Baby und Job

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Geschrieben von babyproject am 10.03.2005, 9:21 Uhr

@Katrisina

ich habe zufällig ein Posting von Dir im Partnerschaftsforum gelesen, und da schreibst Du daß Dir nach 1,5 Jahren zu Hause langsam die Decke auf den Kopf fällt, wieso schreibst Du dann hier es ist das beste wenn jede Mutter das erste Jahr beim Kind bleibt?So ganz glücklich macht Dich das doch auch nicht oder???

 
8 Antworten:

Re: @Katrisina und elamaus

Antwort von marit am 10.03.2005, 12:25 Uhr

ich habe unten noch was dazu gepostet

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Re: @babyproject

Antwort von Katrisina am 10.03.2005, 12:46 Uhr

Das ist richtig.
Ich kann mich gerne noch mal wiederholen, wenn ich sage, dass meiner Meinung nach man als Mutter das ERSTE JAHR sich ums Kind kümmern sollte.
Damit meine ich, dass ein Kind mit ca. 1 Jahr natürlich soweit gereift ist, dass es mit anderen Kindern spielen möchte, andere Kinder kennenlernen möchte und man es dann selbstverständlich in die Kita geben kann.
Mein Sohn ist ja jetzt 19! Monate und ja so langsam fällt mir die Decke auf den Kopf.

Ich finde es nur nicht so gut, wenn Mütter ihre grad geborenen Babys (8 Wochen!!!) alt schon abgeben.

Ich denke, dass ist ein riesengroßer Unterschied.

Ist es so schlimm, seinem Kind zuliebe nur ein einziges Jahr zu Hause zu bleiben??

Ich muss mir wirklich die Frage stellen, warum diese Mütter überhaupt die Kinder bekommen haben??? Für mich hört sich das so an, als wenn sie nach den 8 Wochen schon kein Bock mehr auf ihre Kinder haben und endlich wieder arbeiten gehen können.
Ich will doch mein Kind auch aufwachsen sehen. Und wie man eigentlich weiß, lernt im ersten Lebensjahr das meiste.

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Re: @babyproject

Antwort von marit am 10.03.2005, 13:05 Uhr

So schwarz/weiß kannst du das nicht sehen (siehe dazu mein Posting unten). Es gibt durchaus Jobs, wo man mit bitteren Konsequenzen rechnen muß, wenn man ein Jahr aussetzt (z.B. in wissenschaftlichen Laufbahnen oder in der It-Branche), erst recht gilt das, wenn man freiberuflich oder selbständig arbeitet. Wenn man seine Kunden ein ganzes Jahr hängen läßt, dann suchen die sich in der Zwischenzeit jemand anderen - warum sollten sie dann nach einem Jahr wieder zu dir zurückwechseln.

Und was ist nun die Konsequenz? Das man, wenn man so einen Arbeitsplatz hat, keine Kinder bekommen darf, oder daß man sich bemüht, das beste aus der Situation zu machen? Und wenn du einmal mit offenen Augen um dich schaust, sind lange nicht alle Mütter wirklich für die Betreuung ihrer Kinder geeignet. Ein Kind, das auch schon früh 4 Stunden täglich von einer wohlausgesuchten Tagesmutter betreut wird kann durchaus einen besseren Start ins Leben haben, als eines, daß auf die ständige Zuwendung einer erziehunginkompetenten psychisch unreifen Mutter angewiesen ist. Die ständige Nähe der Mutter oder des Vaters im ersten Jahr ist doch nur DANN optimal für ein Kind, wenn die Betreuungsperson (Mutter oder Vater) wirklich einfühlsam, herzlich, kompetent und glücklich mit der Situation ist. In allen anderen Fällen, und das dürfte die Mehrzahl sein, halte ich eine alternative mit wechselnder Betreuung für besser. Wieso sollte z.B. eine ständig übellaunige oder gar depressive Mutter besser für ein Kind sein, als eine, die sich nach ein paar Stunden Job sehr auf ihr Kind freut?

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hallo marit

Antwort von Katrisina am 10.03.2005, 13:36 Uhr

Du gehst irgendwie immer von irgendwelchen Extrem-Fällen aus: unreife, qualmende, schlagende usw. Mütter aus.
Aber, es gibt auch noch "normale" Mütter.
Auch deinen Job kannst du hier nicht als Maßstab nehmen. Es gibt sehr viele Jobs, in denen es nicht schlimm ist, mal für 1 Jahr zu pausieren.
Und man kann (oder sollte sogar) die Elternzeit auch dazu nutzen, sich zu Hause selbstständig weiterzubilden, um am Ball zu bleiben (mache ich auch gerade). Dann dürfte es meiner Meinung nach auch kein Problem sein, nach 1 Jahr (was ist schon 1 Jahr!) wieder einzusteigen.

Und wenn du aber nun wirklich so einen Job hast, wo du genau weißt, dass es da Probleme gibt, sollte man vielleicht seinen Kinderwunsch überdenken.
Manchmal muss man im Leben einfach Prioritäten setzen.
Eins wird dann immer leiden, entweder der Job oder das Kind. Ehrlich gesagt, mein Kind wäre mir da wichtiger, auch wenn ich Gefahr laufe, meinen Traumjob nicht mehr ausüben zu können. Dann mach ich halt was anderes (Jobs gibts wirklich genug).

Es muss natürlich letzten Endes jeder selbst für sich entscheiden, was er seinem Kind zumutet.
Und wenns wenigstens ein halbes Jahr ist, aber 8 Wochen finde ich definitiv zu früh (ich gehe jetzt mal von einem Vollzeitjob aus). Bei 2-3 Stunden am Tag würde ich ja nichts sagen.

Und auch wie stillmama unten schon geschrieben hat, es gibt Kinder, mit denen kann man das nicht so einfach durchziehen.
Wie willst du das mit einem Baby machen, das jede halbe bis Stunde gestillt werden will???

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Re:@marit

Antwort von Elamaus am 10.03.2005, 13:58 Uhr

fühle mich nach Deiner Aussage gar nicht angesprochen. *kopfschüttel*
Ich habe sogar mal im TV einen Bericht gesehen, wo ein aidskrankes Paar Kinder in die Welt gesetzt hat. Und das finde ich persönlich viel schlimmer als wenn man "wahrscheinlich" depressiv ist und Kinder hat. Aids ist NICHT heilbar - Depressionen JA!!!
Und wer sagt, daß sich jede berufstätige Mutter nach Feierabend auf ihr(e) Kind/er freut??!
Ich habe als Kind genau das Gegenteil erfahren müssen. Und ich kenne noch mehrere Fälle, wo die Eltern völig gestresst vom Job nach Hause kehren.
Grüssle

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Re: hallo katrisina

Antwort von marit am 10.03.2005, 14:00 Uhr

Ich gehe nicht von Extremfällen aus, aber eben auch nicht von "Idealfällen". Mütter sind doch auch nur ein Querschnitt der Bevölkerung und nicht per se ganz besonders erziehungskompetente reife Menschen. Es ärgert mich einfach, daß die Verantwortung nur bei den Müttern gesehen wird. Aber wenn in einer Familie Vater UND Mutter bei ihrem Vollzeitjob bleiben wollen, aus welchen Gründen auch immer, dann ist komischerweise immer nur die Mutter diejenige, die ihren Kinderwunsch hätte überdenken sollen, weshalb nicht der Vater? Natürlich ist das keine Entscheidung, die man leichtfertig treffen sollte, natürlich gibt es Konstellationen, wo es ungünstig ist, ein Kind zu bekommen. Aber willst du es allen Ernstes am Beruf festmachen? Ich bitte dich, es kann doch nicht sein, daß du sagst, all denen, denen ihr Beruf wichtig ist und die da leider nicht aussetzen können sollen kinderlos bleiben. Wenn eine Familie einem Kind einen guten liebevollen Ersatz für die Zeit bieten kann, die es nicht selbst mit ihm Verbringt (und sei es mit Hilfe von Milchpumpen oder auch kkünstlicher Nahrung), dann wird dadurch doch kein nicht-lebenswertes Leben angesteuert. Genau das sagst du aber doch, wenn du forderst, daß so jemand keine Kinder bekommen sollte: du sagst damit im Grunde "solche Kinder werden sich später einmal wünschen, daß sie nie geboren wären". Wenn überhaupt, und deshalb habe ich andere Fälle benannt, sagen so etwas schwer mißhandelte Kinder oder Kinder, die mit sehr labilen Eltern großwerden müssen. Besonders lächerlich finde ich es dann, wenn einerseits Tagesmütter abgelehnt werden, zuglich aber das Kind mit gutem Gewissen ständig bei der Oma geparkt wird.

Im geschilderten Fall wurde kein Wort über die Arbeitszeiten des Vaters verloren. vielleicht ist es ja ähnlich wie bei uns? wir arbeiten auch beide insgesamt vollzeit (wenn man das Studium meines Mannes mitrechnet). Nur daß ich eben von 10-18 Uhr arbeite und mein Mann von 8-11 und von 20-24 Uhr (beide müssen wir auch am Wochenende ein paar Stunden arbeiten, das dann aber von zu hause aus). Ich habe Louise um Viertel nach 9 in den Kindergarten begracht, mein Mann hat sie um 15 Uhr wieder abgeholt.

Gerade hoffen wir auf ein 2. (diesmal eigenes) Kind -obwohl ich nicht pausieren kann. Diesmal wird mein Mann nach dem Mutterschutz ein halbes Jahr Elternzeit nehmen, spätestens mit 9 Monaten werden wir aber wieder auf eine Kita- oder Tagesmutter zurückgreifen. Und zwar ohne uns dabei als miese Eltern zu fühlen.

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Re: hallo katrisina

Antwort von Katrisina am 10.03.2005, 14:23 Uhr

Nur noch mal eine Anmerkung zur Elternzeit:
Natürlich könnte auch mein Freund Elternzeit nehmen.
Das Problem ist nur, er verdient mehr als ich jemals verdienen würde.
Und nur, um megamodern zu sein, verzichten wir nicht leichtfertig mal eben auf ca. 1500€ jeden Monat.

Man muss dann schon abwägen, welcher Elternteil für die Elternzeit am ehesten "geeignet" ist.
Und in den meisten Fällen verdienen die Männer nun mal mehr als die Frauen.

Außerdem gibts da ja noch die seelische Komponente. Ich würde es ehrlich gesagt, nicht übers Herz bringen, mein gerade ein paar Wochen altes Baby den ganzen Tag einer fremden Person zu überlassen. Das würde mein Mutterinstinkt gar nicht zulassen.
Ich habe ja jetzt schon Sorgen, wenn ich meinen Sohn mit 22 Monaten für 4 Stunden in die Kita bringe (bald).
Aber ich mach das ja auch für ihn, weil ich weiß, wie gerne er mir anderen Kindern zusammen ist.

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Re: hallo katrisina

Antwort von RenateK am 10.03.2005, 14:34 Uhr

Hallo Katrinsia,
zur seelischen Komponente: Der Vater des Kindes ist doch keine fremde Person??? Oder hat sich das nicht darauf bezogen?
Ansonsten dazu: Das ist halt auch von Person zu Person verschieden. Ich bin nach 8 Wochen Mutterschutz wieder Vollzeit arbeiten gegagen (obwohl mein Mann mehr verdient als ich, ist er 1 Jahr zu Hause geblieben, die finanziellen Erwägungen waren und da nicht so wichtig, allerdings verdient er auch nicht so viel mehr, dass es zu Probvlemen gekommen wäre). Ich hatte da nie irgendwelche Probleme mit (obwohl mir das auch vorausgesagt worden ist). Vieles wird den Müttern da auch eingeredet, so entsteht auch viele Trennungsprobleme in der Kita, von den Müttern nicht von den Kindern aus.
Recht geben möchte ich Dir aber unbedingt, dass die Kita gerade auch für die Kinder ist. Unser Sohn kam mit 13 Monaten ganztags in die Kita, wir hatten da keinerlei Probleme mit, er auch nicht und für ihn war es optimal, er hat sich vor ersten Tag an wohlgefühlt und viel gelernt. 4 Stunden am Tag hätte ich auch für ihn zu wenig gefunden.
Gruß, Renate

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