Schlafen lernen - die 10 besten Tipps
für einen Tag-Nacht-Rhythmus

Schlafendes Baby mit langen dunklen Wimpern

© fotolia, olesiabilkei

Nach der Geburt muss ein Baby erst einmal lernen, dass die Nächte zum Schlafen da sind. 

Da dieser Unterschied vor der Geburt überhaupt keine Rolle spielt, braucht es für das Verstehen von "Tag" und "Nacht" eine ganze Weile. Damit Ihrem Baby das ein wenig leichter fällt, können Sie das eine oder andere tun, um ihm dabei zu helfen.

1. Mit Licht den Tag- und Nachtrhythmus lernen

Beim Erlernen des Tag-Nacht-Rhythmus spielt das Licht eine wesentliche Rolle. Experten raten, das Baby sein Schläfchen am Tage bei Tageslicht machen zu lassen - nicht in einem abgedunkelten Kinderzimmer. Um den Effekt noch ein wenig zu verstärken, können Sie Ihr Baby - wenn es sich vom Wetter und den Temperaturen her anbietet - auch im Freien auf der Terrasse oder auf dem Balkon schlafen lassen. Natürlich sollte es dazu im Kinderwagen entsprechend angezogen sein.

2. Nachts das Zimmer abdunkeln

Oben Gesagtes bedeutet auf der anderen Seite aber nicht, dass es in Babys Zimmer nachts stockdunkel sein muss. Diese Unterschiede wären zu extrem. Gedämpftes Licht mag Ihr Baby nachts am liebsten - ideal ist ein Nachtlicht für die Steckdose oder eine Lampe zum Dimmern.

3. Viel raus an die frische Luft

Spazieren gehen bringt ebenfalls Tageslicht und zeigt: es ist Tages- und Ausgehzeit. Mindestens eine halbe Stunde täglich sollte es schon sein. Neben dem Licht bekommt Ihr Baby frische Luft. Das stärkt die Abwehrkräfte und ist förderlich für den Nachtschlaf.

4. Wenn möglich selber beruhigen lassen

Wenn Ihr Baby nachts nach dem Trinken quengelt und nicht gleich wieder einschlafen will, gehen Sie nicht darauf ein und beschäftigen sie sich erst einmal nicht mit ihm. Solange es nur quengelt, lassen Sie es mit sich allein, damit es lernt, dass es auch ohne Hilfe wieder einschlafen kann. Fängt es aber an zu schreien, sollten Sie es nicht allein lassen, sondern sich ihm zuwenden, es streicheln, trösten und evtl. für eine Zeit lang auf den Arm nehmen.

5. Nächtliches Stillen oder Fläschchen geben

Vermeiden Sie es, Ihr Baby ein zweites Mal zu füttern, wenn es nach dem ersten Trinken nicht gleich wieder einschlafen will. Sonst gewöhnt es sich schnell daran, nur an der Brust oder mit Fläschchen einzuschlafen.

6. Einschlafritual einführen

Als ein Abend- bzw. Einschlafritual, das den Kleinen einen weiteren Hinweis auf den Wechsel vom Tag zur Nacht gibt, kann man schon einem Säugling vor dem Zubettgehen regelmäßig einen "Schlafanzug" anziehen und ihm das auch erzählen. Sehr sinnvoll ist auch das Schlafen im Schlafsack (auf die richtige Größe achten!). Es signalisiert Ihrem Baby, dass es Zeit zum Schlafen ist. Und wird obendrein als wichtige Maßnahme für sicheren Babyschlaf empfohlen.

7. Baden macht müde

Manche Babys baden abends gern mit Mami und Papi. Die meisten macht das herrlich schläfrig - aber es gibt auch Ausnahmen, die durch das Planschen noch einmal putzmunter werden.

8. Nachts möglichst nicht wickeln

Wickeln sollten Sie Ihr Baby nachts nur dann, wenn es wirklich nötig ist - und möglichst bei nur so viel Licht, wie die Sicherheit es erfordert. So kann es gut sein, dass das Baby gar nicht erst richtig wach wird und die ganze Prozedur im Halbschlaf mitbekommt.

9. Abends noch mal füttern

Stimmen Sie die letzte Mahlzeit abends schon frühzeitig auf die Zeit des Zubettgehens ab - auch wenn Sie sonst nach Bedarf stillen, bzw. das Fläschchen geben. Beispielsweise könnten Sie ihr Baby - vorausgesetzt es ist einige Wochen alt und gesund -- abends zwischen 22 und 24 Uhr noch einmal zum Trinken wecken. Achten Sie aber darauf, dass es auch richtig wach ist, damit es eine ausreichende Menge trinkt. Möglicherweise müssen Sie sich dazu erst eine kurze Zeit lang mit ihm beschäftigen. So gewöhnen Sie das Baby früh an einen ersten Rhythmus und erreichen, dass es nach einer Weile von selbst zu dieser Zeit wach und hungrig ist. Viele Babys, die sich an diese letzte Mahlzeit erst einmal gewöhnt haben, schlafen anschließend satt und zufrieden stundenlang durch.

10. Tagsüber viel Spiel und Zuwendung

Eine andere Möglichkeit, den Unterschied zwischen Tag und Nacht verständlich zu machen, ist sich tagsüber ausgiebig mit dem Baby zu beschäftigen, in den wachen Phasen viel zu spielen, zu schmusen oder Ihr Baby ohne Windel strampeln zu lassen. Gegen Abend werden die Aktivitäten dann ruhiger, bis das Bettgehritual den Tag abschließt. Damit helfen Sie Ihrem Kind den Tag zu strukturieren und es erkennt: Wenn Mama singt und die Vorhänge zuzieht, ist es Zeit zum Schlafen.

Zuletzt überarbeitet: Februar 2019

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