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Wie viel Computer ist okay?

Rund ums Schulleben

Smartphone, Spielekonsolen und Tablets - Computer gehören schon für Grundschüler zum Alltag. Die schnelle, bunte Welt übt auf Kinder eine enorme Anziehungskraft aus. Meistens ist sie sogar so groß, dass sich die wenigsten Kinder von alleine vom Schirm lösen können.

Doch wie viel Zeit sollten Grundschüler täglich vor dem Computer verbringen und wie steuert man als Eltern, was die Kids am Rechner machen?

Computerzeit festlegen

Vertieft in ein spannendes Computerspiel oder beim Surfen durchs Netz vergeht die Zeit vor dem Rechner wie im Flug. Doch zu lange sollten Kinder nicht vor dem Schirm sitzen.

Medienpädagogen empfehlen täglich maximal:

  • 30 Minuten für Grundschüler
  • 60 Minuten für 10- bis 13-Jährige
  • 90 Minuten für ältere Kinder

Dies sind grobe Richtwerte, die man auch im Hinblick auf das Kind flexibel gestalten sollte. So kann man an einem verregneten Sonntag etwas großzügiger sein, als unter der Woche, wenn die Hausaufgaben noch nicht erledigt sind.

Gerade für etwas ältere Kinder eignet sich auch ein Zeitkonto mit festgelegtem Wochenbudget. Legen Sie ein realistisches Zeitkontingent fest, dass Ihr Kind pro Woche vor dem Schirm verbringen darf. Wichtig: Stellen Sie über die Jugendschutzeinstellungen z. B. bei Windows das Zeitlimit ein, so müssen Sie nicht ständig kontrollieren, ob die Vereinbarungen auch eingehalten werden.

Computer kindersicher machen

Wenn Kinder den Computer zuhause benutzen, sollten Sie ein eigenes Benutzerkonto haben. Für dieses Konto können Sie die Jugendschutzeinstellungen aktivieren und ganz individuell anpassen. Dabei lassen sich verschiedene Funktionen einstellen: Sie können festlegen an welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit sich das Kind am Computer anmelden darf und auch das ein Zeitlimit wählen. Außerdem können Sie auswählen welche Spiele es nutzen kann und welche Programme es aktivieren darf. Bei Computerspielen können Sie auch die Altersfreigabe wählen. Dabei werden nur Spiele freigegeben die ab 6 Jahre, ab 12 Jahr oder wahlweise ab 16 Jahre empfohlen sind.

Kinder über Internetnutzung aufklären

Wie der Körper von Kopf bis Fuß funktioniert, lernen Grundschüler spätestens in der vierten Klasse. Doch wie funktioniert das Internet? Welche Regeln muss man beachten? Wo wird es gefährlich und was sollte man unbedingt vermeiden? Darüber sollten Eltern sehr deutlich und nachvollziehbar mit den Kindern sprechen und den Nachwuchs an ihren Erfahrungen teilhaben lassen. Denn manche Erfahrungen - gerade im Hinblick auf Cyber-Mobbing - sollten Kinder im Internet besser nicht selbst machen müssen.

Ab wann soziale Netzwerke?

Die meisten sozialen Netzwerke haben ein Mindestalter von 13 bis 14 Jahren festgelegt, ab dem Kinder die Dienste nutzen dürfen. Bei Facebook darf man sich ab 13 Jahren anmelden. Doch die Kontrolle darüber ist schwierig. Deshalb ist ein guter Kontakt zum Kind die beste Kontrolle. Erklären Sie Ihrem Kind, warum es sinnvoll ist, ein gewisses Alter in sozialen Netzwerken zu haben und welche Risiken die Öffentlichkeit eines sozialen Netzwerks mit sich bringt.

Hausaufgaben mit Google, Wikipedia und Co?

Ein Referat steht in der Klasse an - was liegt da näher als das Weltwissen schnell über Google anzuzapfen. Keine Frage: Recherche im Netz ist heute die erste Wahl, wenn man sich über Fragestellungen informieren will. Doch Recherche im Netz ist mehr als nur den Wikipedia-Eintrag zu kopieren. Zeigen Sie Ihrem Kind, welche Quellen es im Internet noch gibt. Und zeigen Sie Ihrem Kind auch, dass es jenseits des Internets gute Informationsquellen gibt: Ein guter Anlass für einen Besuch in der Stadtbibliothek, in der man sicherlich für das Referat tolle Bildbände oder Sachbücher findet, die man sogar ausleihen und mit nach Hause nehmen kann.

Mit dem Computer Kinder fördern

Computer sind per se nichts Schlechtes. Sie sind wichtig und richtig - auch für Kinder. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen sogar, dass Kinder, die Erfahrungen mit Computerspielen haben, sich oft besser konzentrieren können. Jedoch kommt es auch hier auf die Dosis und die Art der Spiele an. Gute und altersgerechte Computerspiele können bei Kindern das Konzentrationsvermögen und die Gedächtnisleistung verbessern, ohne dass zu viel Leistungsdruck aufgebaut wird. Und Spaß machen die Spiele obendrein. Spielerisch Anreize schaffen auch Programme wie Antolin oder die Mathepiraten. Wer bei Antolin Fragen zu gelesenen Büchern beantwortet oder beim Mathepirat mit kniffligen Rechenaufgaben auseinandersetzt, kann alleine oder zusammen mit der ganzen Klasse Punkte sammeln.

Kinder vom Computer loseisen

Kinder brauchen für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung möglichst abwechslungsreiche sinnliche Erfahrungen. Deshalb ist es für Kids so gesund draußen herumzutoben, zu fühlen, zu riechen und zu schmecken - das alles bietet der Computer nicht. Wenn Kinder aber nur noch vor dem Computer sitzen, fehlt es Ihnen meist an spannenden Alternativen. Versuchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind herauszufinden, was es noch interessiert: Für welche Sportart, welches Instrument oder welches Hobby kann sich der Sohn oder die Tochter begeistern? Verbringen Sie am Wochenende Zeit in der Natur, unternehmen Sie Ausflüge und lassen Sie Ihr Kind mitentscheiden, ob es zum Klettergarten geht oder lieber ins Schwimmbad. Vielleicht finden Sie auch eine gemeinsame Leidenschaft, so können Sie mehr Zeit mit dem Kind verbringen und der Computer tritt in den Hintergrund.

Wann wird der Computer zum Problem?

Kinder haben gegen den Computer keine Chance. Schon aufgrund ihrer Hirnentwicklung können sie sich vor dem Schirm gar nicht disziplinieren. Sie tauchen in die virtuelle Welten ein und vergessen dabei, dass das Gerät auch einen Ausschaltknopf hat. Daher sind die Eltern gefragt, hier Regeln aufzustellen.

Schwierig wird es, wenn es längere Zeit keine Regeln gab und Kinder täglich Stunden vor dem Rechner oder dem Fernsehgerät sitzen. Zum Problem wird dabei nicht nur der stupide Konsum, sondern auch die soziale Isolation. Außerdem bewegt man sich vor dem Schirm nicht - Übergewicht und Haltungsschäden können die Folge sein.

Was tun bei "Computersucht"?

Eltern sollten sich fragen, warum Ihr Kind so viel und so häufig vor dem Computer sitzt. Wichtig sind feste Regeln, die auch eingehalten werden müssen und attraktive Alternativen. Auf diese Weise können Sie dem drohlichen Schreckgespenst Computersucht vorbeugen. Falls Sie mit dem Problem alleine nicht fertig werden, sollten Sie sich nicht scheuen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ihr Kinderarzt kann Ihnen geeignete Anlaufstellen nennen.

von Dagmar Fritz

Zuletzt überarbeitet: Februar 2015

   

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