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Baby schläft in Mamas Arm
natalialeb

Oh Schatz, wann schläfst du endlich?” Stoßseufzer vieler Eltern, wenn sie bemüht sind, ihr Baby in den Schlaf zu wiegen. Verständlich, dass die Frage auftaucht: Wann - und wie - lernst du denn, alleine einzuschlafen?

Auch Eltern brauchen mal eine Pause

Das ist ein heiß diskutiertes Thema. Denn natürlich braucht ein Neugeborenes erst einmal Zuwendung rund um die Uhr. Und einen Tag-Nacht-Rhythmus haben Babys anfangs sowieso nicht. Bist du müde, schläfst du einfach ein, wann und wo du bist. Zum Beispiel nach dem Trinken auf dem Arm - oder an der Brust. Hauptsache schön nah und geborgen bei Mama oder Papa.

Das gilt meistens auch dann noch, wenn sich allmählich eine längere Nachtschlafenszeit herausgebildet hat: Für Kinder ist körperliche Nähe im ersten Lebensjahr ein natürliches Bedürfnis. Auch später noch brauchst du die Rückversicherung, dass deine Eltern oder vertraute Personen in der Nähe sind.

Wie bei so vielen anderen Entwicklungsschritten gilt daher: Wann du alleine einschlafen kannst, ist individuell unterschiedlich. Einen festen Zeitpunkt dafür, wann das klappen “muss”, gibt es nicht.

Auch Eltern brauchen mal eine Pause

Allerdings brauchen wir abends irgendwann eine Auszeit, um Kraft zu sammeln. Wenn du die Situation als zu belastend empfindest, ist das ein guter Zeitpunkt, um etwas zu ändern. Ein wichtiger Schritt: Überlege, wie deine Abendroutine aussehen soll oder kann. Um welche Zeit bist du müde und sollst ins Bett gehen? Wie gestalten wir den Tagesausklang und wer übernimmt welche Rolle, zum Beispiel beim Baden? Wir sind echte Gewohnheitstiere, wir lieben es, wenn Dinge einen festgelegten Ablauf haben. Denn das gibt uns Halt und Orientierungshilfe im Tagesablauf.

Lass uns vor dem Schlafengehen ruhig ausgiebig kuscheln, damit du die gewohnte Nähe genießen kannst. Ich lege dich danach aber zum Einschlafen wach ins Bettchen. So riskieren wir nicht, dass du wieder aufwachst, wenn ich dich hinlege. Du weißt außerdem, wo du bist, und erschrickst nicht gleich, wenn du nachts aufwachst: Das tun Babys ebenso wie wir Erwachsene; dann wieder alleine einzuschlafen, ist ebenfalls etwas, das wir erst lernen. Wenn ich dich wach ins Bett lege, lernst du außerdem: Ins Bett zu gehen ist Teil des Abendrituals, das die Schlafenszeit einläutet.

Liebevolle Rituale erleichtern die Umstellung

Bleib bei deinem Kind, aber nimm es möglichst nicht wieder aus dem Bett. Du kannst ihm auf andere Weise zeigen, dass du bei ihm bist. Zum Beispiel, indem du eine Hand auf sein Bäuchlein legst, ihm etwas vorsingst oder leise mit ihm redest. Es ist hilfreich, wenn das Zimmer ruhig und abgedunkelt ist, aber natürlich kannst du ein Nachtlicht anlassen. Am Anfang ist das alles neu und mit dem Einschlafen wird es wohl nicht auf Anhieb klappen. Aber wenn du dran bleibst, kann dein Kind sich an die neue Einschlafsituation gewöhnen. Die vertrauten Rituale vermitteln ihm Geborgenheit und helfen ihm, zur Ruhe zu kommen. So schlafen zum Beispiel viele Kinder später gut ein, wenn die vertraute Melodie ihrer Spieluhr erklingt.

Tipp: Wenn Kinder nur an der Brust einschlafen, weigern sie sich in Gegenwart ihrer Mutter oft, auf andere Art einzuschlafen. Dann kann es helfen, wenn der Papa oder eine andere Person das Kind ins Bett bringt, bis die Umstellung geschafft ist.

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