Das ideale Pausenbrot für Kinder

Pausenbrot mit Orangensaft Moehren Beeren

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Brotzeit ist die schönste Zeit - doch viele Kinder lassen ihre Brotzeitbox links liegen, weil sie den Inhalt nur wenig spannend finden.

Besonders Frühstücksmuffel überfällt am Vormittag der Heißhunger. Das ist ganz normal, denn das Gehirn verlangt nach Zucker, um vernünftig arbeiten zu können. Ungünstig ist es dann, wenn das Kind am Schulkiosk einkaufen geht, denn dann tappt es mit Sicherheit in die Zuckerfalle.


Ein gutes Frühstück legt den Grundstein, damit Kinder vormittags fit im Kopf sind: Ideal ist es, wenn morgens ein Müsli mit frischen Früchten, Joghurt und Vollkornflocken auf den Tisch kommt. Auch ein Vollkornbrötchen mit Frischkäse und Marmelade und ein Frucht-Smoothies spenden ausreichend Energie, damit Heißhunger keine Chance hat.

Mundgerechte Brotzeit

Grundsätzlich mögen Kinder es handlich und mundgerecht. Obststückchen sind den meisten Kindern lieber, als ein ganzer Apfel oder eine ganze Orange. Kann man gut verstehen, wenn man bedenkt, dass Kindergartenkinder und Grundschüler sich im Zahnwechsel befinden. Ein gevierteltes Toastbrot wird eher gegessen, als ein ganzes Sandwich. Abwechslung versprechen auch kleine Käsewürfel und dazu Cocktailtomaten, die man mit einem Zahnstocher aus der Dose aufpieksen kann. Beliebt bei Kindern sind auch Miniwürstchen und Salamisticks. Doch gerade mit Wurst sollte man sparsam sein: Sie enthält nicht nur viel Fett, sondern auch viel Salz. Bei der Zusammenstellung einer ausgewogenen Brotzeit ist eine Mischung aus frischen Obststückchen, Gemüsestückchen und Vollkornprodukten am besten.

Falls das Pausenbrot unangetastet bleibt, bitte nicht meckern, sondern beim Kind nachfragen, was es sich zur Brotzeit wünscht. Öfter mal was Süßes? Dann ist eine Handvoll Studentenfutter, Trockenfrüchte oder auch Obstchips ideal. Ein bisschen was zum Knabbern? Dazu eigenen sich kleine Hirsebällchen, kleine Dinkelbrezeln oder Vollkornstangen, die bei Kindern sehr beliebt sind. Im Bioladen oder im Drogeriemarkt gibt es eine große Auswahl an Vollkornknabberzeug. Aber bitte auch hier einen kritischen Blick auf die Nährwerttabelle werfen, denn selbst wenn Bio und Vollkorn draufsteht, kann reichlich Fett, Zucker oder auch Salz enthalten sein.

Kleinigkeiten ändern - und das Pausenbrot schmeckt

Bei Kindern liegt es manchmal auch an ganz kleinen Dingen, weshalb sie ihr Pausenbrot nicht anrühren. Ein großes Stück Gurke oder eine halbe Paprika sind wenig reizvoll. Besser kommen Paprikastreifen und Gurkenstricks bei Kindern an, mit denen sie in den Kräuterquark dippen können. Den Dip kann man ideal im Schraubglas oder in einer gut abgedichteten Vorratsdose mitnehmen. Die Rinde am Brot schmeckt nicht oder die Schale am Apfel stört? Als Erwachsener versteht man oft nicht, warum diese Kleinigkeiten so störend sein können. Wenn man aber bei seinem Kind um diese kleinen Befindlichkeiten weiß, kann man sie ganz leicht abstellen. Am besten ist es auch sein Kind mitentscheiden zu lassen und gemeinsam eine Pausenbrot-Wunschliste mit Lieblingskäse, Obst und Gemüse zusammenzustellen. Die Chancen erhöhen sich dann deutlich, dass die Brotzeit auch gegessen wird und nicht auf dem Pausenhof im Papierkorb landet.

Ebenfalls ein häufiger Grund weshalb die Brotzeit nicht gegessen wird: Das Brot wird labberig, weil das Obst oder das Gemüse darauf gelegen hat? Es gibt Brotzeitdosen, die mit kleinen Fächern unterteilt sind. Erfunden haben das wahrscheinlich die Japaner, dort heißen die Boxen "Bento" und sind Kult.

Pausenbrot in der Bentobox

Wenn es ums Pausenbrot geht, können wir uns von Japanern eine Scheibe abschneiden. In Japan sind kreativ zusammengestellte Essensdosen eine richtige Kunstform. Eine Bentobox ist mit kleinen Trennwänden unterteilt, damit sich die einzelnen Speisen nicht vermischen. In ihnen finden sich kunstvoll geschnitzte Wurstbrote, die wie Comic-Helden aussehen, ein Melonentiger oder kleine Gurkenschweinchen und Radieschenmäuse.

Auch wenn man morgens um sieben beim Pausenbrotschmieren nicht jedes Mal eine kreative Eingebung hat, mit ein paar Handgriffen wird aus einem Brot mit Paprikastreifen eine Toastbrotpalme mit Paprika-Palmwedeln. Mit Plätzchenausstecher kann man Sterne in die Brotbox zaubern und Sandwichmonde gestalten. Gerade Kindergartenkinder sind begeistert, wenn sie die Pausenbrotdose öffnen und sich von diesen Kleinigkeiten überraschen lassen.

Und einmal in der Woche können sich Eltern von Schülern das Pausenbrot auch einfach sparen: Dann darf es die Auswahl am Pausenkiosk sein - denn ganz verbieten sollte man auch das nicht, denn dadurch wird der Reiz nur größer.

Zuletzt überarbeitet: September 2018

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