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Geschrieben von tinai am 11.01.2006, 20:16 Uhrzurück

@Frosch und Fiametta

Also jetzt melde ich mich doch mal, obwohl ich mich trotz juckender Finger im KIGA-Forum rausgehalten habe.

Ich habe zwei Kidner und bin selbst seit Mutterschutz vollzeit berufstätig mit 50 und mehr Stunden in der Woche (im Durchschnitt) - gehöre als nicht zu den DINKS sondern eher den DI2K (double income two kids). Ich bin weit entfernt davon, dass als das einzige praktikable Lebensmodell zu empfehlen.

Ob eine Mutter arbeitet oder nicht arbeitet (wie siehts mit den Vätern aus?) entscheidet noch nicht über ihre geistige Verblödung, das ist mir viel zu pauschal. In meinem Bekanntenkreis gibt es niemanden, der sich für ein Modell wie meines entschieden hat, das höchste der Gefühle sind 20Stunden/Woche Jobs. Entscheidend ist doch, ob man zufrieden ist, mit dem was man tut!

Ich kann mit einer zufriedenen "nur"-HausfrauMutter weit mehr Spaß haben als mit einer verbissenen berufstätigen Mutter. Und da hake ich bei Frosch ein: Fiammettas Urteile sind auch mir oft zu schwarz/weiß und die Schwägerin als Musterbeispiel ist einfach ein bisschen überstrapaziert. Gerade Fiammetta kennt doch viel mehr Leute, warum muss dann gerade die Schwägerin, die offensichtlich einen an der Waffel zu haben scheint, immer als Musterbeispiel herhalten?

Am schlimmsten finde ich um ehrlich zu sein, Mütter, die frustriert zu Hause sitzen, den Müttermythos aus den 30er-Jahren hochhalten (daher kommt nämlich die ganze "Mutter-gehört-zu-den-Kindern-und-die-dürfen-auch-nicht-von anderen-betreut-werden-Glorifizierung"), arbeitende Mütter beschimpfen (solange sie nicht AE sind und aufs Geld angewiesen, weil dann nehmen die Kinder komischerweise keinen Schaden von der sogenannten "Fremdbetreuung"). Gleich danach kommen aber für mich die berufstätigen Mütter, die sich für die "besseren" halten.

Bei dieser Diskussion vermisse ich jede Toleranz und das darf nicht mit Verständnis verwechselt werden. Toleranz fängt da an, wo Verständnis aufhört. Auch die Einsicht, dass man selbst - da man ein anderes Modell lebt - gar nicht so genau beurteilen kann wie es den anderen ergeht, fehlt meist völlig.

Solche Diskussionen führen meist nur zur Verhärtung der Fronten, die allen nur schadet!

Nichtberufstätigen Müttern kann ich nur den Rat geben, sich GEdanken darüber zu machen, was passiert, wenn der Haupternährer als solcher einmal ausfällt. Das ist das eine und das andere: Es ist einfach so, dass man berufliche Abstriche in Kauf nehmen muss, wenn man länger als ein Jahr raus ist. Alles andere ist Riesenglück. Und wenn man in diesem Bewusstsein sich entscheidet, ganz zu Hause zu bleiben, dann ist es doch in Ordnung und nicht meine Sache, darüber zu urteilen.

Gruß ´Tina

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