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Geschrieben von klitzeklein1 am 22.10.2005, 20:20 Uhr

Wiedereinstieg: was muss sich ändern

Hallo Ihr,

bin gerade dabei, für die Landtagswahl nächstes Jahr einen Forderungskatalog zu schreiben zum Thema: Wiedereinstieg in den Beruf (ja, ich bin eine von denen, die sich in der Elternzeit den Kopf zerbrechen über solche Dinge, wenn das Baby schläft).
Meine Frage an Euch: Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht mit dem Wiedereinstieg nach der Elternzeit? Was muss sich ändern (bis auf die Einstellung der Chefs)? Wenn ihr Euch nur ausk... wollt, gerne. Vielleicht fällt mir ja trotzdem was ein. Und wer weiß, vielleicht hilfts ja?
Liebe Grüße
klitzeklein1

 
6 Antworten:

Re: Wiedereinstieg: was muss sich ändern

Antwort von tinai am 22.10.2005, 23:01 Uhr

Zuverlässige Kinderbetreuung! Auch flexibel (VÖ sind ein Anfang aber zu wenig).

Abschaffung des Ehegattensplitting - nach Neueinstieg mit Lohnsteuerklasse 5, bleibt den Müttern nämlich nicht mehr viel übrig, auch deswegen lassen es viele einfach sein!
Stattdessen aber höhere Freibeträge bei der Kinderbetreuung und generell ein "Familiensplitting".

an den Chefs habe ich nix auszusetzen, die würden einen nur gerne früher haben, weil drei Jahre einfach viel zu viel Auszeit ist.

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Re: Wiedereinstieg: was muss sich ändern

Antwort von vera76 am 23.10.2005, 7:58 Uhr

Hallo,

ich denke, es steht und fällt mit der Kinderbetreuung: wenn die zu teuer und/oder zu unflexibel ist, bleiben die Frauen zuhause.
Beispiel: was hat eine Krankenschwester mit der Zusage auf Dauerfrühschicht von einer Betreuung ab 9 Uhr, wenn der Man auch arbeitet??
Warumm muss ich zu den "Grossverdienern" gehören, damit ich es mir überhaupt leisten kann, mein Kind in die Kinderkrippe oder zur Tagesmutter zu bringen, während ich für den Kindergarten weniger und für die Schule gar nichts zahlen muss??

Ich werde von Gutverdienen gefragt, warum ich arbeit MUSS, während Wenigergutverdiene mich fragen, wie ich mir leisten kann, mein Kind zur Tagesmutter zu brigen ;-)

Klar, muss auch in einige Betrieben über flexiblere Arbeitszeiten noch nachgedacht werden. Aber ich habe den Eindruck, dass die meisten Betriebe da schon recht weit sind - kann aber auch nur mein persönlicher Eindruck sein.

Mal sehen, was noch so geantwortet wird ....
LG, Vera

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Re: Wiedereinstieg: was muss sich ändern

Antwort von Ursula05 am 23.10.2005, 9:34 Uhr

Hallo,

was sich ändern muß, ist, daß es bezahlbare flexible Kinderbetreuung gibt. Ein Kindergarten, der von 8:00 bis 12:00 Uhr offen hat, hilft einer arbeitenden Mutter nicht.

Ich zahle für eine Tagesmutter (Wohnort Karlsruhe) 300 € mtl. für 20h/Woche Betreuung. Das ist schon ziemlich heftig. Man kann sich das gerade noch für ein Kind leisten, aber zwei Kinder sind für mich da nicht mehr drin. Zuhause bleiben will ich auch nicht, also bleibt es bei einem Kind.

Ich habe von einem Modell in Hamburg gehört. Dort gibt es eine Tagesmütterbörse. Die Stadt Hamburg zahlt Familien Zuschüße zur Kinderbetreuung abhängig vom Einkommen. Ich finde so ein Modell vorbildlich.
Ich finde, daß man das Kindergeld streichen sollte und stattdessen Zuschüße zur Kinderbetreuung zahlen sollte. Auf diese Weise wird wenigstens Arbeit auch wieder belohnt, nicht das Zuhause bleiben!

Weiterhin sollte meiner Meinung nach das Ehegattensplitting gestrichen werden, weil es die Einverdienerehe begünstigt.

Weiterhin sollte die 3-jährige Elternzeit gestrichen werden auf maximal vlt. 1 Jahr. Diese Maßnahme hilft Frauen aber nur, wenn es auch genügend Kinderbetreuungsmöglichkeiten gibt, siehe Modell Hamburg.

Zufassend sollten also die politischen Rahmenbedingungen dahingegend geändert werden, daß das Arbeiten von Müttern begünstigt wird, nicht das Zuhausebleiben. Dann benötigt man auch keinen Wiedereinstieg in den Beruf!

Viele Grüße, Ursula

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Re: Wiedereinstieg: was muss sich ändern

Antwort von Michaela1979 am 23.10.2005, 12:53 Uhr

1. kostenlose Kinderbetreuung
2. das erste Arbeitsjahr nach der Elternzeit sollte für den Arbeitgeber steuerfrei bzw. steuervergünstigt sein - die Folge daraus wäre, dass Müttern mit Kindern auch ein Chance auf dem Arbeitsmarkt gegeben wird
3. gleiche Steuerklasse bei Ehepartnern

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Re: Wiedereinstieg: was muss sich ändern

Antwort von kevome* am 23.10.2005, 21:34 Uhr

Super interessantes Thema:

Mehr GUTE KiTa´s auch für Kleinkinder. Im Ausgleich dafür könnte m. E.der Erziehungsurlaub auf 1 Jahr gekürzt werden. NAch 3 KAhren nützt in der Regeö auch das wir´klich gute Teilzeitgesetz nochts mehr, da die Frauen für Ihren AG uninteressant geworden sind. Außerdem kenne ich in meinem Bekannten- und Freundeskreis kaum jemanden, der nach 3 Jahren wieder eingestiegen ist. Entweder haben die Mütter früher wieder gearbeitet oder nach 3 Jahren gekündigt.

Identischer KiTa-Beitrag für alle Altersgruppen. Die horrenden Beiträge, die teilweise für KInder unter 3 erhoben werden, sind einfach unverschämt.

Steuerliche Absetzbarkeit der Betreuungskosten ab dem ersten Cent. Mir leuchtet es absolut nicht ein warum ich ich die KOsten erst dann absetzen darf, wenn sie rund 1500 Euro übersteigen (habe die genaue ZAhl gerade nicht im Kopf).

Abschaffung Ehegattensplitting. Dafür Familiensplitting, bei dem Kinder den gleichen Freibetrag wie Erwachsene haben.

Keine Bevorzugung von Eltern mit Schulkindern bei der Urlaubsvergabe. Eltern mit KLeinkindern in KiTa´s sind genauso auf Urlaub in den YSchulferien angewiesen.

Ausbau von Ganztagsschulen und Ferienbetreuung ab dem Grundschulalter.

Das wär das, was mir so spontan einfällt.

GRuß Kerstin

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Re: Wiedereinstieg: was muss sich ändern

Antwort von u_hoernchen am 24.10.2005, 10:37 Uhr

- steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten in voller Höhe
- Möglichkeit des ARbeitgeberzuschusses zu den Betreuungskosten, auch wenn das Kind zu Hause bei mir betreut wird
- weniger Papierkram, wenn man die Kinderbetreuung nicht schwarz machen möchte (ich kriege monatlich die Krise!), und vor allem kompetente Ansprechpartner, wie man eine Kinderfrau ordentlich anmeldet (über 400€/ Monat)
- kompetente Ansprechpartner in den Unternehmen, die auch regelmäßig Fortbildungen machen müssten

ok, das mit den Chefs lasse ich hier... ich wünsche mir nur mehr Mut auf seiten der Unternehmen, auch mal außergewöhnliche Modelle zu probieren oder einfach mal zu vertrauen, dass Mütter auch (und gerade die!) belastbar und flexibel wären, wenn man ihnen nicht dauernd Knüppel zwischen die Beine werfen würde!

ULrike

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