Kaiserschnitt Kaiserschnitt
Geschrieben von Larona am 29.12.2012, 14:13 Uhrzurück

Wertneutrale Infos zum KS gesucht

Hallo zusammen,

ich bins schon wieder. Im Posting hier drunter habe ich ja berichtet in welcher Entscheidungsschwierigkeit ich gerade stecke.
Da mein erster KS ja nicht geplant war, habe ich mich im Vorfeld gar nicht über dieses Thema informiert und nach der Geburt war ich dann auch mit anderen Dingen beschäfftigt.
Nun surfe ich gerade durch Netz und finde eigentlich nur negative Infos zum KS, also welche schlimmen Folgen es für Mutter und Kind alles gibt (und die nicht zu knapp...).
Kennt jemand eine Seite oder auch ein Buch, wo die positiven Aspekte etwas mehr im Fokus stehen.
Klar ist mir bewusst, dass es eine OP mit Risiken ist, aber es muss doch auch gute Seiten geben, abgesehen davon, dass man dem Risiko einer Ruptur aus dem Weg geht.

Danke für die Infos
Larona

Weitere Infos finden sie im SPECIAL Kaiserschnitt und GeburtHier sind unsere TreffpunkteTreffpunkte
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*28 Antworten:

Re: Auch positive Aspekte!

Antwort von Hexhex am 29.12.2012, 14:27 Uhr

Huhu,

ich hatte schon zwei unfreiwillige KS. Beide eigentlich wegen zu schweren Kindes und zu schmalen Beckens, einmal ungeplant, einmal geplant, weil beim zweiten Mal noch eine Querlage hinzu kam: Mein Sohn wurde auf 4500 g geschätzt und senkte sich daher nicht in meiner schmales Becken, sondern rutschte durch die Senkwehen noch kurz vor Ende der SS in die Querlage.

Ich habe zwar nicht eine feste Quelle, aus der ich meine Infos über den KS bezogen habe, ich hatte damals einfach sehr viel gelesen. Da Du über die negativen Aspekte schon Bescheid weißt, hier aber ein paar positive:

- Für das Baby ist der KS die sicherste Geburtsmethode. Es gibt z. B. nicht die Gefahr eines Sauerstoffmangels im Geburtskanal, wie er gar nicht so selten ist und manchmal zu bleibenden Schäden führen kann.

- Statistisch gesehen ist der KS inzwischen auch für die Mutter NICHT mehr gefährlicher als die spontane Entbindung. Ursache ist die große Häufigkeit und Routine dieser OP in den letzten Jahren. Die Ärzte haben also viel Erfahrung damit, und auch die Narkose- und OP-Techniken sind besser geworden.

- KS-Babys sind oft besonders hübsche Babys. Kein Witz: Denn ihr noch weiches Köpfchen musste nicht stundenlang durch den engen Geburtskanal gequetscht werden. Tatsächlich haben KS-Babys daher etwas rundere, harmonischere Köpfchen!

- Gut finde ich persönlich, dass man beim KS "unten herum" unversehrt bleibt. Wenn ich bei meinen Freundinnen höre, wie viele nach einer spontanen Geburt wochenlang auf einem Schwimmring saßen, weil die Dammnaht weh tat, oder später beim Sex Probleme hatten, weil sie entweder zu "weit" sind oder zu eng genäht wurden (manche Frauen müssen sogar an der Naht nachoperiert werden) usw. - also da hat der KS doch wirklich echte Vorteile.

- Ich habe mich nach den KS immer recht schnell erholt, oft schneller als Mütter nach spontaner Entbindung.

So, das waren schonmal ein paar schöne und positive Aspekte. Ich hoffe, ich konnte Dich ein wenig aufmuntern!? :-)

Was Dein unten stehendes Posting angeht: Ich selbst bin der Typ, der lieber auf Nr. sicher geht. Ich glaube, ich würde an Deiner Stelle - wegen der raschen Geburtenfolge - tatsächlich den KS wählen. Das ist aber nur meine persönliche Meinung, man kann hier nur schwer raten. Was sagt denn Dein eigener Gyn?

LG

 

Re: Auch positive Aspekte!

Antwort von binesonnenschein am 29.12.2012, 14:43 Uhr

Also ich finde das ist alles sehr "verklärt" dargestellt. Du hast ja gar keinen richtigen Vergleich zur Spontangeburt (aus eigener Erfahrung).

Die einzigen beiden positiven Aspekte des KS, die ich gelten lasse sind:

- Wenn der KS geplant ist (also kein Not-KS), dann kann man sich besser darauf vorbereiten, z.B. was die Unterbringung/Betreuung des 1. Kindes angeht. Der KS ist dann natürlich viel planbarer als die Spontangeburt.

- Man kommt um die Geburtsschmerzen drumherum.

Dass der KS die bessere Geburtsmethode für das Baby ist, möchte ich doch sehr bezweifeln - und ich als diejenige die beides hatte, sage euch: Die bessere Geburtsmethode für die Mutter ist definitiv die Spontangeburt. Klar tut es weh, klar ist man im Zweifel untenrum ziemlich aufgerissen, aber dafür hat man keine OP hinter sich und kann sich sofort zu 100% um sein Baby kümmern. Nicht umsonst kann man nach der Spontangeburt gleich nach Hause gehen (wenn nichts dagegen spricht) und muss beim KS in der Klinik bleiben.

Dass das Baby "hübscher" ist, ist auch Quatsch. Der evtl. langgezogene Schädel (das war bei meiner Tochter übrigens nicht so) ist nach 1,2 Tagen schon wieder weg.

Also ICH persönlich würde die Entscheidung "Spontan nach KS" lediglich von den medizinischen Gründen abhängig machen. Wenn also die Gründe für den 1. KS mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder eintreten oder die Narbe so dünn ist, dass die Gefahr besteht, dass sie reißt, DANN wäre mir das Risiko für eine Spontangeburt auch zu hoch.

Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile, man sollte beides nicht "verklären".

 

Re: Wertneutrale Infos zum KS gesucht

Antwort von Else2011 am 29.12.2012, 16:47 Uhr

Ich muss nochmal was dazu schreiben, dass Frau sich beim KS nicht sofort um das Baby kümmern kann, bei der Spontangeburt aber schon. Klar ist, dass Frau beim KS den ersten Tag soweit außer Gefecht ist, dass sie nicht aufstehen kann. War bei mir jedenfalls so. Gewickelt werden muss das Baby daher von den Schwestern. Stillen und kuscheln kann Frau natürlich trotzdem. Am zweiten Tag musste ich aufstehen und alles das Baby betreffend alleine machen, weil sich die Schwestern schlicht geweigert haben, damit ich schnell wieder auf die Beine kam. Nach vier Tagen hätte ich nach Hause gehen können, wenn ich gewollt hätte. (Anderes Thema)
Dagegen eine Mami aus dem Geburtsvorbereitungskurs. Sie hat spontan entbunden und sich dabei unten rum dermaßen verletzt, dass sie am nächsten Tag in Vollmarkose nachoperiert werden musste. Sie brauchte danach nach ihren Angaben vier (!) Wochen, bis sie soweit war, sich alleine um ihr Kind zu kümmern, da sie solche Probleme unten rum hatte.
Ist ein Extrembeispiel, gibt es aber! Daher kann man es nicht pauschal sagen. Es kommt halt immer darauf an und ich würde nochmal mit den Ärzten sprechen. Wobei ich immer auf Nummer Sicher gegen würde!

 

Re: Wertneutrale Infos zum KS gesucht

Antwort von Else2011 am 29.12.2012, 16:49 Uhr

Ach so, und wie unten schon gesagt, kann der Arzt unter Umständen vor der Geburt gar nicht beurteilen, ob die Narbe zu dünn ist oder nicht!

 

Re: Wertneutrale Infos zum KS gesucht

Antwort von Debby am 29.12.2012, 18:30 Uhr

Hallo

Ich habe beides schon hinter mir.

Nun zuerst war die "Normal" GEburt mit Einleitung (Totgeburt) nach 23 STunden Wehen war ich froh das alles vorbei war. Und es wurde sofort unter Vollnakosse eine Ausschabung danach gemacht worden. Wie es danach mit dem Partner gewesen wäre, weiss ich nicht denn nach der Geburt war meine erste Ehe kaputt und ich hatte 11 Monate keinen Mann mehr. Am nächsten Tag bin ich entlasen worden.

Der KS war ein T-Schnitt, zwei Stunden danach stand ich wieder auf den Beinen und bin mit meinem Mann auf die Intensivstation zu meiner Tochter gelaufen. Die Hebammen verstanden die Welt nicht mehr. und wollten mich abhalten.

Zwei Tage nach dem KS bin ich entlasen worden und ca. 1,5 Wochen später habe ich wieder voll gearbeitet. Geschlechtsverkehr hatte wir ca. 2 Wochen danach wieder.

Ich denke ich hätte mich in beiden Fällen sofort um meine Töchter kümmern könnnen. Die Folgen vom KS waren auf jeden Fall länger zu spüren als wie bei der Spontangeburt.

Nun bin ich wieder in der 16 SSW, da zwischen den SW nur vier Monate lagen und der letzte KS ein T-Schnitt war, werde ich diese Kind auf jeden FAll auch wieder per KS zur Welt bringen. Alles andere wäre laut FA und KH zu gefährlich für die Narben.

LG Debby

 

Re: Wertneutrale Infos zum KS gesucht

Antwort von W.T.B. am 29.12.2012, 19:57 Uhr

Hallo Larona,

ich hab vor Kurzem Folgendes zu diesem Thema gefunden: http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=7&ved=0CF8QFjAG&url=http%3A%2F%2Fwww.nwggg.de%2Ffileadmin%2FPDF%2Fwachter.pdf&ei=GjrfUNHqFsTltQaH04CwDA&usg=AFQjCNE-oKVKc4OhZwXa4f7awPkXRdmG7w&sig2=BGTue39OiLn6f8VYglRW9A
(hoffentlich geht der Link, ansonsten schreib mir nochmal).
Lass dich nicht verrückt machen. Letztendlich ist doch nur wichtig, dass es dir und dem Mini gut geht, wie du ihn auf die Welt bringst, ist zweitrangig.
Viele Grüße und alles Gute!

 

Doch!

Antwort von binesonnenschein am 29.12.2012, 22:11 Uhr

Man kann sich die Narbendicke sehr wohl per US ansehen!

 

Re: Doch!

Antwort von Else2011 am 29.12.2012, 22:58 Uhr

Wenn du meinst, du kannst das besser beurteilen als ein Chefarzt der Frauenklinik... Dann bist du wohl allwissend!

 

Re: Wertneutrale Infos zum KS gesucht

Antwort von Glucke2012 am 30.12.2012, 7:45 Uhr

Liebe Larona,
Nach so vielen Pro und Contras gebe ich Dir nur folgenden Rat: hoere auf Dein Gefuehl, damit Du Dich bei Deiner Entscheidung wohl fuehlst. Nur wenn die Aerzte ausdruecklich anderer Meinung sind, dann natuerlich das machen was diese sagen.
Alles Gute!

 

Uuuh, danke!

Antwort von binesonnenschein am 30.12.2012, 9:02 Uhr

Ich hätte mich jetzt nicht als allwissend bezeichnet, aber wenn du meinst...

 

Re: Wertneutrale Infos zum KS gesucht

Antwort von Stiorra am 30.12.2012, 10:51 Uhr

Hiho!
Bin auch KS Mama, die spontan entbinden wollte. Am ende war der KS gut so, wegen BEL und nabelschnur um den hals.
Habe lange an den schmerzen geknabbert, aber bin glücklich das es maus sooo gut ging danach.
Hör auf dein Herz. Willst du lieber KS, dann nimm den!!! Willst du spontan entbinden, entbinde spontan!
LG

 

Positive Aspekte und eigene Erfahrungen - etwas lang

Antwort von Fuchsina am 30.12.2012, 12:33 Uhr

Liebe Larona,

ich steckte vor ca. 2 Monaten in einer seh ähnlichen Situation wie Du.

Ich habe mein erstes Kind wegen schlechte Herztöne beim Wehenbelastungstest wegen Gestose am ET per KS im Dezember 2010 entbunden. Ich war nach dem KS sehr schnell wieder fit und konnte nach 5 Tagen nach Hause.

Nun war ich dieses Jahr mit meinem zweiten Kind schwanger - ET am 19.11.2012. An sich sah alles recht gut aus, Kind lag richtig, Narbe war laut Messungen schön verheilt, Gewebe dick genug, diesmal keine Anzeichen einer Gestose. Nur das Kind wurde riesig gemessen, eine ganze Weile schon aber zwei Wochen vor ET hat mein FA dann schon 4 kg gemessen, noch dazu ein sehr breiter Oberkörper (Schwangeschaftsdiabetes wurde ausgeschlossen). Deshalb wurde ich ein Tag darauf im KS vorstellig, wo der Oberarzt nochmal nachgemessen hat und wieder ca. auf 4 kg kam und mich eindeutig Richtung KS schon fast "gedrängt" hat. Ich war darauf gar nicht vorberietet und konnte mich nicht wirklich wehren, so dass der KS Termin für den 12.11. festgesetzt wurde.

Ich war aber ganz und gar nicht glücklich. Ich habe mir gewünscht eine Spontangeburt wenigstens zu versuchen, weil ich - so komisch es auch klingen mag - einfach wissen wollte wie sich echte Wehen anfühlen. Deshalb habe ich mit Hilfe meines FA mit der Klinik ausgemacht, dass es am 12.11. doch kein KS geben wird, sondern wir warten, ob sich bis zum ET die Wehen von alleine einsetzen und wenn nicht, am ET - damit ich nicht wieder Richtung Gestose rutsche -. eingeleitet wird. Der Oberarzt in der Klinik schäzte übrigens meine Chancen auf eine Spontangeburt auf ca. 60 % ein, damit konnte ich gut leben.

Am Ende wurde es dann doch ein KS und die Ärzte haben recht behalten: meine Tochter wog 4290 g und war 57 cm gross, aller Wahrscheinlichkeit nach hätte ich sie nie spontan bekommen können. Ich bekam in der Nacht zum 19.11. Wehen - leider hat sich dann aber bis zum morgen hin so gut wie gar nichts am Muttermund getan und Kind war immer noch zu weit oben.

Ich kann aber insgesamt mit dieser Verlauf gut leben. Ich hatte ja meine Wehenerfahrung - und wurde schnell davon geheilt .... - und war diesmal fast noch schneller fit als beim ersten KS. Ich bin nach ca. 6 Stunden aufgestanden und habe mir alles Schläuche ziehen lassen, ab dann konnte ich mich um mein Kind normal kümmern - habe sie z.B. mit Hilfe einer Schwester in der Nacht gewickelt. Ich bin am 3. Tag nach KS nach Hause - eine Frau die am gleichen Tag wie ich spontan entbunden hat wurde auch erst am gleichen Tag entlassen wie ich.

Was ich Dir mit meiner Geschichte auf den Weg geben möchten ist dies: mach es Dir bewusst, was Du möchtest. Möchtest Du eine Spontangeburt anstreben, dann sprich dies direkt an. Möchtest Du ein KS, dann sag auch dies direkt. In diesem Fall wirst Du nicht so überrumpelt wie ich es beim ersten Gespräch war, da Du dann schon vorbereitet bist. Oder aber - wenn es Dir egal ist - kannst Du Dich auch von den Ärzten offen beraten lassen - pros und contras erklären lassen - und dann Dich entscheiden.

Hier noch ein paar objektive Aspekte zum KS.

- Es IST die sicherste Geburtsmodus für das Baby, auch wenn manche das hier nicht hören mögen. Eine Hirnschädigung durch Sauerstoffmangel während der Geburt ist beim geplanten KS ausgeschlossen.

- Ein geplanter (!) KS IST statistischi mittlerweile genauso sicher wie eine spontane Geburt.

- Der Verweildauer nach einer KS hat sich in den letzten Jahren drastisch verkürzt, in meiner Klinik war es statistsich bei 4 Tagen, (Vergleich Verweildauer Spontangeburt: 3 Tage).

Wünsche Dir alles Gute und dass Du den Weg findest, der für Dich richtig ist,

Reka

 

Du verklärst einiges

Antwort von Fuchsina am 30.12.2012, 12:37 Uhr

"Dass der KS die bessere Geburtsmethode für das Baby ist, möchte ich doch sehr bezweifeln"

Es mag sein, dass Du das bezweifelst, es ist aber fakt: der geplante KS ist die sicherste Geburstmethode für das Baby, weil eine Hirnschädigung durch Sauerstoffmangel ausgeschlossen ist.

"dafür hat man keine OP hinter sich und kann sich sofort zu 100% um sein Baby kümmern. Nicht umsonst kann man nach der Spontangeburt gleich nach Hause gehen (wenn nichts dagegen spricht) und muss beim KS in der Klinik bleiben.":

Dazu soviel: ich bin am gleichen Tag entlassen worden (nach KS) wie eine Frau die am gleichen Tag wie ich spontan entbunden hat. Und ich konnte mich schon am Abend des OPs (KS war mittags) normal um mein Kind kümmern, habe sie aus dem Bettchen heben und mit Hilfe einer Schwester wickeln können.

Übrigens ist eine geplante KS mittlerweile genauso sicher wie eine Spontanentbindung.

 

Re: Du verklärst einiges

Antwort von binesonnenschein am 30.12.2012, 14:32 Uhr

"Dass der KS die bessere Geburtsmethode für das Baby ist, möchte ich doch sehr bezweifeln"

Es mag sein, dass Du das bezweifelst, es ist aber fakt: der geplante KS ist die sicherste Geburstmethode für das Baby, weil eine Hirnschädigung durch Sauerstoffmangel ausgeschlossen ist.

--> Kommt drauf an wen man fragt!
--> Wie oft kommt denn eine Hirnschädigung durch O2-Mangel vor? Und was ist mit der vielbeschworenen Tunnelerfahrung, den Babys brauchen, was ist mit der besseren Mutter-Kind-Bindung und was mit den häufigen Anpassungsschwierigkeiten bei Babys nach KS?

"dafür hat man keine OP hinter sich und kann sich sofort zu 100% um sein Baby kümmern. Nicht umsonst kann man nach der Spontangeburt gleich nach Hause gehen (wenn nichts dagegen spricht) und muss beim KS in der Klinik bleiben.":

Dazu soviel: ich bin am gleichen Tag entlassen worden (nach KS) wie eine Frau die am gleichen Tag wie ich spontan entbunden hat. Und ich konnte mich schon am Abend des OPs (KS war mittags) normal um mein Kind kümmern, habe sie aus dem Bettchen heben und mit Hilfe einer Schwester wickeln können.

--> Das ist ein Ausnahmefall, aber du willst mir jetzt nicht erzählen, dass die Statistik das bestätigt! Nach einer OP wie dem KS bleibt man normalerweise 4-5 Tage im KH und nach der Spontangeburt KANN man noch am selben Tag entlassen werden oder man bleibt i.d.R. noch 3-4 Tage. Das ist auch ein Fakt.

 

Re: Wertneutrale Infos zum KS gesucht

Antwort von MiniMami2007 am 30.12.2012, 15:10 Uhr

Mein kaiserschnitt 07/11 wurde auch morgens gemacht,Kind lag auf der intensivstation,wäre ich nicht so blöd und hätte alle Schmerzmittel angenommen die man mir angeboten hatte wäre ich an selben Tag noch aufgestanden.

Bei uns in der Klinik is das aber auch so das man frühstens nach 3 Tagen entlassen wird und regulär 4 Tage nach kh, für 5 Tage oder länger muss eine komplikation vorliegen damit man bleiben darf.

 

Kann man...

Antwort von Madeleine135 am 30.12.2012, 19:59 Uhr

Man kann die Gebärmutterwand und somit auch die Narbendicke per US ausmessen ABER die Dicke spielt überhaupt keine Rolle, es gibt Dünne elastische die halten und Dicke starre die reißen.... also bringt diese Untersuchung nur der Kasse etwas und hat keinerlei Relevanz über die Rupturgefahr

 

Re: Du verklärst einiges

Antwort von Fuchsina am 30.12.2012, 23:07 Uhr

Nein, es kommt nicht darauf an wem man fragt. Es ist FAKT, dass eine Hirnschädigung durch Sauerstoffmangel beim KS nicht vorkommen KANN.

Die statistische Verweildauer ist m.W.n. beim KS 4-5 Tage bei der Spontangeburt 3-4 Tage. D.h. die Mütter mit KS verbleiben statistisch gesehen genau einen Tag länger im KH als Mütter mit Spontangeburt.

 

Re: Wertneutrale Infos zum KS gesucht

Antwort von filly am 31.12.2012, 1:40 Uhr

Hallo, ich hatte 2004 einen geplanten KS. Wegen falscher Lage. Darüber war ich absolut unglücklich, hatte auch große Angst. So schlimm war der KS ansich nicht aber ich hatte direkt danach höllische Schmerzen da ich zu wenig Nakosemittel bekommen hatte. Dann bekam ich zwei Kinder spontan, das ohne schmerzlindernde Medis, darauf hatte ich bestanden. Denn es liegt in der Natur der Menschen Kinder normal zu gebären! Die letzte Geburt war ein Not KS, darüber bin ich sehr froh denn wir hätten beide sonst nicht überlebt.Jetzt darf ich keine Kinder mehr bekommen. Ansich würde ich also immer spontan Entbinden aber in Notlagen oder bei Komplikationen aufgrund der modernen Medizin auf den KS zurückgreifen.

 

Re: Wertneutrale Infos zum KS gesucht

Antwort von Kareen am 31.12.2012, 8:28 Uhr

Mir wurde von Seiten zweier Aerzte mitgeteillt, dass eine primäre Sectio ca. 5-10 Tage vor ET beim ersten Baby für das Baby risikoarmer ist als eine Spontangeburt für die Mutter selber ein leicht erhöhtes Risiko an Komplikationen mit sich bringen kann aber nicht muss.
Ich wünsche dir viel Glück bei der Entscheidung.

 

Re: Wertneutrale Infos zum KS gesucht

Antwort von Catmu am 31.12.2012, 8:40 Uhr

Ich schließe mich fuchsina zu 100% an.
Und das mit der schlechteren Mutter- Kind- Bindung nach einem KS halte ich zu 100% für Quatsch.

Eine 'normale' Geburt ist sicherlich naturgewollt, die schädelplatten schieben sich zusammen, sie kommen mit den wichtigen darmbakterien in Berührung. Letzere bekommen sie aber auch über die muttermilch bzw. das kolostrum, deshalb ist es wichtig, KS Babys zumindest nach der Geburt anzulegen, auch wenn man nicht vorhat, zu stillen.
Der KS ist aber für das baby die stressfreie und sicherste Variante oder längerfristige Nachteile.

 

bezüglich sofort ums Kind kümmern nach Geburt

Antwort von Kareen am 31.12.2012, 8:57 Uhr

ist nur im Falle einer komplikationslosen Spontangeburt möglich.

Ich kenne Damen die haben spontan entbunden und konnten sich die ersten 2 Tage nicht selbst um das Baby kümmern, weil sie so erschöpft waren, da sie stundenlang in den Wehen lagen und bei der Geburt sehr viel Blut verloren hatten. Eine von ihnen musste untenrum im Innern sogar nachoperiert werden, weil ihr alles geplatz ist.

Soviel zum Thema selber kümmern nach der Geburt. Ist sehrwohl möglich nach einer geglückten Spontangeburt. Die es beim 1. Kind wohl sehr selten gibt. Beim 1. Kind kommt es meist zu Komplikationen oder zu vaginal operativen Geburten.

 

bezüglich Bindung zum Baby nach KS

Antwort von Kareen am 31.12.2012, 9:04 Uhr

ich könnte mir gut vorstellen, dass die Bindung nach Not-KS zum Baby etwas erschwert ist, da die Mutter nichts mitbekommen hat von der Geburt und nach der Vollnarkose erst Zeit zum Aufwachen brauchte. Dies gilt jedoch auch nur bei einer Not-Sectio und allenfalls bei einer sekundären Sectio die ungewollt war nicht jedoch für die primäre Sectio, wo man sich im Voraus darauf vorbereiten kann.

Hier wird viel einfach nur so ausgesagt, obwohl niemand die verschiedenen Methoden überdenkt.

Die Bindung zum Baby kann nach einer komplizierten Spontangeburt sehr wohl schwierig sein, wenn man bedenkt was da alles passieren könnte.

 

Ganz wertneutral....

Antwort von flims am 01.01.2013, 23:27 Uhr

Der Kaiserschnitt gehört rein medizinisch zu den großen Bauch OPs mit allen
daraus entstehenden möglichen Komplikationen z.B. Verwachsungen etc.

 

Wertneutrale Infos zum KS gesucht

Antwort von Happybaby am 02.01.2013, 14:19 Uhr

Hallo Larona!

Wie von dir gewünscht ein paar neutrale oder positive Infos (Glaubenskrieg gibt's ja genug im Netz ;-)

Kein Dammriss
Keine anderen Verletzungen der Intimzone (Innere Schürfungen etc bis hin zu Orgasmusproblemen..)
Keine Gefahr v. Sauerstoffmangel für das Kind und dadurch bleibenden Schäden
Weniger Probleme mit Harninkontinenz
Keine Probleme mit Stuhlinkontinenz

http://www.medicalforum.ch/pdf/pdf_d/2004/2004-49/2004-49-114.PDF
http://www.villarsgyn.ch/sectiowunsch.htm
http://www.rosenfluh.ch/rosenfluh/articles/download/1066

 

Re: Wertneutrale Infos zum KS gesucht

Antwort von Murmel880 am 02.01.2013, 19:20 Uhr

Hallo,

ich hatte 2 KS. Den ersten hatte ich sekundär wg. Geburtsstillstand, den zweiten wegen Narbenschmerzen geplant. Ich hatte bei beiden Kindern keine Bindungsprobleme und beide hatten keine Anpassungsstörungen oder sonstige Probleme. Beide sind völlig pflegeleicht, haben früh durchgeschlafen und sind auch sonst problemlose Kinder. Ich konnte mich nach beiden KS sofort um die Kinder kümmern (nach dem ersten hatte ich aber schon beim Aufstehen fiese Schmerzen) und auch das Stillen klappte bei beiden von Anfang an, hier sogar nach dem geplanten KS etwas besser.
Klar, es wurmt mich...ich hätte lieber spontan entbunden, aber nun ist es halt so. Den geplanten KS konnte ich besser verarbeiten als den anderen. Hör einfach auf dein Gefühl.

Liebe Grüße
Murmel

 

Re: Wertneutrale Infos zum KS gesucht

Antwort von leonie-sofie am 05.01.2013, 3:31 Uhr

Hallöchen lanora!

Meine Tochter sollte spontan auf die Welt kommen, nach 8 std Kampf würde es dann leider ein notkaiserschnitt (unter pda) da das fs grün war, die herztöne unter der wehe absackten und wie dann noch festgestellt wurde war die ns 3 mal um unsere maus gewickelt war.

Also war für uns der ks das beste und ich habe mich auch sehr schnell erholt

Allerdings bin ich persönlich eher der Ansicht wenn medizinisch etc alles in Ordnung ist würde ich glaube ich wenns dann nochmal so sein sollte spontan entbinden wobei ich dem(meinem) ks nichts negatives anlasten kann..

Liebste grüße und noch ein frohes neues!
;o)

 

hast pn

Antwort von Jenn am 09.01.2013, 21:52 Uhr

o.T

 

Re: Wertneutrale Infos zum KS gesucht

Antwort von Trrr09 am 10.01.2013, 17:49 Uhr

Ich kann dir dieses Buch empfehlen, es sind Wunschkaiserschnitt-Geburtsberichte, nur wenige negative, weil die meisten WKS eben positiv erlebt werden. Auch so klärt es neutral auf, ohne den KS zu verteufeln wie es doch viele machen.

Meine ganz persönlichen Vorteile waren:
- sichere Entbindungsart für mein Kind (weniger Todesfälle, weniger Schädigungen geistig und körperlich)
- stressfreier für mein Kind (wurde in mehreren Studien bewiesen)
- demnach weniger Schreibaby
- schöneres Baby, kein deformierter Kopf, kein geschwollenes Gesicht etc.
- demnach auch schmerzärmer fürs Kind
- die Geburt ist planbar, man kann Geschwisterkinder ohne Hektik unterbringen
- die Geburt ist vorhersehbar, sie läuft nach Plan, eine natürliche Geburt ist bestimmt von den Launen der Natur, niemand weiß wie sie ausgehen wird.
- kein secundärer eiliger KS und die daraus resultierenden höheren Risiken
- kein Wehenschmerz
- kein Verlust von Stuhl, Urin oder sonstigen Körperausscheidungen vor dem Partner
- die Geburt ist viel schneller
- kein eventuelles gestörtes Sexualverhalten des Partner, manchmal können vaginale Geburten traumatisch für Männer sein
- kein erniedrigendes Gefühl sein "untenrum" zum Kino zu machen wo jeder drin rum wühlt, kein stöhnen, schreien
- keine unvorhersehbaren Komplikationen
- keine Geburtsverletzungen
- keine Naht im Intimbereich, die später Probleme bereiten können u. a. Wundheilungsstörungen, Schmerzen beim Sex, Gefühlsverlust beim Sex, zu weite Vagina oder zu eng genähte Vagina, eventuell optisch nicht mehr schön
- bedeutend weniger Beschwerden mit dem Beckenboden, weniger Inkontinenz, keine Stuhlinkontinenz und Organsenkungen die wiederum eine OP hervorrufen
- weniger Wochenfluss
- schneller und problemloses Sexualleben
- uvm.

Ich denke das reicht erst mal an positiven Effekten des gepl. Kaiserschnittes xD

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