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1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von Schnitte78 am 10.09.2009, 9:58 Uhr

die erste Prügelei - Teil 2

Hallo,

nochmal zu meinem gestrigen Beitrag (s. weiter unten).

ich hatte vergessen zu erwähnen, daß mein Sohn blutend aus der Schule kam und mir ja erzählt hatte, daß die beiden auf ihn los sind.

Ich konnte nicht die Finger vom Telefon lassen und habe die Elternsprecherin, die gleichzeitig auch die Mutter des 2. Jungen ist, angerufen.

Am Ende hat sich herausgestellt, daß der "Schläger" von meinem Sohn (!) seit Wochen geärgert und mit Worten beschimpft wird, die ich hier zu Hause noch nie gehört habe. Gestern wäre die Situation dann eskaliert. Ich bin total fassungslos, weil Marvin hier zu Hause die Unschuld vom Land spielt. Ich habe ihm verboten, solche Worte zu benutzen.

Wahrscheinlich sehen mich die Mütter jetzt tatsächlich als Gluckenmutter, aber ich frage mich, welche Mutter von einem blutenden Kind, das erzählt, es wurde verprügelt, nicht eingegriffen hätte?

Gruß

 
4 Antworten:

Re: Prügeln geht garnicht

Antwort von mini99 am 10.09.2009, 10:16 Uhr

Hallo!
Egal ob Jungs, Prügeln wird von mir absolut nicht geduldet. Ich habe auch einen Sohn, aber ich würde auch sicher einschreiten, wenn es eine Prügelei geben sollte.

Im Gym bei uns gibt es aber eine eigene Konflikbewältigungsstunde als Pflichtfach und die Kinder lernen somit gewaltfreien Umgang miteinander. Außerdem gibt es ein Punktesystem für Kinder die Gewalt anwenden oder auch nur verbal verletzen. Es gibt eine eigene Gruppe, die Streit schlichtet. Ich finde dass System sehr gut und hoffe, dass es weiterhin gewaltfrei in und um die Schule bleibt.

Vielleicht könnt ihr auch so eine Gruppe einrichten oder zumindest die Lehrerin bitten, in der Klasse zu schlichten und darüber zu sprechen.

Beleidigen darf man nicht, hauen aber auch nicht.

LG
Traude

Re: die erste Prügelei - Teil 2

Antwort von dhana am 10.09.2009, 11:22 Uhr

Hallo,

ich würde es einfach nicht überbewerten - bis zu einem gewissen Punkt sind diese Machtspielchen unter den Jungs leider normal.
Die einen sind Verbal gewandter und nutzen das aus - die anderen wehren sich dann körperlich.

Mach Deinem Sohn einfach klar, das nicht nur Prügel verletzen, sondern auch Worte verletzen.

Ich bin sicher, dich sieht niemand als Gluckenmutter - irgendwann musste ja auch eingeschritten werden. Wäre ja auch leichter gewesen, wenn du eher erfahren hättest, was Dein Sohn da so treibt.

Ich kenns von der anderen Situation - mein Sohn ist mit Worten nicht so gewandt und hat am Anfang der ersten Klasse da auch einiges einstecken müssen. Bis er sich mal gewehrt hat - leider massiv körperlich.
Aber dadurch ist dann alles rausgekommen - das ihn einige aus der Klasse ziemlich gepiesakt haben (mit Worten) und ihm dann die Sachen versteckt, Hefte angemalt, .... schon fast mobbing.
Er hat sich dann die Rädelsführerin mal geschnappt - nein, ich finds nicht toll. Aber dadurch kam es dann endlich raus - wurde auch in der Schule gemeinsam mit dem Klassenlehrer besprochen und seitdem ist es deutlich besser.
Ich habs leider auch nicht gewusst, mein Sohn erzählt zu Hause nichts.

Klar, kämpfen darf man nicht - gemeine Dinge sagen oder tun auch nicht. In der Schule müssen sie nicht nur Lesen und Schreiben lernen - auch im Sozialverhalten muss viel gelernt werden. Kindergarten ist in der Beziehung halt sehr geschützter Bereich - da werden in der 1. Klasse die Karten ganz neu gemischt und die Kinder probieren erst mal aus, was ok ist und was nicht. Wichtig ist, das man es dann klar macht.

Grüße Dhana

Re: Die zwei Seiten der Medaille... das kenn' ich auch!

Antwort von Bonnie am 10.09.2009, 12:24 Uhr

Hallo,

ich glaube, die Erfahrung machen wir Eltern früher oder später alle: Dass wir nämlich von unserem Kind immer nur die eine Seite der Medaille erzählt bekommen, niemals die andere, also die Sicht der anderen Kinder. Und dann eilen wir empört in die Schule (ist mir schon passisert), um dort von der Lehrerin zu erfahren, dass unser eigenes Kind kräftig zu der Sache beigetragen hat, seufz...!

Trotzdem: Hadere nicht zu sehr mit dem unguten Vorfall. So etwas passiert - gerade unter Jungs! Vielleicht war es - auch wenn das natürlich kein optimaler Weg ist - für Deinen Sohn ja auch mal eine Lehre, dass man andere Kinder nicht ungestraft "triezen" kann, sondern dass das irgendwann nach hinten losgeht.
Meine Tochter hat mal eine Zeitlang einen Nachbarjungen ziemlich hartnäckig geärgert, ihn verhöhnt und sogar auch mal geschubst. Ich hatte ihr das verboten und sie gewarnt, dass er sich das sicher nicht mehr lange gefallen lässt, sie hat's aber nicht geglaubt. Ja, und eines Tages hat er sie dann in den Oberkörper gebissen, und zwar richtig arg! Ich fand das nicht richtig und hab's auch seiner Mutter erzählt - trotzdem wusste meine Tochter von dem Tag an, dass auch andere Kinder Grenzen haben.

Ich würde die Sache jetzt erstmal auf sich beruhen lassen. Dein Sohn weiß jetzt, wohin Ärgern und Beschimpfungen führen können, und die anderen Übeltäter werden sicher auch etwas von ihren Müttern zu hören bekommen haben, denn die Beirätin wird es der anderen Mutter ja wahrscheinlich erzählt haben.

Grüßle,

B.

ich kann dich gut verstehen

Antwort von Zwillingsmama04 am 10.09.2009, 12:36 Uhr

und wenn mir mein kind etwas erzählt dann glaube ich es ersteinmal, sage aber auch immer dann lass uns mal hören wie x das gesehen hat. ist es gelogen wird es vom kind meist direkt abgelehnt (somit weiss ich bescheid und ich frage nochmal was wirklich passiert ist. sagt eins meiner kinder dann ja kannste machen weiss ich schon das es stimmt.
d es aber so finde ich zu einem respektvollem umgang miteinander gehört finde ich immer den andern aber auch noch anzu hören.

generell finde ich jegliche art von gewalt ist ein no go.

egal ob junge oder mädchen.

ich finde es rechtfertigt nichts das ein junge das darf.

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