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Geschrieben von Ralph am 26.01.2006, 20:05 Uhrzurück

Es zählen ja wohl in erster Linie die sicht- bzw. hörbaren Resultate...

Hi Maleja,

Antje (Frosch) hat es ziemlich genau auf den Punkt gebracht, was ich meine:

" ... ABER trotz allem denke ich, es ist absolut legitim, zuhause die Muttersprache zu sprechen - wenn die andere Sprache auch beherrscht wird.
... ", wobei ich Deinen und auch Saulutes Augenmerk auf den letzten HAlbsatz lenken möchte. ;-)

Ich halte nichts von der Haltung "Entweder oder", sondern vielmehr von einem "Sowohl als auch". Wenn das Kind gut Deutsch spricht, und das ist auf jeden Fall Grundvoraussetzung, wenn es hier in Deutschland eine optimale Föderung seiner Fähigkeiten erhalten soll, dann kann ich umso intensiver die zweite und dritte Sprache paralell dazu pflegen. Das kann dann ja tatsächlich in der Praxis so aussehen, daß das Kind außerhalb der Familie hauptsächlich deutsch und in der Familie die jweilige Muttersprache der Eltern spricht.

Du fragst, wo die Wurzeln beispielsweise von Titus Kindern liegen. Das ist eine ethische Frage, die in diesem Land ihr keiner beantworten kann. Ich gebe auch zu, daß dies eine sehr schwierige Situation ist, die ich bei Saulute nicht minder sehe. Verwerfungen, innere Zerissenheit, die Frage "Wie machen wir's nur richtig??", das ist alles in Ordnung, hat aber mit unserem Thema hier bei genauem Hinsehen nicht viel zu tun. Diese Frage stellt sich unabhängig von unserem Diskussionsthema, daß ja die Sprachfertigkeiten in erster Linie sieht.

Ich habe keine Kinder zweisprachig erzogen, das stimmt, ich erlaube mir aber trotzdem einen Zusammenhang zu sehen zwischen mangelnden Fertigkeiten der Kinder und einem fehlenden oder unzureichenden Integrationswillen der Eltern.

Was mich z.B. bei Saulute stört und auf die Palme bringt, ist der Absolutheitsanspruch mit dem Tenor "Nie werde ich es ändern und anders sehen...!" Warum nicht die These, ersteinmal so wie bisher weitermachen, aber BEI BEDARF durchaus bereit zu sein, auch zuhause nachzuregeln und ein gewisses Deutschpensum zuhause zu absolvieren. Warum dieses "Never, never, never!"-Einstellung???
Natürlich hängt es evtl. von der Auffassungsgabe des Kindes ab, natürlich hängt es evtl. vom Alter des Kindes ab, vom Bildungsstand der Eltern, von der Gruppen- und Klassenzusammensetzung, vom Engagement der Lehrer und Erzieher, aber eben auch vom Engagement der Eltern! Das fängt bei Deustchkursen für diese selbst an, geht über Einleben in das Nachbarschaftsleben, Besuch von Elternabenden, Gruppenfeste etc.pp bis hin zum zeitweiligen Deutschsprechen auch zuhause! :-)

Nein, Deine/Eure Argumente überzeugen mich in der Therie deshalb nicht, weil die Praxis z.T. völlig anders aussieht und ich halt die Ergebnisse sehe.
Und nochmal zum Abschluß: Es geht mir nicht darum, daß irgendwelche Sprachpotentiale brachliegen sollen, aber die Prioritäten müssen klar gesetzt werden.

Viele Grüße
Ralph/Snoopy

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