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Geschrieben von JoVi66 am 12.11.2005, 21:10 Uhrzurück

Re: Jedem das seine und mir das meine...

....Ich habe tatsächlich 1 1/2 Jahre meine Tochter alleine mit meinem Mann (sein Büro ist in unserem Haus und unsere Firma in München) gekümmert. Dreimal die Woche fährt er hin oder ist auf Geschäftsreise. Wenn er da ist kümmert er sich 50/50 mit mir um Kind Haushalt etc.
Nach diesen 1 1/2 Jahren war ich dermaßen genervt und abgestumpft.
Ich konnte das Wort Krabbelgruppe Babyschwimmen etc nicht mehr hören ohne auszurasten. Ich liebe ( wie wohl jede hier ihre Kinder) meine Tochter abgöttisch. Doch sie hatte nichts mehr von mir , da ich nur noch mit den Nerve am Ende war.
Dann hab ich mir ne Nanny eingestellt und wieder ( von zu Hause aus) gearbeitet, oder alleine etwas unternommen. Schlagartig ging es mir wieder besser und die drohende Nervenkrise war abgewendet.
Ich würde verrückt werden, wenn ich nicht mindesten 3-4 Stunden am Tag meine Ruhe haben würde. (entweder arbeite ich, sülze hier rum oder bin aushäusig). So hab ich mir mein Leben jetzt eingerichtet und fühle mich weder egoistisch noch als Rabenmutter
Mein Mann war der erste der es erkannte und meinte : wenn du nicht bald wieder "Hirnnahrung" bekommst flippst du aus.
Wahrscheinlich wäre ich alleine noch später darauf gekommen, das man sich einfach eine Putzfrau und ein Kindermädchen anschafft und dann wieder den eigenen Interessen nachgehen kann. Dafür sind, gebe ich zu ein finanzieller Background nötig und ein Mann der´s kapiert. Da ich ein ziemlich vielseitiger Mensch bin mit extrem vielen Interessen hat mich das "nur Mutter sein" an den Rande des Wahnsinns getrieben.
Aber wie gesagt: Jedem das seine. Wer empfindet wie du emmal, dann ist ja alles in Ordnung so wie es ist, aber mein Ding war (und ist) es nicht.
Außerdem muß ich ganz ehrlich sagen profitiert meine Tochter ungemein von der Nanny, die ist nämlich Halbtagskindergärtnerin und nachmittags bei mir. Was die für Spielideen mitbringt, darauf wäre ich alleine nie im Leben gekommen.
Wenn meine Tochter 3 1/2 ist werden wir wieder in MUC wohnen und dort wird sie in einen Privatkindergarten gehen. 3-4 Kinder pro Betreuerin. Da sie ein total aufgeschlossenes Kind ist, geh ich ihr auch nicht sonderlich ab. Ich glaube es würde sie nerven, wenn ich ihren "Tagesrhythmus" durcheinander bringen würde. Wenn ich oft runter gehe und schau was die beiden machen ist sie manchmal schon so frei und sagt: Mama geh arbeiten, du störst. Kein Witz.
Gelegentlich spielen wir beide (das Kindermädchen und ich) mit ihr und ich staune nur noch, was sie alles lernt und wie schnell. Wahrscheinlich bin ich alleine ihr als Unterhalter zu langweilig ( zugegebenermaßen bin ich auch etwas einfallslos in dieser Richtung).
Meine Mutter war früher auch ständig um mich ( obwohl sie eine ziemlich emanzipierte Frau war/ist) und es hat mich mit zunehmendem Alter auch genervt. Ich ging leidenschaftlich gerne in den Kindergarten. Zuerst halbtags und meine Mutter war damals enttäuscht als ich ihr mitteilte ich würde gerne am Nachmittag auch hingehen, was ich dann auch durchsetzte
:- )
Gruß Johanna

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