Baby und Job

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Geschrieben von Elamaus am 10.03.2005, 13:48 Uhr

@marit

Hallo,
also soll das jetzt heißen, nur weil ich "wahrscheinlich" depressiv bin...darf ich keine Kinder in die Welt setzen??! Ich weiss noch nicht einmal, ob ich wirklich "krank" bin o. halt nur unter ständigen Stimmungsschwankungen leide. Das werde ich jetzt in Kürze bald beim Therapeuten feststellen lassen.
Außerdem, in Deutschland gibt es Millionen anderer Leute (Frauen und Männer), die unter Depressionen leiden. Ob die Alle kinderlos sind???
Gute Frage! Jedenfalls lasse ich mir nicht unterstellen, nur weil ich ein paar Probleme habe, daß ich unfähig, inkompetent und sonst was bin. Ich bin nicht verrückt - ok!!! Meine Kinder sind sehr gut erzogen und der Älteste ist sehr beliebt im Kiga, auch bei den Erzieherinnen. Er hat so eine herzliche Art und kommt IMMER mit einem Lächeln in die Einrichtung. Und sehr intellegent ist er auch - wurde auch Seitens der Erzieherinnen bestätigt. Und da mein Freund die ersten Jahre nach der Geburt unseres 1. Sohnes noch berufstätig war, ist es wohl in 1. Linie MIR zu verdanken, was die Entwicklung unseres Sohnes angeht. Und auch der 2. macht sich prächtig. Wir BEIDE sind sehr stolz auf unsere Kids!
Und natürlich haben wir derzeit etwas mit dem Geld zu kämpfen. Ist auch nicht einfach, gebe ich zu. Nur verhungern tut deshalb keiner bei uns. Wir haben alles was wir brauchen - eine schicke Wohnung, zu essen und EINANDER. Was will man mehr?! Das Einzige, was wir schon lange nicht mehr hatten...das war ein gemeinsamer Urlaub. Aber nächstes Jahr wollen wir evtl. mal für 1 Woche raus hier aus M-V. Dann ist auch der Jüngste "reif" für`s Reisen.
Trotzdem bin ich der Meinung, würden sehr viele Mütter länger zu Hause bleiben, wenn sie es sich finanziell leisten könnten. Wir konnten es uns bis vor kurzem leisten. Mein Freund ist erst seit knapp 3 Monaten arbeitslos. Davor war er immer berufstätig. Aber es wird doch wieder bergauf gehen!
LG
Ela

 
7 Antworten:

Re: @marit

Antwort von RenateK am 10.03.2005, 13:56 Uhr

Hallo Ela,
ich bin nicht Marit und möchte auch nur zu einem Aspekt was sagen. Du schreibst:
"Trotzdem bin ich der Meinung, würden sehr viele Mütter länger zu Hause bleiben, wenn sie es sich finanziell leisten könnten."
Also diese Erfahrung konnte ich bisher nicht machen. Eher die, dass viel mehr Mütter gerne arbeiten gehen würden, wenn es gute und bezahlbare Betreuungsmöglichkeiten gäbe. Daran mangelt es sehr. In unserer Kita gab es auf einen Platz für ein einjähriges Kind einmal über 100 Anmeldunegn.
Klar mag es Mütter geben, die arbeiten müssen und lieber zu Hause bleiben. Mein Eindruck ist aber, dass es viel viel mehr gibt, die lieber arbeiten würden, es aber nicht hinbekommen, wegen mangelnder Betreuungsmöglichkeiten.
Gruß, Renate

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Re: @ela

Antwort von marit am 10.03.2005, 14:08 Uhr

Hä, habe ich gesagt, Depressive dürfen keine Kinder haben? Daran kann ich mich nicht erinnern. Ich habe lediglich gesagt, daß Kinder nun einmal nicht grundsätzlich in der Welt ideale Bedingungen vorfinden.Ich sehe es nicht als Aufgabe der Eltern an, eine heile Welt nur für Kinder zu bauen, sondern Kindern zu helfen, sich in unserer komplexen Welt sicher zu fühlen. Die eine Mutter ist depressiv, die andere leidet unter der finanziellen Situation, eine dritte hat mit einem Suchtproblem zu kämpfen und wieder eine andere ist berufstätig. Und in DIESER Reihung problematischer Ausgangsbedingungn, nur das wollte ich sagen, soll dann "berufstätig sein" das Ausschlußkriterium für Kinder sein? Meine Frage war doch nur, warum wird allgemein gedacht, daß das Kind eine depressiven Mutter glücklicher aufwächst, als das Kind einer berufstätigen Mutter. Von dir persönlich habe ich doch gar nicht in Bezug auf Depression gesprochen, sondern nur darüber, daß du im Paarforum gesagt hast, daß du mit der finanziellen Situation unzufireden bist und dich zuwenig anerkannt fühlst. Das ist ja nun noch keine Depression.

Depression ist das, was ich mit meiner nicht berufstätigen Mutter erlebt habe, die von einer glücklichen erfolgreichen Journalistin im Zuge einer unbehadelten Wochenbettdepression zur einer ewig im Bett herumlungernden und sich selbst bemitleidenden und von allem und jedem überforderten Vollzeitmutti wurde (wenn wir schon einmal bei unseren eigenen Erfahrungen sind).

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Re: @RenateK

Antwort von Elamaus am 10.03.2005, 14:09 Uhr

mag sein - ich denke BEIDES trifft zu. Viele Mütter würden gerne zu Hause bleiben, um sich intensiv mit den Kids zu beschäftigen und es gibt Mütter, die können nicht, weil es so schlechte Betreuungsmöglichkeiten hier in Germany gibt.
Bei uns in M-V sieht es mit Krippen/Kigaplatz recht gut aus. Gab keine langen Wartezeiten. Ich habe meinen Sohn Anfang 2003 im Kiga angemeldet und im August 2003 einen Halbtagsplatz bekommen.
Und ich habe mal einen Zeitungsausschnitt bei uns in der Tageszeitung gefunden (schrieb ein Psychologe) und da stand drin, daß man wenigstens das 1. Babyjahr zu Hause bleiben sollten, weil das Kind da am meisten/dringendsten EINE feste Bezugsperson braucht (Vater o. Mutter). Aber eine MUTTER steht nun mal immer an 1. Stelle bei einem Kind bzw. den Kindern. Das merke ich auch in unserer und anderen Familien. "Mami" ist immer die Beste und und und...
Warum sonst wird Müttern in 1. Linie immer das Sorgerecht zugeteilt??!
Das schreibe ich jetzt so, weil ich hier schon Postings gelesen habe wo drin stand: warum eigentlich immer die Mütter 1 Jahr zu Hause bleiben sollten und nicht mal die Väter.
So viel dazu...
Grüssle

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Re: @marit

Antwort von babyproject am 10.03.2005, 14:12 Uhr

Also sorry aber das schreibt marit doch gar nicht!!!Keine Ahnung wo Du das rausliest, es ist eine neutrale und sachliche Reaktion auf Dein posting im PSforum. Natürlich darfst Du Kinder haben und jeder macht auch mal emotional eine Talfahrt durch das ist doch ganz normal. Nur weisst Du Dein posting zu den arbeitenden Müttern war auch nicht gerade tolerant...
und wenn man dann liest dass Deine Situation auch sehr schwer ist verstehen wir halt nicht ganz diese andere Meinung denn offensichtlich bist Du mit der momentanen Situation ja auch nicht so glücklich. Es ist sehr lobenswert, daß Du nur an Deine Kinder gedacht hast, zu Hause warst und dadurch selber sicher auf viel verzichten musstest, aber es gibt nunmal Familien bei denen geht es gar nicht daß die Frau Pause macht und da sollte man doch etwas toleranter sein denn die Kinder werden grösser somit auch teuerer und was wenn man dann nach 3 jahren keine Arbeit mehr bekommt, grad als Frau ist das extrem schwer und bei der momentanten Arbeitsmarktsituation noch viel schwerer und es kann extrem belastend sein wenn man grad so über die Runden kommt, belastend nicht nur für die Beziehung sondern auch für die Kids.

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Re: @Elamaus

Antwort von RenateK am 10.03.2005, 14:22 Uhr

Hallo,
also bei uns war es auch so, dass der Vater - also mein Mann - das erste Jahr zu Hause war. Ich finde das auch eine gute Lösung, wenn alle damit zufrieden sind (mehr als ein Jahr finde ich persönlich aber zu viel, spreche da aber nur für mich). Ich sehe aber eben auch kein Problem damit, wenn ein jüngeres Kind in eine Betreuung kommt, sofern diese gut ist (wobei unter 8 Monaten wahrscheinlich eine Tagesmutter besser ist als eine Kita, denke ich jedenfalls). Dass da vor allem immer wieder die Mutter genannt wird, die zu Hause bleiben soll, hat gesellschaftliche Ursachen, genauso wie die Tatsache, das bei Trennungen meistens die Kinder bei den Müttern bleiben rein gesellschaftliche Ursachen hat (die Mütter sind zu Hause oder verdienen weniger, es ist halt "so üblich"). Bei uns war der Vater das erste Jahr zu Hause und das Verhältnis von mir und unserem Sohn ist sehr gut. Ich kann auch hin keiner Weise sehen, dass ich als Mutter vorgezogen werden, auch bei anderen Familien nicht, wo beide Elternteile sich gleichwertig um die Kinder kümmern. Ob Mutter oder Vater ist in meinen Augen völlig egal.
Ich habe übrigens inzwischen auch Marits Beitrag unten gelesen und verstehe Deine Reaktion darauf gar nicht, sie schreibt doch nichts derartiges.
Gruß, Renate

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Re: @marit

Antwort von Elamaus am 10.03.2005, 14:38 Uhr

"Und was ist nun die Konsequenz? Das man, wenn man so einen Arbeitsplatz hat, keine Kinder bekommen darf, oder daß man sich bemüht, das beste aus der Situation zu machen? Und wenn du einmal mit offenen Augen um dich schaust, sind lange nicht alle Mütter wirklich für die Betreuung ihrer Kinder geeignet. Ein Kind, das auch schon früh 4 Stunden täglich von einer wohlausgesuchten Tagesmutter betreut wird kann durchaus einen besseren Start ins Leben haben, als eines, daß auf die ständige Zuwendung einer erziehunginkompetenten psychisch unreifen Mutter angewiesen ist. Die ständige Nähe der Mutter oder des Vaters im ersten Jahr ist doch nur DANN optimal für ein Kind, wenn die Betreuungsperson (Mutter oder Vater) wirklich einfühlsam, herzlich, kompetent und glücklich mit der Situation ist. In allen anderen Fällen, und das dürfte die Mehrzahl sein, halte ich eine alternative mit wechselnder Betreuung für besser. Wieso sollte z.B. eine ständig übellaunige oder gar depressive Mutter besser für ein Kind sein, als eine, die sich nach ein paar Stunden Job sehr auf ihr Kind freut?"

Das nur ein kleiner Auszug von Deinem Posting an "babyproject".
Und da sprichst Du u.a. auch von depressiven und überlaunigen Müttern.
Und da habe ICH mich schon angesprochen gefühlt - ich konnte ja gar nicht anders.
ICH habe ständig Stimmungsschwankungen und "wahrscheinlich" Depressionen (nach Abhaken der Symtome bei Depressionen). Daher reagiere ich etwas gereizt. Nur kommen meine Probleme nicht vom Dasein als Hausfrau und Mutter, sondern ich musste als junges Mädchen Gewalt erfahren - von früheren Ex-Freunden.
Und bin ich deshalb eine schlecht Mutter bzw. soll es sein??!
Nachdenkliche Grüsse

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Re: @ela

Antwort von marit am 10.03.2005, 14:49 Uhr

dann haben wir uns mißverstanden. Ich habe ja nicht, wie Katrisina, gesagt, daß man unter bestimmten Bedingungen keine Kinder bekommen sollte. Ich meine vielmehr, daß Mütter eben auch Menschen mit Problemen sind (seien sie nun psychischer, finanzieller oder organisatorischer Natur). Und je nachdem, wie diese Probleme sich darstellen, kann es eben manchmal besser sein, das Kind ein paar Stunden am Tag betreuen zu lassen, Zeit, in der man entweder arbeiten, Therapien besuchen, sich allgemein um sich selbst kümmern kann -. Mag sein, daß eine feste glückliche Bezugsperson das allerbeste für einen säugling ist. Das ZWEITBESTE aber ist eine Mutter, die sich bemüht, das was ihr selbst fehlt, durch andere Personen auszugleichen. Das schlechteste ist eine Mutter, die sich einredet das beste für ihr Kind zu sein, während sie ihrem Erzeihungs und Behütungsauftrag aus welchen Gründen auch immer gar nicht gerecht werden kann.

Nur ein Beispiel: ich bin ein fürchterlich ungeduldiger Mensch, wenn es um Kleinigkeiten geht. Ich finde erst ab einem Gewissen Alter wirklich Vergnügen am gemeinsamen Spiel mit einem Kind. Weil ich weiß, daß das eine Schwäche von mir ist, finde ich es besser, daß unsere Pflegetochter viel mir einer etwas älteren Nachbarstochter gespielt hat, die wirklich stundenlang danebensitzen und sich freuen kann... so eine Lösung zu suchen, finde ich besser, als -immer gereizter werdend- danebenzusitzen.

Verstehst du meinen Punkt nun etwas besser?

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