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Geschrieben von emilie.d. am 21.02.2019, 13:38 Uhr

Kigas in Kellern und so- Kinder haben keine Lobby

Wir könnten von heute auf morgen die Gesetze ändern und z.B. für die Betreuung von Kindern Kellerräume nicht zulassen. Das bedeutet nicht, dass dann die Kinder nicht mehr betreut werden können. Es bedeutet, dass es z.B. für eine Kommune deutlich teurer wird, weil sie auf die billigen Kelleräume nicht ausweichen dürfen.

Aktuell ist das vom Gesetzgeber nicht gewollt, die Lobby der Kinder ist offensichtlich nicht laut genug. So ist das in vielen Bereichen und mich ärgert das auch.

Ich wohne in einer Gemeinde, deren Bürgermeister selbst Vater ist und überspitzt ausgedrückt haut da die Gemeinde an der Stelle ordentlich Geld raus und bezahlt deutlich mehr, als sie müsste. Das fängt bei der Gestaltung von Spielplätzen und Co an und geht eben weiter, welche Räumlichkeiten man einem Hort zur Verfügung stellt, ob man die Klos renoviert, wie oft geputzt wird etc. pp

Freundin von mir wohnt in einer benachbarten, EXTREM gut situierten Stadt, wo Hortkinder auch im Keller hausen dürfen. Geht für mich überhaupt nicht. Man könnte z.B. Studenten dort lernen lassen. Aber da sind wir halt wieder bei Lobby, welcher Professor will schon in den Keller ziehen. Und so landen dort eben die Kinder.

 
6 Antworten:

Re: Kigas in Kellern und so- Kinder haben keine Lobby

Antwort von Johanna3 am 21.02.2019, 17:04 Uhr

https://m.mainpost.de/regional/wuerzburg/Kita-im-Keller;art735,8328864

Auch wenn der Artikel schon etwas älter ist: Offenbar gibt es doch auch Eltern, die ihrem Nachwuchs eine solche Unterbringung nicht zumuten wollen.

Ich glaube, es gibt wesentlich mehr Aktivisten die sich für den Tierschutz engagieren, als es für den Kinderschutz der Fall ist. Ich habe jedenfalls noch nicht gehört, dass sich Kinderschützer an eine Einrichtung gekettet haben, deren Zustand kritikwürdig war....

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Re: Kigas in Kellern und so- Kinder haben keine Lobby

Antwort von lymue92 am 22.02.2019, 17:49 Uhr

Bevor meine Motte kam hab ich Vollzeit gearbeitet und netto ca 1050 euro bekommen.

Eltergeld:

1 Jahr ca. 650 Euro
2 Jahre ca. 330 Euro
3 Jahre ca. 250 Euro

Krippenplatzgarantie schön und gut aber Eltern sollten selbst entscheiden dürfen wie lange die Mäuse zu Hause betreut werden. Und nicht durch so eine Staffelung gezwungen werden ihre Kinder möglichst früh abzugeben.

Viele machen es aus finanzieller Not heraus und nicht weil sie wollen. Zumindest in unserem Freundeskreis.

Würde man die Staffelung abschaffen würden viel weniger Krippenplätze benötigt und der Erziehermangel würde auch abflachen.

Aber dann fehlen halt wieder Arbeitskräfte, weshalb das ganze ja ins Leben gerufen wurde ohne an alles zu denken.

Ist zumindest meine Auffassung.

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Re: Kigas in Kellern und so- Kinder haben keine Lobby

Antwort von VerenaSch am 24.02.2019, 9:30 Uhr

Dabei leben wir in Sachen Elternzeit und -geld schon im Luxus, wenn man es mit anderen Ländern vergleicht. Mehr geht ja immer. Gäbe es bis 3 mehr Geld, würde wieder jemand fordern bis 5 usw.

Freunde von uns leben in Brasilien, dort gibt es überhaupt nur 3 Monate Elternzeit. Sie haben ein Extremfrühchen bekommen. Damit hätte sie beide schon etwa zum ET wieder arbeiten müssen. Nur auf Klage durfte sie dann weitere 3 Monate zu Hause bleiben. Eine weitere Klage auf Verlängerung scheiterte.

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Re: Kigas in Kellern und so- Kinder haben keine Lobby

Antwort von lymue92 am 24.02.2019, 16:55 Uhr

Bis die gute Ursula Familienministerin wurde gabs auch 3 Jahre Elternzeit.

Ich weiß nicht welches skandinavische Land es war, die hatten das auch so eingeführt. Die Eltern waren unzufrieden damit.

Regierung war aber so tolerant die plätze ab 1 sicher zu stellen für alle die sie wirklich wollen und die alte Finanzregelung wieder einzuführen.

Ergebnis: knapp 80 % der Eltern haben sich für die längere Betreuung zu hause entschieden.

Viele Eltern wollen tatsächlich bis 3 zu Hause bleiben nur können sie es sich nicht leisten.

Die Kinder müssen aktuell dann doppelt leiden. Wenig Zeit mit Eltern durch 7 Tage Woche mit Schichten jnd dann noch schlechte Betreuung durch Erziehermangel.

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Re: Kigas in Kellern und so- Kinder haben keine Lobby

Antwort von Philo am 24.02.2019, 19:24 Uhr

Ich kenne das Gegenbeispiel:
Ich habe in einem Kindergarten gearbeitet, in dem die Turnhalle sowie die Bücherei im Keller (ohne Tageslicht) waren und wir durften maximal 45 Minuten täglich mit den Kindern in die Turnhalle oder die Bücherei (dort fanden Vorschule, musikalische Früherziehung, religiöse Einheiten, Englisch etc. statt), sonst wäre die Nutzung des Kellers komplett verboten worden.
Ist aber schon einige Jahre her.
Aber ich finde es auch skurril, in welchen Räumen Kinder "hausen" müssen. Hier in der Nachbarschaft ist eine Kinderkrippe neben der vierspurigen Hauptstraße im EG eines Parkhauses untergebracht.
LG, Philo

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falsch ausgedrückt...

Antwort von Philo am 24.02.2019, 19:26 Uhr

der Keller hatte Lichtschächte und keinen Tageslichtgraben.

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