1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von wowugi80 am 12.09.2019, 12:28 Uhr

Chaotische Klasse

Mir fällt auch auf, dass es immer mehr Kinder gibt, die sich nicht konzentrieren können, die unruhig sind und zappeln oder laut sind. Auffällig finde ich, dass das oft die Kinder sind, die mit "Programm" oder Fremdbetreuung so überladen sind, dass sie selbst kaum Zeit zur Ruhe haben. Ein Kind, dass schon mit einem Jahr acht Stunden in eine Krippe geht, kennt keine Ruhe. Und wenn es danach auch noch mit Mama zum Kinderturnen oder auf den Spielplatz geht, ist vom Tag nichts mehr übrig und das Kind hatte keinen Moment, in dem es mal ruhig und besinnlich war. Der Tonus, die Anspannung der Kinder ist so hoch und sie selbst wissen nicht, wie sie den runter bekommen. Dann kommen sie in die erste Klasse und da steht eine Lehrerin oder ein Lehrer und muss damit klar kommen. Die wenigsten wissen dann wie.
An der Schule meines Sohnes erzählt die Lehrerin im ersten Jahr jeden Tag einen kleinen Teil einer Geschichte (jeden Tag! Ein Jahr lang! Und immer eine Fortsetzung auf den Tag zuvor, quasi wie eine Serie oder ein Fortsetzungsroman.) und der kleine Held dieser Geschichte erlebt oder lernt jeden Tag etwas neues, worauf die Lehrerin dann ihren Unterricht aufbaut. So bleibt die Motivation hoch und auch die Konzentration. Schließlich wollen die Kinder ja alle hören, wie es weiter geht und lernen, was ihr kleine Held lernt. Außerdem wird viel gemalt, es wird zwischendurch viel gemeinsam gesungen, Fingerspiele gemacht und die Kinder sind viel draußen. Es sind 32 Kinder in der Klasse und es gibt keine Probleme. Lernen tun sie übrigens trotzdem reichlich
Man darf nicht vergessen, dass die Muckis eben noch im Kindergarten waren. Eben noch freies Spiel, plötzlich Disziplin und stundenlang still sitzen... Ein bisschen Geduld und ein bisschen lösungsorientierte Ideen von Seiten der Lehrerin würde ich mir da wünschen. Erstklässler zu bestrafen oder mit Elterngesprächen zu drohen finde ich den falschen Weg.
Ich an eurer Stelle würde mir die Sache noch eine Weile ansehen und vielleicht im Elternabend gemeinsam mit der Lehrerin überlegen, wie man für die Kinder kleine "Ruheinseln" in den Schulalltag einbauen kann. Vielleicht kann sie auch ein Ritual etablieren, dass die Kinder mögen und dass ihnen Ruhe gibt. Wenn ihr mit der Lehrerin eine gute Zusammenarbeit hinbekommt, würde ich mein Kind nicht direkt umschulen. Denn das Problem werdet ihr an anderen Schulen auch wieder haben. Es ist ein Problem unserer Zeit, fürchte ich.

 
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