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Geschrieben von mogli77 am 30.11.2004, 19:07 Uhr

Vollzeit mit 2 Kleinkindern

hallo,

ich arbeite im moment 25 std/woche, der vertrag läuft aus.

mein großer ist in der KITA, der kleine wird zur zeit "patchwork"-mäßig vom mann, tamu und ab und zu meinen eltern betreut (die arbeiten leider voll). ab april 05 haben wir auch für den kleinen einen ganztags kita-platz (7.30-17.00).

zur zeit habe ich ein paar bewerbungen am laufen und in den bereichen kann ich nur vollzeit arbeiten, was auch nicht immer unbedingt nur die 38,5 std die woche bedeuten.

gibt es hier mamas, die auch vollzeit arbeiten (und der mann betreut die kinder nicht zu hause), wie läuft es bei euch? kommt ihr klar? ich würde die kinder wohl 2 mal die woche gegen 16.30 abholen können, die anderen tage würden sie von meinem mann abgeholt werden, ich wäre dann gegen 18.00 uhr da.

kann mir jemand von seinen erfahrungen berichten?

mogli+kids (02/02 und 03/04)

 
7 Antworten:

Re: Vollzeit mit 2 Kleinkindern

Antwort von tinai am 01.12.2004, 10:05 Uhr

Ja, ich mach das schon seit fast 3 Jahren so. Dieses Jahr habe ich etwas zurückgefahren, weil wir ziemliche innerfamiliäre Probleme hatten (mein Mann was schwer krank), aber demnächst bin ich wieder voll dabei.

Es geht, aber es ist anstrengend. Entscheidend ist glaube ich, dass man es tut, weil man will und nicht weil man unbedingt muss, sonst ist es unbefriedigend.

Mein Mann ist übrigens auch in leitender Stellung und wir arbeite bei Vollzeit beide mehr als 40 Stunden (38,5 gibst schon gleich gar nicht).

Es geht nur mit Hilfe! Das fände ich zwingend. Das heißt, dass Ihr einmal pro Woche eine Frau hat, die das nötigste in der Wohnung putzt. Wenn ihr nämlich anfangt abends und am Wochenende auch noch den Haushalt zu schmeißen, birgt das 1. Zündstoff, 2. ist es nicht zu schaffen (ich mache trotzdem noch viel abends und am WE, liegt daran, dass ich sehr pingelig bin) und 3. geht es von der Kidnerzeit ab!

Viel Glück. zu schaffen ist es, wenn alle an einem Strang ziehen.

Wir haben noch ein AU Pair, weil ich meine Kinder nicht ganztags außer Haus betreuen lasse und oft abends oder auch am WE noch arbeite (dafür habe ich dann auch hin und wieder einen ganzen Nachmittag frei). Das gibt ungeahnte Flexibilität birgt aber auch Probleme - das ist ein anderes Thema, zumal dafür auch die räumlichen Voraussetzungen da sein müssen.

Tina

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@tinai

Antwort von mogli77 am 01.12.2004, 13:23 Uhr

hallo,

vielen dank für dein antwort. leider können wir uns aus räumlichen gründen kein au-pair nach hause holen, es wäre eigentlich die beste lösung. solange der kleine noch nicht in der KITA wäre, hätten wir eine frau, die zu uns kommt. sind beide ab april dort, können sie auch flexibel von mann, großelter nach der arbeit abgeholt werden.

ja, ich möchte gerne arbeiten und nicht, weil wir es brauchen, sondern weil es der traumjob wäre und ich 6 jahre studium mit kindern hinter mir habe. das jetzt alles an mir vorbei ziehen zu lassen, wäre schade, ich bin ja 27 jahre alr, also noch nicht so alt.

mein mann und meine familie stehen voll hinter mir und helfen, wo sie können. es wird aber schon recht wenig zeit mit den kindern bleiben und da hoffe ich, nicht die falsche entscheidung getroffen zu haben.

hat man das gefühl, in der freien zeit besonders viel mit den kindern unternehmen zu wollen? oder kann man gut abschalten? die 25 std-woche ist berufstechnisch ja ein traum, aber die stellen, die ich gerne hätte udn auch eventuelle bekommen hat, die gibt es nicht in teilzeit.

dank dir fürs mutmachen!

lg mogli

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@mogli (Langer Erfahrungsbericht)

Antwort von Ulli am 01.12.2004, 14:15 Uhr

Hallo Mogli,
also geb ich auch mal meinen Senf. Ich habe mit dem 1. Kind Vollzeit gearbeitet, mein Mann 30 Stunden in der Woche (bzw. anfangs hat er noch studiert).
so war es geplant, aber nach einem Jahr war klar, dass es uns nicht gefällt. Mir war die Zeit mit dem Kind zu wenig. Ich habe morgens vor 8 das Haus verlassen und war nicht vor 18 Uhr zurück, oft auch später, obwohl ich nur 10 min Fußweg zur Arbeit hatte.
Nach dem 2. Kind habe ich mich zu Teilzeit (20 Stunden) entschieden. Wobei man sagen muss, dass ich unglaubliches Glück hatte/habe, denn ich habe PUblizistik studiert und bin nun auch in einem kleinen Unternehmen allein für die Unternehmenskommunikation verantwortlich, trotz der Teilzeitstelle.
Allerdings wäre ich auch bereit gewesen, als Sekretärin zu arbeiten. Nicht gerne, aber lieber Teilzeit als Sekretärin als Vollzeit, was eben deutlich mehr als 40 Stunden sind.
Mein Mann ist von 6-18 Uhr außer Haus. Neulich habe ich mich noch einmal für eine Vollzeit-STelle beworben, allerdings an einer Uni, also eine echte 40Stunden/woche keine 50. Wenn sich so eine Chance auftut, würde ich natürlich nie ablehnen. Dann würde mein Mann wieder aurf 30 Stunden runter gehen.
Obwohl beide Kinder im Kindergarten sind haben wir derzeit für unsere 1,5 Stellen zusätzlich eine Putzhilfe (5 Stunden pro Woche) und die frühere Kinderfrau unserer jüngeren Tochter (auf dem Lande gibts keine Krippe) springt im Krankheitsfall ein. Außerdem helfen meine Eltern (Lehrer) regelmäßig aus. Also ich muss sagen, wir würden keine zwei vollen Jobs schaffen, trotz all der Hilfe. (ich nehme aber z.B. auch keine Krankentage fürs Kind in Anspruch, ich denke nicht, dass mein AG - Rechtslage hin oder her - das mitmachen würde)
Also ich kann dir keinen Rat geben und ich verstehe zu gut, dass du arbeiten willst.
Desewgen einfach meine Erfahrungen einfach so. (Wir haben das erste Kind übrigens auch im STudium bekommen, ich bin jetzt aber "schon 30" ;-)
Viele Grüße und alles Gute
Ulli

P.S.: ich habe die Erfahrung gemacht, dass es besser ist im Vorstellungsgespräch (auch bei vollzeitstellen) gleich zu sagen "dies und das kann ich leisten und das nicht". Kommt besser an, als die Bahuptung "das geht schon alles". Ich arbeite z.B. ziemlich konsequent nur 20 Stunden/Woche und feiere auch ab (in Grenzen), aber ich mache Dienstreisen und Stoßzeiten möglich, ebenso wie Termien außerhalb der regulären Arbeitszeiten.

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Re: Vollzeit mit 2 Kleinkindern

Antwort von Natalina am 01.12.2004, 14:22 Uhr

Hallo mogli, ich habe damals nach meinem Studium mit meinen Kindern damals 1+4 Vollzeit gearbeitet. Mein Mann war keine Unterstützung, der war nicht da. So hat meine Schwiegermutter jeden Tag die Kinder 15.30 Uhr aus der Krippe/Kiga geholt und eine oder 2 Stunden betreut, bis ich zu Hause war. Die hat damals glaub ich halbtags gearbeitet und für sie war es eine willkommene Tätigkeit, denn ihr Mann war gerade gestorben. Ohne sie wäre es sicher auch irgendwie gegangen, aber die Kinder hätten ewig lange in der Einrichtung sein müssen. Ich habe sie zwar dadurch auch nicht länger gesehen, aber meine Kinder waren glücklich mit der Lösung. Wir haben übrigens am WE trotzdem nicht so viel mit den Kindern unternommen. Wir haben beide viel Sport getrieben, ich war sogar Trainer und hatte mitunter Wettkämpfe am WE. Ging aber alles!
Jetzt beim Dritten ist mein Mann arbeitslos, trotzdem geht der Kleine in die Krippe, weil den beiden sonst zu Hause die Decke auf den Kopf fällt. Außerdem weiß er dann, wenn mein Mann doch mal wieder Arbeit bekommen sollte, wo er hingeht und muss nicht kurzfristig an die Krippe gewöhnt werden.
VLG Natalina

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Re: Vollzeit mit 2 Kleinkindern

Antwort von marit am 01.12.2004, 15:25 Uhr

Hallo Mogli,

sehr viel hängt natürlich davon ab, ob deine Kinder etwa zur gleichen Zeit in Einrichtungen in der Nähe gehen (oder soagr in dieselbe?), oder ob man auch nochmal Extra jede Menge Fahrzeit und Organisationsaufwand betreiben muß.

Bei uns läufts so, daß ich vollzeit arbeite und mein Mann 20 Stunden Nebenjob plus Studium (insgesamt also sozusagen auch vollzeit). Wir sind ehrlichgesagt etwas genervt davon, daß die Schule so früh morgens anfängt, denn ich arbeite eigentlich vor allem von 10-18 Uhr (plus 2 mal die Woche noch von 19-22 Uhr). Mein Mann hat Unikurse meist bis 16 Uhr, kommt dann nach hause und arbeitet dann wieder vier mal die Woche von 19-24 Uhr.

In der Regel läuft es also so, daß er Louise gegen 16 Uhr im Hort abholt und die beiden nebenan noch eine Kleinigkeit fürs Abendessen kaufen. Bis 18 Uhr kümmert er sich um sie, wenn ich nachhausekomme essen wir eine Kleinigkeit zu dritt zu Abend und dann bricht Oliver auf und ich kümmere mich noch 2 Stunden um Louise ehe sie ins Bett geht. Obwohl wir also wirklich alles streng durchorganisieren müssen, hat sie dadurch mit jedem von uns 2 ungeteilte Stunden Zeit und Aufmerksamkeit. So wenig ist das gar nicht, wenn ich da an meine Kindheit zurückdenke. Dadurch daß wir alle praktisch immer außer Haus sind, fällt ja auch weniger Hausarbeit an. Einmal die Woche durchputzen reicht völlig, Bügeln mach ich, wenn ich eh mal vor der Glotze abschalte und größere Einkäufe mach ich samstagsmorgens. Louise kommt dabei eigentlich weniger zu kurz als unsere Paarbeziehung. Tagsüber lösen wir uns ja fast nur noch gegenseitig ab - und das ist schon traurig. wir haben darum einen Abend alle zwei Wochen festgelegt, wo wir beide nicht arbeiten und Louise bei einer Freundin übernachtet. Außerdem kosten wir natürlich das Wochenende sehr aus.

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@Mogli

Antwort von tinai am 01.12.2004, 15:58 Uhr

Also das sind doch schon gute Voraussetzungen. Wichtig fürs Vorstellungsgespräch ist tatsächlich, dass man ehrlich sagt, was man schaffen kann und was nicht. Oft kommt die Frage: "Wer ist bei den Kindern, wenn sie krank sind" (MÄnner werden sowas nie gefragt!) da sollte man ehrlich antworten.

Ja, ich verbringe sehr viel meiner Freizeit ausschließlich mit den Kindern. Ich habe keine weiteren Hobbys, die ich pflege, weil ich in der Arbeit das schon ein Stück sehe - ich habe nicht das Bedürfnis darüber hinaus allzu viel "für mich" zu tun. Dennoch verschaffen mein Mann und ich uns gegenseitig auch Auszeiten, in denen sich der andere dann um die Kinder kümmert. Er geht zum Sport, ich hin und wieder in die Sauna, mir reicht das.

Entscheidend ist, dass alle an einem Strang ziehen. Meine Kinder sagen auch nicht "Meine Mutter MUSS arbeiten", sondern "Meine Mutter will arbeiten". das ist schon ein Unterschied. Abgesehen davon gibts inzwischen auch Kindergartenfreunde, die auch arbeitende Mütter haben, obwohl ein erzkonservativer Kindergarten. So dass die beiden auch nicht das GEfühl haben, irgendwas sei anders bei uns.

Wenn es der Traumjob ist, greif zu. Sollte es dann je nicht gehen, kannst Du zum einen mit dem AG dann sprechen und evtl. einen freien NAchmittag rauspauken, den Du zu anderer Zeit reinarbeitest. Oder zu einem späteren Zeitpunkt ist Teilzeit möglich (bis dahin wissen die, was sie an Dir haben) oder oder oder. Solche Entscheidungen und Verträge werden nicht in Stein gemeißelt und die wenigsten Entscheidungen sind für die Ewigkeit.

Viel Glück.
Tina

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Danke euch!

Antwort von mogli77 am 01.12.2004, 22:39 Uhr

hallo,

vielen dank für eure erfahrungsberichte. es scheint tatsächlich so, als ob jede familie ihren eigenen weg finden müßte und so wird es sicherlich auch bei uns sein.

ich denke, dass es organisatorisch alles etwas einfacher wird, wenn beide in die KITA gehen, es ist nämlcih die selbe und zwar nur 5 min. gehweg von uns entfernt.

wir werden es wagen! jetzt ist daumendrücken für die nächsten bewerbungsgespräche angesagt...

mogli

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