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Geschrieben von laany89 am 09.01.2020, 0:51 Uhr

Visuelle Wahrnehmungsstörung

Huhu

Frohes neues Jahr erstmal

Bei meiner Tochter ist schon in den ersten wochen der 1. Klasse aufgefallen das sie Schwierigkeiten beim "sehen" hat. Wir waren beim Augenarzt. Ist aber alles gut. In einer Blindenschule wurde eine Testung gemacht dort stellte sich herraus das sie eine visuelle Wahrnehmungsstörungen hat. Anschließend wurde beschlossen das sie die 1. Klasse wiederholt. Sie bekommt nun eine Hilfe von der Blindenschule diese kommt einmal die Woche in die Schule. Und auch Hilfsmitteln wie eine Lampe und etwas vergrößerte Arbeitsblätter bekommt sie. Sie bekommt seit einem jahr Ergo. Besonders in Mathe (sie weis nicht wo die zahlen stehen, sprich an welcher stelle was größer als und kleiner als ist.) Zb. Wenn ich frage was kommt nach der 8? muss sie erst zählen oder ich frage wir haben jetzt die 3 wie viele fehlen noch ich bis zu 4? das versteht sie nicht) leider fangen manche Mitschülern schon an und sagen zu ihr das sie das doch können muss sie hat schließlich das schon mal gemacht. Sollte ich da mal mit den Eltern reden? Und hat wer hier ähnliche Erfahrungen? Die von der Blindenschule würde gerne meine Tochter auf die Schule haben (45km von uns entfernt) haltet mich bitte nicht für unverantwortlich wir würden sie aber lieber auf ihrer Schule lassen. (ich habe nichts gegen eine Förderschule) ich habe große angst davor das sie dann komplett abbaut und sich vielleicht etwas abgeschoben fühlt.

 
7 Antworten:

Re: Visuelle Wahrnehmungsstörung

Antwort von IngeA am 09.01.2020, 6:19 Uhr

Ich würde sie eher zusätzlich auf Dyskalkulie testen lassen. Denn wenn du FRAGST was nach der Acht kommt oder eben eine mündliche Rechenaufgabe stellst, hat das ja nichts mit der visuellen Wahrnehmung zu tun.

LG Inge

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Re: Visuelle Wahrnehmungsstörung

Antwort von Summer80 am 09.01.2020, 8:44 Uhr

Sehe ich genauso. Laut Augenarzt liegt doch keine Sehschwäche vor oder habe ich das nicht richtig gelesen? Was soll sie dann auf einer Schule für Sehbehinderte?

Vielmehr macht es - von deiner Schilderung ausgehend, mehr weiss ich ja nicht - den Eindruck, als habe sie mit dem Inhalt des Lernstoffs Probleme und nicht damit, die Zahlen "sehen" zu können?

Mit den Eltern der anderen Kinder würde ich nicht sprechen. Was sollen die denn tun? Sie sind in der Schule ja nicht dabei. Vielmehr würde ich die Klassenlehrerin darauf ansprechen und ihr erläutern, dass deine Tochter unter diesen Bemerkungen der Mitschüler leidet und ob sie da vielleicht etwas drauf achten kann.

Alles Gute der Kleinen!

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Re: Wieso Blindenschule??? Wieso überhaupt Lampen etc?

Antwort von cube am 09.01.2020, 9:19 Uhr

Also entweder kann sie so schlecht SEHEN, dass sie dort besser aufgehoben wäre - oder sie ihre WAHRNEHMUNG ist eine andere.
Und offenbar ist sie nicht stark Fehlsichtig, sondern hat eine Wahrnehmungsstörung.
Blindenschule sorgt dafür, das schlecht sehende Kinder auf andere Art und Weise den Stoff lernen können. Sie therapiert aber keine Wahrnehmungsstörung.
Deiner Tochter nützen doch Lampen etc nichts - sieht sieht die Dinge, ordnet sie aber anders ein bzw. nimmt sie anders wahr - nicht schlechter, anders. Weil das Gehirn sie anders interpretiert als bei "normal Wahrnehmenden" .
Ich würde mich an einen entweder spezialisierten Augenarzt wenden (gibt es vereinzelt) oder an das SPZ. Die sollten erst einmal eine neue Testung vornehmen und können dann auch passende Therapie/Unterstützungsmaßnahmen vorschlagen.

Nun schreibst du nur von Problemen mit Mathe - Schreiben und Lesen ist alles ok?
Wenn ja, würde das gegen eine Wahrnehmungsstörung im Bereich Sehen sprechen - das würde sich nicht nur auf ein bestimmtes Fach beziehen.
Dann käme eher eine mögliche Dykalkulie in Betracht. Und die wird höchst selten bereits in der 1, Klasse diagnostiziert. Sie kann auch einfach nur große Probleme haben, die Rechenregeln zu verstehen. Dyskalulie äußert sich durch ganz spezifische Probleme bzw. ganz bestimmte Fehler im Rechenweg. Eine Testung macht idR erst gegen Mitte/Ende der 2. Klasse Sinn wenns ich über diese Zeit abzeichnet, dass so gar kein besseres Verständnis erreicht wurde.

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Re: Visuelle Wahrnehmungsstörung

Antwort von niccolleen am 09.01.2020, 9:53 Uhr

Na in dem Fall wuerde ich doch auf jeden Fall noch eine andere Meinung aus einem anderen Ressort einholen! Augenarzt hat keine organische Ursache festgestellt, Blindenschule hat eine klare Stoerung festgestellt und kennt sich ja doch ein bisschen mit Sehen und Nicht-Sehen aus... Wie waers mit einem Foerderzentrum oder einem spezialisieren Ergotherapeuten, oder einem Augenarzt einer Sehschule, der sich das mal anschaut?
Ansonsten wundern mich ein paar der Posts schon. Beim Gehoer gibt es das doch auch, und gar nicht selten, dass das Gehoer selber sehr gut ist, aber der Filter nicht funktioniert, um in einer gewissen Geraeuschkulisse etwas zu herauszuhoeren, was man ohne diese Geraeuschkulisse beim Ohrenarzt ausgezeichnet hoert. Nachdem das ja eine Gehirnsache ist, wird das doch bei allen anderen Sinnen genauso vorkommen.
Auf Dyskalkulie testen lassen waere aber in jedem Fall genauso wichtig, da stimme ich zu, das gehoert natuerlich als erstes abgeklaert, falls das noch nicht passiert ist, umso mehr als die Sehstoerung offenbar nur Zahlen betrifft??

Dass sie durch eine Blindenschule "zurueckfaellt", abgestempelt wird, ihr Niveau verlaesst,... ist in meinen Augen eine absurde Idee. Blinde Menschen sind doch nicht duemmer und haben einfachere Schulen?! Im Gegenteil, die lernen zusaetzlich zum normalen Schulstoff auch noch Kompensieren, eine andere "Sprache", usw., studieren genauso und schreiben Buecher und so weiter.

lg
niki

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Re: Visuelle Wahrnehmungsstörung

Antwort von laany89 am 09.01.2020, 10:23 Uhr

Huhu ich danke euch sehr das ihr so sachlich geblieben seid. Die schule ist zwar eine Blindenschule hat sich aber auf visuelle Störungen spezialisiert. Gehör ja das werde ich direkt organisieren. Bei den normalen Untersuchungen (beim kinderarzt) ist nichts aufefallen. Ich werde nochmal zum ohrenarzt fahren (danke) zum spz wollen wir auch. Dyskalkulie iat getestet worden aber wie schon jemand geschrieben hat war der test nicht so gut.
Lesen fällt mir selber nicht so auf finde das ok aber der Therapeutin fällt es wohl auf das auch da Schwäche besteht.

Ich danke euch

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Re: Visuelle Wahrnehmungsstörung

Antwort von IngeA am 09.01.2020, 16:42 Uhr

Der Ohrenarzt kann nur feststellen, ob das Gehör gut ist. Um eine auditive Wahrnehmungsstörung festzustellen/ auszuschließen braucht ihr einen Pädaudiologen.

LG Inge

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Fragen

Antwort von Spirit am 11.01.2020, 14:37 Uhr

auch wenn schon etwas verspätet, aber vielleicht guckst du ja nochmal ins Forum.

Warum seid ihr zur Testung in der Blindenschule gewesen? Wer hat das angeraten? Warum nicht bei einem Orthoptisten? Die sind meistens in guten Augenarztpraxen.

Was macht die Ergo? Warst du jemals in einer Einheit dabei? Warum bekommt sie seit einem Jahr Ergo?

Was meinst du, dass sie nicht wüsste wo die Zahlen stehen? Sie weiß nicht wo sie die Zahlen auf dem Papier hinschreiben muss? Oder sie weiß nicht wo sie z.B. die 7 bzw die 5 beim Größer-/Kleinerzeichen hinschreiben soll? Also in welches der leeren Kästchen auf dem Arbeitsblatt.
Wie schaut es bei den Buchstaben aus? Kommt sie da auch durcheinander?

Puzzlen als Kind? Konnte sie schon im Kindergarten z.B. nicht auf der Linie malen, Steckperlen bereiten Probleme, Fehlersuchbilder können nicht gelöst werden etc.?
Mochte sie Würfelspiele? Kann sie z.B. die Augen auf dem Würfel mit einem Blick erkennen oder muss sie nachzählen?

Dyskalkulie wäre eine Möglichkeit, wobei es jetzt meiner Meinung nach noch zu früh ist um das gesichert zu diagnostizieren. Es könnte auch eine visuelle Verarbeitungsstörung vorliegen. D.h. die sie sieht einwandfrei, aber die Verarbeitung IM Gehirn ist gehört. Da hilft eine Lampe z.B. wenig und auch die vergrößerten Arbeistblätter werden wohl nicht so viel bringen.

Gerne die Beantwortung der Fragen per PN.


P.S. ich bin vom Fach deshalb auch die vielen Fragen.

LG und alles Gute

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