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Geschrieben von Elisabeth mit Fumi & Temi am 26.01.2006, 14:47 Uhrzurück

Re: Sprache und Integration... (neuenthreadaufmach)

Zustimmung, in allen Punkten, bis auf den mit dem Deutschsprechen zu Hause.

Ich habe am eigene Leibe gemerkt, daß man mit kleinen Kindern, wo Sprache etwas sehr emotionales, archaisches ist, nicht in einer anderen Sprache kommunizieren kann. Mein Englisch ist ausgezeichnet, ich habe lange im englischsprachigen Ausland gelebt und spreche es nahezu akzentfrei. Aber wenn es um "Heile heile Segen" oder "Schlaf Kindchen schlaf" geht, werde ich IMMER Deutsch reden, auch wenn ich die entsprechnden englischen Sprüche und Lieder kenne. Alles andere ist aufgesetzt.

Allerdings bin ich schon der Ansicht, daß auch Eltern genügend Deutsch können sollten, um z.B. einem Elternabend ohne Übersetzer beiwohnen zu können. Es ist grausig, wenn die Viertklässler als "Übersetzer" zu den Übertrittselternabenden mitgeschleift werden. Und dementsprechend sollten die Kinder auch ihre Eltern als "deutschsprechende" Wesen z.B. im Supermarkt oder beim Elterncafe erleben, damit es eben nicht zwei voneinander unabhängige Welten sind, die sie da erleben, sondern zwei Welten, die durchaus auch Schnittmengen haben.

Ich wäre für Kindergartenpflicht, spätestens im letzten Kindergartenjahr. In Hamburg gab es früher noch die Vorschule. Gibt es die eigentlich noch? Ich fand das toll. In Bayern gibt es sowas leider nicht. Da werden die Kinder eingeschult, um dann mit Entsetzen festzustellen, daß die ja noch nicht mal die Zahlen von eins bis zehn auf Deutsch können - aber dann ist es ja eigentlich schon zu spät.

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