Baby und Job

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Geschrieben von u_hoernchen am 03.11.2005, 8:59 Uhr

erwarte ich zu viel?

ich hab mich gestern ziemlich über meinen Mann geärgert, der jeden Abend später nach Hause kommt. Gestern kam er um 19.45 und verschwand postwendend, um noch mal eine halbe Stunde zu telefonieren. Entschuldigte sich dann kurz mit "war wichtig"... ich war ziemlich sauer, da ich eh schon seit einer Stunde das Abendessen fertig hatte, der Große ins Bett musste und der Kleine nicht von der Brust zu kriegen war. Es uferte dann abends in eine lange Diskussion aus, welchen Stellenwert unser Familienleben neben seinem Job hat und wieviel Unterstützung ich abends erwarten kann.

Zu meiner Situation: der Große ist 3, der kleine ist 4 Monate, ich arbeite 20 Stunden die Woche, muss dann den Großen vom Kindergarten abholen, einkaufen, etc., Musikschule, Kinderturnen, immer mit dem Kleinen auf dem Arm, der zur Zeit nur getragen werden will (Tragetuch hilft auch nur zeitweise), dazu nachts ca. 3 mal wach zum Stillen, tagsüber natürlich auch.
Abends dann ABendbrot machen, den Großen bettfertig, der kleine geht dann zum Dauerstillen über. Klar, dass ich dann ab irgendeinem Zeitpunkt nurnoch auf Reserveakku laufe. Und dass ich dann sauer reagiere, wenn mir einer erklärt, dass der Kunde xy aber wichtig sei. Dann frag ich mich schon: ich etwa nicht???

Wie handhabt Ihr das, erwartet Ihr abends von Euren Männern Unterstützung? Welche Argumente könnte ich noch bringen, damit er pünktlicher nach Hause kommt? Es geht mir dabei vor allem darum, dass alles etwas planbarer wird und ich nicht so in der Luft hänge. KOmmt er um 7, kommt er um 8? Er kann von mir aus dann um 8 noch mal an sein geliebtes Handy gehen und telefonieren,solange er mir ein Familienabendessen ermöglicht. Aber er argumentiert, das könne er in seiner Firma niemandem erklären, dass er sich jetzt erst mal seiner Familie widmen müsse. Kann ich nicht ganz nachvollziehen.

So, war etwas wirr und etwas lang, aber vielleicht könnt Ihr mir einfach mal sagen, ob ich da zu eng sehe und was ich machen kann, um die Situation zu entspannen...

Ulrike

 
10 Antworten:

Du erwartest NICHT zu viel.

Antwort von Trini am 03.11.2005, 9:11 Uhr

Ihr müßt unbedingt reden, sonst läuft das Faß irgendwann über.

Es ist doch das Mindeste, daß er Dir Bescheid gibt, wann er nach Hause kommt.

Ich würde ansonsten an Deiner Stelle:
1. ihn abends nicht mehr einplanen. Dein Großer braucht dringend einen festen Zeitablauf. Soll er sich doch das Essen SELBST wärmen, wenn er heimkommt.
2. mit ihm absprechen ob er
a) Aufgaben im Haushalt übernehmen kann
oder ob Ihr
b) eine Haushalthilfe einstellt
oder
c) ob Du wieder in Elternzeit gehst.

Ich wünsche Dir viel Glück

Trini

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Re: erwarte ich zu viel? NEIN! (lang)

Antwort von paulita am 03.11.2005, 9:16 Uhr

liebe ulrike

ich finde, dass du eher zu wenig erwartest als zu viel. es ist absolut angemessen, dass der männe zuhause anpackt, sich auch um die kids kümmert usw. ich erwarte von ihm nicht nur abends unterstützung oder hilfe. das wär mir viel zu wenig. ich erwarte, dass er den gemeinsamen haushalt und das gemeinsame kind mindestens ebenso im blick hat wie ich. 24 stunden am tag, 7 tage die woche. ist doch auch alles ebenso 'seins' wie 'meins'.

sicher sind job-angelegenheiten sehr wichtig und ich weiß selbst zu gut, dass manchmal die zeit- und prioritätenpläne krachen: berufliche dinge müssen auch dann erledigt werden, wenn die kinder was brauchen oder sich die wäsche stapelt. und umgekehrt. aber das gilt für beide: mütter + väter, sofern sie arbeiten. deshalb messe ich nicht mit 2 maßen: der vater hat kinder - ebenso wie die mutter. die mutter hat einen job - ebenso wie der vater.

mein tipp: klare ansagen machen und für möglichst klare absprachen sorgen. und: dinge liegen lassen, wenn du auf reserve läufst. dann ist das essen eben nicht fertig, wenn er da ist. dann muss er halt mal das ein oder andere kind ins bett bringen. dann setzt du ihm das kind auf den schoß, wenn du es nicht nehmen kannst. ich weiß, dass solche strategien nicht unbedingt der entspannung dienen. da kann es schon mal krachen. aber anders, denke ich, wirst du nichts ändern können.

lg
paula

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Re: erwarte ich zu viel? NEIN! (lang)

Antwort von Suka73 am 03.11.2005, 10:15 Uhr

sowas tut mir immer weh, wenn ich das lese. Denn spontan macht sich der Eindruck breit, dass Dein Mann wirklich gar nichts im Haushalt macht. Du gehst einkaufen, Du bringst den Großen zu seinen Aktivitäten und Du machst Abendessen für alle. Du bringst die Kinder ins Bett. Arbeitsteilung ist hier wohl das Zauberwort. Einkaufen kann er ebenfalls nach der Arbeit, er kann auch gern mal Abendessen machen. Zubettbringen kann er ebenfalls übernehmen, jedenfalls beim Großen. Ich finde das ist nicht zuviel verlangt, da würden bei mir die Uhren ganz anders ticken!

Ich habe dieses Prob nicht da ich AE bin, an mir bleibt grundsätzlich alles kleben :o) Aber ich habe seit einem Monat einen neuen Partner, der auch mal einen ganzen Tag da ist und selbst für DEN ist es selbstverständlich, dass er meinen Sohn bettfertig macht, ich brutzel dann was in der Küche. Oder er bringt ihn ins Bett oder liest ihm seine Geschichte vor. Oder er zieht ihn an damit ich in der Zwischenzeit Sachen zusammenpacken kann. Lass einfach mal ein paar Sachen liegen und beschränke Dich aufs Wesentliche. Und wie schon gesagt wurde: Männer brauchen KLARE Ansagen. Da gibts ein sehr sehr gutes Buch "Männer sind anders - Frauen auch" da sind sehr interessante Ansätze über die Kommunikation zwischen Mann und Frau drin, lies das mal :o)

LG Sue

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Re: erwarte ich zu viel?

Antwort von claudih am 03.11.2005, 11:30 Uhr

also,

erwarten tust du eigentlich nicht zu viel. die realität ist da leider anders. meine situation ist fast genauso, nur sind meine kinder halt schon 2, 5 und fast 5. aber wir haben uns arrangiert und alles abgesprochen. ich mache meinen tagesablauf mit den kindern nach meinen regeln. es gibt eine haushaltshilfe, da ich 4 volle tage arbeiten gehe. und die hemden gehen in die wäscherei. ist mein mann zu hause bringt er sicherlich auch die kinder ins bett. bei uns gibt es halt abends nur brot. alle essen mittags warm in der kita oder kantine. da kann dann abends nichts kalt werden. am wichtigsten ist eine ordentliche absprache. seit wir die haben, geht es bei uns richtig gut. jeder hat ein klares aufgabenfeld mit festgelegten prioritäten. das hört sich blöde an, aber es hilft ungemein.

lg

claudia

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kleine Klarstellung

Antwort von u_hoernchen am 03.11.2005, 11:57 Uhr

ich wollte aufgrund Eurer aufbauenden Mails nur kurz klarstellen, dass mein Mann schon im Haushalt mit anpackt - WENN er denn da ist.
Aber was nützt es mir, dass der den Großen ins Bett bringt, das aber erst machen kann, wenn der mir vor Übermüdung schon seit STunden nur noch rumnölt? Dann muss ich ihn halt doch selber zur richtigen Zeit ins Bett packen.
Aber ich weiß halt nie vorher, ob ich es selber machen muss oder nicht. Und am schlimmsten ist es, wenn ich ihn quasi im Bett habe und dann kommt papa nach Hause und dann soll natürlich erst mal getobt werden.
Mein Mann macht auch morgens das Frühstück etc., aber wir haben halt keine klare Aufgabenteilung abends, weil ich nicht weiß, wann er kommt. Und oft lauf ich dann halt kräfte- und nervenmäßig schon auf dem Zahnfleisch, und wenn er dann "plötzlich" noch eine Stunde länger arbeiten muss und mir die gesamte Abendplanung über den Haufen wirft, dann bin ich halt schon superenttäuscht. Aber ich möchte halt auch ungern so weit gehen, ihn überhaupt nicht mehr einzuplanen, da mir ein gemeinsames Abendessen eigentlich schon wichtig ist. Schwierige Situation. Aber wohl nicht zu lösen.
Hilfe im Haushalt habe ich übrigens, das ist schon eine große Unterstützung, aber abends, wenn alle Kinder nölen, hilft auch das nicht mehr viel *gähn*

Danke jedenfalls fürs Zulesen

Ulrike

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ui, da bin ich strenger*gg*

Antwort von Henni am 03.11.2005, 12:43 Uhr

Hallo

also das wär nix für mich!!

ne zeitlang wars bei usn auch so, dass mein Mann oft "spontan2 später kam als verabredet..wobei ich es gut habe: er fängt morgens um 7 an zu arbeiten, kommt dafür aber theoretisch um 17 uhr nach hause. aber: zu 17 Uhr beende ich wie im kindergarten MEINEN kinderjob, d.h. ich komme vom spaziergang wieder oder vom einkeufen oder sonst was und ERWARTE ihn dann. wenn er später kommmt, MUSs er bis 16.30 anrufen, ansonsten hat er sozusagen ab 17 uhr die !aufsichtspflicht! und ich ziehe mich dann schon mal um um den stall auszumisten oder so...also schalte echt bewusst auf "kinder- feierabend" um, damit er merkt, dass er WIRKLICH zuständig ist. Im Theoriefalle würd cih also ab 17.05 die kinder allein lassen*gg* was ich naklar nciht mache, aber ich lege mir arzttermine etc auch bewusst dann auf 17.15 oder so...denn cih BRAUCHE dann mal feierabend..der ja auch dafür da ist, dass cih dann esssen koche und nachdem die kids im bett sind abretie ich dann am schreibtisch oft noch (lehrerin)


also:

GANZ KLAR absprechen, wann ER die kinder "hat". Notfälle, ja klar, gibts, aber die muss ER dann regeln!! nciht Du !!alles andere nervt ja nur...

LG Henni

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Re: erwarte ich zu viel?

Antwort von Linas Mama am 03.11.2005, 15:15 Uhr

Nein, du erwartest auf keinen Fall zu viel! ABer soooo schlecht gehts dir dabei auch nicht!!

Ich muss Vollzeit arbeiten gehen, mach meinen Haushalt und alles andere, und Lina wird morgens von Oma abgeholt - wenn ich schon weg bin - und nachmittags hol ich sie entweder ab oder oma bringt sie sobald ich zu Hause bin und der Papa ist nur mal für ein paar Spöcksckes da - also nur ein bisschen rumalbern - und das wars, und ich muss jedes mal mehrfach nachfragen ob ich jetzt mal eben 3 STockwerke tiefer zur Waschmaschine laufen kann und er sich um Lina (11 Monate) kümmert, achso, wenn Nachts was ist, steh ich natülrich auch auf!! also für mich wäre dein LEben schon das Paradies!! Papa ist übrigens arbeitslos.....:-(

Lass den Kopf nicht hängen!!

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Re: erwarte ich zu viel?

Antwort von irmel am 03.11.2005, 21:44 Uhr

Hi, wir haben kein gemeinsames Abendessen in unserer Familie,ich würde da kein Dogma drauss machen, das kann man auch mit anderen Sachen kompensieren. Wenn mal ein gemeinsames Essen geplant ist dann heisst es allerdings: "deutliche Ansage". Allerdings essen wir auch alle warm im Betrieb oder Kiga.
Gruss Irmel

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Re: erwarte ich zu viel?

Antwort von Murmeline am 04.11.2005, 6:17 Uhr

Schließe mich Irmel an, wir essen auch die "Hauptmahlzeit" tagsüber im Dienst bzw. Hort, und ich mache den Kindern höchstens abends ein Butterbrot und setze mich mit einer Tasse Tee zu ihnen.
Aber bei allem Respekt für Ulrikes Sorgen: was hättest Du davon, wenn er seinen Dienst nach der Familie richtet, seine Arbeitsleistung "reduziert" und der Chef ihm kündigt? Einen arbeitslosen Mann, der die ganze Woche Zeit für Dich hat, aber ist es das, was Du willst? Auch wenn mich jetzt einige steinigen: in der heutigen Zeit muß man alles dafür tun, dass der Hauptverdiener seine Arbeit behält, was bedeutet, dass der Rest der Familie ihm den Rücken freihalten muß. So viele Menschen sind trotz hoher Qualifikation arbeitslos und wären froh, zugunsten einer zeitaufwändigen Vollzeittätigkeit auch mal auf Familienleben verzichten zu müssen, so doof das auch klingt *sorry*
Versucht doch, in die definitiv freien Zeiten Deines Mannes (Wochenenden, Feiertage, Urlaub) möglich viel gemütliches Beisammensein zu packen, aber lass ihn während der Dienstzeit damit in Ruhe.
Nichts für ungut
Murmeline (selber 2 Kids und Vollzeit berufstätig)

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Hmmmm.....

Antwort von dreierchen am 06.11.2005, 7:57 Uhr

Hallo,
also mein Mann und ich versbreden Abends nie eine Zeit. Natürlich fände ich es schöner, wenn wir zusammen essen könnten und freue mich über die wenigen Male, wo dies klappt. Aber grundsätzlich esse ich mit den Kindern alleine und mache ihm später etwas warm.
Am WE lege ich dann aber großen Wert aufs gemeinsame Essen.
Er braucht auch oft erst mal ein paar Minuten um abzuschalten, bevor er mir dann hilft.Klar, wenn es brennt, packt er sofort mit an. Was ich aber auch ätzend finden würde, wenn er zu Hause ist und trotzdem keinen Feierabend macht.
Wenn mein Mann im Büro ist, dann ist es halt so- egal wie lange es dauert, es muß ja sein. Aber zu Hause erwarte ich dann auch Familieneinsatz! Auf irgendetwas muß ich mich ja auch einstellen und verlassen können.
Da kann ich Dich schon gut verstehen. Ich würde noch mal mit ihm reden, ganz deutlich!

LG
Alex

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