Sport nach einem Kaiserschnitt

Sport nach einem Kaiserschnitt

"Wann darf ich eigentlich wieder Sport machen?" Diese Frage beschäftigt Frauen, die einen Kaiserschnitt hatten, oft besonders. Grundsätzlich gilt: Ein Kaiserschnitt ist eine große Operation, nach der Ihr Körper erst einmal eine Erholungsphase braucht.

Ganz egal, ob der Eingriff geplant war oder aus einer anstrengenden Geburt heraus erfolgte; so oder so ist die Operation anstrengend für den Organismus. Außerdem bekommen Frauen bei einem Kaiserschnitt oft Medikamente, die der Körper erst einmal ausscheiden muss. Auch die bei einer Vollnarkose eingesetzten Mittel sind erst nach sechs bis acht Wochen vollständig ausgeschieden.

Die Naht braucht Zeit zum Heilen

Lassen Sie sich also ruhig Zeit. Auch mit der Rückbildungsgymnastik sollten Sie frühestens acht bis zehn Wochen nach der Geburt Ihers Kindes beginnen. So lange braucht der Körper um zu heilen: Bei einem Kaiserschnitt werden ja verschiedene Muskel-, Fett- und Gewebeschichten durchtrennt.

Die sichtbare Hautnaht ist in den meisten Fällen sehr gut genäht und verheilt problemos. Die innere Naht liegt zwischen der Hautnaht und dem Bauchnabel. Viele Frauen spüren in diesem Bereich ein Ziehen, Drücken oder auch Brennen. Sie denken jedoch nicht daran, dass diese Gefühle von der Naht herrühren können, da die von außen ja schon prima aussieht. Es ist sehr wichtig, gerade die innere Naht in Ruhe heilen zu lassen. Denn hier kommen Gewebe-, Fett- und Muskelschichten miteinander in Berührung. Verheilt der Bereich nicht gut, kann es zu Verwachsungen kommen, die etwa bei einer weiteren Schwangerschaft Probleme bereiten können.

Natürlich sind frisch gebackene Mütter auch nach einem Kaiserschnitt nicht krank und fühlen sich zum Glück bald recht fit. Es ist aber nicht zu unterschätzen, dass der Körper noch Zeit und Ruhe braucht. Eine hilfreiche Faustregel: Nach einem Kaiserschnitt sollte die Mutter nur so viele Stunden am Tag aufrecht sein, wie ihr Kind Tage alt ist. "Aufrecht sein" heißt sitzen, stehen oder laufen.

Bauchtraining kommt erst sehr viel später wieder dran

Die Hebamme, die Sie im Wochenbett betreut, kann Ihnen nach acht Wochen sicher die eine oder andere Rückbildungsübung schon einmal zeigen. Danach können sie langsam planen, einen Rückbildungskurs zu besuchen. Erst wenn sie den hinter sich haben, ist weiterer Sport sinnvoll. Bitte haben Sie auch jetzt noch etwas Geduld: Die ersten Übungen sollten Beckenbodenübungen sein, gefolgt von solchen für Schulter, Brust, Beine und Po. Der Bauch kommt erst einige Zeit später dran - und auf keinen Fall sollten Sie dann die gerade Bauchmuskulatur gleich mit Situps belasten!

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