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Geschrieben von cube am 28.09.2018, 8:22 Uhr

Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Die Vollzeitbeschäftigten der Frau hingegen an Bedeutung gewonnen. Deshalb solle das Ehegattensplitting abgeschafft werden. Es würde Frauen einen Grund geben, statt VZ nur TZ zu arbeiten. Das sei alles nicht mehr zeitgemäß.

Ooookayyyy .... also Heiraten ist eh nichts mehr wert und TZ zu arbeiten (damit auf Geld und Rente zu verzichten) weil man die Familie an die erste Stelle rückt ist also auch Mist und dem müsse man entgegenwirken?
Sorry, aber dazu fällt mir gerade gar nichts mehr ein.
Und by the way: heißt es nicht immer „Frauen sollen die Wahl haben, ob sie voll oder nur TZ arbeiten“? Hier hört es sich eher so an, als wenn ich, verheiratet, TZ wegen Kind/Familie so nicht gewünscht bin. Heiraten hätte ich mir auch sparen können, bedeutet ja eh nichts mehr.

Finde ich gerade echt eine Unverschämtheit.
Oder rege ich mich zu sehr auf?

 
203 Antworten:

Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Finale am 28.09.2018, 8:34 Uhr

Vor allem hat er keine Ahnung vom Ehegattensplitting. Die Steuerbelastung von 4/4 ist gleich wie bei 5/3.

Und wenn er es abschaffen möchte, möchte ich bitte die Benachteiligungen aber auch nicht mehr. Mein Mann ist privat versichert. Wenn ich arbeitslos werde, muss ich mich freiwillig gesetzlich krankenversichern, dabei würde die Hälfte des Einkommens meines Mannes zur Berechnung des Beitrags hergenommen werden. Wäre ich nicht verheiratet, müsste ich nur den niedrigsten Beitrag zahlen. Als ich für meine Tochter einen Hortplatz gesucht habe, hieß es als Verheiratete hätte ich fast keine Chance (bekam dann auch keinen Platz), da ich ja noch jemanden hätte, der fürs Familieneinkommen sorgt. Priorität hatten Kinder aus problematischen Familien, dann Alleinerziehende, dann Unverheiratete.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Jana287 am 28.09.2018, 8:35 Uhr

Die SPD will eben hartnäckig unter die 10 %... anders kann ich mir das nicht erklären

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von malini am 28.09.2018, 8:37 Uhr

Ich sehe es ähnlich wie du - ich arbeite gerne nur Teilzeit, da ich lieber mehr Zeit mit meinen Kindern zu Hause als in der Arbeit verbringen möchte.

Ich finde ja, es sollte jeder die Wahl haben - sei es Hilfe durch KiTa-Plätze für die, die schnell wieder voll arbeiten wollen/müssen oder eben durch Steuervorteile, wenn man eher daheim bleiben will.

Für mich gibt es, solange man es sich leisten kann, kein "das ist besser oder schlechter".

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Mucksilia am 28.09.2018, 8:38 Uhr

Ich habe es anders verstanden.
Ehegattensplitting heißt ja, der Verdienst von beiden wird addiert und dann in einer Splittingtabelle (also Verdoppelung) abgelesen. Die Ersparnis steigt mit dem Gehaltsunterschied zwischen den Partnern.
Das soll ein stattlicher Ansporn sein, zu heiraten (der Staat hat Vorteile durch die Heirat, denn es ist ja erst einmal einer für den anderen für Unterhalt verantwortlich- der Staat also erst einmal raus).
Er meint, es gibt deshalb nicht genug Anreiz für Frauen, mehr als Teilzeit zu arbeiten.
Das ist doch eine rein finanzielle Sache.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von tonib am 28.09.2018, 8:45 Uhr

Ich sehe das anders und bin für ein Familiensplitting. Die Betreuung von Kindern sollte in meinen Augen unterstützt werden, die Ehe als Institution (auch ohne Kinder) finde ich in finanzieller Hinsicht nur sehr begrenzt unterstützungswürdig.

Unterstützungswürdig deshalb, weil es eine gegenseitige Unterhaltsplicht in gewissen Grenzen gibt. Die allerdings ja auch heruntergestuft wurde, wenn man das mit der (nichtehelichen) Bedarfsgemeinschaft vergleicht.

Die schädlichen Auswirkungen auf das Arbeitsverhalten von Frauen mit Steuerklasse V (Kosten für die Kinderbetreuung sind höher als das Steuerklasse V Einkommen) sind ja belegt. In meinen Augen verhindert das eine Gleichstellung der Ehepartner nicht unwesentlich und führt häufig dazu, dass Frauen nach der Scheidung schlecht dastehen, von Altersarmut ganz zu schweigen.

Das hat für mich nichts mit dem Wert der Ehe zu tun, den möge jeder für sich bewerten. Rechtliche Unterschiede gibt es ja immer noch zahlreiche.

Insgesamt sehe ich tatsächlich einen Wandel, die Umwandlung in ein Familiensplitting ist für mich überfällig.

Mal schauen, ob das BVerfG den mitträgt.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von cube am 28.09.2018, 8:45 Uhr

Ja, Frauen würden damit „unter ihrem Potential bleiben“ - dem Potential, das der Staat sich wünscht. Damit stellt er aber Familie und das man dafür vielleicht Nachteile in Kauf nimmt, immer weiter in den Schatten. Das beide arbeiten gehen ist wichtiger Familie und was es für den einzelnen bedeutet.
Die Aussage „die Ehe hat an Bedeutung verloren“ hat er eben so getroffen - das finde ich ist ein Schlag für alle, die heiraten, weil sie ihrer Beziehung mehr Bedeutung geben wollen. Wir haben geheiratet, weil wir sicher sind, immer zusammen bleiben zu wollen. Weil wir Verantwortung für den anderen übernehmen wollen.
Das als nicht mehr von Bedeutung zu bezeichnen finde ich unfassbar.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Shanalou am 28.09.2018, 8:52 Uhr

Das finde ich auch! Die Frage, die sich mir aber stellt, ist, wie lange wird das Familiensplitting gezahlt? Ein Ehegattensplitting wird ja bis zur Rente bezahlt. Ist das dann beim Familiensplitting auch so? Wäre es jetzt so, dass das Familiensplitting nur bis z:B. Beendigung der Ausbildung der Kinder gezahlt würde, würde uns das deutlich schlechter stellen. Auch wenn ich Vollzeit arbeiteten würde, würde ich nur ca. die Hälfte oder ein Drittel des Einkommens meines Mannes erzielen. Aus diesem Grund bin ich, aus rein egoistischen Gründen, dann doch wieder für das Ehegattensplitting. Für Alleinerziehende und Unverheiratete ist es aber schon ziemlich ungerecht.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Shanalou am 28.09.2018, 8:54 Uhr

Dann müssten sie aber einiges andere auch ändern, z.B. das Erbschaftsrecht.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von cube am 28.09.2018, 8:58 Uhr

Natürlich sollten Familien generell unterstützt werden.
Aber es kann doch nicht sein, das Ehe und auch der Wunsch, TZ zu arbeiten wegen der Familie, plötzlich nicht mehr von Bedeutung ist.
Darum geht es doch. Diese Aussage dazu. Das unsere Gesetze dazu nicht perfekt sind und sicher angepasst werden sollten, um unverheirateten Familien auch Vorteile zu bieten - keine Frage.
Aber das darüber zu argumentieren, Ehe habe eh an Bedeutung verloren 7nd Frauen würden dadurch unter ihrem Potential bleiben ist unverschämt und beleidigend.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von IngeA am 28.09.2018, 8:58 Uhr

Ja, sieht ganz so aus.

LG Inge

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von cube am 28.09.2018, 9:02 Uhr

Aber es zeigt ja dann sehr deutlich, was wir für den Staat sind: reine Arbeitsbienen, die nebenbei bitte auch Nachwuchs-Arbeitsbienen produzieren sollen und möglichst schnell wieder dem Staat dienen. Und da wir Frauen ja ohne Hilfe das Staates zu dumm sind, unser Potential auszuschöpfen, darf es bitte keine Anreize geben, sowas wie Familie wichtiger zu finden, als evt mehr Rente zu haben (ob wir die überhaupt bekommen, ist ja eh so eine Sache....)

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Finale am 28.09.2018, 9:09 Uhr

Die Wahl hat man doch meistens nicht. Bei uns sind die Mieten mittlerweile so teuer, dass man 2 Verdienste braucht um über die Runden zu kommen. Mir kann keiner weiss machen, dass es befriedigender ist, seine Kinder ganztags von klein auf betreuen zu lassen während man selbst 8 Stunden am Fließband oder an der Kasse sitzt. Es gibt unzählige Jobs (meiner gehört auch dazu) wo man kein Potenzial ausschöpft, sich nicht selbst verwirklicht sondern schlicht und einfach Geld verdient um die Wohnung zu bezahlen oder das Essen.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von tonib am 28.09.2018, 9:11 Uhr

Dass Du aus persönlichen Gründen dafür bist, kann ich gut verstehen.

Aber wenn man das aus gesamtgesellschaftlicher Sicht betrachtet - wofür werden knappe Ressourcen eingesetzt, welche Steuerung soll durch den Mitteleinsatz erzielt werden - dann fände ich es sinnvoll, das Familiensplitting auf den Zeitraum der Unterhaltspflicht ggü. Kindern zu beschränken, evtl. mit einem kleinen Ausgleich.
Denn das ist dann eigentlich wieder Privatvergnügen und hält tatsächlich vor allem Frauen davon ab, Vollzeit zu arbeiten oder einen höherqualifizierten Job anzustreben. In Zeiten, in denen Vollzeitarbeit von Frauen gewünscht und ihr Einsatz gebraucht wird, wird durch das Splitting ein gegenteiliger Effekt erzielt. Warum sollte eine Gesellschaft das tun?

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von shinead am 28.09.2018, 9:13 Uhr

Heiraten war für mich ein wichtiger Schritt für uns als Paar. Ob es da "Steuererleichterungen" gibt oder nicht, war dabei vollkommen egal. Die Versorgerehe, wie es sie "früher" gab, sollten wir m.E. tatsächlich nicht mehr subventionieren. Dazu steht (meist die) Frau, im Falle einer Trennung viel zu schlecht da und ist dann auf staatliche Hilfe angewiesen.

So lange ein Kind im Haus lebt (oder ein junger Erwachsener in Ausbildung) halte ich ein Familiensplitting für absolut sinnvoll.
Hierbei könnte man m.E. ohne weiteres auch großzügig in Sachen Steuererleichterung sein und ggf. die Kinder mit einrechnen und dann die Steuern für das Einkommen auf 3, 4 5 oder mehr Personen berechnen, so dass Großfamilien ggf. gar keine Steuern mehr zahlen.

Sobald die Kinder aus dem Haus sind, zahlt man Steuern wie ein unverheiratetes Paar.
Das Familiensplitting könnte dann wieder einsetzen, wenn ein Großelternteil pflegebedürftig wird und diese Pflege entweder selbst übernommen wird oder das Paar einen finanziellen Beitrag für das Pflegeheim leisten muss.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Astrid18 am 28.09.2018, 9:19 Uhr

Aber es ist doch so, dass viele Frauen in der Teilzeitfalle stecken und beruflich nicht weiter kommen.

Das Familiensplitting benachteiligt Dich auch nicht, solange Du wegen der Kinder Teilzeit arbeitest.

Warum aber Ehen steuerrechtlich privilegiert werden sollen, wenn die Kinder längst aus dem Haus sind, ist eben nicht so nachvollziehbar.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Shanalou am 28.09.2018, 9:24 Uhr

Das wird dann alles aber wieder sehr bürokratisch und unübersichtlich! Deshalb bin ich nach wie vor für ein bedingungsloses Grundeinkommen (egal welches Modell). Das wäre mit Abstand das gerechteste.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Shanalou am 28.09.2018, 9:28 Uhr

Das kommt darauf an. Bei Ehen mit Kindern ist es ja sehr häufig so, dass die finanzielle Unterstützung auch nach dem Auszug weiter anhält. So ganz eigennützig ist das ja auch nicht. Problematisch finde ich nur Ehen ohne Kinder. Wobei die Ungerechtigkeit für Alleinerziehende, die schlimmste ist. Unverheiratet zusammen lebende Paare können ja auch heiraten.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von memory am 28.09.2018, 9:32 Uhr

Auch wieder so was wo ich mich frage , wer hat denn schon mal ein super Jobangebot (Stichwort Potenzial) bekommen und dann gesagt ," och nööööö , das mach ich nicht , ich habe doch das Ehegattensplitting" ! Und bei wem ist das denn soviel Steuerersparnis das es eine 50% Stelle abdeckt und man deswegen !!! darauf verzichtet obwohl man das Geld braucht

Also wenn man nur hier im Baby und Job ließt, ist das Hauptargument von Frauen in Teilzeit ja nun nicht unbedingt, ach , ich brauch nicht voll arbeiten , den Rest übernimmt doch der Fiskus!

Hat jemand das vor seiner Hochzeit ausrechnen lassen und danach dann seine Arbeitswelt geplant?

Sein geheucheltes "so können Frauen ihr Potenzial besser ausschöpfen" kann er sich sonst wo hinstecken!

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Was 1958 schon gut war,

Antwort von Falbala am 28.09.2018, 9:36 Uhr

Kann heute nicht schlecht sein?
Das Splitting wurde aufgrund des klassischen Modells: Frau zuhause, Mann Arbeit, eingeführt.
Das Ehegattensplitting abzuschaffen, bedeutet nicht, dass man nicht mehr heiraten darf. Die finanziellen Anreize zur Heirat, wenn ein Partner wesentlich mehr verdient, wären nicht mehr gegeben.
Es ist Fakt, da braucht man sich gar nicht zu empören. dass Ehen nicht mehr den Stellenwert wie früher haben, weil heutzutage Frauen nicht mehr finanziell vom Mann abhängig sein wollen (wie oft wird hier bei Eheproblemen zuerst gefragt, ob die Frau arbeitet), und finanziell auf eigenen Füßen stehen können wenn es zur Trennung kommt, was ein guter Fortschritt ist.
Insofern SIND Scheidungen leichter, und dass eine Frau dann nicht von staatlicher Hilfe abhängig ist, weil sie aufgrund eines nicht existenen Splittings den Anreiz hat, weiter zu arbeiten - das ist doch eigentlich positiv.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren - äh

Antwort von Falbala am 28.09.2018, 9:43 Uhr

Ich mache doch meine Entscheidung nicht von der Aussage eines Politikers abhängig.
Wir haben geheiratet, weil wir es wollten, und wenn Scholz das damals gesagt hätte, wäre uns das schnurzegal gewesen.

Wenn man die Emotionen außen vorläßt und realistisch ist, stimmt seine Aussage.

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Re: Es ging mir nicht ums Splitting - sondern um die Begründungen

Antwort von cube am 28.09.2018, 9:45 Uhr

das Ehe an Bedeutung verloren habe
Frauen ihr Potential nicht ausschöpfen (weil sie einen Vorteil genießen durch das Splitting)
(Und Herr Scholz offenbar meint, da müsse der Staat den armen Dummchen eben den Anreiz, zu Hause bei den Kindern zu sein, entziehen)

Das Splitting in welcher Form auch immer, ist mir wurscht.

Es ist verdammt noch mal meine Entscheidung, nur TZ zu arbeiten - nicht aus Dummheit und auch nicht, weil ich einen popeligen "Vorteil" nutzen will.

Was nicht meine Entscheidung ist, dass viele Chefs immer noch meinen, dass man als Mutter sicher eh nicht mehr den Anforderungen eines "richtigen" Jobs gewachsen ist und kinderlose oder Männer bevorzugen.
Was nicht meine Entscheidung ist sind Mieten, die nur zu bezahlen sind, wenn beide arbeiten gehen.
Was nicht meine Entscheidung ist, wenn es gar nicht erst genügend gut bezahlte TZ-Stellen gibt für Frauen, die ihr Potential nicht mehr ausschöpfen wollen, sondern zugunsten der Familie gerne TZ arbeiten (und dadurch Nachteile in kauf nehmen).

Fassen wir es doch kurz und knapp zusammen: Ehe und Familie ist in Deutschland offenbar laut Herrn Scholz nicht mehr von Bedeutung und Frauen immer noch zu dumm, eigene Entscheidungen zu treffen, deswegen hilft Herr Scholz gerne nach.

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Re: Was 1958 schon gut war,

Antwort von cube am 28.09.2018, 9:51 Uhr

Und deswegen ist im Umkehrschluss heiraten nicht mehr von Bedeutung?
Und mal ehrlich: viele Frauen würden gerne länger zu Hause bleiben und dann nur noch TZ arbeiten - wegen/für Familie. geht aber nicht, weil ein Einkommen schon lange nicht mehr ausreicht, überhaupt Miete und Essen zu zahlen mit Kind.
Warum tun plötzlich alle so, als wenn ALLE Frauen unbedingt sofort wieder voll arbeiten wollen? Sehr viele müssen - würden aber lieber mehr zeit mit der Familie haben.
Warum arbeitet Herr Scholz nicht mal daran, dass es auch Dtl normal wird, dass auch der Mann reduziert (beide nur 75% arbeiten) - siehe skandinavische Länder.
Warum müssen Frauen heute mit ihrer VZ-Arbeit regelrecht beweisen, dass sie ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft sind, sozusagen trotz Kind?

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Die Ehe ist aus gesetzlicher Sich ausschließlich eien Versorgungsangelegenheit.

Antwort von Leewja am 28.09.2018, 9:53 Uhr

Es geht NUR ums Geld.

Romantik, das zusammenbleiben wollen für immer, das zueinander bekennen, Liebe - das ist alles nicht Sinn der Ehe, was die standesamtliche Eheschließung als Verwaltungsakt angeht.

Und daher kann man sagen:
Ehe bedeutet finanzielle Versorgung.
Meist die der Frau DURCH den Mann.

Und da ja ein großer Anteil dieser für immer und ewig, wir lieben uns ja so-Ehen nun mal nach einigen Jahren kaputt geht, und der Mann dann plötzlich meistens gar nicht mehr gerne Versorger sein will, und die Frau oft eben es NICHT schafft, ihr Potential, sich (und die Kinder) zu versorgen, nach einigen Jahren beruflicher Auszeit auszuschöpfen, finde ich ganz persönlich es äußerst erstrebenswert, als Frau auch allein klarzukommen.
Sonst springt nämlich doch der Staat ein und das ist dann ja auch notwendig und richtig - aber eben theoretisch auchoft vermeidbar.

Das Modell der Versorgerehe finde auch ich veraltet und nicht erstrebenswert, aber ich bin auch der Meinung, dass das jede und jeder für SICH und die eigene Kernfamilie entscheiden können muss. (?).

Ich denke, ein Familiensplitting oder Steuervergünstigungen für Familien/Kinder wären wesentlich sinniger.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Finale am 28.09.2018, 10:11 Uhr

Ich suche gerade firmenintern eine neue TZ-Stelle, weil meine alte gestrichen wurde. Kein Chef, keine Kollegin will verstehen, dass ich weiter Teilzeit arbeiten will, mein Kind bräuchte mich nicht mehr so. Meine Tochter ist 10. Ich wäre eine Glucke, wenn mein Mann nicht verlässt, würde ich schon sehen, was ich hätte etc. Mit großem Kind könnte ich sogar länger arbeiten als Leute ohne Kind der, weil meine Tochter Zuhause den Haushalt machen könnte.
Es geht hier natürlich nur darum, dass es für meinen Arbeitgeber interessanter wäre, wenn ich Vollzeit arbeiten würde. Meine Zufriedenheit interessiert nicht, dazu bin ich zu unwichtig und zu ersetzbar. Das gleiche passiert mit Arbeitnehmern, die einen Pflegefall haben.
Das Ehegattenspltting spielt bei meiner Entscheidung gar keine Rolle.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von shinead am 28.09.2018, 10:13 Uhr

Klar ist das Bürokratie. Es geht um Steuern.
Auch jetzt muss ich ja meine Steuerklasse ändern, wenn sich meine Verhältnisse ändern (Heirat, Trennung, Kinder, etc.), oder ich rechne eben erst mit der Steuererklärung ab.

Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde ich auch präferieren. Allerdings denke ich nicht, dass die Regierung sich das jemals trauen wird. *seufz*

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ich sage dazu nichts

Antwort von Ellert am 28.09.2018, 10:17 Uhr

und schüttle nur den Kopf .
Unsere Gesellschaft entwickelt sich in eine Richtung die mir nichtmehr gefällt und
weg von allen Werten

dagmar

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es soll auch Männer geben die TZ haben

Antwort von Ellert am 28.09.2018, 10:18 Uhr

davon kenne ich einige
alle auch Dummchen am Herd !

dagmar

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von memory am 28.09.2018, 10:18 Uhr

Eben, ICH bekomme für meinen Sohn z.b. Pflegegeld , was mein Teilzeitgehalt etwas abfängt ..aber auch ohne dieses Geld würde ich nicht Voll arbeiten können , da kann mein und der politische Potenzialausschöpfungswunsch des Herrn Scholz noch so groß sein. Wir müssten dann halt andere Leistungen beantragen.

Ich denke am Ehegattensplitting die Arbeitszeit und die "Potenzial Ausschöpfung " einer Frau /Mutter festzumachen , ist schon eine sehr gewagte These!

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Finale am 28.09.2018, 10:26 Uhr

https://www.google.com/amp/s/amp.welt.de/debatte/kommentare/article171315882/Abschaffung-des-Ehegattensplittings-waere-perfide.html

Habe ich vor einiger Zeit gelesen und fand ich ganz schlüssig.

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Re: Wie gesagt: die Begründung stört mich

Antwort von cube am 28.09.2018, 10:34 Uhr

Das Splitting ist mir egal bzw. können sie ruhig ändern. Aber der Ehe die Bedeutung abzusprechen und Frauen zu unterstellen, sie würden ihr Potential nicht ausschöpfen, wenn er ihnen nicht den "Vorteil" des Splittings entzieht ...

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Sehr vielel sagen aebr "ich muss ja nicht VZ arbbeiten, mein Mann verdient ja genug"

Antwort von Leewja am 28.09.2018, 10:35 Uhr

es geht also schon um Versorgung.

Und ich habe mal mit drei Anwältinnen zusammensgtanden, Mitarbeiter/Angestellte meines Manes beim Firmenfest und jede von denen sagte stolz und leicht thriumphierend "ich MUSS ja eigentlich nicht arbeiten"---bis ich sehr ruhig und schmunzelnd sagte "Peter muss ja eigentlich auch nicht arbeiten" - eine Sichtweise, die kaum jemand nachvollziehen kann, aber sie stimmt natürlich genauso. Und natürlich könnte genauso gut er zuhause das Kind und en Haushalt schmeißen, warum auch nicht, das ist nicht der heileigen Mutter vorbehalten.

Frauen lassen sich aber (gern?) in diese versorgte "ich muss ja nicht arbeiten" - Rolle drängen, während Männer das eher selten tun.

Wer nach (nicht seltenen) Trennungen finanziell schlechter da steht, wissen wir alle, wer es nicht weiß, sollte ins AE-Forum schauen.

ich begreife nicht, auch wenn ich es dennoch akzeptiere und respektiere, wie man sich in eine solche Abhängigkeit begeben kann dund as auch noch mit Zähnen und Klauen verteidigt...

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Im Baby und Job

Antwort von Astrid18 am 28.09.2018, 10:35 Uhr

Unterforum habe ich sehr, sehr oft gehört, dass sich wegen der Steuer ein Teilzeitjob nicht lohnt und deshalb nur ein Minijob gemacht wird.

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Re: Was 1958 schon gut war,

Antwort von tonib am 28.09.2018, 10:44 Uhr

"Warum arbeitet Herr Scholz nicht mal daran, dass es auch Dtl normal wird, dass auch der Mann reduziert (beide nur 75% arbeiten) - siehe skandinavische Länder."

Das versucht er doch gerade. Die 100% zu 0% Aufteilung wird ja durch Splitting am meisten begünstigt. Bei 75% zu 75% hat das Splitting gar keine Auswirkungen, wenn nicht die Jobs sehr stark unterschiedlich bezahlt werden - das steht doch jedem frei, das zu machen.

Schön wäre natürlich, die niedrigen Gehälter wären höher und jeder hätte mehr netto vom brutto.

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Re: Sehr vielel sagen aebr "ich muss ja nicht VZ arbbeiten, mein Mann verdient ja genug"

Antwort von cube am 28.09.2018, 10:54 Uhr

Ist dir denn schon mal der Gedanke gekommen, das es Frauen gibt, die in einer Partnerschaft leben, in der sie das nicht als Abhängigkeit empfinden? Weil beide gemeinsam diese Dinge beschlossen haben? Also ich zumindest habe nicht geheiratet, weil mein Mann mich dann versorgen kann - aber auch nicht, um im Hinterkopf zu haben, dass wir uns ja mal trennen könnten und dann ...
Ich lebe JETZT mit meinem Mann und Kind, ich möchte JETZT für die Familie da sein. Dabei denke ich eben gerade nicht daran, ob SPÄTER vielleicht mal das böse Erwachen kommt. Dann hätte ich erst gar keine Kinder bekommen sollen.
Das mag jetzt offenbar vielen dumm vorkommen, aber ich vertraue tatsächlich auf meinen Mann bzw. unsere Ehe. Und tatsächlich so weit, dass wenn wir uns doch mal trennen sollten, ich mir sicher bin, das er mich nicht von heut auf morgen im Regen stehen lässt für Entscheidungen, die wir mal gemeinsam getroffen haben.

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Re: ich sage dazu nichts

Antwort von Mehtab am 28.09.2018, 10:55 Uhr

Ja, genau so sehe ich das auch. Ich verstehe nicht, warum man die Einkommenserzielung nicht den Familien überlassen kann. Das Ehegattensplitting hat sich bewährt. Es kann nicht sein, dass, nachdem die Kinder volljährig sind, das Ehegattensplitting wegfällt, weil ja vorher schon die Grundlagen für ein gemeinsames Einkommen und Splitting gelegt wurden. Da werden laufend soziale Leistungen ausgedehnt und hier soll ein funktionierendes Modell kaputt gemacht werden.

Na ja, bei den derzeitigen Umfragewerten der SPD braucht man jetzt nicht unbedingt Angst haben, dass das Ehegattensplitting schon bald abgeschafft wird.

Eigentlich sollten die Kinder noch ganz anders in das Splitting mit einbezogen werden. Allerdings wäre das meiner Meinung nach bei den "Alleinerziehenden" auch nur der halbe Betrag für jeden, weil sie ja zusammen nur ein Kind finanzieren. Bei mehreren Kindern natürlich für jedes Kind der halbe Betrag.

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so denken ja viele

Antwort von Leewja am 28.09.2018, 10:59 Uhr

und die Trennungsraten steigen trotzdem fröhlich vor sich hin.

Ich bin sehr romantisch vernalagt, aber ich habe von meinen Eltern (die ein klassisches Familienmodell leben seit fast 40 Jahren) IMMER gesagt bekommen "Du musst dich und deine Kinder im Notfall auch alleine evrsorgen können" - ich empfinde es nicht als "Dummheit", aber als Leichtsinn, mich zu 100% auf einen anderen Menschen zu verlasen, was meinen wirtschaftlichen Wohlstand angeht (und den meines Kindes) - wenn er arbeitsunfähig wird, muss man sich ja nicht mal trennen, um plötzlich recht problematisch da zu stehen.

Du magst das nicht als abhängig empfinden, rein sachlich auf dem Papier BIST du aber eben abhängig davon, dass er genug für euich alle verdient.
Und wenne r das aus welchem grund auch immer nicht mehr tut/kann, dann würdest du Probleme haben, das nach eienr langen Auszeit dann wieder zu stemmen.
Das ist ja nun mal eine Tatsache.

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Re: Was 1958 schon gut war,

Antwort von cube am 28.09.2018, 10:59 Uhr

Schön wäre, wenn die Politik mal aufhören würde, Frauen ständig als Dummchen hinzustellen, die sich vollkommen ahnungslos in ganz böse Fallen begeben.
Schön wäre auch, wenn akzeptiert würde, das nicht alle Frauen Karriere machen wollen, sondern gerne für die Familie da sind.
Schön wäre, wenn das dann auch respektier würde und nicht als "selber schuld" oder "schön dumm" deklariert.

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Re: ich sage dazu nichts

Antwort von shinead am 28.09.2018, 11:01 Uhr

>>Die Vollzeitbeschäftigten der Frau hingegen an Bedeutung gewonnen. Deshalb solle das Ehegattensplitting abgeschafft werden. Es würde Frauen einen Grund geben, statt VZ nur TZ zu arbeiten. Das sei alles nicht mehr zeitgemäß.

Ich komme aufgrund dieser Aussage nicht zu dem Schluss, dass die Ehe nichts mehr Wert sei. Die Ehe ist ein Band zwischen zwei Menschen. Ein Signal nach außen, dass man zusammen gehört. Für manche hat es auch einen religiösen Hintergrund.

Dieser Wert ist vollkommen unangetastet von einer Wertung bezüglich des Ehegattensplittings!

Schlussendlich haben sich schon so manche Gesetze und Richtlinien bezüglich der Scheidung einer Ehe geändert. Die frühere Versorgerehe gibt es nicht mehr. Weder nach dem Tod des Ehegatten, noch nach einer Scheidung.
Die Witwenrente wurde für Hinterbliebene ohne zu versorgende Kinder verringert und schon lange gilt: nach einer Scheidung gibt es keine lebenslange Versorgung durch den Ex mehr.

Dieser Realität muss man sich m.E. tatsächlich auch im Ehegattensplitting stellen. Jeder der es sich leisten kann darf gerne Teilzeit arbeiten oder bleibt ganz zuhause. Das ist davon nicht angetastet. Das Ehegattensplitting finanziert das ja auch nicht voll.

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Re: Im Baby und Job

Antwort von kanja am 28.09.2018, 11:17 Uhr

Nur weil man es oft wiederholt, stimmt es immer noch nicht.

Zumindest ist es sehr, sehr kurzsichtig gedacht.

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Re: Sehr vielel sagen aebr "ich muss ja nicht VZ arbbeiten, mein Mann verdient ja genug"

Antwort von memory am 28.09.2018, 11:19 Uhr

In diesen Einkommenskreisen bewegen wir uns nicht ! Die Variante , ich gehe arbeiten und brauche das Geld eigentlich gar nicht , kenne ich nicht! Die Variante , "ich gehe nicht VZ arbeiten , weil ich das Geld nicht brauche "auch eher nicht! Die Variante der Kiga hat erst ab 8:00Uhr / bis 16:00Uhr auf , das Kind braucht Nachhilfe, hat Vereinstermine , diverse Arzt / Therapeutische Termine, Mann ist dienstlich oft unterwegs /wochenweise abwesend , kein Krippenplatz /Hort bekommen , keine Oma vor Ort ect..pp" beide Vollzeit geht schlecht , schon eher!

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Natürlich, das ist problematisch und muss besser geregelt werden.

Antwort von Leewja am 28.09.2018, 11:23 Uhr

Aber vielelicht eher druch wesentlich bessere, flexiblere Betreuung.

ich z.B. arbeite ja auch TZ, 87,5%, da ich eine Stunde pendelzeit habe und das Kind sonst eben nicht pünktlich eindasammeln kann. Ich verdiene allerdings auch TZ genug, um mich und ihn problemlos durchbringen zu können.
Aber dann kommt er aus einer Übermittagbetreuung, in der nicht darauf geachtet wird, ob die HA gemacht werden, in der mit Handies gespeilt werden darf, in der unüberwacht süßkram gefuttert/verteilt wird - das nervt mich zu Tode.

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Re: Sehr vielel sagen aebr "ich muss ja nicht VZ arbbeiten, mein Mann verdient ja genug"

Antwort von Finale am 28.09.2018, 11:24 Uhr

Ich bin momentan sehr unglücklich in meinem Job, ich werde sehr unfair behandelt, man will mich loswerden, ich bin aber zu 100 Prozent abhängig von diesem Job. Ich bin nicht hochqualifiziert und finde nicht so schnell was ähnliches. Wenn ich kündige ohne was Neues zu haben, werde ich vom Arbeitsamt gesperrt, ich versuche also aus der Situation das Beste zu machen, obwohl ich natürlich der Unterlegene in der Beziehung bin und das garantiert kein Verhältnis auf Augenhöhe ist.
Ich bin da in der gleichen Situation wie eine Ehefrau vor ca. 100 Jahren, außer, dass ich heute im Zweifelsfall den Staat habe, der mich nicht verhungern lässt, aber das passiert auch einer arbeitslosen Alleinerziehenden nicht.

Ich kenne so viele, die mit Mitte 50 noch arbeitslos geworden sind und dann sehr schnell sehr viel verloren haben. Am Schlimmsten ist das normalerweise für alleinstehenden Frauen und Männern, weil da eben kein Partner da ist, der das auffängt. Die werden ja nicht umsonst bei Sozialplänen bevorzugt.
Als ich nach 3 Jahren Elternzeit wieder angefangen habe zu arbeiten, war ich kpl. von meinem Mann und meinen Eltern abhängig, dass sie meine Tochter, die sehr oft krank war, betreuen. Wenn meine Eltern das nicht hätten leisten können oder mein Mann das nicht hätten machen wollen, hätte ich meinen Job verloren, das hätte kein Arbeitgeber mitgemacht.

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Re: genau, bloß keine Anreize für einen TZ-Job bieten

Antwort von cube am 28.09.2018, 11:30 Uhr

"Je größer der Einkommensunterschied zwischen Mann und Frau, desto größer der Steuervorteil. Folge: Der Zweitverdiener, meistens die Frau, habe wenig Anreiz, „das eigene Potential zu steigern“, also z.B. einen Vollzeit-Job anzunehmen".

Ja warum sorgt die Politik denn nicht eher dafür, dass Frauen bei gleichen Jobs gleich bezahlt werden? Dann wäre der Anreiz für beide gleich hoch und es wären nicht hauptsächlich Frauen, die die Abstriche machen.

Und nochmals: vielleicht sehe ich mein Potential zumindest zeitweise eben darin, hauptsächlich Mutter zu sein? Und das ist dann nicht erstrebenswert? Ehe überbewertet? Sich auf beides freiwillig einzulassen dumm?

Scholz begründet seine Wünsche zur Änderung mit der zunehmenden Bedeutungslosigkeit der Ehe. Daher sehe ich das sehr wohl als Wertung der Bedeutung von Ehe.
Scholz begründet die vielen TZ-Mütter mit den Anreizen des Ehegattensplittings - lässt aber außen vor, warum es eher die Frau ist, die TZ arbeitet (wie zB ungleiche Gehälter, mangelnde gesellschftliche Akzeptanz eines TZ-arbeitenden Mannes).

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Re: Sehr vielel sagen aebr "ich muss ja nicht VZ arbbeiten, mein Mann verdient ja genug"

Antwort von cube am 28.09.2018, 11:34 Uhr

das war auch nicht darauf bezogen, genug Geld zu haben, um nicht arbeiten zu müssen. Sorry, wenn das falsch rüber kam.
Ich bezog es vielmehr darauf, dass es eben Frauen/Familien gibt, in der dies freiwillig und wissentlich der Nachteile so gemacht wird, weil beide davon überzeugt sind und auf ihr Beziehung bzw. dem Partner vertrauen.
Ganz unabhängig vom Geld (wir sind übrigens auch nicht Rockefeller und schränken uns entsprechend ein, damit ich eben unser Kind vor 16.30 abholen kann).

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Re: Im Baby und Job

Antwort von Shanalou am 28.09.2018, 11:35 Uhr

Das kommt ganz darauf an. Ist der Mann z.B. privatversichert, lohnt sich ein 450 Euro Job nicht. Wenn ich einrechne, dass ich bei einem sozialversicherungspflichtigen Job eine Arbeitslosenversicherung, Krankengeld, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall / Urlaub(gibt es oft nicht bei 450€ Jobs) habe, lohnt sich ein 450€ Job auch nur in bestimmten Fällen. Aber manche Frauen haben eben auch eine Rechenschwäche.

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Re: Natürlich, das ist problematisch und muss besser geregelt werden.

Antwort von memory am 28.09.2018, 11:47 Uhr

Ja obwohl auch hier alles seine Grenzen hat . Nicht jeder hat einen Job von 8:00-16:00 Uhr ! Ich habe im Krankenhaus aufgehört , weil ich nicht mit 2 Kindern und einen Mann auf Montage, früh um 5:30 Uhr anfangen konnte. Zu Kindergartenzeiten ging es noch halbwegs (da er bei der Oma übernachtete hat) ab Schule war Ende .So banal sind manchmal die Dinge.
Und nein , ein Baby nehme ICH nicht 4:00Uhr früh mit in die Krippe und einen 6 jährigen schicke ich auch nicht ab 4:00Uhr zur Oma und dann ab 6:00Uhr in den Hort , damit er dann ab 8:00Uhr bereit für die Schule ist und nach der Frühstückspause einpennt! Da arbeite ich lieber jetzt Teilzeit wo anders.

Ich finde das man mit kleineren !!! Kind(ern) nun mal auch das Recht hat zu sagen ..ok die paar Jahre muss es auch mal ohne Muddis Vollzeitjob gehen , auch wenn der Göga nicht einen Batzen Geld heimbringt.
Und bitte ohne das man gleich gesagt bekommt " bedenke doch...wenn dein Mann stirbt, abhaut, krank wird ect.pp oje oje , oder einem unterstellt wird, man wäre nur zu faul oder einfach nur zu dumm zum arbeiten und muss deswegen nur genug Geld gestrichen bekommen , dann bewegt man schon seinen Hintern.

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Ehe als Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft

Antwort von Leena am 28.09.2018, 11:47 Uhr

Im Grunde ist eine Ehe ja eine Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft mit gegenseitigen Rechten und Pflichten, die man rechtlich auch wieder auflösen kann. Aber so lange diese Gemeinschaft besteht und quasi gemeinschaftlich wirtschaftet, finde ich die Zusammenveranlagung von Ehegatten tatsächlich gerechtfertigt, dass man also sagt, im Innenverhältnis können sich die Eheleute die Erwerbs- und die Familienarbeit so aufteilen, wie es für sie einigermaßen passt, und das Einkommen wird dann steuerlich so behandelt, als ob jeder die Hälfte verdient hätte. Denn diese Wirtschaftsgemeinschaft besteht ja nun mal, Unterhaltsansprüche, Taschengeld, bei der Kirchensteuer etc.

Es auf ein "Familiensplitting" während der Zeit, in der man unterhaltsberechtigte Kinder hat, zu begrenzen, halte ich nicht ganz für ermessensgerecht, da die in der "Familienphase" getroffenen Entscheidungen in Sachen Teilzeit etc. ja lebenslang "nachwirken", und man nach x Jahren in Elternzeit oder Teilzeit-Arbeit auch mit 60 dann nicht so viel verdient, wie man ohne "Familienphase" sonst verdient hätte. Dass man das intern "ausgleicht" und diesen Ausgleich übers Ehegattensplitting auch fortführt, fände ich systemgerecht.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Daffy am 28.09.2018, 11:51 Uhr

> Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Nachdem linke Ideologen seit Jahrzehnten daran gearbeitet haben, ist das eine wenig überraschende Tatsache. Papa Staat ist der Einzige, der Euch wirklich zuverlässig lieb hat (besonders die Kinder). Dass die meisten Frauen (und Männer) in der Realität keinen Wert auf vollständige Gleichstellung legen, ist einfach ärgerlich, da sind also ein paar erzieherische Stellschrauben fällig.

Ob es dem Gleichheitsgrundsatz entspricht, einerseits die Ehe als Wirtschaftsgemeinschaft zu bewerten mit gegenseitiger Pflicht zu Versorgung, andererseits ein Paar, bei dem einer 100% Einkommen erwirtschaftet zu benacheiligen ggü. einem Paar mit demselben Gesamteinkommen, aber jeweils zwei 60%-Stellen wird sich zeigen (ansonsten hätten wir demnächst sehr viele neue HartzIV-Empfängerinnen, weil der (in der Regel) Mann, der als Single mit Kindern besteuert wird, die Mutter eben nicht unterhalten muss; wie wir alle wissen, wartet die Arbeitswelt ja nur auf Frauen mit Kindern ). Ich vermute, dass das geht, weil das Ziel die schöne neue Welt ist und Ideologie über allem steht, seit Religion in die zweite Reihe geschickt wurde.

Das wird erst mal zwei Dinge zur Folge haben: Kinder kriegen überwiegend (ein paar) sehr Wohlhabende und viele Arme, die ohnehin vom Staat unterhalten werden und mit jedem Kind ihr Einkommen steigern können. Und die Scheidungszahlen werden steigen, weil man(n) feststellt, dass er (oder gelegentlich sie) unglaublich viel sparen kann, wenn er nur noch auf eigene Rechnung wirtschaftet (besonders wenn die Kinder selbstständig sind) und diese abgenutzte, von Gewohnheit getragene Beziehung das viele Geld nicht wirklich wert ist.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von cube am 28.09.2018, 12:04 Uhr

Bei uns erfolgt sehr wohl eine Gleichstellung: nämlich dadurch, dass mein Mann tatsächlich (man mag es kaum glauben ;-) der Meinung ist, dass ich durch meine "Arbeit" als Mutter, Familienmanagerin, Haushaltschmeisserin plus TZ-Job ebenso viel leiste wie er als Vollzeitarbeitender. Und er von sich selbst sagt, er würde das so nicht hinbekommen.
Dummerweise wird aber von der Politik immer mehr propagiert, dass die TZ-arbeitende Mutter eben weniger wert ist als die VZ-arbeitende Mutter. Und so sieht es inzwischen die Gesellschaft offenbar auch. Schade. Als ich Kind war (und das ist keine 100 Jahr eher), war Mutter sein und sich um Kind und Familie zu kümmern noch etwas, das wertgeschätzt wurde.

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Aber Dein Sicherheitsdenken kommt ja nicht umsonst...

Antwort von Daffy am 28.09.2018, 12:17 Uhr

... sondern zu dem Preis, dass Dein Kind fremdbetreut wird, egal wie es ihm oder Dir dabei geht (die phantastischen Förder- und Entwicklungsmöglichkeiten gibt es eher in der Theorie und wenn es nicht so gut läuft, schmeißt man ja nicht sofort seinen Job). Und dass weitere Kinder nicht geboren werden, weil es auch jobmäßig ´passen` muss, man ohnehin am Ende seiner Kräfte ist, verschiebt....

Es gibt übrigens auch Männer, die sich weigern, eine Ehe mit Kindern einzugehen - weil die Frau weitgehend allein beschließen kann, dass es nicht so läuft, wie sie es sich gedacht/erträumt hat und die gelebte Vaterschaft mit inniger Beziehung zum Kind dann ebenfalls eine eher theoretische Möglichkeit ist. Ich sehe die Abhängigkeit des Vaters vom good-will der Kindsmutter als sehr viel beängstigender an als die finanzielle Abhängigkeit umgekehrt (wenn ich mir vorstelle, ich könnte, ohne massives Eigenverschulden, plötzlich zur zahlenden Wochenend- und Mittwoch-Nachmittag-Mutter erklärt werden...). Es hat eben alles seinen Preis. Meine finanzielle Abhängigkeit hätte mich schlimmstenfalls in HartzIV geführt (und die meisten ae Mütter sind mit Teilzeit trotzdemvon Transferleistungen abhängig - also alle Mütter 100%, spätestens nach dem Babyjahr?)

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sorry aber warum soll man arbeiten MÜSSEN wenn man es nicht braucht ?

Antwort von Ellert am 28.09.2018, 12:20 Uhr

Ich arbeite bewusst nur halbtags und finde das klasse so
ich könnte im Fall der Fälle sofort weder vollzeit gehen
und sehe mich darum nicht finanziell abhängig von meinem Mann.
Auch soll es Ehen geben die halten.

Viel verwerflicher finde ich es wenn Frauen oder auch Männer ohne Ausbildung /Studium Kinder bekommen und dann den Dreh nichtmehr bekommen und mit Hilfsleistungen die Zeit verbringen.
Unsere Mädels sind erzogen das aus sich zu machen auf eigenen Füssen zu stehen. Sie könnengerne Kinder haben und daheim bleiben aber im Notfall solltens ie genau wie ein Mann die Familie ernähren können.
Ich kenne Hausmänner, ich kenne Familien da arbeiten beide nicht voll der Kinder wegen
es gibt so viele Modelle die klappen.
Es wird doch keiner gezwungen daheim zu bleiben aber ich mag mich auch nicht zwingen lassen arbeiten zu gehen
denn wie unsere Familie funktioniert hat nur unsere Familie zu entscheiden

dagmar

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ich arbeite halbtags - meinen Job teile ich daher mit einem anderen

Antwort von Ellert am 28.09.2018, 12:23 Uhr

ganz plump gesprochen
würde ich ganzatags arbeiten hätte diese den Job nicht.

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die sollen ja alle vollzeit arbeiten

Antwort von Ellert am 28.09.2018, 12:25 Uhr

weder TZ noch 450€

Woher nehmen wir denn eigentlich die ganzen Vollzeitstellen ?

dagmar

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und da darf man sich auch nicht reinreden lassen

Antwort von Ellert am 28.09.2018, 12:27 Uhr

ir leben so wie wir es gut finden
andere müssen das nicht mögen, wir sollen ja glücklich sein.

Ich arbeite nur teilzeit - ja und ?

dagmar

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selbst, wenn ich im Lotto gewänne udn nie weidr arbeiten "müsste", würde ich es tun,

Antwort von Leewja am 28.09.2018, 12:34 Uhr

glaube ich ---ich hab halt das große Glück, meinen absoluten Traumjob zu haben und ihn mit allen Zipp und Zapp zu lieben.

Mein armes geschunenes Kind wäre also auch dann fremdbetreut, weil ich es erfüllender finde, meinen Job zu machen, als den Haushalt....oder die HA-Drillerei.

ich würde dann aber hochqualifiziertes personal für beides haben ;)

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Familiensplitting

Antwort von Nynaeve2018 am 28.09.2018, 12:39 Uhr

Ist die Alternative. Ganz einfach, ohne Aufregendes. Hat den Vorteil, das Kinder mit eingerechnet werden und das kinderlose Ehepaar sich nicht steuerlich auf den Familien mit Kindern ausruhen kann. Die Ehe ist nicht wertvoller als andere Familienkonstellationen.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Korya am 28.09.2018, 12:40 Uhr

Also ohne jetzt, zugegebenermaßen, viel Ahnung vom deutschen Steuersystem zu haben, hatte ich es so verstanden, dass
- nicht Scholz, sondern eine Untersuchung im Auftrag des Finanzamtes zu dem Schluss kam und dass
- die SPD stattdessen ein Modell bevorzugt, dass Paare mit Kindern unterstützt, und zwar ganz unabhängig davon, ob sie verheiratet sind oder nicht.
Statt wie bisher hauptsächlich die zu unterstützen, die verehelicht sind, mittelmäßig bis gut verdienen, und sich nicht unbedingt drum scheren müssen, Kinder groß zu ziehen.

Das ist doch erstmal ein positiver Ansatz, der belohnt, eine Familie - in welcher Konstellation auch immer - zu gründen.
Ich habe nicht heraus gelesen, dass das Ziel ist, die Ehe abzuschaffen und alle Frauen in die Vollzeit zu prügeln?

Dass die Ehe insgesamt an Bedeutung verloren, sagen auch die Zahlen. Er mag es etwas plump aus gedrückt haben, aber die Realität ist doch, dass fast die Hälfte der Ehen in die Brüche gehen, bei gemischten sogar 2/3. Früher hatte die Frau mehr zu verlieren, gleichzeitig prüft nicht mehr, was dich ewig zu binden gedenkt sind, und ich glaub viele sind einfach nicht mehr bereit, sich auszuhalten, wenn mal schwierigere Zeiten anbrechen...

LG

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Daffy am 28.09.2018, 12:46 Uhr

> Bei uns erfolgt sehr wohl eine Gleichstellung: nämlich dadurch, dass mein Mann tatsächlich (man mag es kaum glauben ;-) der Meinung ist, dass ich durch meine "Arbeit" als Mutter, Familienmanagerin, Haushaltschmeisserin plus TZ-Job ebenso viel leiste wie er als Vollzeitarbeitender

Damit gewinnst Du keinen Gleichstellungsblumentopf; das ginge schließlich auch mit dem Modell der 50er des vorigen Jahrhunderts.
´Echte` Gleichstellung meint Chancengleichheit im Beruf und ´partnerschaftliche` Aufteilung der Kinderbetreuung (wenn die Mutter häufiger Windeln wechselt oder das kranke Kind pflegt als der Vater steht das zwangsläufig der beruflichen Gleichstellung im Weg). Irgendwie müssen wir dahinkommen, dass Frauen ´ganz freiwillig` nicht soviel Zeit mit ihren Babys/Kleinkindern verbringen, dass es der Karriere schadet (oder zumindest nicht mehr Zeit, als die Väter es tun).

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Nynaeve2018 am 28.09.2018, 13:03 Uhr

Ich komme mit dem bedingungslosen Grundeinkommen nicht klar und stehe daher hinter Deinem Familiensplittingkonzept, das ja nun nicht sooo neu mehr ist.

Wobei, wenn es so bleibt, wie bisher kommt es mir auch zu Gute. Durch die hohe Altersarmut von Frauen werde ich bestimmt eine billige 80 jährige Putzfrau finden *ichbinjetztganzböse* Der Gender Pension Gab liegt derzeitig bei 53 %, betrifft mich persönlich aber nicht. Ach ja, das böse Wort Gender steckt dadrin...

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Warum sollte man das auch?

Antwort von shinead am 28.09.2018, 13:09 Uhr

>>Und nochmals: vielleicht sehe ich mein Potential zumindest zeitweise eben darin, hauptsächlich Mutter zu sein? Und das ist dann nicht erstrebenswert? Ehe überbewertet? Sich auf beides freiwillig einzulassen dumm?

Das ist toll und für Dich dann auch erstrebenswert. Die Frag ist, ob der Staat dieses Lebensmodell (zwingend) finanzieren soll. Wie ich schon schrieb wäre ich für den Tausch in ein Familiensplitting, was dieses Modell auf jeden Fall weiter tragen würde.
Allerdings, und da gebe ich Scholz recht, begibt sich Frau in diesem Lebensmodell in eine Abhängigkeit, die ihr im Falle des Scheiterns der Ehe das finanzielle Genick brechen kann. Nicht nur kurzfristig, sondern vor allem langfristig, was die Rente angeht.

Bei der Auswahl eines Lebensmodells geht es darum glücklich zu sein. Das lässt sich m.E. nicht als "dumm" oder "schlau" bewerten. Manche Menschen sind glücklich als Hausfrau und Mutter, andere wollen/müssen dazu noch Teilzeit arbeiten, andere wollen/müssen Vollzeit arbeiten und balancieren Arbeit und Familie auf diese Weise.

Mit dem aktuellen Modell finanzieren wir ja nicht nur die Teilzeitarbeit von "aktiven" Müttern die die verbleibende Zeit für die Kindererziehung aufwenden, sondern eben auch die Hausfrau oder Teilzeit arbeitende Frau ohne oder mit Erwachsenen Kindern.

Die Ehe hat als rechtliches Konstrukt tatsächlich an Bedeutung verloren. Uneheliche Kinder sind ehelichen Kindern gleich gestellt, Betreuungsunterhalt ist im gleichen Maße an unverheiratete Mütter zu zahlen, Das Sorgerecht kann zwischen unverheirateten Eltern geteilt werden, die Namenswahl steht komplett frei, Elternzeit steht für alle zur Verfügung und Auskunft bei Ärzten erhält man notfalls über eine entsprechende Vollmacht oder Verfügung und Versicherern ist schon länger egal, ob eine Familie oder Paar mit oder ohne Trauschein lebt.
Lediglich im Erbrecht und bei der GKV gibt es m.E. noch echte Vorteile.

Ich habe geheiratet, weil es sich für mich richtig anfühlte. Nicht weil der Staat eine Ehe für sinnvoll hält oder diese subventioniert.

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Re: selbst, wenn ich im Lotto gewänne udn nie weidr arbeiten "müsste", würde ich es tun,

Antwort von Daffy am 28.09.2018, 13:41 Uhr

> Mein armes geschunenes Kind...

Das hast Du geschrieben. Fremdbetreuung ist sicher nicht immer schlecht, und es kann auch nicht nur um das Kind gehen, die Bedürfnisse der Eltern zählen natürlich auch. Die Durchsetzung eines vermeintlich idealen neuen Gesellschaftmodells sowie die Zwangrekrutierung potentieller Steuerzahler durch den Staat (der dringend Geld braucht unter anderem für propagandataugliche Krippen und den Unterhalt der überbordenden Zahl an alleinerziehenden Müttern und ihren Kindern) in meinen Augen aber nicht.

Die Frage ist doch: was bedauert man, wenn man auf sein Leben zurückblickt?

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Miamo am 28.09.2018, 14:12 Uhr

Ich bin da ganz bei dir.

Natürlich wünscht sich Herr Scholz, dass möglichst viele Frauen Vollzeit arbeiten. Schließlich ist es die arbeitende Bevölkerung, die Steuern zahlt und letztendlich diesen Staatsapparat überhaupt erst ermöglicht, und durch mehr Einnahmen auch mehr konsumiert, was als Steuern wiederum ins Staatssäckle fließt.

Letztendlich muss jeder seine eigenen Prioritäten setzen, aber die spitze Bemerkung über die Bedeutung der Ehe, hinterlässt in diesem Zusammenhang schon einen sauren Beigeschmack. Steter Tropfen höhlt den Stein.

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Quadratur des Kreises

Antwort von Leena am 28.09.2018, 14:32 Uhr

Okay, bin jetzt mal auf die Suche gegangen - anscheinend hat sich der Wissenschaftliche Beirat des Finanzministeriums für die Abschaffung des Ehegatten-Splittings ausgesprochen, weil sie im Splitting-Verfahren eine Ursache dafür sehen, dass sich viele Frauen gegen einen Vollzeit-Job entscheiden. Eine umfassende Reform der Besteuerung von Ehepaaren könne die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erhöhen. Durch die jetzige Regelung hätten die Frauen wenig Anreiz, das eigene Potenzial zu steigern, was den Zielen der Gleichstellung entgegenstehe.

Ähm, ob jetzt der Wissenschaftliche Beirat des Finanzministeriums (mit einer Frauenquote von knapp 14%, scheint mir) jetzt wirklich die Experten für die "Ziele der Gleichstellung" sind, könnte man eventuell bezweifeln... natürlich ist Steuerpolitik auch immer ein politisches Instrument, und wenn es gewollt ist, die VZ-Berufstätigkeit von Eltern generell zu forcieren, dann muss man sicherlich übers Ehegatten-Splitting reden, keine Frage. Aber ob das Ziel wirklich RICHTIG ist, in dieser Form, müsste man vielleicht auch noch überdenken...

Es ist doch einfach eine Quadratur des Kreises - Familie und Beruf lässt sich nicht immer vollständig miteinander vereinbaren. Irgendwo muss man "Abstriche" machen. Wenn man einen Vollzeit-Job hat und den angemessen ausfüllen will, muss man viel bei der Kinderbetreuung "outsourcen", weil es sonst nicht funktioniert. Je älter die Kinder werden, deshalb einfacher wird das, aber wenn man seine Kinder nur morgens eine halbe Stunde und abends beim Abendessen sieht, ist das - bezogen auf beide Eltern - verdammt wenig, um wirklich "im Kontakt" zu sein und zu bleiben. Die Frage ist halt immer - wie viel kann man "outsourcen", wie viel macht das Kind mit, wo fangen die "Reibungsverluste" an.

Mein Jüngster ist jetzt 7 und ich arbeite (immer noch, seit 19 Jahren) Teilzeit. Weil ich es für mich nicht schaffe mit Vollzeit-Job und Familie. Ich finde mein Leben für mich so streckenweise schon anstrengend und Dauer-Überlastung wäre ja nun auch volkswirtschaftlich nicht das große erstrebenswerte Ziel. Work-Life-Balance wäre wohl eher das Schlagwort. Wobei mir bewusst ist, dass ich in der sehr komfortablen Situation bin, mit Teilzeit-Job gut zu verdienen. Das macht mir die Entscheidung für Teilzeit leichter - aber so kann ich halt beides haben, Beruf und Familienzeit, Prioritäten setzen, wo es gerade am nötigsten ist. Und im "Fall der Fälle" könnte ich kurzfristig aufstocken, diese Möglichkeit habe ich, wenn mein Mann oder sein Einkommen "wegfiele". Sicher würde das Einschnitte bedeuten, aber es wäre durchaus machbar.

Diesen "Plan B" im Hintergrund zu haben, war mir immer extrem wichtig. Als "Rückversicherung". Es ist eben kein "wenn ich müsste, würde ich schon irgendwie", sondern ein "wenn ich muss, stelle ich den Antrag auf Wegfall der TZ und arbeite dann wieder VZ - fertig".

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von DK-Ursel am 28.09.2018, 14:38 Uhr

Hej!

Ohne die vielen Antworten gelesen zuhaben, bin ich jetzt sehr bei Korya.
Und lebe in einem Land, wo es eben so gehandhabt wird - und ich mich zugegebenermaßen auch erst daran gewöhnen mußte, daß es so auch GUT geht.
Denn:
Faktum ist, daß heute mehr Ehen geschieden werden als vor 100 Jahren, wo die Ehe - auch in einem Bericht über Frauenbewegung/Gleichberechtigung neulich erst wieder so angesprochen - quasi der einzige Versorgungshafen der Frau war.
Wer da ein "Fräulien" blieb, hatte - nicht nur im Alter, aber bes. dann - schlechte Karten, vor allem, wenn man nicht aus betuchtem Hause stammte.
Das ist doch wohl heute in der Tat anders, und von daher hat die Ehe als solches ihre ursprüngliche Bedeutung verloren.

Was jeder einzelene romantisch darin sieht, bleibt doch jedem weiterhin überlassen, da mischt sich auch ein Herr Scholz nicht ein.
NUR:
Finanzieren muß man dann das alte System mit 1000 Sonderregeln für Ehegatten und Familien auch nicht mehr!

Wieso nicht, wie in Skandinavien, alle wie gleichberechtigte Menschen behandeln,die in der Regel ihren Unterhalt selbst verdienen und sich nicht abhängig vom Einkommen eines anderen machen?
(Letztendlich kann sich so jeder sogar die Scheidung bessder leisten, weil der Unterhalt an die Ehefrau/den schlechter verdienenden Ehemann entfällt.)

Dann fallen nicht nur viele Sonderregeln (wie jetzt das neueste - Baukindergeld) weg, durch die entweder niemand wirklich durchblickt, um sich optimal seine Vortele zu sichern oder für die man dann eh wieder nicht berechtigt ist, weil man unter Paragraph 175, Absatz 5b o.ä. fällt oder so.
Nein, es bleibt auch Geld für wirkliche kinder- = familienfreundliche Maßnahmen, nämlich auf gesellschaftspolitischer Ebene:
In der Kinder- aber auch Altenbetreuung zum Beispiel.
Was letztendilch weitaus mehr auch zum sozialen Frieden,. nämlich einer gewissen Gleichbehandlung von Kidnern aus finanziell guten oder eher schwachen Familien bedeutet.

Die paar Euro,die so jede Familie hier oder dam, lzugekleckert bekommt, ergeben zusammen nämlich ein hübsches Sümmchen und richten da sicher mehr aus als eben dieses Kleckschen auf dem Konto der einzelnen.

Wer für Gleichbereichtigung einsteht, sollte zumindest den Ansatz bejahen.
Und die Wahl, wie man sein Leben lebt, hat man vorher wie nachher - und auch nicht unbedingt zu schlechteren Bedingungen als vorher, denn Teilzeitmütter stehen auch mit dem heutigen dt. Steuer- und Rentenversorgungssystem nicht so gut da wie die berufstätigen, die ihre Ansprüche gesichert haben.

Gruß Ursel, DK

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Tja, was bedauert man später...

Antwort von Leena am 28.09.2018, 14:40 Uhr

Mich regt diese Begriff "Fremdbetreuung" regelmäßig auf - es klingt so abwertend und es trifft ja auch gar nicht den Kern der Sache! Es ist ja nun keine "Fremdbetreuung", wenn ich mein Baby / Kleinkind zu den Großeltern oder zur Tagesmutter gebe, sondern sowohl Großeltern und Tagesmutter sind "bekannt" und bauen verbindliche, verlässliche Beziehungen zum Kind auf. Ebenso im Kindergarten oder später in der Schule und im Hort, wobei da natürlich mit steigendem Alter der Bedarf an konkreten verlässlichen Konstanten auf Seiten des Kindes sich vermindert, also "es muss nicht immer Person X rund um die Uhr da sein, ein wechselnder Ansprechpartner, der sich dann kümmert, reicht auch aus" etc.

Tja, was bedauert man, wenn man auf sein Leben zurückblickt?

Bisher weiß ich, dass ich es bedauern würde, wenn ich meinen heißgeliebten Beruf für ein Vollzeit-Hausfrauen-und-Mutter-Dasein aufgegeben hätte. Ich finde es großartig, dass ich beides haben konnte / kann, und mich eben nicht für eines und gegen das andere entscheiden musste.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Lusiana am 28.09.2018, 14:41 Uhr

Ich fände es gut, wenn es das Ehegattensplitting nicht mehr gäbe, ich habe mal mit einem Kollegen ausgetauscht, wer wieviel Steuern zahlt, er zahlt kaum Steuern, seine Frau arbeitet nicht, sie haben keine Kinder. Ich bin alleinerziehend und zahle mehr Steuern als er. Ich finde das ungerecht.

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Nachtrag

Antwort von Lusiana am 28.09.2018, 14:42 Uhr

ich arbeite übrigens 34 und er 41 Stunden

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von tonib am 28.09.2018, 14:52 Uhr

Ich finde solche Fälle schwer zu rechtfertigen. Der Nachteilsausgleich muss in der Kindererziehung liegen, nicht in der Ehe.

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Schön, dass du für dich alleine so viel beanspruchst, wie andere zu zweit haben!

Antwort von Mehtab am 28.09.2018, 14:54 Uhr

Das Einkommen deines Kollegen muss auch für zwei Erwachsene reichen! Du hast das für dich und dein Kind alleine und bekommst auch noch Unterhalt.

Ich finde es schon anmassend, dass du für dich alleine so viel verbraten willst, wie andere zu zweit haben. Dein Kollege erhält für seine Frau keinen Unterhalt, so wie du für dein Kind!

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Mehtab am 28.09.2018, 14:55 Uhr

Und was ist mit Pflege .... ? In den Familien werden viele Leistungen erbracht, die andere einfach dem Staat aufbürden.

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Re: Quadratur des Kreises

Antwort von tonib am 28.09.2018, 14:57 Uhr

Ist denn wirklich die Vollzeiterwerbstätigkeit beider Ehegatten gewünscht, sondern eine bessere Verteilung? Wäre es nicht fairer, wie oben gewünscht, ein 75% zu 75% zu unterstützen als so wie jetzt einen möglichst großen Unterschied? Das könnte man über eine Familiensplittingentlastung besser erreichen. Dadurch werden ja Frauen nicht gezwungen, Vollzeit zu arbeiten, nur die möglichst einseitige Verteilung der Erwerbsarbeit würde nicht mehr belohnt.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Finale am 28.09.2018, 15:00 Uhr

Das dürfte doch heute die absolute Ausnahme sein.

Meine Eltern erziehen auch keine Kinder mehr. Haben sie aber, damals gab es bei uns keine Betreuung, entweder war die Mutter zuhause oder eine Oma ist eingesprungen. Deswegen bin ich dafür es eben nicht auf Familien zu beschränken.

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Und noch was zur Stundenverteilung

Antwort von Finale am 28.09.2018, 15:13 Uhr

Als ideal gilt ja scheinbar, wenn beide 75% arbeiten. Es gibt aber nicht nur Arbeitnehmer, die langjährig bei einem großen Konzern oder einer Behörde arbeiten. Mein Mann war vor ein paar Monaten arbeitssuchend, in seinem Bereich gibt es tatsächlich kaum Teilzeit stellen, 40 Stunden mit jede Menge Überstunden ist üblich. Wenn er dazu nicht bereit gewesen wäre, hätte er nichts neues gefunden. Er hätte natürlich einen Hilfsjob mit weniger Stunden machen können. Ungelernte Helfer werden hier überall gesucht, aber ob das die Lösung wäre?

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Brummelmama am 28.09.2018, 15:30 Uhr

Für mich ist die Politik derzeit so abgehoben..an der Wirklichkeit vorbei. Ich gehe zwar noch wählen aber der Übergang der Parteien ist mir zu schwammig geworden. Mir fällt immer nur auf je länger die Politiker an der Macht sind umso selbstgefälliger werden sie.

.

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Steht das irgendwo?

Antwort von Leewja am 28.09.2018, 15:51 Uhr

es soll halt nur mich alimentiert werden, wenn man es NICHT tut, deswegen darfst du es doch trotzdem noch tun???

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Sonnenblumen77 am 28.09.2018, 16:00 Uhr

Natürlich möchte der Staat dass beide voll verdienen. Denn das bringt dem Staat Kohle.
Und unser lieber Staat hat keine Lust darauf später viele ärmere Frauen zu unterstützen die sich um die Familie (50 Stunden arbeitender Mann, Eltern, Kinder) gekümmert haben. Denn wir brauchen ja die Kohle um Europa, Griechenland und die vielen Neubürger zu unterstützen.

Und wo sollen denn die vielen gut bezahlten Vollzeitjobs auf einmal herkommen?
Und Pflegestellen für Eltern/Großeltern?
Und Betreuungsplätze für Kinder?
So jetzt könnt ihr loslegen und mich steinigen.

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Hier soll ein gut funktionierendes System kaputtgespart werden!

Antwort von Mehtab am 28.09.2018, 16:12 Uhr

Ich finde auch, dass die Ehe nicht mehr das ist, was sie einmal war, aber deshalb muss man nicht das Ehegattensplitting über Bord werfen. Ich finde, dass das Splitting ausgedehnt werden sollte, auf Paare, die Kinder haben, und Alleinerziehende sollten auch irgendwie berücksichtigt werden, aber mit wem wollen die denn dann splitten? Allerdings wird es dann schwierig, wenn in Beziehungen mit Kindern die Partner ständig wechseln. Bei einer Ehe ist ganz klar festgelegt, wer miteinander verheiratet ist, was bei wechselnden Partnerschaften nicht immer so klar ist.

Und jede Frau sollte sich überlegen, wie es weitergehen könnte, wenn der Mann arbeitsunfähig ... wird oder die Beziehung auseinandergeht und nicht mit über 50 Jahren dann blöd schauen, wenn sie 300 Euro Rentenanspruch hat, wie das hier im Forum schon einmal der Fall war. Man muss sich halt überlegen, wie man das Familienschiff über Wasser hält, und da sollte sich nicht dauernd der Staat einmischen.

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Re: selbst, wenn ich im Lotto gewänne udn nie weidr arbeiten "müsste", würde ich es tun,

Antwort von Korya am 28.09.2018, 16:16 Uhr

Mein lieber Schwan, du zeichnest aber ein düsteres Bild. Bei dir plant der Staar,
Bürger, die keine Steuern zahlen, zu zwangsrekrutieren, die Kinder zu entreißen und in "propagandataugliche" Krippen zu schließen? Ich weiß nicht, wo su wohnst, aber ich würde dir raten, sofort in den Flieger zu springen und zurück nach Deutschland zu kommen, lach.

Bin bei Leewja und Leena, es ist ein Risiko, sich allein auf den Partner zu verlassen, und etwas überheblich zu glauben, das Scheidungen oder Unfälle nur anderen passieren könnten.

Ich sehe auch nicht, dass der Staat ein neues Gesellschaftsmodell durchsetzen wolle - vielmehr sehe ich den Vorschlag, veraltete Regelungen den heutigen Gegebenheiten anzupassen.
Und ja, wenn einen die Arbeit erfüllt, darf man doch gerne weiterarbeiten, auch wenn man im Lotto gewinnt?

LG

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Pflegt man nur, wenn man verheiratet ist?

Antwort von Petra28 am 28.09.2018, 16:29 Uhr

Oder wie meinst du das?

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Re: Warum sollte man das auch?

Antwort von Korya am 28.09.2018, 16:32 Uhr

Richtig, gute Darstellung.
Das ist genau die Krux, vor der man nicht die Augen verschließen darf.
Und dasselbe Risiko gilt ja auch umgekehrt für den Hausmann.

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Und warum sollte sie Gesellschaft die nichtarbeitende kinderlose Ehefrau alimentieren?

Antwort von Petra28 am 28.09.2018, 16:34 Uhr

Sehe ich nicht ein.

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wenn jemand sagt oder suggeriert

Antwort von Ellert am 28.09.2018, 16:35 Uhr

dass Frauen nur wertvolle Teile der Gesellschaft sind wenn sie vollzeit arbeiten wie die Männer
und nur dann gleichgestellt sind
dann greift das schon an alle die es eben nicht tun
und dass entweder bewusst entschieden oder unbewusst.
Das Splitting aufzuheben ist ein Zeichen dass eben nur voll arbeitende Frauen das steuerlich in dem Gesamtgebilde Familie quasi nutzen und das finde ich nicht den richtigen Schritt in die richtige Richtung.
Es wird unserem Land auch nicht mehr Kinder bringen oder der Gesellschaft mehr Reichtum.

Es alimentiert Dich keiner wenn Du nur halbtags arbeitest, Du bekommst das halt nur steuerlich über den Mann etwas zurück.
Ich gehe mal davon aus dass normal Familien ein Gesamteinkommen haben
es bekommt ja auch nur einer das Kindergeld etc

In unserer Gesellschaft fehlt es an viel mehr zur MÖGLICHKEIT der Gleichstellung
die Situation von Krippe, Kindergarten, Hort etc ist zum Teil bescheiden
hauen wir jetzt da noch einen drauf in dem wir das Splitting abschaffen und Familien noch weniger Geld haben weil die Kinder nicht gut betreut werden können ?

dagmar

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von puja am 28.09.2018, 16:39 Uhr

Das Splitting ist mir mehr oder weniger egal.
Die Aussage, dass die Ehe überholt ist stört mich weitaus mehr.
Aus f7nanziellen Gründen haben wir nicht geheiratet.
Ich schaffe es nicht voll zu arbeiten seit wur Kindrr haben bei knapp 2h Arbeitsweg täglich.
Es ist schlicht und einfach nicht möglich.
Wie kommen die Kinder sonst zum Sport oder wo sie sonst hin müssen?
Wir wohnen außerhalb. Allein geht deshalb nicht.
So geht es doch vielen.
Es heißt einerseits man soll Kinder kriegen, dann soll man aber voll arbeiten.
Das lässt sich manchmal einfach micht vereinbaren.
Weil es hier Thema war, allein mit den Kindern hätte ich nicht den Lebensstandard.
Wir kämen über die Runden, aber würden schlechter da stehen.
Voll arbeiten wäre dann aber erst recht nicht mehr möglich.

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Re: Tja, was bedauert man später...

Antwort von Daffy am 28.09.2018, 16:39 Uhr

´Fremdbetreuung` ist halt ein griffiger Ausdruck (ähnlich wie ´biodeutsch` ), der Betreuung durch Nichtfamilienmitglieder beschreibt. Großeltern oder sonstige enge Familienmitglieder hätte ich damit gar nicht gemeint (wobei ich mir auch das nicht hätte vorstellen können). In einer Krippe ist m.E. schon professionelle Distanz zu den Kindern gefragt, was mir bei Tagesmutter/AuPair eher fehlt - was bedeutet es für ein kleines Kind, wenn regelmäßig enge Bezugspersonen einfach verschwinden?

Ich will das Konzept der Berufstätigkeit von Müttern nicht verteufeln - aber Du schreibst es ja selber: Dein Job erlaubt Dir reduzierte Stunden oder Rückkehr zur Vollzeit nach Wunsch, flexible Zeiteinteilung, Homeoffice... Das ist bei vielen Jobs nicht der Fall (z.B. Pflege - da warten Leute, eine Kollegin fällt womöglich schon aus und dann hat das eigene Kind Fieber...).

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vielleicht sollte man besser die Ehe wieder schützen und aufwerten ?

Antwort von Ellert am 28.09.2018, 16:39 Uhr

Das Grundgesetz schützt Ehe und Familie in einem sehr hohen Masse.

Ich finanziere mit meinen Steuern gerne das Ehegattensplittung der Frauen oder Männer die beruflich zurückstecken um Kinde rgroßzuziehen
lieber als so manche andere unnütze Subvention oder Menschen die garnicht erst arbeiten wollen.

Dann schaffen wir auch gleich die Familienversicherung ab weil die ungerecht ist etc

dagmar

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Korya am 28.09.2018, 16:42 Uhr

Es werden unter dieser Konstellation ganz viele offene Vollzeitstellen gebraucht, in denen sich die Hausfrau oder -Mann wieder betätigen könnte?

Es fehlen gleichzeitig Vollzeitangestellte, um Pflegestellen für Eltern/Großeltern und
Betreuungsplätze für Kinder zu besetzen?

Warum sehe ich da die Möglichkeit eines Zusammenführens?

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Ich arbeite 100%

Antwort von Hashty am 28.09.2018, 16:42 Uhr

Hab dann noch einen 450 Euro Job und einen über die Übungsleiterpauschale. Und bin ehrenamtlich regelmässig eingespannt.
Ich mach das nicht, weil ich das Geld unbedingt verdienen möchte, sondern weil das Menschen betrifft, die ich nicht einfach aufgeben kann.

Zusätzlich hab ich den kompletten Haushalt und die Kinder.
Mein Mann arbeitet ca 10-12 Stunden am Tag und hilft, so gut es ihm möglich ist.

Ich bin 54 Jahre alt und ich merke, dass mir so langsam die Kraft ausgeht. Und dass sich mein Körper wehrt. So kann ich seit einigen Monaten meine linke Schulter kaum noch bewegen ohne dass ich Höllenschmerzen hab.

Also hab ich beschlossen zu reduzieren. Da meine Stelle aber eine 100% Stelle ist, werde ich nur jemanden als Kollegen finden, wenn ich auf 50% runtergehe. Also werde ich nächstes Jahr dann nur noch 50% arbeiten. Plus 450 Euro Job.
Der Auftrag mit der Übungsleiterpauschale hört zum 31.12. altersbedingt (Jugendhilfe) auf. Vielleicht werde ich dann wieder einen neuen Fall übernehmen. Sonst hab ich ja viel zu viel Freizeit. Was soll ich dann nur machen?

Allerdings denke ich, dass ich vielleicht iwann den Job auf 75% erhöht bekomme. Da muss halt aus der 100% Stelle eine 125 oder besser noch eine 150% Stelle werden.

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Ach ja, wir hatten jetzt tarifbedingte Gehaltserhöhung

Antwort von Hashty am 28.09.2018, 16:45 Uhr

Was bedeutend, dass ich brutto 100 Euro im Monat mehr verdiene.
Mit meiner Steuerklasse 5 heisst das leider, dass ich jetzt netto ein paar Euro weniger hab...
Super Sache!

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Re: vielleicht sollte man besser die Ehe wieder schützen und aufwerten ?

Antwort von Korya am 28.09.2018, 16:48 Uhr

Aber es geht ja hier doch um die Familie, nur das die Ehe mittlerweile nur noch eine von verschiedenen Optionen der Familiengründung ist.

Die Familienversicherung deckt die verschiedenen Möglichkeiten der Partnerschaft und Familie ab.
Das Ehegattensplitting eben nicht.

Darum geht es in der Argumentation: die Finanzierung der Ehe reduzieren zur stärkeren Finanzierung und dem Schutz der Familie..

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Re: selbst, wenn ich im Lotto gewänne udn nie weidr arbeiten "müsste", würde ich es tun,

Antwort von Daffy am 28.09.2018, 16:48 Uhr

> Ich sehe auch nicht, dass der Staat ein neues Gesellschaftsmodell durchsetzen wolle...
Und ja, wenn einen die Arbeit erfüllt, darf man doch gerne weiterarbeiten, auch wenn man im Lotto gewinnt?

Sowieso; jeder darf. Aber es geht doch darum, Frauen, speziell Müttern, die potentialverschwendende Teilzeitarbeit über finanziellen Druck auszutreiben, weil sie offensichtlich nicht bis übermorgen denken können und nicht wissen, was sie wirklich wollen. Dass die Kinder dann überwiegend durch den Staat erzogen werden, folgt zwangsläufig.

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Re: Ach ja, wir hatten jetzt tarifbedingte Gehaltserhöhung

Antwort von Korya am 28.09.2018, 16:53 Uhr

Die Steuerklasse 5 bringt halt richtig was, wenn der eine richtig richtig viel Kohle macht und der andere am besten noch Verluste.

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Re: selbst, wenn ich im Lotto gewänne udn nie weidr arbeiten "müsste", würde ich es tun,

Antwort von Korya am 28.09.2018, 16:57 Uhr

Naja, zwangsläufig?? In England damals gab es in unserer Stadt nicht einen einzigen staatlichen Kindergarten, ich würde jetzt mal frech behaupten, ebenso im Rest des Landes, aber das müsste ich nachprüfen.
Frühkindliche Erziehung geht also nicht "zwangsläufig" immer über den Staat, da gibt es etliche andere Modelle.

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Kennst Du meine Situation?

Antwort von Lusiana am 28.09.2018, 17:10 Uhr

Ich bekomme keinen Unterhalt und moment mal, mein Einkommen muss auch für zwei reichen, seit wann ist ein Kind billiger als eine Ehefrau? Ok, Kind fährt noch kein Auto...
Ich habe übrigens auch keinen Unterhaltsvorschuss bekommen, als mein Kind gerade 18 war, gab es das für bis 18jährige. Shit happens

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Re: vielleicht sollte man besser die Ehe wieder schützen und aufwerten ?

Antwort von kevome* am 28.09.2018, 17:26 Uhr

Zitat: "Ich finanziere mit meinen Steuern gerne das Ehegattensplittung der Frauen oder Männer die beruflich zurückstecken um Kinde rgroßzuziehen"

Da kann ich mich so gar nicht anschließen. Ich habe mich und meine Kinder immer allein finanziert und finde es ziemlich daneben wie ein Single besteuert zu werden und gleichzeitig Ehepaaren das berufliche kürzer treten bzw. die Hausfrau zu finanzieren.

Ich wäre sofort dabei, wenn wir von Familiensplitting sprechen.

Aber Alleinerziehende wie Singles zu besteuern und Ehepaare zu subventionieren passt nicht

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Re: Tja, was bedauert man später...

Antwort von kevome* am 28.09.2018, 17:27 Uhr

Da schließe ich mich mal wieder bei Dir an, Leena

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Re: Quadratur des Kreises

Antwort von Leena am 28.09.2018, 17:29 Uhr

Mein Mann verdient (in der freien Wirtschaft) in der doppelten Zeit das Vierfache von dem, was ich verdiene (im öD), bei vergleichbarem Bildungsabschluss. Bei 50:100 ist es finanziell also deutlich interessanter als mit 75:75. Die Konstellation, dass ein Partner deutlich mehr verdient als der andere, ist ja nun auch nicht so selten.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von tina0589 am 28.09.2018, 17:35 Uhr

Also die Aussage finde ich auch ziemlich blöde. Ich arbeite ja nicht TZ, weil mein Mann so viel Geld verdient... (bei uns ist es eher andersrum). Ich arbeite Teilzeit, weil ich es a) nicht anders angeboten bekommen habe und b) ich durch die Fahrzeit leider fast auch VZ weg bin und sonst fast nix mehr von meiner Tochter hätte. Würde ich in der gleichen Stadt arbeiten, dann würde ich jetzt die gleiche Zeit haben mit meiner Tochter (wahrscheinlich sogar mehr). Ist aber nicht.

So eine Aussage kann aber auch nur von einem Mann kommen. Wahrscheinlich ist sein Frau "nur" Hausfrau und verdient gar kein eigenes Geld.

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Re: Schön, dass du für dich alleine so viel beanspruchst, wie andere zu zweit haben!

Antwort von kevome* am 28.09.2018, 17:37 Uhr

Sehr merkwürdig Argumentation.

Ich habe das Zusammenleben mit 2 Erwachsenen als deutlich billiger empfunden als als Single mit Kind.

Mein Mann brauchte kein Kinderzimmer, sondern hat mit mir im gemeinsamen Schlafzimmer geschlafen. Er ist nicht aus seinen Kleidern und Schuhen raus gewachsen, sondern konnte diese jahrelang tragen, er brauchte keinen kostenspieligen Babysitter, er hat Arbeiten kostenfrei im Haushalt erledigt, die ich Mangels handwerklicher Fähigkeiten oder Zeit sonst outsourcen und bezahlen muss.... Die Liste kann man sicher noch fortsetzen.

Unterhalt bekommt in der Realität im übrigen längs nicht jeder und ist auch meist weniger als die Differenz zur Steuerklasse 3.

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Olaf Scholz' Frau...

Antwort von Leena am 28.09.2018, 17:48 Uhr

...ist in Brandenburg Ministerin für Bildung, Jugend und Sport.
Soweit ich weiß, haben sie allerdings keine Kinder.

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Re: Olaf Scholz' Frau...

Antwort von Brummelmama am 28.09.2018, 18:31 Uhr

Die Eheleute Scholz verdienen somit soviel Geld....wer hat denn so ein Familieneinkommen......und wenn man dann noch sieht, für welches Amt Grau Scholz steht.....Früher hat man gesagt, SPD wählen Arbeiter....

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren - äh

Antwort von Felica am 28.09.2018, 19:02 Uhr

Da stimme ich zu. So mancher würde es auch gut tun wenn sie sich mal nicht auf dem Status Ehe ausruhen würde. Das harte Erwachen kommt dann nämlich nicht selten im Alter.

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Re: Die Ehe ist aus gesetzlicher Sich ausschließlich eien Versorgungsangelegenheit.

Antwort von Felica am 28.09.2018, 19:03 Uhr

Dem schließe ich mich an. Satt die Ehe her vor zu tun sollte der Status Familie, noch besser Kinder, gefördert werden.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Felica am 28.09.2018, 19:18 Uhr

Aber es stimmt. Die meisten Frauen bleiben unter ihrem Potential. Sie bleiben daheim, arbeiten evtl noch im Minijob oder in TZ, der Mann macht die Karriere. Nicht immer gibt es in diesen Ehen überhaupt Kinder, oft bleibt Frau auch daheim weil Mann ja gut verdient und sie Heimchen spielen kann. Perfekte Vorzeigedame wenn dann der Herr und Meisten seine Geschäftskunden nach Hause bringt. Blöde wenn die Dame dann irgendwann gegen eine Jüngere ausgetauscht wird. Noch blöder wenn nicht mal Kinder da sind und sie dann recht schnell ohne Geld da steht. Wenn dann noch 20-30 Jahre raus aus dem Job, wer will sowas noch einstellen? Hört sich hart an, ist aber die Realität.

Wie sehr ihr doch alle selbst in den klassischen Rollenverteilung hängt zeigt der Thread hier genau wie viele andere hier im Forum auch. Kinder gehören zu ihrerer Mutter, Frau bleibt in EZ daheim, Frau stuft auf TZ runter, Frau bestimmt ob Abtreibung oder nicht, nur einige Beispiele. Ich bekomme immer das Lachen wenn gerade Frauen nach Gleichberechtigung schreien und es selbst nicht mal wirklich komplett in allem was wo biologisch möglich ist auch durchziehen

Das Mann daheim bleibt oder beruflich runterschraubt um Haus und Heim, evtl auch noch Kinder zu versorgen, ist dann eher selten. Sonst würden wir die Diskussion wohl eher nicht führen, sondern es wäre völlig normal die Ehe in der Form wie sie aktuell gefördert wird als überholt zu betrachten.

Das hat also nichts mit beleidigend oder unverschämt zu tun sondern zeigt die simple Wahrheit, auch wenn so manche Frau es nicht wahrhaben will.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Felica am 28.09.2018, 19:22 Uhr

Tja, und warum hast du auf TZ runtergestuft und nicht dein Mann? Oder warum nicht ihr beide? Bist du weniger wert wie Dein Mann bzw deine Arbeitskraft oder dein mann ein so schlechter Vater das er nicht für sein Kind sorgen kann? Warum nicht beide auf 35 Std runter statt einer auf 40 und einer auf 30 Std oder noch krasser?

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Re: Sehr vielel sagen aebr "ich muss ja nicht VZ arbbeiten, mein Mann verdient ja genug"

Antwort von Felica am 28.09.2018, 19:24 Uhr

Unterschreibe ich.

Sage es ja, der größte feind der Gleichberechtigung sind viele Frauen selbst. Weil sie such in den Kopfen immer noch selbst so klein machen.

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@Leewja

Antwort von Felica am 28.09.2018, 19:29 Uhr

Böses, böses Karriereweib

Wahrscheinlich kann es dir dein mann nicht richtig besorgen sonst wärst du ja mehr Weib wie andere und würdest dich daheim um Kinder und Herd kümmern wie es dir eher zugesteht. dann auch noch das arme Kind fremd betreuen lassen. Das geht ja mal so gar nicht. Das Frau Job, Ehe und Kind geregelt bekommt übersteigt halt das Potential so mancher

Ich finde es toll wenn Frauen wirklich mal Gleichberechtigung in ihrem vollen Potential ausschöpfen statt sich auf den Lorbeeren eines anderen Menschen zu verlassen.

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Re: Tja, was bedauert man später...

Antwort von Felica am 28.09.2018, 19:32 Uhr

Vor allen, warum kann sich Frau und Mann nicht bei der Betreuung abwechseln. Es gibt Familien da werden die Kinder gar nicht fremd betreut, beide Eltern gehen aber Vollzeit oder fast Vollzeit arbeiten. Geht durchaus, aber wenn Frau arbeiten geht, ist es natürlich selbst verständlich anzunehmen das Mann nicht aufpasst sondern Kind fremd betreut wird. Wie anders sollte das den gehen wenn Frau ihrer weiblichen Pflicht nicht nachkommt?

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Re: Was 1958 schon gut war,

Antwort von Felica am 28.09.2018, 19:40 Uhr

Gegenfrage, warum arbeitest du nicht selbst daran bei deinem Mann?
was hindert euch daran das dein mann reduziert oder daheim bleibt und du gehst voll arbeiten?

Nicht die Politiker können da was ändern, sondern wir alle selbst können das nur.

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Re: Warum sollte man das auch?

Antwort von Felica am 28.09.2018, 19:45 Uhr

Unterschreibe ich. Wer Bock hat TZ zu arbeiten soll es machen, wenn Frau oder Man beschließt zugunsten des Partners zurück zu stecken auch gut. Aber nicht auf Kosten der Allgemeinheit.

Kinder unterstütze ich gerne, also Förderung des Familiensplittings. Persönliche Lebensmodelle dagegen dürfen diese Paare gerne selbst absichern.

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Re: vielleicht sollte man besser die Ehe wieder schützen und aufwerten ?

Antwort von Felica am 28.09.2018, 19:47 Uhr

Unterschreib!

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Finale am 28.09.2018, 20:02 Uhr

Kaum zu glauben und politisch ganz unkorrekt. Mein Mann wollte Karriere in seinm Job machen und ich mein Kind aufwachsenen sehen. Mein Job ist nicht so spannend, wenn ich im Lotto gewinnen würde, würde ich ganz aufhören. Mein Mann war froh, dass ich mich ums Kind kümmere.
Er hätte auch gar nicht reduzieren können, dann hätte er einen anderen Job gebraucht. Er war oft wochenweise auf Montage, da werden oft 10 Stunden und mehr am Tag gearbeitet, da kann man nicht einfach heim gehen.
Meine Tochter war ab 3 mindestens 6 Stunden in Betreuung, rückblickend zu lang. Niemals hätte ich sie von 7 - 18.00 Uhr in den Kindergarten gesteckt.

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Allerdings sollte man nicht das Kindergeld unterschlagen

Antwort von Ellert am 28.09.2018, 20:03 Uhr

Es ist ja nicht so dass Mütter garnichts vom Staat erhalten.
Ich vermute fast dass viele Alleinerziehende kaum Steuern zahlen weil sie leider so wenig verdienen
das heisst das Splitting als Familiensplitting wär auch nicht der große Bringer.
Da würde ich viel eher ansetzen
Frauen wie Männer zu bezahlen wenn sie die gleiche Arbeit machen

dagmar

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Re: Sehr vielel sagen aebr "ich muss ja nicht VZ arbbeiten, mein Mann verdient ja genug"

Antwort von Daffy am 28.09.2018, 20:03 Uhr

> Sage es ja, der größte feind der Gleichberechtigung sind viele Frauen selbst.

Ja. Der größte Feind der Frauen übrigens auch.

> Weil sie such in den Kopfen immer noch selbst so klein machen.

Ähh... nein.

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Re: Was 1958 schon gut war,

Antwort von Finale am 28.09.2018, 20:05 Uhr

Wir haben es ja kapiert. Mann reduziert, Frau arbeitet Vollzeit. Ist zwar dann die gleiche Problematik, aber hört sich moderner an.

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Re: Was 1958 schon gut war,

Antwort von Felica am 28.09.2018, 20:07 Uhr

Nein, nichts kapiert. Man setzt einfach nicht mehr automatisch voraus das Frau reduzieren muss, sondern schaut ob nicht beide reduzieren. Oder der Mann, oder einer mehr wie der andere.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Daffy am 28.09.2018, 20:08 Uhr

Hättet Ihr halt jeder 60% beim Burgerbrater gemacht. Und aufgestockt. DAS wäre doch ein Statement für echte Gleichberechtigung gewesen (aber wahrscheinlich hätten die Dich an die Kasse gestellt und den Mann an den Grill... das Patriarchat ist hinterhätig und omnipräsent)

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was bedauert man später...jeder was anderes

Antwort von Ellert am 28.09.2018, 20:09 Uhr

Ich war sehr lange komplett zu Hause
unsere Kinde sind groß und nun gehe ich halbtags -
ich kann und will nicht mehr Stunden arbeiten gehen
weil ich auch so ausgelastet bin und auch weil wir es uns durch splitting und Pflegegeld leisten können.

WIR hätten es bereut wenn ich wieder arbeiten gegangen wäre und die Zeit mit den Kindern nicht gehabt hätte.
Bei ANDREN ist das umgekehrt

Wenn ich den Gesamtsteuertopf anschaue, wäre mein Mann nicht 100% arbeiten sondern nur 75% und ich auch 75% wäre auch im Steuertopf nicht mehr Geld.
Ich halte es auch für utopisch dass es für alle Vollzeitstellen gibt die nun halbtags arbeiten oder nur 450€.

Früher war die Aussage immer
"wer die Vorteile einer Ehe haben will muss deren Nachteile in Kauf nehmen"
Immer nur Rosinen rauspicken geht im Leben nicht

dagmar

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Potential ausschöpfen ?

Antwort von Ellert am 28.09.2018, 20:15 Uhr

Das hätte ich gerne mal definiert
Potential liegt rein im beruflichen Leistungsdruck = Karriere ?

Ich kenne Frauen die zu Hause sind auch nach den Kindern und sich ganz toll ehrenamtlich engagieren
aufopfernd und denen das 100% im Blut liegt.
Oder Mütter ( weniger Väter warum auch immer) die aufopfernd Großeltern pflegen

Potential liegt nicht nur in Karriere sondern dass man sich in dem was man macht engagiert so gut man es kann
und wenn eine Mutter 10 Kinder großzieht überspitzt gedacht fände ich das auch ausfüllend.

Ich oute mich dann als Rabenmutter
an Tagen an denen ich erst um 18 h heimkomme, Essen mache und was auch immer
da bin ich nichtmehr in der Lage Stunden hausaufgaben zu erklären weil ich von meinem Potential beruflich ausschöpfen fix und alle bin - mag am Lebensalter liegen aber vollzet und vier Kinder wäre bei mir auf beiden Seiten nur eine halbe Sache -
und halbe Sachen mag ich nicht

dagmar

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Re: Pflegt man nur, wenn man verheiratet ist?

Antwort von Mehtab am 28.09.2018, 20:17 Uhr

Ich denke schon, dass die meisten, die umfassend pflegen, verheiratet sind. Ich könnte niemanden pflegen, der den ganzen Tag betreut werden muss, ansonsten müsste ich meine Berufstätigkeit aufgeben, aber das macht ja nichts, ich bin ja verheiratet. Dem Ehegattensplitting sei Dank!

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Re: was bedauert man später...jeder was anderes

Antwort von Daffy am 28.09.2018, 20:22 Uhr

Der Witz ist, dass - zumindest in der freien Wirtschaft und bei erforderlicher Qualifikation, die über die einer Schreibkraft hinausgeht - eine 75%-Stelle meist nicht mit 75% bezahlt wird, sondern darunter - wenn es die Stelle überhaupt gibt. Bei einer Behörde ist das weniger ein Problem, weil die keine Kunden haben, sondern Antragssteller. Aber ansonsten ist ein flexibel einsetzbarer Arbeitnehmer unendlich viel mehr wert als einer, der Punkt 16 Uhr weg muss und auch im Notfall nicht einspringen kann - was bei exakt austariertem ´Kinderdienstplan` der Fall ist.

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Re: Potential ausschöpfen ?

Antwort von Felica am 28.09.2018, 20:23 Uhr

Das bedeutete vor allen das jeder das macht was ihm am nächsten liegt. Wenn ich beruflich den besseren Job habe, warum dann zurück stecken nur weil ich von Geschlecht her zufälligerweise Frau bin?

Auch familiär muss man schauen. ich bin zB niemand der die Ruhe hat mit Kind Hausaufgaben zu machen, das macht bei uns mein Mann. Dafür liegt mir mehr das handwerkliche, also greife ich da zu. Haushalt teilen wir, jeder macht das was man am besten kann. Entsprechend ergänzen wir uns eben überall. So haben alle was davon. Kennt mein mann auch nicht anders von früher, da war auch seine Mutter die welche VZ am arbeiten war, der Vater hat dafür TZ gemacht und nach der Arbeit gekocht, Garten gemacht, Hausaufgaben kontrolliert usw. Haushalt dafür wieder seine Mutter. Bei mir wär es ähnlich, da hat auch meine Mutter mehr gearbeitet wie mein Vater der dann eben eher Haushalt und Kinder geschmissen hat. Die beruflichen Chancen meiner Mutter waren deutlich besser, einfach weil der Job mehr Potential hatte das man da auch beruflich weiter kommt.

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Re: Pflegt man nur, wenn man verheiratet ist?

Antwort von Felica am 28.09.2018, 20:29 Uhr

Pflege bedeutet nicht das man nicht mehr arbeiten kann. Es gibt viele Zwischenstufen. Man darf als Pflegeperson auch nur begrenzt arbeiten. Manche Person braucht nur etwas Unterstützung im Alltag, etwas was man gut neben einem TZ Job noch machen kann.

Ich würde zB niemanden heiraten der nicht bereit wäre mich auch ohne Trauschein zu pflegen. Gehört für mich dazu, auch dieser Schritt. Genau das sagt doch der Satz in Guten wie in schlechten Zeiten auch aus. Für dieses Gefühl der Verbundenheit braucht es keine Unterschrift beim Standesamt.

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Glaubst du ernsthaft,

Antwort von Petra28 am 28.09.2018, 20:30 Uhr

dass jemand, der jahrelang mit jemandem verpartnert war, ohne finanzielle Vorteile davon zu haben, plötzlich im Alter nicht mehr zu dem anderen steht?

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Du hast es ja oben schön beschrieben!

Antwort von Mehtab am 28.09.2018, 20:33 Uhr

Manchmal meine ich auch, dass unsere Tochter ganz schön teuer ist und steuerlich genau so wie eine Erwachsene berücksichtigt werden sollte, wird sie aber nicht. Das ist nicht nur bei dir so. Unsere Tochter wirkt sich steuerlich gar nicht aus, wie ich es sehe. Das Finanzamt schreibt immer, dass wir Kindergeld bekommen, und dies wäre günstiger als die steuerliche Berücksichtigung.

Ich unterstelle dir jetzt ganz einfach, dass du auch Kindergeld bekommst oder bekommen hast, als deine Tochter im entsprechenden Alter war.

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Ja, das glaube ich ernsthaft!

Antwort von Mehtab am 28.09.2018, 20:36 Uhr

Wenn es hart auf hart kommt, dann sind viele ganz schnell weg, die vorher noch ganz fest da standen. Eine rechtliche Verpflichtung gibt es ja in keiner Weise.

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Re: Ja, das glaube ich ernsthaft!

Antwort von Felica am 28.09.2018, 20:37 Uhr

Die gibt es auch in der Ehe nicht.

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Re: Ja, das glaube ich ernsthaft!

Antwort von Mehtab am 28.09.2018, 20:39 Uhr

In der Ehe gibt es auf jeden Fall eine Unterhaltsverpflichtung. Wenn der Partner die Pflege nicht selbst übernehmen kann oder will, dann muss er dafür bezahlen, was bei Nichtverheirateten in keinster Weise der Fall ist.

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Re: Ja, das glaube ich ernsthaft!

Antwort von Petra28 am 28.09.2018, 20:44 Uhr

Wenn du mir jetzt noch verrätst, von welchem Geld das die ihr Leben lang nicht arbeitende Hausfrau zahlt...

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Re: was bedauert man später...jeder was anderes

Antwort von Leena am 28.09.2018, 20:45 Uhr

Der eigentliche Witz ist, dass Du glaubst, im öD wäre das natürlich total anders.

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Re: Ja, das glaube ich ernsthaft!

Antwort von Felica am 28.09.2018, 21:00 Uhr

Zumal man sich auch schnell scheiden lassen kann.

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Re: was bedauert man später...jeder was anderes

Antwort von Daffy am 28.09.2018, 21:03 Uhr

Ich weiß, dass es für Ausweise, Autozulassung, Steuererklärung, Baugenehmigung... jeweils genau einen Ort gibt, wo ich hingehen kann, und dann dauert es eben so lange, wie es dauert. Wobei das kein Beamtenbashing sein soll; bei uns funktioniert es wirklich gut. Aber aus Berlin z. B. hört man die lustigsten Sachen und dann kann man - meines Wissens - zu Hause in die Tischkante beißen

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aber die würdest Du ja auch strafen

Antwort von Ellert am 28.09.2018, 21:13 Uhr

ich kenne auch genug Männer die das so machen und das ist doch toll so
auc dass es heute gesellschaftlich akzeptiert ist.
Aber auch denen nimmt man dann das Splitting weg

dagmar

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Re: Allerdings sollte man nicht das Kindergeld unterschlagen

Antwort von kevome* am 28.09.2018, 21:24 Uhr

Warum sollen Alleinerziehende kaum Steuern zahlen? Sehr merkwürdiges Bild, das Du da hast.

Das Kindergeld ist nicht annähernd so hoch, wie das Splitting sein würde. Mit Hausmann würde ich gute 500€ mehr haben und das Geld für die Putzfrau sparen. (früher wären auch noch Kinderbetreuungskosten dazu gekommen) Dagegen ist das Kindergeld ein Witz.

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Re: was bedauert man später...jeder was anderes

Antwort von Leena am 28.09.2018, 21:27 Uhr

Auf der anderen Seite des Schreibtisches möchte man auch manchmal in die Tischkante beißen und lustig ist das dann nicht unbedingt.

Es gibt auch im öD Personalbedarfsberechnungen, und auf manchen Stellen ist es möglich von der Struktur her, dass man mit einer 75% nur 75% der Ausweise / Steuererklärungen / Baugenehmigungen von einer normalen VZ-Kraft bearbeiten muss. Es gibt aber auch reichlich Bereiche, die sind z.B. auf 3 VZÄ (Vollzeit-Äquivalente) ausgelegt, und wenn man dann nur 2 VZ-Kräfte und eine 75%-Kraft hast, müssen die genau dasselbe schaffen wie auf anderen Stellen 3 VZ-Kräfte. Die "Erfüllungsquoten" müssen die dann natürlich genauso bringen wie andere Stellen.

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Re: was bedauert man später...jeder was anderes

Antwort von Daffy am 28.09.2018, 21:50 Uhr

> wenn man dann nur 2 VZ-Kräfte und eine 75%-Kraft hast, müssen die genau dasselbe schaffen wie auf anderen Stellen 3 VZ-Kräfte

Wie geht das? Und wenn statt 3 VZ-Kräften nur 2 zur Verfügung stehen - machen die dann Überstunden? KiGa-Schließzeiten egal? Arbeitszeiten auch?

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Re: Sehr vielel sagen aebr "ich muss ja nicht VZ arbbeiten, mein Mann verdient ja genug"

Antwort von As am 28.09.2018, 21:53 Uhr

Bei aller Romantik, es kann ja tatsächlich was passieren, was den Verdiener aus dem Rennen nimmt, Unfall, Krankheit, Tod... was dann?

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Re: was bedauert man später...jeder was anderes

Antwort von Leena am 28.09.2018, 21:59 Uhr

Dann muss man eben "effektiver" arbeiten, aber natürlich bitte ohne Qualitätsverlust.

Bei 2 VZ-Kräften auf 3 VZ-Stellen sieht es dann - von der Zielerreichungsvorgabe - ein bisschen anders aus, das schafft auch der fleißigste Berserker nicht, aber "vollzeitnah" heißt in der Praxis oft "dieselbe Arbeit für weniger Geld".

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von kirshinka am 28.09.2018, 22:02 Uhr

Wenn du wenig Rente haben willst - bitte schön!
Aber warum soll ich dann für Dich zahlen, wenn dein Gönnergatte Dich verlässt.
Ich habe nämlich auch ein Kind und die Familie steht an erster Stelle - und genau deshalb arbeite ich NICHT Teilzeit!

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Re: was bedauert man später...jeder was anderes

Antwort von KKM am 28.09.2018, 22:07 Uhr

So ist es.

In meiner Dienststelle ist Personal mit 43 Stunden Öffnungszeiten pro Woche mit 13 Beamten.

Wir sind 13, davon 1 derzeit abgeordnet, 1 schwer erkrankt, 3 Teilzeitkräfte, 3 Schwerbehinderte, 1 teilweise freigestellt für Lokalpolitik und Schöffentätigkeiten. Aktuell sind 2 im Urlaub....

Auch die Teilzeitkräfte arbeiten momentan mehr als Vollzeit, damit der Laden läuft.

Ich habe meine Teilzeit immer weiter aufgestockt. Damit musste ich nicht mehr arbeiten, sondern hatte mehr Zeit und mehr Geld für die gleiche Leistung.

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Re: was bedauert man später...jeder was anderes

Antwort von Daffy am 28.09.2018, 22:11 Uhr

> Bei 2 VZ-Kräften auf 3 VZ-Stellen sieht es dann - von der Zielerreichungsvorgabe - ein bisschen anders aus

Eben - auch wenn man intensiviert, das hat seine Grenzen. Und der ÖD gilt als sehr korrekter Arbeitgeber, außerdem sehr bemüht, niemanden zu diskriminieren. Nach meiner - subjektiven - Erfahrung besonders attraktiv für Frauen mit Kinderwunsch, während die freie Wirtschaft vorsichtig ist bei der Einstellung von Personen mit erhöhtem Ausfallrisiko.

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Re: Sehr vielel sagen aebr "ich muss ja nicht VZ arbbeiten, mein Mann verdient ja genug"

Antwort von Mehtab am 28.09.2018, 22:24 Uhr

Genau so ist es. Ich erwarte, dass diejenigen, die das Modell Mann arbeitet Vollzeit, Frau Teilzeit oder umgekehrt, sich das vorher genau überlegen und auch für diesen Fall einen Plan B haben, sei es durch Lebensversicherung, Vermögensaufbau und was es da noch geben mag.

Eine teilzeitbeschäftigte Frau kann ja dann, wenn so ein Fall eintritt, durchaus wieder Vollzeit arbeiten. Natürlich müssen hohe Rücklagen in irgendeiner Form da sein. Ich bin hier nicht die Spezialistin, weil ich nicht Teilzeit arbeite, aber, wenn ich so ein Modell angedacht hätte, dann hätte ich mir auch gleichzeitig überlegt, wie ich im Extremfall auch alleine zurechtkäme. Ich wäre bestimmt nicht da und hätte einen Rentenanspruch von 300 Euro und sonst nichts.

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Re: Ja, das glaube ich ernsthaft!

Antwort von Mehtab am 28.09.2018, 22:29 Uhr

Ja, aber man muss sich erst einmal scheiden lassen und die Trennungszeit ... einhalten, und der nicht verheiratete Partner kann sich einfach ganz schnell aus dem Staub machen, wenn es ihm nicht mehr gefällt.

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Re: Ja, das glaube ich ernsthaft!

Antwort von Mehtab am 28.09.2018, 22:34 Uhr

Vielleicht von dem Vermögen, das sich das Paar im Laufe des Lebens gemeinsam aufgebaut hat. Es gibt Paare, die gut wirtschaften können! Außerdem kann die Frau auch Geld in die Ehe mitgebracht haben. Das kann sich jedes Paar selber aussuchen, wie es sich für Extremfälle absichert. Es soll auch Pflegeversicherungen geben, die man für diesen Fall abschließen kann.

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Re: Sehr vielel sagen aebr "ich muss ja nicht VZ arbbeiten, mein Mann verdient ja genug"

Antwort von Mehtab am 28.09.2018, 22:35 Uhr

Ja Frauen sind die größten Feinde der Frauen, weil sie den Frauen nicht einmal das Geld gönnen, das ihr Mann verdient.

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Meinst du dein Hausmann würde nichts kosten?

Antwort von Mehtab am 28.09.2018, 22:40 Uhr

Der würde dir wahrscheinlich sogar mehr als die 500 Euro kosten, die dir das Splitting bringen würde. Deinen Hausmann müsstest du erst einmal finanzieren, das könnte auch gründlich schief gehen.

Wenn du meinst, dass das so toll ist, dann such dir doch einen Hausmann zum Steuersparen.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von Mehtab am 28.09.2018, 22:44 Uhr

Ja, das muss man bei dieser Konstellation natürlich schon berücksichtigen, dass die Rente der Frau nicht ganz so hoch ausfällt. Ich finde auch, dass alle, die dieses Modell wählen, hier vorsorgen in welcher Form auch immer. Ich finde es nicht angemessen, dass dann später gejammert wird, weil die Rente auch nur einer Teilzeittätigkeit entspricht, denn das ist nur die logische Folge von Teilzeitarbeit, aber das weiß man ja von Anfang an.

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Woher hast du denn deine Informationen?

Antwort von Mehtab am 28.09.2018, 22:54 Uhr

Daffy,

hast du schon einmal von den Voraussetzungen für eine Einstellung im öffentlichen Dienst gehört? Jede Bewerberin wird untersucht und nur eingestellt, wenn davon ausgegangen werden kann, dass sie den Job lange ausüben kann.

Gerade wurde beschrieben, wie es teilweise zugeht. Auch vom BAMF und gerade wieder von der Schwarzgeldbekämpfungstelle beim Zoll kann jede verfolgen, was da abgeht, kriegst du denn davon gar nichts mit?

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für mich müsste keiner zahlen

Antwort von Ellert am 28.09.2018, 23:00 Uhr

und es soll auch Ehen geben die gutgehen.
Ich könnte wieder auf 100% hochgehen falls es nötig wäre
und die Rente meines Gatten reicht auch mal mit der meinen zum Überleben

dagmar

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Re: für mich müsste keiner zahlen

Antwort von Mehtab am 28.09.2018, 23:11 Uhr

So stelle ich mir das auch vor. Ich denke, dass die meisten Frauen mindestens halbtags arbeiten und selber einen entsprechenden Renten- oder Pensionsanspruch haben. Da muss dann natürlich noch etwas dazukommen, aber das weiß man ja schon Jahrzehnte vorher und kann entsprechend vorsorgen, damit nicht andere einspringen und zahlen müssen.

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???

Antwort von puja am 29.09.2018, 0:58 Uhr

Ist doch ok, ich hab nix gegen Vollzeit arbeitende Mütter gesagt.
Nur hier wäre es nicht machbar.
Und warum zahlst du für mich?
Was zahlst du für mich?
Ich gehe arbeiten und zahle Steuern.
Wenn mein Mann mich verlässt haben wir weniger Geld als jetzt, aber Unterstützung bekomme ich nicht vom Staat, dafür hab ich auch mit nur 30h zu viel.
Rente, ...ich hab privat vorgesorgt.
Denke nicht, dass ich da viel kriege in 25 oder mehr Jahren.
Auch wenn ich immer 40h gearbeitet hätte.

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Plan B

Antwort von Korya am 29.09.2018, 2:10 Uhr

Absolut richtig, und dieser Plan B sollte nicht der Staat sein. Man kann sich je nach seiner jeweiligen finanziellen Situation gerne freiwillig für das höhere Risiko (Partner 1 arbeitet, Partner 2 nicht) entscheiden, aber muss bereit sein sich flexibel auf Veränderungen einstellen zu können, ohne dann den anderen auf der Tasche zu liegen. Etwaige Änderungen der Grundvoraussetzung (Partner 1 kann nicht mehr oder will nicht mehr unterstützen) müssen immer Teil der eigenen Lebensplanung sein.

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Re: Quadratur des Kreises

Antwort von Benedikte am 29.09.2018, 4:24 Uhr

Leena

hast Du zum Ehegattensplitting irgendwie Deine Position geändert? Ich meine, mich erinnern zu können, dass wir da bislang nie auf einer Linie waren- aber in diesem thread würde ich alles unterschreiben bei Dir.

Zuerst-Eheleute sind sich gegenseitig unterhaltspflichtig. Wer nichts verdient, wird vom Ehepartner alimentiert und nicht vom Jobcenter. Und dieser Pflicht müssen rechte gegenüberstehen, meine ich. Würde sonst auch de art 6 widersprechen, Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz des Staats. Das , finde ich, wird oft unterschlagen.

Und auch, was Du sagst- oft ist alles andere als Teilzeit kaum machbar. Zum einen, weil Infrastruktur fehlt, zum zweiten ist das Konzept "ich will alles, und viel davon", also qualifizierten Vollzeitjob, Kinder, Familie, Haushalt, Sport, gesunde Ernährung gerade bei mehreren Kindern und ebenfalls qualsfiziert VZ arbeitendem Ehemann nicht durchhaltbar. Und bei Dir gerade-vermute ich- kommt nach Kind 4 Enkel 1-wenn deine Tochter noch keine 20 ist und eben nicht gemütlich WElternzeit machen kann für lange zeit, sondern ja wohl studieren will oder eine Ausbildung macht. Da wirst Du gefordert sei, auch wenn das nie Den Plan war. Herzlichen Glückwunsch übrigens, ich hatte den fred verschlafen.


Für mich ist diese Idee- die ich nur aus diesem fred kenne, hab vielleicht nicht genug deutsche Zeitungen gelesen- vor allem ein Beispiel dafür, wie sehr die SPD verscht, irgendweclhe Wähler mit aller Macht anszusprechen und olle Kamellen aus dem Schrank holt. Wie auch die Idee, 5 Jahre keine Mieterhöhungen zu erlauben. Denn die rechtlichen Rahmenbedingungen, art 6., sind ja nicht mal so locker zu ändern.

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Ellert, die reicht

Antwort von Nynaeve2018 am 29.09.2018, 7:28 Uhr

So lange er nicht ns Heim muss und von seiner Rente dann sein Heimplarz finanziert wird. Wenn das passiert, wird es besonders eng

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Re: Meinst du dein Hausmann würde nichts kosten?

Antwort von kevome* am 29.09.2018, 9:17 Uhr

Und das Kind kostet nicht mehr als das Kindergeld?

Was kostet denn der Hausmann oder die Hausfrau soviel mehr? Vielleicht bin ich naiv aber das dürfte doch im wesentlichen Essen und Kleidung sein. Da finde ich 500€ reichlich. Wohnraum dürfte gleich bleiben, wenn man nicht gerade in der Einzimmerwohnung wohnt, was wohl kaum jemand, der beruflich etabliert ist, macht. Für meine Kinder brauche ich mindestens eine vier Zimmer Wohnung/Haus. Für einem Mann würde ich persönlich mich nicht zusätzlich vergrößern-

Ich brauche keinen Hausmann. Wir kommen prima allein zurecht. Trotzdem ist es sehr ungerecht, dass ich mehr Steuern bezahlen als ein Ehepaar, obwohl diese alle Aufgaben, die ich allein stemme auf zwei Schultern tragen. Ich dachte eigentlich immer, dass der Staat die Steuern auch nach finanzieller Leistungsfähigkeit - daher auch die Progression - berechnet und das ist hier definitiv nicht gegeben.

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Re: Meinst du dein Hausmann würde nichts kosten?

Antwort von shinead am 29.09.2018, 9:23 Uhr

Der Hausmann wächst nicht mehr, braucht also nicht ständig neue Klamotten. Günstiger verköstigt als ein Teenager ist er auch, fährt nicht mehr auf Klassenfahrt, braucht keine Zahnspangen mehr...

Also mein Mann war in seiner Hausmann-Zeit wesentlich günstiger als mein Sohn. Zumal er praktisch für die Senkung der Heizkosten einsetzt und in Holz geht.Ehrlich gesagt reißt das Kindergeld das nicht raus.
Ich koste mich selbst übrigens auch nicht so viel Junior.

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Re: was bedauert man später...jeder was anderes

Antwort von Leena am 29.09.2018, 9:58 Uhr

Ähm - ich meinte eher, wenn man als Mitarbeiter auf einer Stelle, die eigentlich mit 3 VZÄ besetzt werden sollte und tatsächlich nur mit 2 VZ-Kräften besetzt ist, die "Zielvorgabe" erst mit zwei Monaten Verspätung schafft statt mit einem, bekommt man etwas weniger Anschiss und eine etwas weniger schlechte Beurteilung.

Und - ja, wir stellen (in gewissen Bereichen) tatsächlich ganz gerne Frauen ein. Weil man da die Hoffnung haben kann, die wollen mal Familie und Kinder haben und Teilzeit arbeiten und sind dann bereit, für weniger Geld und weniger Beförderungsmöglichkeiten zu arbeiten und die eine oder andere Kröte mehr zu schlucken. Die jungen Männer rennen uns nämlich gerade im mittleren und gehobenen Dienst (gefühlt) scharenweise weg, weil die Arbeitsbedingungen so toll sind.

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Re: Ja, das glaube ich ernsthaft!

Antwort von Petra28 am 29.09.2018, 10:53 Uhr

Du meinst also von dem Geld, das ausschließlich er in unserem Beispiel verdient hat? Wo ist denn da der Nachteil zum nichtverheirateten Paar?

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Nochmal:

Antwort von Petra28 am 29.09.2018, 10:59 Uhr

Warum sollte ich als Steuerzahler eine kinderlose, nichtarbeitende Hausfrau alimentieren? Mit welcher Begründung?

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hier ist es auch nicht besser

Antwort von Ellert am 29.09.2018, 11:26 Uhr

6 Vollzeitdienstposten sind besetzt
1 die so oft behinderungsbedingt krank ist dass sie eher 50% fehlt
2 beamte mit 34 Stunden und einer mit 20 Stunden
2 unbesetzte Stellen, alle anderen nur in Teilzeit
der Laden muss laufen als wenn alle besetzt wären
so beutet man Leute aus
aber das war nie das Thema, ich habe nur für 2 Wochen Überstunden
der jetzt versetzte Kollegen hatte Überstunden um eigentlich 6 Wochen daheim zu bleiben

auch das ist öffentlicher Dienst, das mag nur keiner sehen
auszahlen geht nicht
abfeiern auch nicht weil keine Leute da sind

dagmar

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das würde aber auch passieren wenn beide arbeiten

Antwort von Ellert am 29.09.2018, 11:30 Uhr

Heimplätze sind extrem teuer und
wenn die Frau die noch daheim ist ( oder umgekehrt) da mitzahlöen muss reicht es für deren Überleben auch nichtmehr

Mein Traum hier falls nötig ist es dass zu uns jemand ins Haus zieht der uns pflegt
Platz dazu haben wir denn dann sind die Kinder ausgezogen.
So oder so bei uns würde die rente eh wenig denn wir haben ein schwerstbehindertes Kind das ins Heim müsste wenn wir mal alt sind und nichtmehr können
ob wir dann viel oder wenig Rente haben
wir fallen auf die Grundsicherung runter weil wir ja unterhaltspflichtig fürs Kind sind

dagmar

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Re: was bedauert man später...jeder was anderes

Antwort von Daffy am 29.09.2018, 12:59 Uhr

> Und - ja, wir stellen (in gewissen Bereichen) tatsächlich ganz gerne Frauen ein. Weil man da die Hoffnung haben kann, die wollen mal Familie und Kinder haben und Teilzeit arbeiten und sind dann bereit, für weniger Geld und weniger Beförderungsmöglichkeiten zu arbeiten und die eine oder andere Kröte mehr zu schlucken. Die jungen Männer rennen uns nämlich gerade im mittleren und gehobenen Dienst (gefühlt) scharenweise weg, weil die Arbeitsbedingungen so toll sind.

Das spricht aber dafür, dass zumindest im Mittel bei Euch Teilzeit auch tatsächlich Teilzeit ist.
Soviel übrigens zu: Frauen wollen Gleichstellung (und Karriere!)

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Re: was bedauert man später...jeder was anderes

Antwort von Leena am 29.09.2018, 13:39 Uhr

Ja, Teilzeit ist schon Teilzeit, es liegt halt bei Dir, dass Du irgendwie das größere Pensum trotzdem in der Teilzeit-Zeit schaffst. Oder Dich entsprechend beurteilen lässt, wenn Du es nicht schaffst, und dann eben auch entsprechende Arbeit bekommst. Beförderung und Gehalt hängt ja dann wieder an den Beurteilungen...

Du hast - wenn Du keine goldenen Löffel klaust, Dich nicht beim Kiffen erwischen lässt o.ä. - grundsätzlich einen sicheren Job und relativ sichere Arbeitszeiten. Wobei Du natürlich keine Garantie hast, WO Du arbeitest - und dann z.B. plötzlich kurzfristig 1 Std. Fahrzeit pro Tag mehr hast, weil Du abgeordnet oder versetzt wirst. (Und da reden wir nur von Landesbeamten.)

Und - ja, Frauen sind im Durchschnitt eher bereit, für einen sicheren Arbeitsplatz entsprechende Abstriche zu machen. Nicht jede strebt Studium und Karriere an. Im Moment sind die Zeiten im Dienst jedenfalls nicht ultimativ rosig - und langsam laufen uns die jungen Männer wirklich in größerem Umfang weg. (Jedenfalls in meinem unmittelbaren Umfeld.)

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Re: Nochmal:

Antwort von Daffy am 29.09.2018, 16:14 Uhr

> Warum sollte ich als Steuerzahler eine kinderlose, nichtarbeitende Hausfrau alimentieren?

Du alimentierst nicht, es gibt schließlich keine Unterhalts- oder sonstige Transferzahlungen. Es geht um ein legalisiertes Konstrukt, innerhalb dessen zwei Erwachsene als wirtschaftiche Einheit betrachtet und entsprechend besteuert werden. Wie das Einkommen innerhalb diese Gemeinschaft. erwirtschaftet wird - ob 50-50, 70-30, 100-0 - ist, ebenso wie Haushalt und Kindererziehung, ein private(!) Entscheidung. Dafür verpflichten die Ehepartner sich zu gegenseitiger Unterstützung, was wiederum den Staat entlastet. Nicht mehr 'bis der Tod uns scheidet' sondern eher 'solange es eben dauert', aber immerhin.

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Re: Nochmal:

Antwort von Petra28 am 29.09.2018, 16:26 Uhr

Ich sähe finanzielle Entlastung lieber bei Menschen, die Kinder haben. Oder bei denen, die tatsächlich pflegen.

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Re: Nochmal:

Antwort von Mehtab am 29.09.2018, 20:06 Uhr

Warum muss ich als Steuerzahlerin eine alleinerziehende Mutter, die für jeden die Beine breitmacht und Kinder schmeißt, aus denen dann eh nichts wird, finanzieren?
Mit welcher Begründung?

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Re: Ja, das glaube ich ernsthaft!

Antwort von Mehtab am 29.09.2018, 20:12 Uhr

Es wurde vorher schon geschrieben, dass die Ehe eine Lebensgemeinschaft ist, die durch unsere Verfassung besonders geschützt ist, auch wenn du das nicht verstehst oder nicht verstehen willst. Manchmal wünschte ich mir, die Mauer würde wieder hochgezogen und du könntest in Ostdeutschland den real existierenden Sozialismus leben, in dem Ehe und Familie nichts wert war und der Staat die Lufthoheit über die Kinderbetten hatte. Wohin das Ganze gekommen ist, sieht man ja: Nach über drei Jahrzehnten zahle ich noch Steuern für Ostdeutschland. Mit welcher Begründung?

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Re: Ellert, die reicht

Antwort von Mehtab am 29.09.2018, 20:27 Uhr

Ja, so ist es. Die Eltern meiner Freundin brauchen gerade ihre Ersparnisse auf, weil der Vater im Heim ist. Allerdings verstehe ich nicht, warum sie nicht das Haus umbauen und ihn heimholen. So wäre er glücklicher und die Lösung wäre billiger, aber das ist allein ihre Sache.

Eine frühere Nachbarin, die alleine lebte und bis zur Rente gearbeitet hatte, kam jetzt ins Heim. Ihre Rente reicht dafür auch nicht. So was!

Man kann nicht für alle Eventualitäten vorsorgen. Es werden auch nicht alle anderen, die gearbeitet haben und auch alle Alleinerziehenden, die ihre Potentiale voll nützen können und hier so giften, so viele Reserven haben, dass sie jahrzehntelang im Heim gepflegt werden können, falls das einmal erforderlich sein sollte, ohne dass irgendjemand zuschießen muss.

Wenn die Ehegatten, die das Splitting in Anspruch nehmen, für andere Steuern bezahlen, dann passt das schon, wenn aber die Gefahr besteht, dass der Staat jemals für sie bezahlen müsste, dann wäre das das größte Unglück, das man unbedingt vermeiden muss, indem man ihnen so viel Steuern aufbrummt, dass sie sich dieses Modell nicht mehr leisten können.

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Re: Nochmal:

Antwort von KKM am 29.09.2018, 20:45 Uhr

BITTE???

Das ist eine Unverschämtheit, so eine pauschale Aussage

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Re: Nochmal:

Antwort von kevome* am 29.09.2018, 20:53 Uhr

Spinnst Du, oder was soll diese Pauschalisierung?

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Re: Ellert, die reicht

Antwort von kevome* am 29.09.2018, 20:56 Uhr

Warum bezahlen Ehegatten, die das Splitting in Anspruch nehmen, Steuern für andere? Versteh ich nicht, umgekehrt wird glaube ich ein Schuh draus.

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Re: Nochmal:

Antwort von Mehtab am 29.09.2018, 20:59 Uhr

Ich kann das nicht mehr lesen, wenn gerade alleinerziehende Mütter, die nachweislich so viele soziale Leistungen und Ermäßigungen erhalten, sich so aufführen, wenn sie Steuern bezahlen müssen, was alle anderen auch tun.

Für Steuern gibt es keine konkrete Gegenleistung. Und dann rumzugeifern, weil Alleinerziehende keine besondere Begründung dafür erhalten, dass sie auch, wie übrigens alle anderen, Steuern bezahlen sollen. Wenn sie Vorteile erhalten, dann passt es schon, aber wenn sie so viel verdienen, dass sie auch Steuern bezahlen sollen, dann geht das Geschrei los.

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Re: Ellert, die reicht

Antwort von Mehtab am 29.09.2018, 21:04 Uhr

Nein, auch Ehegatten mit Steuersplitting zahlen noch Steuern. Es geht nur darum, wieviel ihnen von dem Geld, das sie selbst verdienen, weggenommen wird. Niemand muss für diejenigen, die das Splitting in Anspruch nehmen, was bezahlen, wie kommst du denn darauf? Es geht doch nur darum, dass die Eheleute, wie bei sozialen Hilfen im übrigen auch, als Gemeinschaft betrachtet und nicht einzeln besteuert werden.

Frag mal die, die das Splittingmodell in Anspruch nehmen. Ich weiß es nicht, gehe aber davon aus, dass Leena, Dagmar ... und ihre Ehemänner ... trotz des Splittingmodells noch ganz ordentlich Steuern bezahlen. Hier wird immer so getan als würden Ehepaare mit Splittingmodell soziale Leistungen in Anspruch nehmen.

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Re: Olaf Scholz findet, die Ehe habe eh an Bedeutung verloren

Antwort von cube am 29.09.2018, 22:03 Uhr

, nur das eben nicht alle, die eine VZ Stelle suchen auch gleichzeitig Pflege oder Erzieherin gelernt haben.

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Ersparnisse aufbraucehn

Antwort von golfer am 29.09.2018, 22:04 Uhr

niemand muss seine Ersparnisse für den Heimplatz der Eltern aufbrauchen...es git inzwichen enorme Freibeträge und Schonvermögen da müssensie echt schon richutng 150 000 brutto im Jahr haben...Haus ist auch frei..und wenn die Freundin nciht arbeitet muss sie eh ncihts zheln.,,ah schon ist es besser ciht zu arbeiten,....und warum verlangst du sie sollen umbaun und ihn aufnehmen...ich möchte so was auch nciht...das muss man könne das ist eibn Ausbildungsberujf

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@Mehtab

Antwort von Leena am 29.09.2018, 22:14 Uhr

Um Himmels Willen, meinst Du das wirklich ernst?!?

"Warum muss ich als Steuerzahlerin eine alleinerziehende Mutter, die für jeden die Beine breitmacht und Kinder schmeißt, aus denen dann eh nichts wird, finanzieren?"

Was für Vorstellungen hast Du denn von Alleinerziehenden?!?

Ich habe selber vier Kinder von zwei Männern, und bevor ich meinen Mann kennen gelernt habe, war ich mit Kind1 alleinerziehend. Ich habe aber definitiv nie "für jeden die Beine breit gemacht" (mal ganz abgesehen davon, dass ich eh nicht der Typ bin, den jeder ins Bett ziehen will) und habe auch nie Kinder "geschmissen".

Auch als ich alleinerziehend war, muss mich niemand "finanzieren", außer Erziehungsgeld für 6 Monate habe ich nichts bekommen, das hätte ich aber nicht-alleinerziehend genauso bekommen. Die ersten 6 Monate mit Kind habe ich vom Erziehungsgeld und meinen Ersparnissen gelebt, danach habe ich wieder gearbeitet - und selbstverständlich Steuern gezahlt.

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Re: @Mehtab

Antwort von KKM am 29.09.2018, 22:17 Uhr

Ich werde dieser Aussage keine Bedeutung mehr beimessen, dafür ist mir meine Energie zu schade.

Vielleicht finde ich gleich noch jemanden, damit ich in 9 Monaten wieder schmeißen kann....

Das kann man doch nicht ernst nehmen, diese Aussage....

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Re: Nochmal:

Antwort von kevome* am 29.09.2018, 22:25 Uhr

Komisch, offensichtlich war ich immer schlecht informiert. Zumindest habe ich in meinem ganzen Leben noch keine Sozialleistungen erhalten. Die Ermäßigungen sind auch irgendwie an mir vorbei gegangen. Dafür bezahle ich den Spitzensteuersatz und habe meine beiden Kinder ohne weitere Hilfe groß gezogen.

Du darfst mich gerne aufklären, was ich falsch mache.....

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Re: Nochmal:

Antwort von KKM am 29.09.2018, 22:31 Uhr

Oder ich brauche die Tipps auch.

Ich habe gerade das 2. Kind an einer privaten, amerikanischen High School.
Auch dieses Kind wird dort den High - Schoolabschluss machen und voraussichtlich in Deutschland anschließend ein 1er Abitur hinlegen.

Echt komisch, ich zahle definitiv auch jede Menge Steuern.....

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Re: Nochmal:

Antwort von kevome* am 29.09.2018, 22:37 Uhr

Siehst Du da habe ich versagt. Trotz Privatgymnasium in München werden meine Beiden wohl kein Einserabitur hinlegen. Obwohl bei der Kleinen besteht noch gewisse Hoffnung. Bei großen reicht es dank Faulheit nur zu Mittelmaß....

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Re: Nochmal:

Antwort von KKM am 29.09.2018, 22:45 Uhr

So etwas aber auch...

Könnte aber natürlich auch an Deiner Selbstverwirklichung mit Spitzensteuersatz liegen, vielleicht hast Du die Kinder vernachlässigt???

FRAU, Dein Feind ist weiblich!

Das Leben ist zum Glück bunt und vielfältig, manche wenige hängen aber auch in ihren Vorurteilen fest....

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Jetzt drehst du ab...

Antwort von Petra28 am 29.09.2018, 22:52 Uhr

A) Ich lebe in Westdeutschland ein sehr “kapitalistisches“ Leben. Was jetzt dein “Ossi-Bashing“ soll, weiß ich nicht.
B) In Ostdeutschland gab es im real existierenden Sozialismus zinslose Darlehen für frisch Verheiratete, die Arbeitszeiten waren familienfreundlich, es gab monatlich einen freien Tag (“Haushaltstag“, halt nur für Frauen, aber immerhin).
C)Der Soli wird bundesweit erhoben und auch bundesweit verwendet. Meinetwegen könnte er abgeschafft werden, wie man sieht, schürt er nicht unerhebliche Ressentiments gegenüber der ostdeutschen Bevölkerung bei uninformierten Menschen.

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Weil wir in einem Sozialstaat leben.

Antwort von Petra28 am 29.09.2018, 23:00 Uhr

Und somit keine Kinder verhungern lassen, auch wenn sie Mütter haben, die “für jeden die Beine breit“ machen.

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Dsnke für die Einsichten über die letzten Tage,

Antwort von Korya am 30.09.2018, 2:39 Uhr

davon wusste ich bisher nichts.
Ist das Thema bei den Entscheidern, oder tut es eure Leitung mit einem Achselzucken ab? Wenn sich solch ein Muster abzeichnet, kann es auch einer Behörde doch nicht auf Dauer genehm sein, ein zwar leidensfähiges, aber vermutlich eher unflexibles Heer an rein weiblichen TZ-Kräften aufzubauen?

Wir haben übrigens gerade einen jungen Ausreißer auf Zeit bei uns in der Filiale, der mal andere Luft schnuppern wollte und für ein Jahr bei uns an einem Projekt arbeitet. Ich fand es erstaunlich und sehr modern, dass seine Behörde ihn das machen lässt....

Aber jetzt überlegt er gerade, was er will. Wenn er sich nicht bis Anfang des Jahres zurück meldet, verliert er den Anspruch zu seiner Behörde zurück zu kehren. Ich glaub nicht dass er bei uns bleibt, aber seine ursprüngliche Position, auf jeden Fall zu seinem Chef zurück zu kehren, ist über die letzten Monate doch sehr ins Wanken gekommen. Bin mal gespannt wie er sich entscheidet...

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Re: @Mehtab

Antwort von Korya am 30.09.2018, 2:58 Uhr

Wie einfach doch auf einmal die Welt sein kann, wenn einem von Mehtab die Augen geöffnet werden. Vielleicht sollten wir einfach alle Ossis und diese schrecklichen verhurten Alleinerziehenden über die Grenze jagen, dann geht's uns wieder gut im trauten Heim. Ach nee, Grenze gab das ja och nich mehr, kein Wunder dass alles hier den Bach runter geht. Obwohl man immer alles richtig gemacht und sich den Prinzen fürs Leben geangelt hat, um sich gemütlich einzurichten.

...bis sie mal selbst in die Lage kommen. Dann halte sich das Gejammer aber bitte in Grenzen.

Mit zwei Beiträgen auf einen Schlag völlig disqualifiziert..

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Re: @Korya

Antwort von KKM am 30.09.2018, 6:15 Uhr

Danke für Deine Antwort.

Ich war zu betroffen und geschockt, um die passenden Worte zu finden!

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Re: Nochmal:

Antwort von kevome* am 30.09.2018, 9:32 Uhr

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Re: Dsnke für die Einsichten über die letzten Tage,

Antwort von Leena am 30.09.2018, 10:49 Uhr

Jetzt hatte ich eine Antwort geschrieben, die ich aber vorsichtshalber doch lieber wieder gelöscht habe.

Die derzeitige "männliche Massenabwanderung" ist so ein relativ neues Phänomen bei uns und liegt m.E. einerseits an strukturellen Veränderungen, die insbesondere Beurteilung und Beförderungsmöglichkeiten betreffen (die für den einzelnen schlechter geworden sind), andererseits an konkreten Faktoren innerhalb der einzelnen Dienststellen.

Die "Entscheider" sitzen ja nicht in der Dienststellenleitung, sondern in der übergeordneten Behörde, d.h. es dauert m.E. eine gewisse Zeit, bis manches dort wirklich ankommt. Für mein Gefühl ist die Stimmung in der Belegschaft derzeit wirklich so schlecht, dass es langsam doch "bis nach oben" dringt. Was die Reaktionen sein mögen, bleibt abzuwarten.

(So 'unflexibel' sind übrigens auch weibliche TZ-Kräfte nicht - Du musst bedenken, als Landesbeamter kannst Du grundsätzlich landesweit versetzt werden und auch die Arbeitszeiten können die vorgegeben werden. Wie sich das dann auf die Arbeitsmotivation auswirkt und wie hoch die Leidensfähigkeit letztlich wirklich ist, bleibt derzeit noch abzuwarten, da ist gerade einiges in Bewegung.)

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Re: Dsnke für die Einsichten über die letzten Tage,

Antwort von Daffy am 30.09.2018, 12:02 Uhr

> Du musst bedenken, als Landesbeamter kannst Du grundsätzlich landesweit versetzt werden und auch die Arbeitszeiten können die vorgegeben werden.

Charmante Vorstellung: man hat sich gerade eine Life-Work-Balance mit Teilzeit und kurzer Anfahrt eingerichtet (mühsam genug) und wird dann darüber informiert, dass die effektiv erforderliche Kinderbetreuungszeit sich ab nächstem Ersten um 10 Wochenstunden erhöht. Arbeitsmotivation hin oder her - ich würde wetten, dass das bei den meisten GestellungsverfechterInnenn zu sündigen Träumen führt, in denen der Ewiggestrige die Frau im Arm hält und ihr ins Ohr flüstert: "Meine Liebe, zeig ihnen den Mittelfinger - ich verdien genug"

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Offenbar habe ich falsch formuliert...

Antwort von Leena am 30.09.2018, 12:15 Uhr

Offenbar habe ich falsch formuliert - die Anzahl der Wochenarbeitszeit wird beantragt und dann genehmigt, da ändert sich im Genehmigungszeitraum nichts. Bei der Verteilung der Arbeitszeit sieht das aber anders aus - da hat man keinen Anspruch auf "nur vormittags" oder "jeden Freitag frei" o.ä. als Teilzeitkraft.

Anderes Thema ist dann die Versetzung - wenn man mitgeteilt bekommt, dass man ab dem nächsten Ersten (gut, so kurzfristig ist es selten, kommt aber auch vor) an einer anderen Dienststelle eingesetzt wird, ändert sich dadurch natürlich die Fahrzeit, und damit dann die effektiv erforderliche Kinderbetreuung etc. Das betrifft aber genauso auch die männlichen Kollegen, die dann z.B. durch längere Fahrstrecken jede Woche 10 Std. mehr unterwegs sind, sich ggf. noch ein neues Auto anschaffen müssen, weil die bisherige Dienststätte zu Fuß oder per Fahrrad erreichbar war, und die für dasselbe Geld dann plötzlich 40 Std./Monat mehr für den Job aufwenden müssen.

Aber da geht es dann sehr wohl um "Arbeitsmotivation" und nicht um "sündige Träume", wo einem der Rundum-Versorger-Ehegatte ein "zeig ihnen den Mittelfinger, ich verdien genug" ins Ohr säuselt.

So leicht schmeißt man ab einem gewissen Alter x Jahre Beamtentum samt verbundener Pensionsansprüche nicht über Bord, nur weil einer was von "ich verdien genug" säuselt. Da müsste mir schon einer mehrere 100.000 € in bar auf mein Konto überweisen, bevor ich da drüber nachdenke!

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Re: Ersparnisse aufbraucehn

Antwort von Mehtab am 30.09.2018, 12:49 Uhr

Ich habe geschrieben: "Die Eltern meiner Freundin brauchen gerade ihre Ersparnisse auf ..." . Siehst du den Unterschied? Nicht meine Freundin, sondern die Eltern zahlen mit ihren eigenen Ersparnissen den Heimplatz. Insoweit geht deine Argumentation fehl. Außerdem habe ich auch nicht geschrieben, dass meine Freundin nicht arbeitet. Ich weiß nicht, so du das alles liest.

Das war eine Antwort auf die, die gleich wieder so Angst hatten, dass ein Cent ihrer Steuer für einen pflegebedürftigen alten Mann verwendet wird, nur weil die Frau nicht gearbeitet hat. Früher hat man noch gespart und Reserven angelegt, die jetzt halt verwendet werden.

Außerdem verlange ich gar nichts. Ich habe vielmehr geschrieben, dass das ihre Sache ist. Ich würde umbauen, denn dann könnte der Vater heim und sie müssten die Mutter nicht jeden Tag ins Heim fahren und dann auch wieder abholen, damit sie ihren Mann besuchen kann, zumal der Vater auch gerne heim möchte und immer frägt, wenn sie ihn denn mit nach Hause nehmen. Die Mutter möchte ihn auch zu Hause haben, kann das Ganze, d. h. die Pflege ... aber alleine nicht mehr machen. Ich meine, dass es anders einfacher und besser wäre, aber das tut nichts zur Sache. Es ist ihre Entscheidung und ich bin hier nur eine Außenstehende.

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Re: Offenbar habe ich falsch formuliert...

Antwort von Daffy am 30.09.2018, 13:03 Uhr

> Das betrifft aber genauso auch die männlichen Kollegen, die dann z.B. durch längere Fahrstrecken jede Woche 10 Std. mehr unterwegs sind, sich ggf. noch ein neues Auto anschaffen müssen, weil die bisherige Dienststätte zu Fuß oder per Fahrrad erreichbar war, und die für dasselbe Geld dann plötzlich 40 Std./Monat mehr für den Job aufwenden müssen.

Nicht ´genauso` - die wissen nämlich i.d.R., dass die Frau sich liebevoll um die Kinder kümmert, während die Männer noch im Zug sitzen oder im Stau stehen. Bei den Frauen bedeutet längere Fahrt/Arbeitszeit (oder eine ungünstigere Stundenverteilung) entsprechend mehr Stunden in Krippe/Kita/Hort. Das kann ganz toll sein, ist es aber nicht automatisch.
Und ´neues Auto kaufen müssen`? Sicher und comfy, eines veranwortungsvollen Familienvaters und Staatsdieners würdig? Es gibt schlimmere Strafen. Aber klar, wenn Geld, Anerkennung, Perspektiven oder Aufgabenbereich nicht stimmen, gibt es bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage genug Alternativen.

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Re: die sollen ja alle vollzeit arbeiten

Antwort von SunnyGirl!75 am 30.09.2018, 13:31 Uhr

Dann komm mal nach Münster. Da gibt es nämlich fast nur Vollzeitstellen und Teilzeitstellen sind kaum zu finden.
Ich kenne da ein Beispiel wo eine Frau mit toller Berufserfahrung und Ausbildung ein Jahr vergeblich versucht hat nen TZ Job zu finden nachdem sie ein Kind bekam und dann doch eine Vollzeitstelleangenommen hat, obwohl sie es eigentlich nicht wollte. Und da gibt es bestimmt mehrere Beispiele wo das so ist.

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Re: Ellert, die reicht

Antwort von SunnyGirl!75 am 30.09.2018, 13:53 Uhr

Wir machen Ehegattensplitting, wenn ich höre wie toll das ist kann ich nur müde lächeln. Mein Mann bezahlt weniger Steuern bei Steuerklasse 3 und ich als Wenigverdienerin (zur Zeit Umschülerin in TZ) mit Steuerklasse 5 mehr Steuern im Verhältnis zum Verdienst.
Das ist in der Tat nicht viel mehr als ich bei einem 450€ Job rausbekommen würde.
Aber, das wär ziemlich das letzte was ich wollen würde, wegen der späteren Rente.

Dafür bekommen wir aber beim Lohnsteuerausgleich deutlich weniger zurück als früher, müssten sogar nachzahlen wenn mein Mann nicht so hohe Fahrtkosten absetzen könnte.
Sobald ich annähernd genauso viel wie mein Mann verdiene, wollen wir sofort in Steuerklasse 4 wechseln, was ja genau das gleiche bedeutet als wenn wir Steuerklasse 1 als Unverheiratete hätten.
Denke nicht das ich das Ehegattensplitting vermissen werde!

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Du willst anscheinend missverstehen...

Antwort von Leena am 30.09.2018, 14:15 Uhr

Die Situation hat ein Kollege von mir jetzt genau so - sie haben eine alte "Familienkutsche", mit der entweder seine Frau, die 18-jährige Tochter oder er unterwegs ist. Aber zum einen ist das Auto definitiv nicht mehr fit genug, um jetzt plötzlich 100 km pro Arbeitstag fahren zu müssen, definitiv auch nicht mehr verlässlich genug, und da braucht er (die Zugverbindung ist bescheiden und kostet mehr als doppelt so viel Zeit wie die Autofahrt) jetzt ein zweites, für ihn "neues" Auto. Und - nein, das wird definitiv kein eines "verantwortungsvollen Familienvaters und Staatsdieners" würdiger Neuwagen, sondern ein kleines Gebrauchtes.

Und nein - 10 Stunden/Woche mehr für den Job hat er auch nicht so einfach übrig. Seine Frau arbeitet nämlich auch und die Kinder sind aus seiner ersten Ehe, also vorrangig "sein Job". Er hat deswegen extra schon Stunden reduziert - da freut man sich dann natürlich ganz besonders.

(Und mich freut es ganz besonders, dass Kinderbetreuung und -organisation in manchen Köpfen immer noch ausschließlich Frauensache ist. In den meisten Familien, die ich kenne, ist es aufgeteilt, dass der eine morgens bringt, der andere nachmittags übernimmt, und da hauen 10 Std./Woche mehr für den Job sowohl bei der Mutter als auch beim Vater kräftig ins Familiengefüge.)

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Dein letzter Absatz:

Antwort von Petra28 am 30.09.2018, 15:00 Uhr

Genau so sieht es aus. Ich kenne eigentlich keine Familie mit Kindern (die entweder noch zu klein sind, um zur Betreuung selber zu kommen oder die weiter auswärts zur Schule gehen), bei denen das Bringen/Holen nicht aufgeteilt ist.

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Re: Du willst anscheinend missverstehen...

Antwort von Daffy am 30.09.2018, 15:10 Uhr



> Und nein - 10 Stunden/Woche mehr für den Job hat er auch nicht so einfach übrig. Seine Frau arbeitet nämlich auch und die Kinder sind aus seiner ersten Ehe, also vorrangig "sein Job". Er hat deswegen extra schon Stunden reduziert - da freut man sich dann natürlich ganz besonders.

Das ist natürlich doof für ihn - aber widerspricht ein bisschen dem, was weiter oben geschrieben wurde (man arbeitet, bis die Arbeit erledigt ist, und wenn es 100% bei 50% Gehalt ist). Immerhin KANN er reduzieren (in der Firma meines Mannes könnte er kündigen oder klagen - sie wollen keine Präzedenzfälle).

> (Und mich freut es ganz besonders, dass Kinderbetreuung und -organisation in manchen Köpfen immer noch ausschließlich Frauensache ist. In den meisten Familien, die ich kenne, ist es aufgeteilt, dass der eine morgens bringt, der andere nachmittags übernimmt, und da hauen 10 Std./Woche mehr für den Job sowohl bei der Mutter als auch beim Vater kräftig ins Familiengefüge.)

Du lebst in einem etwas speziellen Biotop (tarifliche Bezahlung, echte Teilzeit, sicherer Arbeitsplatz). In den Familien, die ich kenne, hat der Mann den 100% Job mit Bezahlung auf Verhandlungsbasis, und wenn es in der Firma ein Problem gibt, ist er da, im wohlerwogenen Eigeninteresse (wenn der Kunde nicht glücklich ist, weil die Maschine nicht läuft, geht er zur Konkurrenz - muss er, weil wiederum seine Kunden sonst abspringen und er seine Leute entlassen muss). Die Frau arbeitet reduziert oder gar nicht und fängt (überwiegend) die familiären Belange, auch die unplanbaren (z.B. Kinderkrankheiten) auf (ihr Arbeitgeber hat dann einfach Pech, weiß das aber schon vorher, wenn er eine Mutter in Teilzeit einstellt). Weil die Eltern es beide so wollen und kaum jemand wirklich Gleichstellung will, die Frauen am allerwenigsten. Und dann braucht sich auch niemand über unterschiedliche Stundenlöhne zu wundern.

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Re: Du willst anscheinend missverstehen...

Antwort von Petra28 am 30.09.2018, 15:16 Uhr

Ich bin gerade sehr froh, nicht in deinem “Biotop“ zu leben.

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Re: Du willst anscheinend missverstehen...

Antwort von Leena am 30.09.2018, 15:33 Uhr

Man könnte, wenn man wollte, vermutlich die Geschichte auch so erzählen: Er hat familienbedingt Stunden reduziert, arbeitet jetzt "vollzeitnah", bekommt weniger Geld und hat trotzdem noch 100% der Fälle. Und weil er sich nicht alle Beine ausreißt, um 100% Arbeit in x % Arbeitszeit zu schaffen, hat er eben entsprechende Beurteilungen - und ist der erste, der auf eine weiter entfernte Dienststelle versetzt wird. Teilzeit-Männer sind eben auch im öD total beliebt.

Wenn man als Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft etwas zu bieten kann, kann man beim 100% Job nicht nur Gehalt, sondern auch Rahmenbedingungen verhandeln. Zumindest in meinem Biotop. (In gewissen Grenzen gilt dies auch im öD, meiner persönlichen Erfahrung nach. Auch wenn mehr Gehalt oder ultimative Beförderungsmöglichkeiten da eben nicht im Angebot sind.)

Ansonsten -seltsame Frauen, die Du kennst, wenn die alle keine Gleichstellung wollen und gerne noch ihre Lebensaufgabe darin sehen, ihrem Eheherren den Rücken frei zu halten und ihn nicht im Familienleben haben wollen.

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Re: Du willst anscheinend missverstehen...

Antwort von Daffy am 30.09.2018, 16:24 Uhr

> Und weil er sich nicht alle Beine ausreißt, um 100% Arbeit in x % Arbeitszeit zu schaffen, hat er eben entsprechende Beurteilungen - und ist der erste, der auf eine weiter entfernte Dienststelle versetzt wird. Teilzeit-Männer sind eben auch im öD total beliebt.

Weil er ein Mann ist? DU musst doch nicht strafexerzieren, trotz jahrelanger Teilzeit?

> Wenn man als Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft etwas zu bieten kann, kann man beim 100% Job nicht nur Gehalt, sondern auch Rahmenbedingungen verhandeln.

Ja, wenn man so gut ist, dass sie einen unbedingt haben wollen. Dann müssen eben andere ran, wenn es brennt ("Das ist unsere Koryphäe, die müssen wir schonen. Keine Dienstreisen, keine Überstunden.")

> Ansonsten -seltsame Frauen, die Du kennst, wenn die alle keine Gleichstellung wollen und gerne noch ihre Lebensaufgabe darin sehen, ihrem Eheherren den Rücken frei zu halten und ihn nicht im Familienleben haben wollen.

An mir liegt es nicht - sein Job geht Richtung 120%, aber es ist das, was er machen will. Wenn ich auch arbeiten würde (was ich nicht will - mir fallen hundert Dinge ein, die ich tun kann, ohne dass mir jemand Anweisung gibt oder mich durch den Landkreis hetzt), hätten die Kinder ihn nicht mehr und ich ihn deutlich weniger gesehen. Ich hab (nur halb spaßeshalber) vorgeschlagen, ob er nicht was mit 60-80% suchen will, mehr Freizeit und die Kinder bekämen Bafög - keine Chance. Japanische Arbeitsmoral geradezu, mach was dran...

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Re: Du willst anscheinend missverstehen...

Antwort von Leena am 30.09.2018, 16:59 Uhr

Nein, ich muss - trotz jahrelanger Teilzeit - nicht strafexerzieren. Dafür habe ich aber auch was getan, so dass man mir bei den Rahmenbedingungen entgegen kommt.

Koryphäe zu sein ist nie verkehrt, muss man sich aber natürlich auch erarbeiten. :-)

Ich gönne es Dir ja voll und ganz, dass Du nicht arbeiten willst und Ihr finanziell trotzdem gut über die Runden kommt. Ich wäre mit Eurem Modell aber kreuzunglücklich. Mir hat mal jemand gesagt, wie toll mein Mann sich um unsere 4 Kindern kümmern würde - ich habe geantwortet, mit einem Mann, der das nicht täte, hätte ich auch nicht 4 Kinder bekommen. (Mal davon abgesehen, dass ich einen Mann, der ein derartiges Rollenmodell leben möchte, mit ziemlicher Sicherheit nie geheiratet hätte.)

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dann muss aber einer den Job aufgeben je nach Pflegegrad

Antwort von Ellert am 30.09.2018, 18:41 Uhr

Meine Oma war schwer dement, die musste man wirklich einsperren udn daheim wär das niemans gegangen
der Pflegende gibt den Job auf und was das Pfegegeld ist ist oft weniger als der Verlust an Einkommen,
das ist doch das wirklich schlimme daran, Pflege wird nicht anerkannt finanziell in dem Masse als dass Kinder kündigen könnten.

dagmar

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Re: Du willst anscheinend missverstehen...

Antwort von Daffy am 30.09.2018, 20:07 Uhr

> Mir hat mal jemand gesagt, wie toll mein Mann sich um unsere 4 Kindern kümmern würde

Ich habe, nach dem was Du schreibst, den Eindruck, dass unsere Männer ähnlich viel Zeit mit ihren Familien/Kindern verbringen Wir haben hier halt weniger Organisationsdruck oder ´Rushhour des Lebens`

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Re: Du willst anscheinend missverstehen...

Antwort von Leena am 30.09.2018, 20:39 Uhr

Keine Ahnung, ich kenn Deinen Mann nicht!

Für Fußball (Hobby von Kind3) ist bei uns jedenfalls mein Mann zuständig, Elternabende teilen wir uns, Lernen / Abfragen macht oft er, Arzttermine (auch für meine Mutter) übernimmt er, wenn ich nicht kann. Ich bin auch schon ein paar Mal alleine in Urlaub gefahren und er hat derweil die Familie "geschmissen", geht auch.

Klar gibt es manchmal "Reibungsverluste", aber nachdem er unseren Erstklässler zwei oder drei Mal ohne Schulbrot in die Schule geschickt hat, erinnert der mittlerweile den Papa selbständig daran. :-)

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