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Geschrieben von tinai am 12.01.2006, 13:36 Uhrzurück

@Moneypenny :-)

Mein Tipp:

Tu, was Du willst, die Leute reden doch.

Will damit sagen: Du empfindest es so, dass Du Dich für Deine bewusste Entscheidung eine bestimmte Zeit zu Hause zu bleiben, rechtfertigen musst. Ich fühlte mich die ersten 4 Jahre immer in der Defensive, weil ich mich rechtfertigen musste, dass ich meine Kinder ab ihrer 8. Lebenswoche "Fremden überlassen" habe (als ob jeden Tag ein neuer die Kinder betreut).

Ergo - Spruch von oben.

Wir leben in einer Neidgesellschaft, so schlimm das ist. Ich beneide Dich darum, dass Du jetzt Zimmer ausmisten kannst, während ich sehnsüchtig darauf warte, dass irgendwann mal Kinder und Mann gleichzeitig mindestens 2 Tage weg sind (also nie :-), vielleicht beneidest nicht Du mich, aber andere nichtberufstätige Mütter mich darum, dass ich täglich Abstand vom Kinderkram haben darf und Bestätigung durch meine Arbeit erfahre, die sie selbst viel zu wenig erfahren, weil sie Ehemänner haben, die auf dem Standpunkt stehen, das ist das mindeste, was ihre Frauen tun müssen.

Man kann es drehen wie man will, alles hat Vor- und Nachteile und wir sind für unser "Wohl und Wehe" selbst verantwortlich - Schicksal ist der geringste Teil.

Zu Deinem zweiten Absatz: Vor gut drei Jahren bekam mein Mann zum zweiten Mal eine Krebsdiagnose und es sah schlimm aus, meine Kinder hatten eine schwere Salmonelleninfektion begleitet vom ersten Fieberkrampf, beruflich schien ich in einer Sackgasse, den hätte ich da fast aufgegeben, weil das alles sinnlos schien, ich wäre auch ohne dies Arbeit abgesichert. Von der Familie bekam ich fast keine Unterstützung, der Kindergarten schloss mein Kind für die Dauer des Salmonellenausscheidens aus (sowas kann über Monate gehen, zum Glück war der Spuk nach 3 Monaten schon vorbei). Achja, und dann hat die Stadt noch unser halbes Grundstück aufgerissen, weil Gas ausgetreten ist, das hat mich aber nicht mehr aufgeregt.

Was soll ich sagen: Man geht aus solchen Erfahurungen zwar um Illusionen beraubt, aber gestärkt für die Zukunft hervor, wenn man sie nicht nur durchgestanden, sondern gemeistert hat.

Und was für den einen zuviel ist(um das Wort Stress zu vermeiden), ist für den anderen noch selbstverständlich. DA sind die Menschen aber auch unterschiedlich leistungsfähig.

Grüßle Tina

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