Baby und Job

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Geschrieben von Frosch am 16.03.2005, 13:41 Uhr

Noch mein Senf zu Hausfrau/Berufstätige Mutter

Hallo!

Auch wenn es allmählich langweilig wird, hier mal meine Gedanken zu der Diskussion.

Es ist sicher jedermanns eigene Sache, wie er seine Familienplanung/Beruf versucht, unter einen Hut zu bringen. Und sicher will jede Mutter das beste für ihr Kind! Deswegen werden sich die zwei Lager „Hausfrau/Mutter“ und „Berufstätige Mutter“ kaum nähern können. Teilweise werden doch von beiden Seiten recht haltlose Behauptungen und Überinterpretationen in den Raum geworfen, die eigenlich niemand beweisen kann.
Ich habe auch mal eine ziemlich strenge Meinung gehabt, aber man lernt dazu... Für ein Kind ist es sicher am besten, wenn eine Mutter nebenbei noch arbeitet, bevor sie frustriert zu Hause ist. Es soll ja auch Frauen geben, die eher Kopfmenschen sind, und die berufliche Bestätigung brauchen. Das meine ich nicht ironisch. Im Berufsleben ist man schnell außen vor, gerade bei Berufen, in denen die Entwicklung stark voranschreitet (zum Beispiel in meinem Beruf, heul).

Wie gesagt, manche gehen in der Hausfrauenrolle auf, andere wollen ihren beruflichen Anschluß nicht verlieren. Beide Seiten können den Kindern viel geben, wenn sie bei ihrer Entscheidung glücklich und zufrieden sind! Das sollte man nicht vergessen. Man ist ja nicht absichtlich eine „eigentlich“ frustrierte Hausfrau oder eine „eigentlich“ gestresste Berufstätige, die nicht richtig für ihre Kinder da sein können. Trotz allem gibt es in beiden „Lagern“ Frauen, die frustriert sind...

Trotz allem ein kleiner Einwurf: Ich habe oft werdende (!) Mütter gehört, die, bevor das Kind überhaupt geboren war, sagten, daß sie auf alle Fälle nach ein paar Monaten arbeiten wollten, weil sie sich unausgelastet fühlten. Das kann ich nicht ganz verstehen. Es ist ein Geben und Nehmen, man kann so viel von den Kleinen lernen, und wir können ihnen so viel zeigen. Sich dem Wissensdurst der Kleinen öffnen – und selber lernen, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Das kann durchaus erfüllend sein. Man sollte es nicht nur als Pflicht sehen...

Noch schnell zu dem Thema „Depression“, das kurz angerissen wurde: Es gibt mehr Menschen, als Ihr denkt, die depressiv sind. Bei manchen drückt sich das durch Krankheiten (Kreuzweh) oder anderes aus. Bei manchen drückt es auf die Psyche. Aber WENN man weiß, daß man ein psychisches Problem hat, und erwas dagegen tut, ist man ein besseres Familienmitglied, als wenn man diese Auswirkungen (Heulerei, Aggresivität, Selbsthaß etc.) an den Kindern ausläßt. Das macht eine gute Mutter auch aus. Man kennt doch kaum einen Menschen, der nicht einen an der Waffel hat?! War zu 30% ironisch gemeint ;-)

Übrigens: Wenn ich Eure „Zeit für Haushalt“-Postings so lese, schlackern mir die Ohren – dagegen bin ich ja ein richtiger Saubär, obwohl es bei uns eigentlich immer recht ordentlich aussieht (Zeit für Haushalt täglich: 1 Stunde)

LG Antje

 
23 Antworten:

NACHTRAG!

Antwort von Frosch am 16.03.2005, 13:54 Uhr

Hallo,

bevors falsch verstanden wird: Ich weiß, daß ich auch so meine "Eigenheiten" habe (depr. Verstimmungen/aufbrausendes Temperament)

Zähle mich also durchaus zur "Waffel"-Fraktion :-)

LG Antje

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Re: Noch mein Senf zu

Antwort von krissie am 16.03.2005, 14:07 Uhr

Hallo Antje,

ich kann mich Deinem Posting in vielen Punkten nur anschließen. Obwohl ich mittlerweile für mich selber sagen kann, dass ich mir nicht vorstellen kann, lange gar nichts beruflich zu machen nach einer eventuellen zweiten Schwangerschaft und Geburt, kann ich auch nicht verstehen, dass Frauen schon in der Schwangerschaft der Meinung sind, ihnen würde die Decke auf den Kopf fallen. Es verändert sich soviel, dass frau vorher nicht ganz absehen kann, wie sie sich auch verändert! Und keiner weiß, wie das Kind wird, ob es "anspruchsvoll" ist oder sehr kontaktfreudig, oder....Andererseits muss man/frau nunmal relativ frühzeitig Pläne für die Zeit danach machen in den meisten Fällen. Ist schon nicht immer einfach.
Wegen der Haushaltszeiten: Ich finde das sehr schwierig auszurechnen. Vieles erledigt frau ja so nebenbei, gerade wenn sie den ganzen oder auch halben Tag zu Hause ist mit Kind. (Also z.B. Nachmittagsmahlzeit, dabei mit dem Kind plaudern, gleichzeitig Teller in die Spüle räumen, Krümel wegfegen,...). Und wenn Du wirklich Kochen, Putzen, Fenster putzen, Aufräumen etc. auf die einzelnen Tage umrechnest, stelle ich es mir schon schwer vor, mit einer STunde hinzukommen. Aber vielleicht bist Du auch einfach ziemlich gut organisiert. Eine Freundin von mir, die gerade ganz zu Hause ist mit zweien, macht tatsächlich mehrere Stunden täglich Haushalt und alles sehr gründlich und häufig (Putzen, Bügeln sehr viel, Fenster,...). Sie klagt auch darüber, aber ich trau mich kaum, ihr zu weniger zu raten, weil eben auch die Ansprüche sehr unterschiedlich sind. So wie hier, mit meist ungeputzten Fenstern und wenig gebügelten Klamotten würde sie sich vielleicht gar nicht wohlfühlen?

LG Kristina

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Re: Noch mein Senf zu

Antwort von RenateK am 16.03.2005, 14:39 Uhr

Hallo Antje,
nur zu einem Punkt: Ich gehöre zu denen, die schon vor der Zeugung gesagt haben, dass sie mit Sicherheit sofort nach dem Mutterschutz wieder Vollzeit arbeiten werden. Da gab es für mich nie einen Zweifel (obwohl mir viele gesagt haben, ich soll mir das später überlegen, ich würde das später anders sehen). Das muss nicht jeder so machen, aber für mich - und sicher auch für andere - ist das so richtig. Die meisten Väter machen es doch so genauso.
Ich verstehe nicht, wo Du da die Probleme siehst.
Viele Grüße, Renate

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Re: Noch mein Senf zu

Antwort von babyproject am 16.03.2005, 15:10 Uhr

also ich weiss jetzt auch schon daß ich nach dem Mutterschutz wieder arbeiten geh aber nicht aus Angst mir würde die Decke auf den Kopf fallen sondern a, aus finanziellen Gründen und b, mein Arbeitgeber würde mir meinen Arbeitsplatz nicht aufheben, wenn ich es mir hätte aussuchen können wär ich auch gern das 1.Jahr zu Haus geblieben und dann langsam wieder arbeiten aber das geht leider nicht :-( dafür werd ich meinen Muschu umso mehr geniessen!

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Ich vermisse in den Beiträgen die Rolle der Väter - Haushalt, Kinderbetreuung

Antwort von AM-nochinkognito am 16.03.2005, 15:41 Uhr

Mir ist klar, dass diese Forum Working Mom heißt. Dennoch möchte ich hier eines in Frage stellen:
Es wird hier (und auch in der gesellschaftlichen Diskussion) nie von den Rabenvätern gesprochen. Ich persönlich halte einen Vater, der seine Kinder lediglich am Wochenende in wachem Zustand sieht für genauso diskussionswürdig, wie eine Mutter, die in so einer Situation ist (aus welchen Gründen auch immer). Natürlich muss der Lebensunterhalt verdient werden, das ist klar. Aber wer von beiden das tut und wer von beiden sich den Kindern widmet, ist doch ausschließlich die Entscheidung des Paares. Für mich sind beide Entscheidungen gleichwertig und gleich zu akzeptieren.
Am besten wäre es für die Kinder wohl, wenn sich beide Elternteile teilzeit den Kindern und teilzeit dem Beruf widmen. So ist das Einkommen gesichert und die Kinder können zu beiden Eltern eine gleich gute, innige Beziehung aufbauen. Leider ist das aufgrund verschiedener Rahmenbedienugungen oft nicht leicht. Und es wird einem leider vom gesellschaftlichen Umfeld und auch den Arbeitgebern nicht leicht gemacht, wie wir leider selbst feststellen müssen. Unsere Gesellschaft ist leider noch nicht so weit, die wichtige Rolle der Väter im Leben der Kinder wahrzunehmen und hängt noch sehr an der Glorifizierung der Mutter.

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mein Mann übernimmt sie!!!!

Antwort von bine+2kids am 16.03.2005, 15:55 Uhr

Bei uns war es auch keine Frage, dass ich nach dem Mutterschutz weiterarbeite. Aber nur noch 70 %. Ich arbeite in der Schweiz und hatte keinen Anspruch auf Erziehungsurlaub und kündigen wollte ich auch nicht. Mein Mann hat dann auch reduziert und auch nur noch 4 Tage gearbeitet. 3 Tage war Patrick bei einer Tamu. Aber die gleichen Leute, die mich als Rabenmutter bezeichneten, fanden es auch sehr seltsam, dass mein Mann reduziert hat. Also doch das alter Rollenverhältniss???? Bei uns sind Kinder und Geldverdienen und Haushalt Arbeiten, die wir zu zweit erledigen und die abends fertig sein müssen. Ohne meinen Mann könnte ich mir das so kaum vorstellen.(Obwohl es dann erst recht gehen müsste). Heute haben wir 2 Kinder und seit Hannah auch in der Kita ist, arbeitet mein Mann wiedervoll. Jetzt ist wenigstens bei meinem Mann wieder alles 'normal'.

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Nachtrag

Antwort von AM-nochinkognito am 16.03.2005, 15:59 Uhr

Nachtrag:
Mir ist grad selbst aufgefallen, dass das Forum nicht Working Mom (das ist ein anderes -österreichisches - Forum), sondern Baby und Job heißt.

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Re: Noch mein Senf zu

Antwort von Mariakat am 16.03.2005, 16:28 Uhr

Was ich nicht begreife, ist dass so viele Menschen ihre Zeit damit verbringen sich Gedanken, um die Lebensplanung anderer Meschen zu machen. Ehrlich gesagt ist mir das schnurz-piep-egal, wenn jemand z.B. zuhause bei den Kindern bleibt oder voll wieder arbeiten geht oder seine Kinder impft oder nicht impft oder raucht oder sonst was. Ich tue, das was ich für gut und richtig halte und lass den Nachbarn in Frieden leben. Solange ich in meiner Freiheit nicht eingeschränkt werde und der andere nicht kriminell wird ist mir das völlig egal.
WEr zuhause bleiben will, soll das tun und damit zufrieden sein und nicht an denen rumkritisieren, die sich für irgendetwas anderes entscheiden und umgekehrt natürlich auch. Man muss den anderen Menschen und seine Entscheidungen nicht verstehen...
Mariakat

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Re: Das unterstreiche ich voll, Mariakat

Antwort von Benedikte am 16.03.2005, 17:37 Uhr

oder wie der Rheinländer sagt: Jeder Jeck ist anders" und " Leben und leben lassen".Aber gerade wenn hier manchmal getsritten wird, wer " mehr" leistet und wer weniger leistet, dann habe ich stark den Eindruck, dass viele das starke Bedürfnis haben, zu zeigen, wieviel sie leisten und auf Anerkennung von außen hoffen, eben weil sie mit sich selbst nicht zufrieden sind.Die Menschen sind auch unterscheidlich aktiv oder leistungsfähig und leistungswillig oder wie man es nennen will.
Die eine fühlt sich mit zwei Kindern und einer 65 qm-Wohnung völlig ausgelastet und teilt anderen aktiv mit, dass sie mehr leistet, weil sie sich um zwei Kinder und 65 qm kümmert, andere haben mehr Kinder, einen Job und ein großes Haus und gehen auch nicht am Krückstock. Man muss selber mit sich zufrieden sein und die eigene Lösung finden.Es muss einen halt befriedigen.Wir haben vier Kinder und ich habe eine volle Stelle. Und wie eine Kollegin von mir, mit drei Kindern, einmal sagte nachdem sie drei Wochen zuhause war: Du, man kann sich ja auch den ganzen Tag zu Hause engagieren. Ja- kann man und wer will, soll auch. Aber wer meint, dass es noch anderes gibt, soll auch das tun. Und man soll wissen, was einem selber wichtig ist. Mir Kinder und Mann und Job und den Haushalt lass ich liegen- nie mehr als 30 Minuten täglich. Dafür habe ich eine Putzfrau- und empfinde es als viel sinnvoller, von dem gehalt für meinen Job neben vielem anderen eine Putzfrau zu bezahlen als das selber zu erledigen und keine Zeit für Familie oder Job zu haben.
Aber Mariakat- ich stimme Dir voll zu: Man soll nicht anderen Leuten sagen, wie sie das Leben zu gestalten haben und wer " mehr" oder " weniger" tut.

benedikte

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Re: Noch mein Senf zu

Antwort von grisabella am 16.03.2005, 18:07 Uhr

Das Problem ist das die Interessen der Hausfrauenmütter und der berufstätigen Mütter zum teil gegensätzlich sind.

In unserer Gesellschaft sieht es allerdings momentan so aus – Du beschreibst es sehr treffend – dass Gruppe 1(ein gibt steigt wegen Kinderbetreuung aus dem Beruf aus) massive Unterstützung urch den Staat erhält Gruppe 2 erhält keine nennenswerten Steuervergünstigungen, zahlt die Renten- und Krankenversicherungsbeiträge von Gruppe 1 mit und erhält ihrerseits kaum staatliche Unterstützung, ihren Lebensentwurf durchzusetzen, da entsprechende Betreuungsangebote fehlen.

Wenn Du nun anführt, es sei sinnvoll, beide Lebensentwürfe nebeneinander zu ermöglichen, dann vergisst man meines Erachtens, dass in unserer Gesellschaft Lebensentwurf 1 erst dadurch ermöglicht wird, dass Lebensentwurf 2 massiv behindert wird.

Wollte man in einer Gesellschaft, in der wir im Grunde nur redistributive Politik machen können, beide Lebensentwürfe ermöglichen, so müssten wir massive Einschnitte beim Lebensentwurf 1 vornehmen, z.B. die Steuervorteile durch Ehegattensplitting erheblich reduzieren oder eine Versicherungspflicht für jeden Erwachsenen einführen. Steuerungspolitisch würde dies Lebensentwurf 2 erheblich aufwerten, und viele mit Lebensentwurf 1 an die Armutsgrenze führen. Andere Steuerungsmöglichkeiten sehe ich bei den drastischen Kosten, die bei einem Rechtsanspruch auf Vollzeitbetreuung entstehen, leider nicht. Insofern halte ich die Forderung, beide Lebensentwürfe zu begünstigen, für utopisch, da nicht finanzierbar.

Deshalb sind auch so viele Frauen tatsächlich gegen einen Ausbau der Kinderbetreuung. Sie haben Angst, dass sich dies verselbstständigt und sie irgendwann ihren Lebensstil aufgeben müssen.

Grisabella

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Re: Noch mein Senf zu

Antwort von tinai am 16.03.2005, 18:40 Uhr

Ich war schon immer gegen Ehegattensplitting auch als wir noch davon profitierten - würde auch vielen Frauen das arbeiten viel attraktiver machen, weil das Männerargument (gesehen von Lohnsteuerklasse 3 aus): Das lohnt ja gar nicht - sofort erschlagen wäre.

Wir haben viele Bewerberinnen, die ein langes Gesicht machen, wenn sie sehen, was bei Lohnsteuerklasse 5 übrig bleibt. Die sehen nicht, dass wir daran nichts ändern können.....

Aber schon wieder anderes Thema.

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Rolle der Väter

Antwort von berita am 16.03.2005, 19:06 Uhr

Hallo,

ich bin auch der Meinung, dass viele Maenner sich staerker in die Erziehungsarbeit und Haushalt einbringen sollten.

Nichtsdesto trotz kann man meines Erachtens gewisse biologische Unterschiede nicht einfach verleugnen. Durch neunmonatige Schwangerschaft, Geburtserlebnis, moeglichst kindorientiertes Stillen (WHO empfiehlt sechs Monate voll- und min. 2 Jahre teilstillen) und die damit verbundenen hormonellen Umstaende schaffen eine Mutter-Kind-Beziehung, die zumindest im ersten Lebensjahr sehr eng ist. Der Vater kann natuerlich seinerseits eine nahe Bindung zum Baby aufbauen, die die zur Mutter aber meines Erachtens nicht ersetzt. Sicher kann man abpumpen, das ist auch ueberaus lobenswert und bringt gesundheitliche Vorteile, aber ist mit dem Stillen letztlich nicht vergleichbar. Fuer ein Kind (und in der Regel auch die Frau) bedeutet eine fruehzeitige Trennung von der Mutter einen tiefen Einschnitt, den es nicht verstehen kann - in der Natur waere das gar nicht moeglich, ohne dass es stirbt.

Schon aus solchen Gruenden wuerde ich persoenlich es soweit irgend moeglich vermeiden, nach ein paar Wochen wieder zu arbeiten. Die Zeit des Beginns ist einfach zu kostbar. In den Kindern wird ein Grundstein fuer Vertrauen und Naehe gelegt, der ihr weiteres Leben mitbestimmt. Und mal ehrlich, keine Frau muss hierzulande gleich ihre Karriere begraben und betteln gehen, wenn sie ein Jahr aussetzt. Kinder haben heisst Beduerfnisse erfuellen und Saeuglinge brauchen vor allem das Stillen und die koerperliche Naehe der Mutter. Bei aller Emanzipation koennen uns das die Maenner nicht abnehmen.

LG
Berit

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An Renate: Keine Probleme!

Antwort von Frosch am 16.03.2005, 19:27 Uhr

Hallo!

Ich sehe keine Probleme! Habs ja beschrieben...

LG Antje

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Re: Noch mein Senf zu

Antwort von AM-nochinkognito am 16.03.2005, 19:46 Uhr

In Ö ist das Problem mit dem neuen Kinderbetreuungsgeld, das man bis zu 3 Jahren bekommen kann, auch sehr krass: Dieses ist an eine Zuverdienstgrenze gebunden. Es wird dabei allerdings nur das Einkommen der beziehenden Person berücksichtigt. Konkret bedeutet das für uns: Würde einer von uns arbeiten und einer zu Hause bleiben oder nur sehr wenig arbeiten, würden wir zusätzlich zu Gehalt und Familienbeihilfe 8bekommt jeder) noch über 400 Euro monatlich vom Staat bekommen. Arbeiten wir aber beide je 20 Stunden (woduch wir übrigens insgesamt weniger verdienen, weil ich wesentlich mehr verdiene, als mein Mann, es also finanziell eigentlich sinnvoller wäre, wenn ich voll und er gar nicht arbeitet), bekommen wir keinen Cent, weil wir dann beide über der Zuverdienstgrenze liegen. Aufgabenteilung wird hierzulande also leider bestraft.

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Re: Österreich und Kinderbetreuungsgeld

Antwort von krissie am 16.03.2005, 19:55 Uhr

Ach, das ist aber wirklich ein ungerechtes Modell. Wer hat sich das denn ausgedacht? Da wäre das deutsche Erziehungsgeldmodell ja fast besser, da hat man als Paar schon noch eine Chance, etwas zu bekommen, wenn beide Teilzeit arbeiten. Naja, der Verdienst darf dafür allerdings auch nicht gerade üppig sein...
LG Kristina

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Re: Österreich und Kinderbetreuungsgeld

Antwort von AM-nochinkognito am 16.03.2005, 20:19 Uhr

Ja, das Paareinkommen wird leider gar nicht berücksichtigt.
So bekommt zB die Ehefrau eines Mannes, der 20.000 Euro monatlich verdient, Kindergeld (klingt unglaublich, ist aber so, da ja nur das Einkommen der Bezieherin Berücksichtigung findet), aber wenn beide je über 1.140 brutto (= Familieneinkommen 2.280 Euro brutto) verdienen, bekommt keiner was.

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aber in österreich darf derkinderbetreuungsgeldbezieher

Antwort von happybaby am 16.03.2005, 20:42 Uhr

noch so ungefähr 14.000 netto im jahr dazuverdienen und bekommt trotzdem die ca. 350 euro betreuungsgeld. unabhängig davon was der partner verdient.


lg julia

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Re: Ich vermisse in den Beiträgen die Rolle der Väter - Haushalt, Kinderbetreuung

Antwort von zeitungsente am 16.03.2005, 21:38 Uhr

Hallo AM-nochinkognito!

Gebe dir vollkommen Recht: Viele Väter entziehen sich ziemlich krass ihrer Erziehungsverantwortung - und von der Gesellschaft wird´s ganz selbstverständlich geduldet. Kein Vater wird je gefragt: Wie, Sie arbeiten Vollzeit? Wo ist Ihr Kind denn derweil? Haben Sie kein schlechtes Gewissen...?
Wir wollten genau so wie du es schreibst, versuchen, beide berufstätig zu sein und uns unserem Kind zu widmen. Dafür hat mein Mann auf eine Dreiviertelstelle reduziert. Aber weißt du was (da muss ich berita beipflichten): Wir haben da die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Unser Kind hat da nicht so mitgespielt, wie wir es uns vorgestellt haben. Mama war immer völlig unangefochtene Nummer 1. Phasenweise "gestattete" meine Tochter wirklich nur im Notfall den Papa - ansonsten Gebrüllgebrüllgebrüll. Das hatten wir uns anders vorgestellt, Gleichberechtigung hin oder her. Ich glaube auch wie Berita, dass es meist so ist, dass sich das Kind (leider) nur EINE Hauptbezugsperson ausguckt und mit der möchte es zumindest im ersten Jahr möglichst ununterbrochen zusammen sein, möglichst nah am Körper und am besten noch direkt am Busen sicher angedockt... ;-)... klar, so sind sie halt, die Minis. Allerdings: Jedes Kind ist anders. Ich kenne auch aus meinem Bekanntenkreis kleine Zwerge, die gelassener auf einen Wechsel ihrer Bezugsperson reagieren.
Grüße!!!

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Ausnahmepartner?

Antwort von ny152 am 16.03.2005, 22:34 Uhr

Hi, meiner gehört zu den 3%, die in Elternzeit gehen. Ein Jahr ich, ein Jahr er, so ist die derzeitige Planung für´s zweite Kind. Und ich bin sehr stolz, dass er das machen möchte und sogar große Lust dazu hat.

Niki, die nur mal angeben wollte ;-)

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Re: Bei mir war´s anders

Antwort von ny152 am 16.03.2005, 22:36 Uhr

Ich habe auch gesagt, nach einem Jahr gehe ich wieder los. Und kaum war der Kleine auf der Welt, konnte ich mir das überhaupt nicht mehr vorstellen und habe noch ein weiteres Jahr drangehängt.
So unterschiedlich ist das.
Niki

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Re: aber in österreich darf derkinderbetreuungsgeldbezieher

Antwort von AM-nochinkognito am 17.03.2005, 6:47 Uhr

Davon spreche ich ja in meinem Beitrag, wozu diese Regelung führt.
Und es sind 14.600 BRUTTO im Jahr -> ca. 1.140 BRUTTO pro Monat laut Arbeiterkammer (Berechnungsmethode ist kompliziert, nicht einfach durch 14)
Wäre das netto, hätten wir gar kein Problem.

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Re: aber in österreich darf derkinderbetreuungsgeldbezieher

Antwort von happybaby am 17.03.2005, 10:32 Uhr

hallo nochmal,

ja ich weiß schon was du meinst.
ich werde jetzt wieder arbeiten gehen und so viel verdienen *gg* daß ich kein geld mehr bekomme.

daher geht mein mann dann in teilzeit und arbeitet dann soviel wie er höchstens dazuverdienen darf und somit bezieht er kindergeld. ist die bestmöglichste lösung für uns. könnt ihr das nicht auch irgendwie so regeln, mit teilzeit?

lg julia

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Re: aber in österreich darf derkinderbetreuungsgeldbezieher

Antwort von AM-nochinkognito am 17.03.2005, 11:56 Uhr

Bei mir geht das auf keinen Fall, weil ich eine Abteilung leite und man mir schon bei 20 Stunden Schwierigkeiten macht - ich habe die Zusage, meine Funktion zu behalten trotz Teilzeit mal nur für 2,5 Monate bekommen. Bis dahin muss ich beweisen, dass die Vertretungsregelung, die ich meinem Vorgesetzten vorgeschlagen habe, funktioniert. Danach will er weiter entscheiden. Ich weiß eh, dass ich rechtlich gesehen alle Rechte auf meiner Seite hab 8ist ja mein Fachgebiet), aber das nützt in der Praxis leider auch nichts.
Bei meinem Mann ist das leider so, dass seine Arbeit unter 20 Stunden keinen Sinn macht, weil er im Projektbereich arbeitet. Wir haben jetzt schon überlegt, ob er nicht offiziell auf 15 Stunden reduzieren soll und aber 20 arbeitet und sich diese in ein paar Monaten, in denen er dann im Vorhinein auf´s Kindergeld verzichtet (in diesen muss er zusätzlich in einer Fachhochschule arbeiten und daher soundso verzichten), sich die zusätzlich gearbeiteten Stunden auszahlen läßt.
Am sinnvollsten wäre wohl ich würde nach dem Mutterschutz voll arbeiten und er zu Hause bleiben, dann hätten wir das ganze Kindergeld und mein volles Gehalt. Aber das möchte ich auf keinen Fall und er auch nicht. Also werden wir wohl auf das Kindergeld verzichten müssen, obwohl wir so auch rein gehaltsmäßig schon weniger verdienen, als wenn ich vollzeit und er gar nicht arbeiten.

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