorher keinen Stuhlgang und das quälte mich, so dass ich dann freiwillig einen Einlauf verlangte.
Schmerzmittel bekam ich keine, aber eine Akupunktur, weil die Wehen nachließen. Das lehnte ich im Vorfeld aber auch ab. Mußte dann sein, ging nicht anders.

Also ein Geburtsplan hätte mir rein gar nix gebracht, weil man unter Wehen ganz anders reagiert als ohne Schmerzen.

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Vergessen

Antwort von Liam7403 am 28.05.2022, 12:49 Uhr

Ich habe mehrere Geburten hinter mir, aber ich habe nie eine "brutale" Hebamme oder Schwester oder oder erlebt. Sie waren immer alle richtig lieb, für mich teilweise schon ZU lieb ;-)

Ich wurde auch immer vor jedem Schritt aufgeklärt, was jetzt gemacht wird.

Würde mich ja mal interessieren, was du da miterlebt hast.

Klar, wie oben schon steht, man kann gerne planen, aber am Ende wird keiner irgendwie misshandelt. Nein, man sollte aber auch nicht zu Ich-Denkend rangehen, denn da gibt es noch ein Kind für das man eine gewisse Verantwortung hat.

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Re: Vergessen

Antwort von Lana1987 am 28.05.2022, 13:43 Uhr

Sehe ich auch so!!!
Ich wurde auch immer sehr gut betreut und habe mich NIE übergangen oder sonst was gefühlt. Ich wurde immer aufgeklärt, es wurde geschaut, dass ich verstehe was man gesagt hat. Selbst als wir noch unverheiratet waren wurde mein Mann gefragt, ob auch er mit einem Kaiserschnitt einverstanden ist, beim ersten Kind.
Wie gesagt, ich kenne auch diese Horrorgeschichten, aber das ist trotzdem nicht die Regel!!!
Wenn man es natürlich schon schlimm findet, dass man überhaupt gefragt wird, ob man Schmerzmittel möchte oder sich schon über einen Zugang aufregt, ist das natürlich schon der falsche Einstieg. Aber man kann ja direkt, wenn man in einer Klinik entbindet, kommunizieren, dass man ansich bescheid sagt, wenn man etwas möchte und erstmal sonst auf alles verzichtet. Das sind doch in den allermeisten Fällen keine Unmenschen! Auch, dass man seine Meinung Mal ändert ist nicht unüblich und denen vertraut.
Ich finde, es wird immer so getan, als wären ALLE Krankenhäuser die Geburtshöllen schlechthin!

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Re: Geburtsplan im Kreißsaal beachtet?

Antwort von nita83, 33. SSW am 28.05.2022, 13:46 Uhr

Hallo
Ich denke eine Geburt ist nicht planbar wie denn auch das wäre ja viel zu einfach dann gäbe es ja keine Notfälle mehr ect.
Ich denke sogar eher das die Vorstellung eines bestimmten Ablauf oder wie es unbedingt sein sollte einen so blockiert das es erst recht zu Schwierigkeiten und Problemen kommt und dann heißt es hinterher siehst du hab ich gewusst es wurde sich nicht an meinen Plan gehalten. Und dann erscheint ein Geburtserlebnis das anders verlaufen ist als in der Vorstellung als viel schlimmer als es in Wirklichkeit war.
Es ist ja auch immer ein subjektives empfinden.
Zum Beispiel gibt es viele Frauen die nach etlichen Stunden Wehen einen Kaiserschnitt bekommen und es dann ganz ganz furchtbar finden.
Für mich war nie das wie wichtig sondern nur das am Ende ein lebendes gesundes Kind steht. Und selbst bei meiner stillen Geburt war ich einfach nur froh es endlich geschafft zu haben ohne dran zu sterben.
Geburt deren Verlauf und auch die eigenen Reaktionen und Erfindung unter Geburts Wehen sind oft doch sehr verschieden.
Ich habe bei allen Kindern lange vorher auch richtig schmerzhafte Wehen gehabt fand Wanne stehend hockend auf dem Petri Ball wippen super auch Massage und so. Bis die richtigen geburtswehen kamen dann war alles scheiße und wehe mein Mann hat versucht mich anzufassen zu streicheln oder so. Es war so völlig anders als in meinem Kopf und der Vorstellung von wir sind ein Team und machen das zusammen. Ähm nö zum Wasser halten kalten Lappen bringen war er gut für mehr konnte ich ihn nicht gebrauchen. Und meine Vorstellung waren so anders.
Mir war nur wichtig das er unsere Kinder die dann doch per Kaiserschnitt kamen nicht alleine lässt. Und das hat funktioniert.

LG nita

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Re: Geburtsplan im Kreißsaal beachtet?

Antwort von Lana1987 am 28.05.2022, 14:37 Uhr

Ganz genau! Das mit der Einstellung sehe ich auch so! So viele machen sich schon vorher verrückt und fertig, weil ein Kaiserschnitt für sie eine Katastrophe wäre. Damit ist man ja schon total blockiert. Oder weil sie unbedingt auf Schmerzmittel verzichten wollen und sich dann fertig machen, wenn sie doch was möchten.
Ich gebe zu, dass ich lieber eine normale Geburt hätte als einen Kaiserschnitt (habe den Vergleich, erstes Kind nach 20 Stunden Notsectio, 2. nach 30 Stunden spontan), ABER wenn ein Kaiserschnitt nötig ist, dann ist das eben so! Da geht es nicht um meine persönliche romantische Vorstellung sondern ich habe Verantwortung für das Baby. Allerdings habe ich auch keine Vorbehalte was Ärzte, Hebammen, Kliniken...betrifft. Wer da schon Vorbehalte hat, hat schon verloren.
Fürs eigene Gefühl von Sicherheit und Kontrolle, schadet es ja nicht, alles aufzuschreiben. Ob irgendwas davon dann relevant wird oder sich ändert wird man dann sehen.

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Re: Vergessen

Antwort von Btby am 28.05.2022, 22:37 Uhr

Na das udt doch großartig das ihr noch nie übergangen worden seid (ernsthaft gemeint). Ich hab zum Beispiel noch nie Gewalt erfahren und spreche deshalb trotzdem niemanden die Erfahrung ab oder relativiere es...
Ich möchte zum Beispiel einfach keinen Zugang und ich möchte darüber auch nicht diskutieren! Ich bin ein eigenständig denkender Mensch und der Sinn dahinter erschließt sich mir nicht! Mit Notfall braucht man mir auch nicht kommen, ich habe auch kein präventiven Zugang falls ich einen Autounfall habe.

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Re: Geburtsplan im Kreißsaal beachtet?

Antwort von Ruto am 28.05.2022, 23:50 Uhr

Ich stehe genauen Plänen skeptisch Gegenüber, weil eine Geburt nicht planbar ist und man am besten flexibel bleibt. Im Idealfall nimmt man sich ernst genommen und nicht hintergangen.
Ich glaube, dass es super sinnvoll ist, den Partner einzuweihen, damit dieser (bei hoffentlich klarem Bewusstsein) notfalls reingrätschen kann und sich für einen einsetzt.
Für mich selber habe ich also trotzdem einen Plan geschrieben (mit nur den wichtigsten Punkten), aber nur meinem Mann überlassen.
Ich habe meine Geburt als absolut selbstbestimmt wahrgenommen, mich erst genommen gefühlt und die Geburtshelfer (bei mir: Hebamme, Frauenärztin und Oberarzt) als sich gegenseitig wertschätzende Einheit empfunden. War übrigens eine Uniklinik. Hatte eine Einleitung (indiziert durch zu wenig Fruchtwasser), keine PDA, keine (weitere) Intervention.

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Re: Vergessen

Antwort von Lana1987 am 29.05.2022, 0:06 Uhr

Ich spreche auch niemandem die Erfahrungen ab und mir tut es für jede leid, die eine schlimme Geburt (empfunden) hatte.
Das mit dem Zugang kann ich aber nicht verstehen. Ein UNFALL ist ja etwas ganz anderes!
Begebe ich mich ins Krankenhaus um mein Kind dort, hoffentlich unter den besten Voraussetzungen und mit den besten Möglichkeiten, dann ist das keine Notfallsituation. Es kann aber im ungünstigsten Fall zu einer Notsituation kommen, in der ein, vorher in Ruhe, sicher gelegter Zugang von Vorteil sein kann. Das hat auch garnichts damit zu tun, dass man nicht mehr selbst denkt. In dem Fall klingt das ein bisschen nach trotzigem Kind. Da sehe ich schon Sinn hinter. Wenn man ihn nicht braucht, kann er ja auch schnell wieder entfernt werden. Man braucht auch nicht zwingend Arzt oder Hebamme um ein Kind zu bekommen, oder ein Krankenhaus, trotzdem suchen viele diese auf oder haben selbst bei Hausgeburt eine Hebamme da. Für das Gefühl, die Sicherheit, den Fall der Fälle. Auch das hat doch nichts mit nicht selbst denken oder entscheiden zu tun. Traurig, dass man die tollen Möglichkeiten, die wir in unserer zivilisierten Welt haben nicht wahrnehmen will und gar als Bevormundung o.ä. betrachtet.

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Re: Vergessen

Antwort von Btby am 29.05.2022, 7:51 Uhr

Uff ja genau jede Frau die Dinge in Frage stellt ist ein undankbares Ding. Es gibt zum Glück ganz viel zwischen einer Alleingeburt im Wald und der Maschinerie Krankenhaus. Mein Fazit ist eben da gehe ich hin weil ich einen Notfall habe, wenn ich krank bin. Und dann hätte ich bitte gerne auch einen Zugang.

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