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Geschrieben von Lottikarotti6 am 07.09.2019, 12:47 Uhr

Kind verschlucken, Bronchoskopie.

Hallo,
ich hoffe, dass ich hier mit meinen Sorgen im richtigen Forum bin, falls nicht dann verweist mich bitte weiter ;)
Und zwar werde ich grad wirklich wahnsinnig vor Sorge hier .
Mein größerer Sohn (4,5 Jahre) hatte Montag und Dienstag plötzlich leichtes Fieber und war etwas schlapp, sonst nichts weiter. Mittwoch und Donnerstag ging es ihm dann wieder gut, so das ich ihn Freitag wieder in den Kindergarten gebracht hätte.
Am Donnerstagnachmittag hat er dann eine Laugenstange gegessen und sich daran verschluckt weil er angefangen hat zu weinen (war eine doofe Situation und meine Schuld, mache mir jetzt auch ständig Vorwürfe ). Jedenfalls hat er dann länger daran gewürgt und gehustet,hat ziemlich viel Schleim "gesabbert" mit zerkauter Laugenstange dazwischen. Ihn kopfüber gehalten und fest auf den Rücken geklopft haben wir natürlich auch.
Er hat sich dann irgendwann beruhigt und konnte auch wieder etwas trinken.
Seit dem Moment in dem er sich verschluckt hat hat er richtig fiesen Husten.
Er hustet und würgt, meist hört es sich trocken und bellend wie bei Pseudokrupp an, zwischendurch wirkt es aber auch als hätte er mit Schleim zu kämpfen. Er bekommt schlecht Luft dabei und wird panisch, so daß wir dann gestern morgen mit ihm im Krankenhaus waren. Heute morgen sind wir dann nochmal ins Krankenhaus weil er einfach so heftig gehustet hat diese Nacht. Im Krankenhaus wurde er mehrfach untersucht aber eine wirkliche Diagnose haben wir nun auch nicht.
Es kann sein, dass etwas in die Lunge gelangt ist und er daher hustet, vielleicht ist es aber auch nur Pseudokrupp. Ich habe das Gefühl, dass er sowieso von vorneherein in die Kruppschublade gesteckt wurde weil er nunmal leider ein Pseudokruppkandidat ist. Aber was wäre das denn für ein Zufall wenn er exakt in dem Moment Krupp bekäme in dem er sich an einer Laugenstange verschluckt? Er hatte bisher schon ein paarmal Kruppanfälle und ich stimme den Ärzten zu das sich sein Husten sehr kruppig anhört gerade aber von seinen Anfällen kenne ich das doch noch ein bisschen anders. Er ist seit gestern auch schlecht zurecht und sehr schlapp,will sich nur ausruhen etc. Die Ärztin heute sagte zu erst das es sich für sie nur nach Krupp anhört und die Lunge frei wäre,einen Fremdkörper in der Lunge würde sie hören, da wäre nichts. Wir sollten erstmal abwarten und ihm eine Bronchoskopie ersparen.
Fünf Minuten später sagte sie dann plötzlich, wenn er morgen noch hustet sollten wir ins KKH, dann würde er stationär aufgenommen und überwacht werden, zudem würden sie dann eine Bronchoskopie durchführen. Und außerdem könnte sie ja so kleine Teile wie durchgekaute Laugenstange gar nicht hören beim abhören.
Nun bin ich vollkommen verwirrt und mache mir wahnsinnig Sorgen.
Hatte hier vielleicht schon einmal jemand die Situation, dass ein Kind sich am Essen verschluckt hat und davon tatsächlich etwas in die Lunge gelangt ist? Wenn ja, woran habt ihr es gemerkt,wie hat es sich verhalten?
Passt dir Abgeschlagenheit, das hohe Schlafbedürfnis meines Sohnes zu dem Verschlucken, zu einer sich anbahnenden Lungenentzündung oder ähnlichem oder ist er vielleicht wirklich einfach nur krank und das Verschlucken hat gar nichts mit dem Husten zu tun?!
Was ich auch noch seltsam fand war, dass dir Ärztin davon sprach ihn dann stationär aufzunehmen um eine Bronchoskopie durchführen zu lassen. Online habe ich gelesen, dass dies meist ambulant durchgeführt wird. Sie sagte er würde aufgenommen werden weil man ja auch noch Blut abnehmen müsse (und dafür in einem KKH 24h- Aha ) am nächsten Tag würde dann die Bronchoskopie gemacht werden und dann müsste er noch eine Nacht im KKH bleiben. Da kam ich mir irgendwie "abgezockt" vor. Hat jemand Erfahrungen mit einer Bronchoskopie im Kindergartenalter und kann mir mehr dazu sagen?
Wir haben ihn nun wieder mit nach Hause genommen da jetzt am Wochenende laut der Ärztin sowieso noch nichts gemacht werden würde. "Vielleicht noch nicht einmal Montag!" war ihre Aussage.
Am Montag habe ich morgens direkt einen Termin bei unserem Kinderarzt und ich hoffe er kann mir weiter helfen...
Viele Grüße,
Lotti

 
2 Antworten:

Re: Kind verschlucken, Bronchoskopie.

Antwort von Wunschkind-Nr-2 am 07.09.2019, 23:32 Uhr

Also, ich persönlich würde mir da, glaube ich, keine Gedanken machen. Ich bin bei sowas aber auch eher entspannt..
Das Kind hatte zwei Tage lang Fieber, es hat also etwas ausgebrütet. Der Husten ein paar Tage später, passt da doch eigentlich gut zu.. wenn er kein weiteres Fieber, starke schmerzen oder so hat, hätte ich es jetzt auf eine Erkältung geschoben (vor allem, wenn er schon Krupp hat) und ihm die weitere Prozedur erspart.
Ich glaube, wenn wirklich etwas in der Lunge wäre würdet ihr es bald merken, wenn sich der Zustand verschlechtert...

Meine Tochter ist chronisch krank, daher kenne ich mich leider mit den Abläufen im Krankenhaus etwas aus. Oft ist es so, dass ambulante Termine schon lange im Voraus vergeben werden. Ihr hättet also sicher eine längere Wartezeit, wenn ihr die Bronchoskopie ambulant durchführen lasst. Spontan gehen solche Untersuchungen oft nur, wenn das Kind stationär aufgenommen wird. (Wir haben das Dilemma immer beim MRT, und selbst da müssen wir dann manchmal mehrere Tage stationär warten, bis wir dran kommen) am Wochenende führen die meisten Krankenhäuser solche Untersuchungen gar nicht unbedingt durch, wenn es kein akuter Notfall ist. Dafür haben sie dann gar nicht das Personal...
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass bei jüngeren Kindern diese Untersuchung unter Narkose gemacht wird...

Mein Tipp: wartet erstmal ab, vielleicht Montag nochmal den Kinderarzt fragen... Die Ärztin muss für euren Sohn natürlich weitere Untersuchungen empfehlen (nicht, dass ihr sie am Ende dafür festnageln könnt...) Aber ich denke die Wahrscheinlichkeit ist eher gering, dass da etwas ist.

Ich persönlich würde meinem Kind diese Prozedur ersparen, solange keine weiteren Symptome dazu kommen...

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Mein Sohn hatte eine Bronchoskopie als Baby...

Antwort von Banu28 am 08.09.2019, 10:50 Uhr

Hallo,

ich glaube, Du musst erstmal kurz ein bissl runterkommen. Atme mal tief durch und steigere Dich nicht so sehr in die Sache hinein, auch wenn‘s schwer fällt.

Also, als erstes musst Du bedenken: Wenn man immer wieder zum Arzt rennt, dann macht der irgendwann auch etwas. Wenn Du andauernd in der Ambulanz erscheinst, dann wird Deinem Wunsch nach medizinischer Behandlung irgendwann auch entsprochen. Schließlich ist man dort ein Dienstleister, eine GmbH, die gewinnorientiert arbeitet. Wenn der Patient also eindringlich nach Diagnostik verlangt, bekommt er sie - auch wenn sie eigentlich unnötig ist.

Es ist ein Teufelskreis: Wenn man überängstlich ist, rennt man oft zum Arzt, bekommt mehr Diagnostik und hat damit ein höheres Risiko für belastende Maßnahmen, die wiederum selbst nicht ungefährlich sind.

Nun darf man natürlich bei einem Kind nichts Wichtiges übersehen, da hast Du recht. Ich glaube aber nicht, dass es bei Deinem Sohn ein echtes Problem gibt. Ich erzähle Dir mal unsere Geschichte, nur als Denkanstoß: Mein Sohn hat im Alter von zehn Monaten plötzlich von jetzt auf gleich angefangen, hörbar zu röcheln, zu husten und bekam starken Speichelfluss, es lief nur so heraus. Vor allem wegen des Röchelns sind wir sofort ins Krankenhaus gefahren, es klang wie Atemnot (obwohl er rosig blieb).

Dort blieb er dann über Nacht, die Ärzte standen rätselnd an seinem Bett und besprachen sich immer wieder. Er wurde geröngt, die Lunge war frei. Trotzdem vermutete man einen eingeatmeten kleinen Gegenstand, denn z. B. eine Erdnuss oder Ähnliches sieht man im Röntgen nicht. Am nächsten Morgen floss der Speichel immer noch so stark, er hustete und röchelte immer noch. Eine Krankenschwester sagte dann spontan etwas Seltsames: „Jaja, bei meinen Kindern bin ich da auch immer drauf reingefallen, wenn sie erkältet waren oder zahnten.“ Ich dachte nur: „Hä...?“, und hakte den Satz ratlos ab.

Am nächsten Morgen wurde dann unter Vollnarkose eine Bronchoskopie gemacht, Ergebnis null, kein Befund. Wir wurden entlassen. Abends bekam mein Sohn Fieber. Wir sind nochmal ins Krankenhaus, und dieses Mal gerieten wir zufällig an eine Ärztin, die ganz lapidar sagte: „Tja, er hat halt eine fette Erkältung plus leichter Kehlkopfentzündung. Außerdem zahnt er heftig. All das reicht für extremen Speichelfluss, der durch Schluckprobleme dann auch ein Röcheln auslöst.“ Und genau so war es auch, ein paar Tage später war der Infekt überstanden.

Die Bronchoskopie war überflüssig gewesen, genau wie die Belastung durch die Vollnarkose. Das kindliche Gehirn braucht Monate, um sich von einer Vollnarkose zu erholen, bis dahin ist das EEG auffällig. Das ist nicht schlimm, aber auch nicht schön, vor allem wenn es unnötigerweise geschieht. All die drei bis vier Ärzte, die ihn zunächst begutachtet hatten, hatten nicht gewusst, dass Zahnen extremen Speichelfluss auslösen kann, oder gemerkt, dass er eine beginnende Kehlkopfentzündung hatte. Sie hatten selbst noch keine Kinder - im Gegensatz zu der Krankenschwester, die genau richtig gelegen hatte mit ihrer praktischen Erfahrung.

Ich vermute jetzt einfach mal: Dein Sohn hat einen Infekt, und der Laugenstangenkrümel hat die beginnende Symptomatik verstärkt. Ich halte einen Laugenstangenbatzen für ungefährlich, die Flimmerhärchen der Lunge würden ihn sowieso früher oder später hinausbefördern, es ist ja keine Nuss oder so etwas. Das ist nur meine persönliche Mutterereinschätzung. Eine Bronchoskopie ist belastend und wird bei Euch voraussichtlich keinen Befund ergeben, wage ich mal zu behaupten. Natürlich bin ich kein Arzt und alles, was ich sage, ist nur Erfahrung plus gesunder Menschenverstand. Und wenn Du‘s vor Angst gar nicht aushältst, wird man - um sicherzugehen und damit Du Ruhe gibst - eine Bronchoskopie machen.

Letztlich darfst Du als Mutter hier aber mitdenken und mitentscheiden. Höre auf Deinen Bauch, nicht so sehr auf den Kopf und die rasenden, rein theoretischen Gedanken. Sieh mal gut hin: Ich sehe da gerade keine akute Gefahr für Dein Kind, zumal das Ganze ja schon ein paar Tage so geht. Es hört auch wieder auf, wenn der Infekt/die Reizung vorbei ist. Erspare Deinem Sohn die Vollnarkose.

LG

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