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Geschrieben von DK-Ursel am 25.07.2020, 14:22 Uhr

3 Jähriger isst nicht

Hej!

Eßprobleme sind allermeistens hausgemacht, auch wenn wir Eltern das nicht so sehen 8wollen). Aber genauso selbstverständlich wie andere Dinge sollte eben Essen seni. es ist ein Primärbedürfnis und daher verhungert niemand, dem man Essen anbietet.
Du hast bereits 2 sehr gute Antworten bekommen.
Ich habe neulich erst dies geschrieben nud erlaub mir, mich selbst zu zitieren:

Klingt, als ob Essen großes (geworden) ist bei Euch.
Und genau da liegt das Problem.
Selbst ich würde auf stur schalten,wenn mir jemand vorrechnet, erzählt, schmackhaft macht, nachfragt, anpreist, beobachtet etc. - was ich esse, essen soll, darf und was nicht - und wieviel von allem.
Übertrieben?
Nun ja, mag sein,aberso kommt es oft an.

Es gilt die alte Regel:
Die Erwachsenen sorgen für ein ausgewogenes Angebot und ein gutes Klima bei Tisch.
Dazu gehört eben nicht, daß man dauernd genötigt wird, mehr zu nehmen, doch mal dies zu probieren etc.
Wer ablehnt, wir nicht gebeten, gemaßregelt, aufgefordert, ...
Es ist okay, auch mal NEIN zu sagen.
(Ich habe Verwandte, die deutich mehr essen als wir und nicht verstehen, daß wir mit unseren Mengen überleben - auch das ist äußerst unangenehm, obgleich auch bei ihnen immer Großzügikeit und Sorge Auslöser waren!)

Stell alles hin, leg nur SEHR wenig auf den Teller des Kindes von dem, was es möchte ("du kannst gerne mehr bekommen,wenn du dann noch Hunger hast / wenn es dir schmeckt") und widme Dich dann dem Tischgespräch - nicht demTeller und dem Eßverhalten des Kindes.Kritier/kommentier also auch nicht, wen nes zuviel von dem einen und zu wenig von dem anderen nimmt, es sei denn, es ist etwas rationiert (eingeteilt) ("Nein, jeder bekommt -erstmal- nur 1 ...") .
Es sei denn, es matscht, spielt mit dem Essen oder so -das muß nicht, aber wieviel und was es ißt, ist seine unkommentierte (!!) Sache.

Wenn alle genug Zeit hatten und fertig sind, fragst du, ob Kind auch fertig ist, ansonsten wird abgeräumt und bis zur nächsten Mahlzeit dann eben auch mal gehungert.
In unseren Ländern verhungert kein Kind, wenn man so vorgeht.
Keine Mutter bei uns, die sich Deine Sorgen macht, kocht derart ungenießbar, daß man wirklich VERHUNGERN müßte.
Und wenn das Kind 2-3 Sachen absolut nicht mag, darf es da etwas anderes bekommen: Rest vom Vortag oder Butterbrot.
Aber eben nicht wahllos immer, weil es gerade spontan die Idee hat: das mag ich ja doch nicht.

All das solltest Du konsequent und freundlich druchziehen - es wird dauern, bis Dein Kind sich daran gewöhnt hat, daß dasThema Essen plötzlich ken Thema bei Dir ist, sondern einfach so dazugehört wie sich anziehen, in den KIGA gehen und/oder Zähneputzen.
Je selbstverständlicher etwas ist, umso leichter fällt es uns allen.

Aller-allermeistens sind Eßprobleme erstmal hausgemacht, und diese dauernde Angst, daß Kidn esse nicht genug, zuviel, zu zu wenig, verkehrt und man müsse jeder Laune bei Tisch nachgeben und springen, führt eben dazu, daß die Mahlzeit beliebtes Schlachtfeld wird und dasDrumherum ein Machtkampf wird, den das Kind bislang gewinnt.
Weil Du es zuläßt.
Wo aber ist da die Erwachsene????

ICH ließ(e) mit mir nicht so umspringen, daß ich dauernd Ablehnung bekomme, dauernd neu kochen und einkaufen muß, dauernd neue Strategiene für etwas entwickeln soll, was zum selbstverständlichen Leben dazugehört:
Essen und Eßkultur.
Bring Deinem Kind letzteres bei - dann ißt es auch.
Eßkultur heißt eben: Essen ist eine sozialeAngelegenheit, die wir mit Freude durchführen, nicht mit Kontrolle, nicht mit Ermahnungen, nicht mit Kommentaren etc.
Man erspart sich und auch dem Kind viel, wenn das Kind dies beizeiten lernt.
Ja, man darf etwas ablehnen, aber nicht alles und in angemessener Form - und es wird kaum jeden Tag Eintopf bei geben, bei dem man das weniger gut kann.
Also kann sich Kind auch immer das raussuchen, was es diesmal mag - keiner wird gezwungen oder auch nur ermahnt, nun auch noch die Erbsen, das Fleisch, den Fisch, ... zu den Kartoffeln, Nudeln oder Reis zu nehmen.
Wie gesagt, je weniger Du ein Thema oder gar ein Drama aus dem allen machst, umso wenigerThema und Drama gibt es auch.
Das gilt für alles - Ursel, DK

 
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