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Geschrieben von Sille74 am 12.09.2018, 8:49 Uhr zurück

Für mich aktuell: heftiger Streit mit Freundin - was würdet Ihr jetzt tun?

Wir waren mit einer (ehemals?) befreundeten Familie in Urlaub in einem Ferienhaus in Kroatien. Leider gestaltete sich das Zusammenleben nicht so unkompliziert wie erhofft, was in einen riesen Krach zwischen mir und meiner Freundin mündete (der Klassiker, von dem man aber immer denkt, dass man selbst davon verschont bleibt ... ). Hier habe ich auch schon dazu geschrieben:

https://www.rund-ums-baby.de/reiseforum/Boah-Urlaubskatastrophe-eingetreten-Streit-mit-den-ehemaligen-Freunden_116967.htm

Auf Vermittlung von meinem Mann hatten wir danach eigentlich ein gutes Gespräch, in dem wir uns für unüberlegte verbale Ausrutscher im Eifer des Gefechts entschuldigt haben, und insbesondere von ihrer Seite kam die Bemerkung, wie ungeheuer wichtig ihr es wäre und schön, wenn wir weiter so gut befreundet bleiben könnten wie bisher. Ich sei doch ihre allerbeste Freundin (und sie war/ist in letzter Zeit auch meine beste Freundin). Nun ... leider entsprach das Verhalten meiner "Freundin" in den folgenden Tagen dem überhaupt nicht. Klar kann man nicht so einfach aus seiner Haut, auch wir nicht. Bei ihr war aber so überhaupt kein Bemühen zu erkennen, sich in uns hineinzuversetzen und an sich zu arbeiten. Mehrmals täglich kamen da völlig unverändert genau die Dinge wieder auf, die den Konflikt hervorriefen. Und viel schlimmer: sie hat auch die Kinder mit hineingezogen, z.B. ihre Tochter unseren Kindern wirklich auffällig entzogen. Bei uns kam sogar das Gefühl auf, sie sucht geradezu weitere Eskalation. Das wurde, ohne uns selbst zu sehr beweihräuchern zu wollen (zu Streit gehören erst einmal immer zwei), nur dadurch verhindert, dass wir uns gänzlich passiv verhalten haben, sprich jede noch so absurde Bemerkung über uns oder unsere Kinder kommentarlos geschluckt haben.

Nun weiß ich nicht so recht, ob und wie es weitergehen soll mit der "Freundschaft". Erst einmal hört es sich ja nicht so an, als ob da noch etwas gehen könnte. Mein Mann will mit denen erst einmal nichts mehr zu tun haben und bei mir hält sich die Lust natürlich auch in Grenzen. Und auch meine Freundin hält merklich Distanz (normal hätte sie jetzt schon wieder mindestens einmal angerufen, was sie bisher nicht getan hat). Jetzt gibt es aber zwei Aspekte, die mich zögern lassen:

Erstens habe ich festgestellt, dass meine Freundin echt Probleme hat, die ich zwar kannte, aber nicht ansatzweise in diesem Ausmaß (Ängste, Zwänge, Eheprobleme, Probleme mit dem Selbstwertgefühl, daraus resultierende Überforderung etc.). Und genau diese Problematik steckt letztlich auch hinter dem Konflikt mit uns (Stichwort: "Stellvertreterkrieg", Genaueres würde zu weit führen), sprich: sie kann für vieles, was zum Konflikt geführt hat, nichts und das wurde von uns/mir nicht in dem Maß erkannt. Sonst wären wir vielleicht mit manchem anders umgegangen (wobei ich weiß, dass das für einen Laien schwierig ist).

Zum anderen ist es so, dass sozusagen als nächstes wir am Zug wären mit Einladungen zu uns (traditionell waren sie Halloween und Silvester bei uns) und nachdem wir uns so wortreich "versöhnt" haben - von meiner Seite durchaus ehrlich gemeint, ich bin nicht nachtragend bei Streit, denn Streit gehört irgendwie auch dazu - will ICH jetzt nicht diejenige sein, die so offensichtlich das Tuch zerschneidet und sie dieses Jahr demonstrativ nicht einlädt. Ich weiß, das ist etwas albern ...

Also: was würdet Ihr tun? Von Eurer Seite die Freundschaft versuchen, weiter zu pflegen oder Abbruch?

Danke für Euren Input!

LG,

Sille

 

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