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von kaempferin  am 16.09.2018, 14:10 Uhr

Drückerkolonne Malteser

Also so wie Du habe ich das noch nicht erlebt. Sprich; einesteils haben die bei mir noch nicht geschellt - und andernteils wusste ich bislang auch nicht, dass die auf solch eine unmögliche, hanebüchene und illegale Art und Weise agieren.

Das Anschreien und den Fuß in die Türe stellen (wie dies eine andere Benutzerin hier berichtet), finde ich so richtig frech, oberdreist und unverschämt. Aber zum Glück wohne ich auch zum unterm Dach juchhee - und zum anderen habe ich auch Gott sei Dank eine Sprechanlage! Da kann ich jeden durch diese schon im Vorfeld abwimmeln, den ich nicht bei mir in der Wohnung haben möchte. Die Sprechanlage hat mir schon viele, viele gute Dienste geleistet und das Dingen ist wirklich Gold wert.

Ich habe übrigens vor vielen Jahren auch schon mal für ein Jahr als Promoterin am Stand gearbeitet. Und zwar ebenfalls für Malteser sowie auch für Tierschutz. Aber nicht für die Firma Malteser und die Tierschutzfirma direkt, sondern für eine andere Firma als sog. Fundraiser. Und ich muss dazu sagen, dass wir da unsere Arbeit WIRKLICH ORDENTLICH verrichten mussten - und solche Scherze wie die Herrn bei Dir; wie anschreien und sagen bzw. soz. schon "drohen", dass diejenigen, die nicht helfen wollen, schon sehen werden, was dann passiert, wenn sie selbst mal in Not sind.
Wir sollten/mussten unbedingt freundlich zu den Kunden/Interessenten/Passanten sein, durften nicht und keinesfalls aufdringlich sein sowie nicht und keinesfalls den Leuten auf der Straße nachlaufen, wenn sie nein gesagt haben. Und "Weg versperren" war ebenfalls ein Tabu. Es kam jedoch auch vor (aber nicht, während ich dort angestellt war), dass sich die Passanten, wenn sie quasi "gezwungen" wurden zu helfen, sich bei dem Verantwortlichen, der grünes Licht für das Aufstellen des Standes gegeben hat, beschwert haben und in ganz extremen Fällen musste dann der Stand abgebaut werden. Das war dann ganz besonders brenzlig, denn dann musste diese Person im Personalbüro erscheinen - und bekam dann entweder eine dicke, fette Abmahnung oder gleich die Kündigung.

Klar sollten auch bei uns die Passanten ein Formular ausfüllen mit Kontonummer und sämtlichen Eckdaten, woran die Hilfe auch sehr oft gescheitert ist. Viele hätten das Geld viel lieber in die Büchse getan, aber das war nun mal nicht.
War/ist auch eine ordentliche Firma, der Verdienst war so auch nicht schlecht und das Geld kam auch stets pünktlich. Habe aber deswegen dort aufgehört, weil wir auch oftmals weiter weg gearbeitet haben und viel (jeweils immer eine Woche lang) im Hotel übernachten mussten. Habe mal nachgezählt - also ich war in einem Jahr 16 Wochen im Hotel - und das war mir dann doch auf Dauer zuviel. MAL(!) verreisen - ca. jedes halbe bis viertel Jahr wäre in Ordnung gewesen - aber nicht so/ZU(!) oft.

Und wie weiter oben bereits erwähnt - irgendwelche Frechheiten, Dreistigkeiten und Unverschämtheiten durften wir uns nicht und keinesfalls erlauben. Was mich aber an den Passanten immer sehr gestört und geärgert hat, war, dass manche gesagt haben, sie gingen erst einkaufen (wir standen sehr oft vor großen Einkaufszentren), kämen dann bei uns vorbei und würden dann etwas abschließen. Aber nochmal bei uns vorbei kamen die NIE oder GANZ, GANZ SELTEN! Oder auch die sog. "Zeitdiebe" fand ich noch viel, viel schlimmer. Nämlich die, die sehr, sehr lange Zeit bei uns am Stand verbracht haben, so taten, als ob sie diese Sache ganz, ganz toll und interessant finden würden, uns schön erzählen ließen, auch Fragen gestellt haben - und schlussendlich dann DOCH NICHTS gemacht haben! Das hat mich/uns noch viel mehr geärgert. Ich finde - nein sagen ist natürlich nicht schön, aber solch eine schwammige Hinhaltetaktik finde ich noch viel, viel schlimmer. Dann lieber gleich klar und deutlich nein sagen als so. Denn dann hätten wir wenigstens gewusst, woran wir sind. Und einem meiner Kollegen hat das auch mal so gereicht, dass er dann - nach vielem schwammigen Herumeiern seitens der Passanten - die Mappe zugeklappt und gesagt hat: "So, wer uns dabei nicht unterstützen und helfen möchte, der BRAUCHT das auch NICHT!" Und das finde ich nicht frech und unverschämt, sondern in solch einem Fall sogar berechtigt. Denn ALLES braucht man sich von den Passanten ja auch nicht gefallen zu lassen. Denn in der Zeit, wo die uns regelrecht die Zeit "geklaut" haben, hätten wir u.U. einige andere Passanten, die WIRKLICH GEWOLLT hätten, aufschreiben können.

So, nun habe ich wirklich viel "aus dem Nähkästchen" geplaudert. Aber das musste ich unbedingt loswerden...

Nun nochmal zu Deinem Beitrag:

"Mich hat das irgendwie irritiert und auch geärgert."
Hätte mich auch geärgert - aber ganz gewaltig. Aber siehe weiter oben - ich hätte denen erst gar nicht aufgemacht bzw. gar nicht den Türöffner betätigt. Wenn die sich als Malteser oder wer auch immer vorgestellt hätten, hätte gleich kurz und knappt und bestimmt "Nein, danke!" gesagt und gut wäre gewesen.
Aber an Deiner Stelle hätte ich mich auch direkt an die "echten" Malteser gewandt und mich bitterböse über diese üble Handlungsweise beschwert. Damit die mal wissen, was ihre Mitarbeiter so treiben.

"Machen die Malteser denn so Haustüraktionen, weiß das jemand?"
Weiß ich nicht so genau - jedenfalls hat das die Firma (der Name selbiger spielt keine Rolle, da dies in einem öffentlichen Forum nichts verloren hat), für die ich gearbeitet habe, nicht gemacht. Ganz im Gegenteil - da wären Haustürgeschäfte strengstens untersagt gewesen.

 
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