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Geschrieben von Monika1012 am 01.03.2018, 10:54 Uhr

Notgruppe - seit 6 Wochen kein Kindergarten

Hallo zusammen,

hat vielleicht sonst noch jemand ähnliche Erfahrung mit Notgruppen gemacht und kann mir sagen, wie es ausgegangen ist?

Wir haben folgende Situation:

Unser Sohn ist seit August im Kindergarten, vor einer Woche ist er 3 geworden. Die Eingewöhnung war schwierig und hat über zwei Monate gedauert. Kurz bevor er Ende Oktober eine Schwester bekommen hat, war die Eingewöhnung durch. Seitdem ist er sehr gerne in den Kindergarten gegangen.

Zwischendurch kam es immer wieder wegen Krankheiten des Personals zu Notgruppen. Da ich mit Baby zuhause bin, habe ich meinen Sohn dann selbstverständlich auch zuhause gelassen, damit die Kinder, bei denen beide Elternteile arbeiten, ihre Kinder bringen können.

Nun ist es so, dass seit 6 Wochen wieder nur Notgruppen eingerichtet sind (Erzieher haben gekündigt, es wird kein Ersatz gefunden, dazu kommen Krankheitsfälle), und es ist kein Ende in Sicht. Mein Sohn leidet mittlerweile sehr darunter, ihm fällt die Decke auf den Kopf und er ist kaum ausgelastet. Ich kann ihn mit Baby nicht gut beschäftigen (sie hat gerade auch eine "schwierige Phase"), und alleine spielen kann er noch nicht so gut. Die ersten zwei Wochen fand er es noch ganz nett, so viel zuhause zu sein, mittlerweile wirkt er schon deprimiert. Zudem zahlen wir den vollen Beitrag.

Der Elternbeirat und auch die Kita sind mit dem Jugendamt in Kontakt, aber es scheint keine Lösung zu geben.

Muss ich das akzeptieren? Kann ein Anwalt helfen? Hat jemand Erfahrung mit einer solchen Situation?

Vielen lieben Dank für's Lesen ;-)

 
25 Antworten:

Re: Notgruppe - seit 6 Wochen kein Kindergarten

Antwort von lilke am 01.03.2018, 12:10 Uhr

Was heißt, musst Du das akzeptieren? Natürlich nicht. Als erstes würde ich mal schriftlich ankündigen, dass Du die Zahlung des Beitrages entsprechend kürzt, wenn für deinen Sohn die bezahlte Betreuung nicht sichergestellt werden kann. Kopie an den Träger und die Gemeinde (mit Information an die KiTa darüber). Andernfalls steht es der KiTa ja frei dafür zu sorgen, dass sie ihren Teil des Vertrages erfüllen können.

Es ist sehr löblich von Dir, dass Du auf die Betreuung verzichtest, damit andere, die sie brauchen die Notgruppen wahrnehmen können, aber wenn das ein Dauerzustand bei euch ist, ist das nicht tragbar. Da muss sich der Träger bzw. die Gemeinde halt was einfallen lassen, ggf. auf andere Einrichtungen verteilen.

Mit der KiTa würde ich noch reden, ob Du deinen Sohn nicht zumindest zwei Tage die Woche vormittags bringen kannst, ggf. ja auch mal nachmittags, wenn das für Dich passt (erfahrungsgemäß sind da zumindest bei uns deutlich weniger Kinder da und ausreichend Betreuer).

Aber dauerhafte Notgruppen und Du musst trotzdem bezahlen kann nicht angehen. Da würde ich persönlich mir ggf auch einen Anwalt suchen. Gut, ich bin auf die Betreuung angewiesen und habe eine Rechtsschutz, da lässt sich leichter reden. Trotzdem finde ich es geht nicht, dass ihr dann auch noch zahlt und die KiTa am Ende ja auch den Zuschuss der Gemeinde für euch kassiert aber keine Leistung bringt.

LG
Lilly

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Re: Notgruppe - seit 6 Wochen kein Kindergarten

Antwort von kati1976 am 01.03.2018, 12:29 Uhr

Du musst das nicht akzeptieren,ich würde das auch nicht.

Es gibt Situationen da kann es mal vorkommen,aber wochenlang kann es nicht so gehen.

Es müssen sich alle Verantwortlichen zusammensetzen und eine Lösung finden.

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Re: Beitrag kürzen geht nicht!

Antwort von cube am 01.03.2018, 13:40 Uhr

Rein rechtlich: der KiGa kann gerne darum bitten, daß Eltern ihr Kind möglichst nicht bringen. Aber dieser Bitte musst du nicht nachkommen.
Tust du dies jedoch, kannst du nicht einfach den Beitrag kürzen.
Es wird ja eine Betreuung angeboten - die Entscheidung, dein Kind zu Hause zu lassen, ist deine eigene und dafür kann der KiGa nicht in Regress genommen werden.
Schreibt an den Träger, berichtet über die Situation und fordert eine dauerhafte Lösung.Nützt das nichts, wendet euch an die Stadt.
Es sei denn, es ist eine private Einrichtung - dann ist die Stadt natürlich raus.

Es wird sonst eher so sein: je mehr Eltern ihr Kind zu Hause lassen, umso weniger Handlungsbedarf für den KiGa, sich eine dauerhafte Lösung zu überlegen.

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Re: Beitrag kürzen geht nicht!

Antwort von Kacenka am 01.03.2018, 14:22 Uhr

also Erfahrung habe ich mti so etwas nicht, aber ich würde auch sagen: gib ihn doch einfach trotzdem in die Notgruppe, vielleicht erst mal nur vormittags. Sag Du brauchst die Betreuung eben auch, obwohl Du mit Baby zu Hause bist. Wenn Ihr zahlt, müsst Ihr darauf doch nicht Monatelang Rücksicht nehmen. Mal ein Nachmittag, selbst eine Woche - ok, aber dann?

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Re: Notgruppe - seit 6 Wochen kein Kindergarten

Antwort von Monika1012 am 01.03.2018, 14:56 Uhr

Lieben Dank für eure Antworten!

Es ist halt so, dass es zwischen Kindergarten und Jugendamt abgestimmt ist, dass alle Kinder mit nicht berufstätigen Eltern zuhause bleiben müssen. Wer keine Arbeitsbescheinigung vorlegen kann, kann sein Kind auch nicht hin schicken. Wie rechtens das ist, weiß ich nicht. Aber bei aktuell 5 Erziehern (auf eigentlich vier Gruppen a 20 Kinder) möchte man sein Kind auch nicht wirklich schicken.

Rotationsverfahren der Kinder, Leih-Erzieher etc. hat der Elternbeirat alles vorgeschlagen, die Kita hat abgelehnt und das Jugendamt spielt mit.

Vermutlich bleibt wirklich nur der Gang zum Anwalt, was aber kostet und letztlich vielleicht nur etwas Geld zurück bringt. Ich bin da echt ratlos und kenne auch niemanden, der eine solche Situation schon hatte.

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Re: Notgruppe - seit 6 Wochen kein Kindergarten

Antwort von Oktaevlein am 01.03.2018, 17:02 Uhr

Was würden die denn machen, wenn zufällig alle Eltern eine Arbeitsbescheinigung vorlegen würden? Dann müssten sie ja auch irgendwie handeln.

Ich musste mein Kind auch mal ein paar Tage zuhause lassen, da durften auch nur die mit Arbeitsnachweis kommen. Ich war ziemlich sauer, da mein Kind schon ein Vorschulkind war und den Kindergarten vermisst hat. Ums Kind selbst geht's denen ja sowieso nicht. Aber bei 6 Wochen? Hast du vielleicht eine Rechtsschutzversicherung? Da könntest du telefonisch eine kurze Erstberatung bekommen.

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Re: Notgruppe - seit 6 Wochen kein Kindergarten

Antwort von niccolleen am 01.03.2018, 18:07 Uhr

Was ist denn eine Notgruppe?

Das mit den Leih-Erziehern wird versicherungstechnische Gruende haben.

Wie ist denn jetzt genau die Situation bei dir, bist du arbeitstaetigu und kannst eine Bescheinigung vorlegen? Dann kann dein Kind auch in den Kindergarten gehen.
Hast du keine Bescheinigung und kannst dein Kind nicht geben, kannst du doch auch nicht zahlen muessen. Bei uns wird sogar die Woche rueckerstattet, wenn man auf Urlaub faehrt. Das musst du in Erfahrung bringen, wie das abgewickelt wird.


lg
niki

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Re: Notgruppe - seit 6 Wochen kein Kindergarten

Antwort von Monika1012 am 01.03.2018, 18:56 Uhr

Notgruppen nennt es der Kindergarten bei uns, wenn zu wenige Erzieher da sind und daher nicht alle Kinder in den Kindergarten gehen können. Die Kinder, deren Eltern keine Arbeitsbescheinigung vorlegen können, werden aussortiert.

Ich bin in Elternzeit und kann damit keine Bescheinigung vorlegen. Zahlen müssen wir trotzdem den kompletten Beitrag. Dieser wird an die Stadt entrichtet und fällt laut deren Aussage auch an, wenn das Kind nicht in den Kindergarten geht (wie bei Krankheit, Schließtagen etc. auch, da die KiTa laufende Kosten hat).

Leider habe ich keine Rechtsschutzversicherung, ansonsten wäre ich schon längst beim Anwalt gewesen. Wobei es mir nicht primär um das Geld geht. Mein Sohn leidet unter der Situation und hat zwar auf dem Papier einen Kindergartenplatz, de facto sitzt er zuhause fest. Das kann doch nicht rechtens sein.

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Re: Notgruppe - seit 6 Wochen kein Kindergarten

Antwort von Oktaevlein am 01.03.2018, 19:23 Uhr

Das finde ich auch überhaupt nicht ok. Immer wird behauptet wie wichtig es ist, dass ein Kind andere Kinder hat und dann darf ein 3jähriger nach der Eingewöhnung wochenlang nicht kommen. Das tut mir sehr leid für deinen Sohn. Meine Tochter war damals auch ganz traurig, obwohl es sich immer mal wieder nur um höchstens ein paar Tage handelte. Sie ging so gern in den Kindergarten und hat natürlich dann auch ihre Freundinnen vermisst.

Es ist nur die Frage, ob ein Anwalt da überhaupt was machen könnte. Ich schätze, wenn überhaupt dann nur was die Finanzen angeht, aber einen Platz für deinen Sohn herzaubern wird er auch nicht können.

Hast du mal gefragt, was der Kindergarten macht, um die Situation zu ändern? Du könntest auch bei der Stadt mal nachfragen bzw. dich beschweren. Ansonsten könntest du langfristig versuchen, einen anderen Kindergarten zu finden, allerdings könnte es dort genauso sein, dass so viele Erzieherinnen fehlen.

Ich finde übrigens auch die Notgruppen nicht optimal. Der Betreuungsschlüssel ist ja grottig schlecht und ich hätte kein gutes Gefühl, wenn ich mein Kind dort abgeben MÜSSTE, weil ich arbeiten muss.

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Re: Notgruppe - seit 6 Wochen kein Kindergarten

Antwort von niccolleen am 01.03.2018, 21:20 Uhr

Eine Rechtsschutzversicherung ist nie verkehrt, und zwar frueher als spaeter, da es meist eine 6monatige Sperrfrist gibt.
In jedem Fall gibt es aber bei einer Rechtsschutzversicherung einen inkludierten Gratis-Beratungstermin, und den koenntest du auch wahrnehmen, wenn du sie gerade erst abgeschlossen hast. Oft kann man die Haushaltsversicherung um genau dieses Basismodul erweitern.

Ich wuerde aber auf jeden Fall das nicht auf mir sitzen lassen. Mein Kind wird vom Kindergarten ausgeschlossen und ich muss zahlen?? Da wuerde ich mal ganz boese meinen, was gehen mich die Fixkosten vom Kindergarten an, wenn ich de facto kein Kunde bin und keine Leistungen in Anspruch nehmen kann.
Ich wuerde freundlich aber bestimmt den Instanzenweg gehen. 1. Gruppenleitung ode rVertretung, 2. Leitung, 3. Traeger, und spaetestens ab diesem Zeitpunkt unbedingt auch schriftlich mit irgendwen im Cc, Leitung oder sonstwen. Dann Magistratsabteilung oder Vorstand oder wer halt bei euch da uebergeordnet ist. Und je nachdem, wie man um dich bemueht ist oder wie man dich abfertigt, koennte man noch den Gang zur Presse erwaehnen. Ich verstehe, wenn nicht genug Personal vorhanden ist, aber dann auch noch den vollen Betrag abknoepfen, das geht maximal kurz voruebergehend.

lg
niki

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Re: Notgruppe - seit 6 Wochen kein Kindergarten

Antwort von lilke am 02.03.2018, 9:45 Uhr

Ich kann mich nur anschließen. Zahlen für nichts, würde ich nicht. Kind hat Anspruch auf Betreuungsplatz und der wird ihm verweigert, aber Eltern sollen trotzdem zahlen. Das kann nicht rechtens sein.

Frag doch noch mal bei Frau Bader, aber ich würde einfach auch mal einen Brief an die Gemeinde aufsetzen, dass dein Sohn ein RECHT auf einen Betreuungsplatz hat, den er auch wahrnehmen kann und dass die Gemeinde dafür zu sorgen hat, dass einer gestellt wird. Ansonsten kann die Gemeinde ja gern so lange die Notsituation besteht deine laufenden Kosten für den bestehenden Platz mit übernehmen, denn Du DARFST den ja nicht nutzen.

LG
Lilly

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Re: Notgruppe - seit 6 Wochen kein Kindergarten

Antwort von Reh77 am 02.03.2018, 13:30 Uhr

Ich weiß nicht, wie es rechtlich aussieht, aber beim großen Streik, wurden vielen Eltern die Kindergartenbeiträge zurückgezahlt.
Wende dich an den Träger, an die Stadt.
Grundsätzlich von Vorteil wäre, wenn sich alle betroffenen Eltern zusammenschließen.
Sollte bei Träger und Stadt nichts erreicht werden, dann gäbe es noch die Möglichkeit sich an die Öffentlichkeit / Presse zu wenden, als letzte Möglichkeit.

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Presse einschalten

Antwort von misses-cat am 02.03.2018, 18:29 Uhr

Manchmal wirkt das wunder.

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Re: Notgruppe - seit 6 Wochen kein Kindergarten

Antwort von Monika1012 am 02.03.2018, 20:19 Uhr

Danke nochmal für alle eure Antworten. Ich habe nun Beschwerden an Träger und Stadt verfasst sowie einen Termin mit dem Bürgermeister erbeten.

Angeblich können alle Kinder nächste Woche wieder in den Kindergarten, falls nichts dazwischen kommt (Krankheiten der Erzieher). Wenn das nun wieder nichts wird, wäre ein Gang zur Presse vielleicht wirklich etwas, um Druck aufzubauen.

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Re: Presse einschlaten

Antwort von cube am 03.03.2018, 15:03 Uhr

Ja, kann man machen. Aber davon wird auch nicht plötzlich neues Personal gefunden. Geht es um Versagen einer öffentlichen Stelle - ok. Im Sinne von Stellenkürzung, zu wenig Geld von der Stadt oder schlechter Leitung, die sich nachweislich! nicht darum kümmert.
Liegt es aber daran, dass Personal rechtzeitig gesucht, aber nicht gefunden wird, wird ein Artikel in der Presse einfach nichts nutzen. Außer, daß die verbleibenden Erzieher sich plötzlich als Mitarbeiter in einer öffentlich als schlechte Einrichtung beschriebenen KiTa wiederfinden.
Und dann wird sich erst niemand mehr dort bewerben wollen.

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Re: Presse einschlaten

Antwort von Johanna3 am 03.03.2018, 15:46 Uhr

Was soll das bringen? Welche Wunder soll es bewirken? Wo keine Erzieher sind, kann auch niemand welche herbeizaubern. Und in einer Einrichtung, die als "schlecht" dargestellt wird, wird sich bei der phänomenalen Jobauswahl sicher niemand bewerben.

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Re: Presse einschlaten

Antwort von niccolleen am 03.03.2018, 17:51 Uhr

Normalerweise kommt es dazu ja gar nicht.
Keiner will in der presse schlecht dargestellt werden, und so lenkt man da sehr schnell ein.
Und dass dadurch auch keiin Personal herbeigezaubert werden kann, ist auch klar, aber darum ging es ja nicht mehr, sondern dass sie aufgrund Personalmangels nicht kommen DUERFEN und TROTZDEM den VOLLEN Betrag zahlen MUESSEN. Und das ist nicht in Ordnung.

lg
niki

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Re: Notgruppe - seit 6 Wochen kein Kindergarten

Antwort von VerenaSch am 03.03.2018, 18:00 Uhr

Nur mal ein paar Ideen:

Ein Argument wäre auch nochmal, dass ja weniger Kosten angefallen sind, wenn der "Notstand" durch das Kündigen einiger Erzieherinnen entstanden ist. Außerdem muss es immer genügend Springer geben, die Krankheitsausfälle abfangen. Zur Zeit ist es zwar im ganzen Land extrem, aber über 6 Wochen in der gleichen Einrichtung ist schon auffällig. Wie siehts denn mit der Hygiene aus? Werden kranke Kinder nach Hause geschickt? Wenn so viele Erzieherinnen krank sind, fehlen doch sicherlich auch Kinder, sodass sich das wieder irgendwie ausgleichen sollte.

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Re: Presse einschlaten

Antwort von Johanna3 am 03.03.2018, 18:44 Uhr

Da wurde zu Streikzeiten (mit lange geschlossenen Kitas) aber anders geurteilt, da dieser als Härtefall gewertet wurde. Aus Kulanzgründen hatten einige Glück. Mich würde es sehr wundern, wenn unverschuldeter Personalmangel nicht als Härtefall anerkannt würde.

Versuchen die Zahlungen zu kürzen würde ich auch. Da ist eine Rechtschutzversicherung sicher sinnvoll.

Mit der Presse zu drohen finde ich jedoch ausgesprochen albern. Trotzdem sind solche Vorfälle täglich in der Zeitung zu lesen.Mediales Interesse dürfte vorhanden sein.

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Re: Presse einschlaten

Antwort von niccolleen am 03.03.2018, 20:58 Uhr

Da ist gar nichts dran albern.
Es gibt einen Instanzenweg, und der ist ganz genau vorgegeben. Und wenn man am Ende des Instanzenwegs angelangt ist, bevor man zu Gericht geht, oder nachdem man am Gericht war (in dem Fall ist ja wahrscheinlich kein Gericht noetig, wenn die Eltern sich das leisten koennen oder kuendigen koennen), und nichts fruchtet und man nicht ernstgenommen wird, dann ist die naechste Instanz nunmal die Oeffentlichkeit. Das ist ja nichts Neues und nichts Absurdes, und gottseidank haben wir freie Medien und dieses Mittel und stehen nicht als schwache Einzelperson da, wenn es noetig wird. Kindergartenbeitrag ist ein Haufen Geld, und wenn die Mutter eh nicht arbeiten gehen kann und das Kind nicht in die Betreuung darf, dann muss man das Geld erstmal haben, oder einen Platz kuendigen, den man spaeter braucht und dann vielleicht verliert. Gar nichts albern daran, aber es soll natuerlich der letzte (Aus-)Weg sein.

lg
niki

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Re: Presse einschlaten

Antwort von Johanna3 am 03.03.2018, 21:14 Uhr

Ansichtssache. Ich finde es albern. Und die Erfolgsaussichten einer Klage sind äußert gering, wenn man bedenkt, was alles unter die Härtefallregelung fällt.....

Aber wenn es jemand nötig hat, dann mit anderen Mitteln zu "drohen", bleibt es ihm natürlich selbst überlassen.

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Re: Presse einschlaten

Antwort von niccolleen am 04.03.2018, 10:41 Uhr

Ich hab nichts von einer Klage gesagt.Mit dir zu diskutieren, wird irgendwie immer irgendwann albern.

lg
niki

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Re: Presse einschlaten

Antwort von Johanna3 am 04.03.2018, 12:07 Uhr

"Es gibt einen Instanzenweg, und der ist ganz genau vorgegeben. Und wenn man am Ende des Instanzenwegs angelangt ist, bevor man zu Gericht geht, oder nachdem man am Gericht war (in dem Fall ist ja wahrscheinlich kein Gericht noetig, wenn die Eltern sich das leisten koennen oder kuendigen koennen), und nichts fruchtet und man nicht ernstgenommen wird, dann ist die naechste Instanz nunmal die Oeffentlichkeit. "

Da du gleich dreimal das Gericht erwähnst, fand ich den Gedanken mit der Klage nicht abwegig. Auch wenn du schreibst, dass dies wahrscheinlich nicht nötig sei, beinhaltet es doch diesen Gedanken. Oder was würdest dort machen?

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Re: Presse einschlaten

Antwort von niccolleen am 04.03.2018, 17:36 Uhr

"in dem Fall ist ja wahrscheinlich kein Gericht noetig, wenn die Eltern sich das leisten koennen oder kuendigen koennen)"

Das waren meine Worte in dem von dir zitierten Text!
Ich hab nur den Instanzenweg aufgezaehlt und dazugesagt, dass in diesem hier diskutierten Fall das ganze ja nicht bis zum Gericht kommen wird, da die Mutter ja prinzipiell jederzeit kuendigen kann. Ich weiss nicht, wieso du dich an irgendwelchen Punkts und Kommas festsaugst und nie auf das eingehst, was eigentlich grad diskutiert wird. Ich bin doch kein Fachmann, es zahlt sich nicht aus, hier mit mir in einem theoretischen Fall Haarspalterei zu betreiben.
Das Einzige, wo ich dir einfach was dagegen setzen wollte, ist, dass Presse prinzipiell bloed ist. Und ich finde, das ist eine haarstraeubende Aussage, denn wir wissen alle, wie es in grossen Teilen der Erde z.B. in China, Arabien und vielen anderen Laendern zugeht. In unserem ist das anders. Man steht nie alleine da, es gibt immer Moeglichkeiten, sich Rueckendeckung zu verschaffen, um gehoert zu werden, und darueber bin ich sehr froh und das ist alles andere als "albern". Und das war alles, was ich gesagt haben wollte.

lg
niki

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Re: Presse einschlaten

Antwort von Johanna3 am 04.03.2018, 18:54 Uhr

Macht es dir Spaß, mir die Worte im Mund umzudrehen? Ich finde die Presse prinzipiell NICHT blöd, sondern informativ. Wobei ich jetzt keine Klatschpressezeugnisse lesen würde.

Bei denen kann man bereits die Titel am Kiosk lesen:

"Max darf nicht mehr in die Kita. Eltern bricht das Herz" "Wann darf Marie wieder mit ihren Freundinnen spielen?"

Die Presse als Druckmittel einzusetzen finde ich jedoch ausgesprochen albern. Und genau darum soll es ja gehen.

Wäre es juristisch möglich die Zahlungen zu kürzen (der anwaltlichen Beratung stimme ich zu) sollte dies gemacht werden. Wenn dies aber als Härtefall durchgeht (was anzunehmen ist) darf dies nicht praktiziert werden.

Und sich dann an die Presse zu wenden, fände ich absolut daneben. Aber es bleibt ja allen unbenommen.

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