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1. Schuljahr - Elternforum 1. Schuljahr - Elternforum
Geschrieben von rubi am 26.04.2004, 21:24 Uhr.

Schlusswort????

Hallo,

ich muss mich nun auch mal einmischen. Bin stiller Leser, habe KEIN schulpflichtiges Kind, sondern "nur" ein Kiga-Kind, das aber irgendwann auch mal in die Schule geht. Insofern mache ich mich schon mal schlau.

Allerdings muss ich gleich vorneweg schicken, dass ich im Schuldienst bin, im öffentlichen, aber nicht im Grundschulbereich, sondern schon bein den "Großen" (8. bis 11. Klasse, auch nicht immer einfach *gggggggg*).

Bei uns am Ort gibt es auch eine Montessori-Schule, hab mich neulich mit einer Mutter über das Konzept unterhalten. Fand ich sehr interessant. Ob ich meinen Sohn in die Regelschule oder dort hin schicke, wird sich zeigen.

Ich will nur mal eben in die Diskussion werfen, dass eine Schule immer nur so gut sein kann, wie die Lehrer, die da unterrichten. Ausbildung haben sie ja alle dieselbe, also dürfte es von da keine Unterschiede geben. In Zeiten von Pisa-Studien, Geldmangel in der öffentlichen Kasse, Lehrerstundenerhöhung, immer größeren Klassen kann man als Lehrer einer Regelschule ganz schnell ganz viel Frust bekommen. Mir kommt auch die Galle, wenn ich sehe, dass es immer noch Klassen mit 33 Schülern gibt, noch dazu Abschlussklassen, die in dieser Schülerstärke einen Schulabschluss zaubern sollen und zwar möglichst einen guten, um einen guten Beruf zu bekommen. Mir kommt dann erst recht die Galle, wenn ich für lau nächstes Schuljahr mehr arbeiten soll und am besten nachmittags auch für lau Hausaufgabenbetreuung leisten soll. Da geht meine Motivation ganz schnell in den Keller. Ich versuche, dies nicht an den Schülern auszulassen, gewohnt mein hohes Niveau weiter zu fahren, den Schülern schlichtweg nicht spüren zu lassen, dass es im System krankt.

Ganz ehrlich, wenn von mir jemand verlangen würde, ich müsste auch noch Schulhaus putzen, dem würde ich den Vogel zeigen. Das mache ich dann, wenn die Bedingungen, unter denen ich arbeiten soll und Qualifikation vermitteln soll, anständig sind. Sprich: kleinere Klassen, keine 33 Leute in ner Abschlussklasse, wo in manchen Fächern gerade mal 32 Bildschirme verfügbar sind. Mehr Lehrer, mehr Platz für Qualität. Dann ist das Personal auch besser motiviert und kann unter besseren Bedingungen bessere Arbeit leisten.

Hier in Bayern müssen wir ab dem nächsten Schuljahr eine Stunde mehr unterrichten, 240 Referendare (allein im beruflichen Schulwesen, in den anderen Bereichen schaut es ähnlich aus) wären da und würden eigentlich auch gebraucht, wenn die Stundenzahl beim alten bliebe, wahrscheinlich bekommen nur 35 von denen einen Job, der Rest steht - gut ausgebildet auf der Straße. Das ist eine Riesensauerei!!! Und so lange es so was im öffentlichen Bildungssystem gibt, wird es auch immer Personal geben, dass auf solche Umstände eben mit Resignation reagiert.

Privatschulen oder Schulen mit privaten Trägern kennen derartige Probleme wohl nicht (belehrt mich, wenn es anders ist). Heile Welt sozusagen. Das würde ich mir auch wünschen, aber meine Wünsche gehen nun mal nicht in Erfüllung.

Grundsätzlich alternative Schulformen in den Himmel zu loben und Regelschulen zu verdammen, dagegen wehre ich mich. So ist es nämlich nicht. Nicht jede öffentliche Schule ist schlecht und nicht jede alternative Schule ist supertoll.

@ Biene: ich habe das von Euch mitverfolgt und dachte beim Lesen wirklich, wir sind 30 Jahre in der Zeit zurück, so was dürfte es heutzutage nicht mehr geben. Ich freue mich für Euch, dass sich nun alles zum Guten gewendet hat!!! Aber jedes Mal, wenn Du so über die Regelschulen (ganz egal, welche Schulart) herdonnerst, tut es mir in der Seele weh um die vielen Kollegen, die hoch motiviert sind und genau das selbe, was sie auch für die eigenen Kinder wollen, für ihre Schüler möchten. Ich will doch keinem meiner Schüler was Schlechtes, ganz im Gegenteil, ich bin doch superstolz, wenn die nen tollen Abschluss hinlegen und Jahre später noch kommen und an mich denken!

Lasst doch diese endlose Diskussion pro und contra endlich mal gut sein. Jeder trifft die Entscheidung, die er für sein Kind für richtig hält. Punktum und Ende. Und wenn für den einen eine alternative Schulart super ist, heißt das noch lange nicht, dass sie auch für den Rest der Welt passt. Jeder ist anders.

Grüße
rubi

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