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Geschrieben von Cella am 30.05.2005, 17:58 Uhr

Kinderbetreunung/Organisation - reine Frauensache?

Hallo,

mich interessiert mal, wie sehr sich euer Partner bei der Organisation der Kinderbetreuung am Nachmittag einbringt?
Müsst ihr das machen?
Kann er es? Macht er es auch?

Bei uns regle ich alles, und ich mache es gerne, Aber muss das mal mein Mann machen, oder hat er die Kids zuhause, dann dreht er meist am Rädchen *grins*

gruß
Cella

 
19 Antworten:

Re: Kinderbetreunung/Organisation - reine Frauensache?

Antwort von sun1024 am 30.05.2005, 18:09 Uhr

Ich muss sagen, da mein Mann 4 Jahre Hausmann war, kann er das ziemlich gut, und er macht es auch. Wir verhandeln das je nach Situation wieder neu, wer am Nachmittag für die Kinder zuständig ist, je nachdem, wer mehr Stress im Job / Studium hat.

Das Einzige, was wirklich komplett an mir hängen bleibt, sind Arztbesuche.

LG sun

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Re: Kinderbetreunung/Organisation - reine Frauensache?

Antwort von paulita am 30.05.2005, 18:34 Uhr

wir leben das 60/40 bzw. 70/30-Modell. Da ich beruflich 2-4 Tage + Nächte nicht zuhause bin, macht mein Partner einiges mehr mit Kind bzw. im Haushalt als ich. war bei uns aber auch vor dem kind schon so. Wir arbeiten beide Vollzeit, aber er ist mehr der Hausmann als ich die Hausfrau. Und er verbringt mehr Zeit mit dem Sohnemann. Darüber verhandeln wir zum Glück nicht viel.
lg
paula

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Re: Kinderbetreunung/Organisation - reine Frauensache?

Antwort von krissie am 30.05.2005, 19:25 Uhr

Wir teilen uns die nachmittägliche Betreuung und mein Mann ist genauso zuständig für Bringen in Kiga und Abholen wie ich, muss es also genauso einplanen. Klappt meistens problemlos, manchmal müssen wir halt gut organisieren.
Ich übernehme mehr "Organisatorisches", wie Arzttermine ausmachen, im Kiga anmelden,...
LG Kristina

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Ich organisiere und er muß es ausführen :-)

Antwort von desireekk am 30.05.2005, 21:47 Uhr

Ich organisiere und er muß es ausführen :-)

ch arbeite bei uns (mehr als) voll, mein Mann 3 Tage Teilzeit pro Woche.

Mein Mann hat NULL Durchblick wenn es um Kinderbetreuung geht :-)
Ich sage ihm jeden Tag an, was ansteht und er muß es sich für diesen Tag merken :-)

Organisation ist echt nicht die Stärke meines Mannes. Meine dafür umso mehr und meistens bin ich mit der Verteilung auch ganz froh.
Allerdings muß er zu 99% die Kinder in den KiGa fahren, da ich meist um 6.00 Uhr schon auf der Autobahn bin...

Arztbesuche mache ich aber zu 90% selbst, das kabnn ich mir dann schon einrichten.

Viele Grüße

Désirée

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Re: Ich organisiere und er muß es ausführen :-)

Antwort von ladybird1177 am 30.05.2005, 21:53 Uhr

Das Kind nachmittags betreuen, das macht er schon oft und gerne. Aber Kinderbetreuung organisieren, wenn wir beide nicht können - dafür muß ich immer sorgen. (War das überhaupt Deine Frage?)

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Re: Kinderbetreunung/Organisation - reine Frauensache?

Antwort von mycofie am 31.05.2005, 8:36 Uhr

Hallo,

da ich voll arbeite hat er beide Kinder in der Woche und natürlich auch am Nachmittag. Wobei alles organisatiorische wie Arztbesuche etc. ich erledige. Er übernimmt lediglich die Betreuung und schafft den Großen in den Minikindergarten und holt ihn ab.

Das Organisatiorische kann er nicht so gut, weil er nicht so gut Deutsch spricht und auch gar nicht so viel Interesse daran hat. Macht mir aber nichts, da ich das ganz gerne mache. Babysitter oder ähnliches haben wir nicht, zur Zeit gehen wir nicht aus. Geht auch schlecht mit einem Stillkind von 3 Monaten. Da reicht es schon wenn ich tagsüber 2 x 3-4 Stunden weg bin. Da will ich am Wochenende meine beiden Kinder um mich haben.

LG Grit

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können oder wollen Männer das nicht?

Antwort von KaMeKai am 31.05.2005, 8:44 Uhr

Hallo,
mein Mann ist völlig überfordert mit Ballett, Kindergeburtstag oder Frisör-Termin.
Ich organisiere es, lege meinem Mann Zettel hin und er führt es aus, wenn ich nicht da bin.
Ich arbeite Teilzeit und er voll, also mache ich derzeit alles allein. Er badet, bespielt und steht nachts auf, wenn die Kids mal weinen. Das ist auch viel wert.
LG
Kathrin

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Re: Kinderbetreunung/Organisation - reine Frauensache?

Antwort von Joy1 am 31.05.2005, 9:30 Uhr

Hallo,

eigentlich müßte mein Mann das können, denn war bein ersten Kind 9 Monate "ganztags" in Erziehungsurlaub, während ich vollzeit arbeiten war. Wahrscheinlich würde er es auch heute noch mit zwei Kindern "hinbekommen" wenn es sein müßte.
Allerdings ließ und läßt er mich gerne das Organisatorische machen, weil er Termine oft vergisst.
Heute geht er vollzeit und ich teilzeit arbeiten. Daher kann er schon rein zeitlich die Kinderbereuung am Nachmittag nicht übernehmen.
Wenn er früh nachhause kommt (19 Uhr), isst er noch mit uns Abendbrot, macht den Großen bettfertig und Ende.
Den Rest "überläßt" er mir gerne.
Am Wochenende bringt er sich dann allerdings (wenn's auch mal einen Schubs meinerseits braucht)schon mehr ein.

Gruß,
Joy

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Die können das, wir machen es ihnen nur viel zu leicht.....

Antwort von tinai am 31.05.2005, 10:31 Uhr

...wenn ich ein paar Tage nicht da bin, klappts ganz gut, aber ich muss für alles einen Zettel schreiben, wer wann abgeholt werden muss, wer welchen Termin hat. Ob Au Pair oder Putzhilfe Geld bekommen müssen.

Sogar Vaterveranstaltung im Kindergarten muss ich mir merken. Mach ich auch alles brav!

Wenn ich dann weg bin und irgend etwas klappt nicht wie geplant, Anruf auf dem Handy "Wo ist der Geburtstag, da ist niemand, kann Geschenk nicht finden (schön verpackt bereit gestellt schon vor meiner Abreise)" usw. Meist kann ihc darüber lachen, denn was soll ich aus der Ferne helfen? Aber manchmal bin ich auch ziemlich sauer.

Wir arbeiten beide Vollzeit und ich habe auch noch ein längeren Weg und oft Wochenendtermine. Mein Mann arbeitet in der Nähe beider Kindergärten und von uns zu Hause, hat allerdings unter der Woche schon viele Termine.

Genervt bin ich von den ganzen Entscheidungen, die ich oft alleine treffe (weil sie ad hoc getroffen werden müssen) und hinterher kommt dann nur Kritik (vorher aber wenig Interesse), das finde ich tatsächlich schlimm.

Ich denke, ich mach es ihm einfach oft viel zu leicht! Und deswegen muss ich mich selbst an der Nase packen. Wenn wir vorher klare Absprachen haben, dann klappt es.

Und letztlich muss ja auch einer die Hauptverantwortung übernehmen, wenn zwei sich gleichmäßig um Organisation kümmern würden, kann es ja nicht klappen.

Gruß Tina

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Re: Kinderbetreunung/Organisation - reine Frauensache?

Antwort von marit am 31.05.2005, 11:07 Uhr

Bei uns hängt es von den Arbeitszeiten ab. In der Regel muß mein Mann erst um 19 Uhr zur Arbeit (bis 24 Uhr) und ich komme erst gegen 18 Uhr nach hause. Also ist er da, wenn Louise gegen 16 Uhr aus dem Hort kommt. Um 18 Uhr gibts danach Abendbrot und dann übernehme ich (Louise geht gegen 21 Uhr ins Bett). In den Ferien unternimmt er sogar mehr mit ihr als ich, weil ich vollzeit arbeite und er 30 Stunden. Oft ist es aber so, daß ich einiges im Vorfeld organisiere (mich über Ferienangebote in der Stadt informiere etc.... Also, was die Kinderbetreuung angeht, kann ich nicht meckern - bei uns ist es eher problematisch mit der Hausarbeit - wobei es sich auch da sehr gebessert hat. Das Grundproblem ist aber: wenn ich 2 Stunden allein zu hause bin, sieht die Wohnung hinterher besser aus, als zuvor, wenn er 2 Stunden allein ist, sieht sie definitiv schlechter aus. Ich mache einfach automatisch viel nebenher, ohne groß darüber nachzudenken (wenn ich z.B. mal fernsehe, bügle ich nebenher und nutze jede Werbepause, um Joghurtbecher wegzuräumen oder zum Spülen etc- trotzdem "empfinde" ich das als Entspannung und Freizeit, während er mit demselben mächtigen Instinkt die Wohnung unbemerkt verwüstet, sonst ist es für ihn keine Entspannung). Das ist wohl leider Produkt der Erziehung unserer Eltern - und es ist ganz schön schwer, dagegen anzugehen.

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Re: Die können das, wir machen es ihnen nur viel zu leicht.....

Antwort von marit am 31.05.2005, 11:16 Uhr

Hm, Tina, das ist bei uns leider auch so und ich bin ebenfalls wütend darüber - einfach, weil es so viel Energie kostet, selbst immer alles im Kopf behalten zu müssen. Das nimmt eben auch Energie weg, die man gut beruflich nutzen könnte. ABER: es ist ehrlichgesagt auch eine Machtposition. Mein Mann meinte mal, er verlange das ja gar nicht von mir, ich sei halt so ein Kontrollfreak - und das stimmt erhlich gesagt. Ich mache das nicht "für ihn", sondern, weil ich ein besseres Gefühl habe, wenn die Dinge wie am Schnürchen laufen, während er es gut aushalten kann, auch mal einen Termin zu verschwitzen. Wenn er eine Rechnung verlegt, dann wartet er halt auf die Mahnung und wenn er einen Azttermin versäumt, dann nimmt er es halt in Kauf, am nächsten Tag 2 Stunden länger warten zu müssen und nimmt sich was zu lesen mit.

Wäre mein Mann auch so, wie ich (in dieser Hinsicht), wäre unsere Familienorganisation zwar eine perfekt ineinander verzahnte Maschinerie - aber vielleicht würde man sich auch gegenseitig bis zur Pedanterie hochschaukeln. So tut ihm der Einblick in ein besser organisiertes Leben gut und mir vielleicht die Gelassenheit, daß nicht die Welt untergeht, wenn mal jemand vergeblich auf einen gewartet hat.

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Das hast Du schön formuliert...

Antwort von tinai am 31.05.2005, 12:44 Uhr

...bei uns ist es mehr die "Faulheit" meines Mannes und dann grinst er mich an und sagt"aber Du kannst es doch viel besesr". DAnn muss ich natürlich lachen.

Allerdings organisiert er eigentlich alles andere was nicht mit Haushalt und kinder zu tun hat dafür (Urlaub - ist bei uns immer sehr organisationsbedürftig, Handwerker, Abrechnungen etc.). Sofern man überhaupt von "gerechter Verteilung" in einer Ehe sprechen darf, denke ich, trägt bei uns jeder sein Päckchen und ist so verlässlich.

Du hast schon recht. Irgendwie spielt es sich so ein und es läuft ja auch alles und nur wenn es ganz aus dem Ruder läuft, muss man eigentlich daran arbeiten.

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Re: Kinderbetreunung/Organisation - reine Frauensache?

Antwort von fiammetta am 31.05.2005, 15:18 Uhr

Hi,

bei uns läuft`s ähnlich wie bei Marit etc., d.h. ich bin die Jägerin (Freiberuflerin) und mein Mann ist der Sammler, d.h. er ist beim Kind, hat einen 400.-€ Homeoffice-Job und hat inzwischen ein weiteres Fernstudium aufgenommen. Wen ich also nicht gerade am Nachmittag Termine habe, Unterricht vorbereite oder übersetze (was grundsätzlich unter Zeitdruck abläuft, da es fast allen in letzter Sekunde einfällt, daß der Text - huch! - noch dringend in irgendeine Fremdsprache übertragen werden muß), dann kümmere ich mich so lange wie es nur irgendwie geht um Quirin. Ansonsten versuche ich bei den Arztterminen dabei zu sein, informiere mich über alles, was wichtig sein könnte und organisiere den Tagesplan, dessen Einhaltung ich dann auch kontrolliere. Ich erwarte auch, daß mein Mann sich daran hält, denn erstens hat er für bestimmte Dinge mehr Zeit als ich, zweitens braucht er einfach bestimmte Vorgaben und drittens finanziere ich ihm kein dolce-far-niente. Er ist auch ein brauchbarer Sekretär (solange er keine Briefe schreiben muß) und Geldeintreiber. Alles also eine Frage der Einteilung.:-)


LG,

Fiammetta

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Re: Kinderbetreunung/Organisation - reine Frauensache?

Antwort von kathrin*** am 31.05.2005, 15:52 Uhr

hi,
wir arbeiten beide vollzeit, aber ich bin klar diejenige, die alles was kind (5 monate) betrifft managt. allerdings ist unser sohn jeden tag bei *meinen* eltern, so dass das nahe liegend ist. wenn ich nachtdienst habe oder mal weg bin, dann kann er es aber auch ganz gut. und erledigen muss er auch recht viel, denn er ist zeitlich viel flexibler als ich.

mein mann übernimmt dafür alle rechnungen/steuer/post-usw arbeiten, da bin ich absolut unorganisiert und chaotisch. und im haushalt ist es zwar nicht 50/50, aber aushaltbar. ;-)

ciao,
kathrin.

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danke...

Antwort von Cella am 31.05.2005, 19:04 Uhr

... für eure ehrlichen Antworten.
Also ist es doch irgendwie überall gleich, die Frauen sagen, was zu tun ist und Mann hilft, wenn es sein zeitlicher Rahmen zulässt.

Solange eben nichts aus dem Ruder läuft und alle zufrieden sind ist das auch o.k. so. Mein Mann erledigt so ziemlich alles rechtliche und finanzielle (mit meinem Segen *grins*) und dafür bin ich ihm sehr dankbar. Weil ich in diesen Dingen wieder viel zu unorganisiert bin.

Mich ärgert nur manchmal, dass ich meine beruflichen Vorbereitungen oft auf den Abend schieben muss. Mein Mann kann auch zuhause abeiten, aber ist zeitlich nicht so flexibel wie ich. (oder will er nicht sein, weil er sonst nachmittags unausstehlich wird, wenn er Arbeiten nicht gleich erledigen kann.)

So hält sich alles die Waage und jeder hat seinen Part.
Aber manchmal muss ich mir auch an die eigene Nase fassen, weil ich eben auch gerne die Fäden in der Hand habe...

Schöne Zeit
Cella

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Re: Kinderbetreunung/Organisation - reine Frauensache?

Antwort von marit am 01.06.2005, 9:06 Uhr

Liebe Fiammetta,
ich möchte aber schon festhalten, daß ich meinem Mann keinen "Tagesplan" vorgebe. Auch wenn er weniger arbeitet als ich und auch von meinem Einkommen lebt, kann ich ihn deshalb ja nicht wie einen "Angestellten", dem gegenüber ich weisungsbefugt bin behandeln. Stell dir das doch mal mit umgekehrter gender-Ordnung vor. Also wenn hier eine Frau schriebe, daß ihr Mann ihr "Tagespläne" schreibt, die sie strikt zu erfüllen habe, würde von uns doch jede ihr raten "um Gottes willen, verlaß diesen Chauvi!", oder nicht?

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Frauen organisieren den Tagesablauf ...

Antwort von sun1024 am 01.06.2005, 11:24 Uhr

Warum kümmern sich selbst dann die Frauen um die Organisation, wenn die Männer die Kinder betreuen ?

Ich denke auch, dass es zum Teil an den Männern liegt, dass sie es sich bequem machen und viel vergessen (sind ja oft nicht so multitaskingfähig angeblich).
Aber zum Teil liegt es auch daran, dass wir es schlecht aushalten, die Männer ihre Fehler machen zu lassen (unter denen evtl. die Kinder leiden).

Mein Mann hat schon mal vergessen, den Sohn vom KiGa abzuholen. Oder er hat vergessen, dass meine Tochter keinen Schlüssel mit hat, und sie saß fast 2 Stunden alleine vor der Haustür. Nach solchen Aktionen juckt es mich natürlich schon in den Fingern, ihn zur passenden Zeit einmal mit dem Handy daran zu erinnern, dass jetzt ein Kind nach Hause zu holen ist.
...
Aber ich denke, dann gewöhnt er sich ja erst recht dran, nicht selbst die Termine im Kopf behalten zu müssen. So lasse ich ihn eben seine Fehler machen (und auch ich habe schon mal das Abholen aus dem KiGa verschlafen !) - er muss dann mit den unangenehmen Konsequenzen leben (Mecker vom KiGa, Peinlichkeit, Tochter trösten ...) und achtet hoffentlich das nächste Mal eher drauf.

Insgesamt ist er auf jeden Fall glaub ich deutlich zuverlässiger, wenn ich nicht immer dahinter stehe, weil er weiß, dass er es hinkriegen muss.

LG sun

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@Marit

Antwort von fiammetta am 02.06.2005, 13:05 Uhr

Liebe Marit,

mein Mann würde ohne Tagesplan NICHTS tun - folglich bleibt mir nichts anderes übrig, ich bin schließlich nicht sein Haushalts- und Einkommenssklave (bei einer Wochenarbeitszeit twischen 70 und 90 Stunden, ohne Haushalt), ein gewisses Gleichgewicht sollte schon da sein. Ist übrigens auch irgendwo gesetzlich geregelt. Außerdem bezahle ich ihn monatlich für bestimmte Tätigkeiten und fühle mich reichlich für blöd verkauft, wenn er dann dafür keine Gegenleistung erbringt (wie es übrigens jahrelang war). Es ist eh` schon der Hammer, daß er eigentlich selbstverständliche Dinge ohne Geld (mit dem er SEINE Schulden bezahlt) nicht tut, umgekehrt aber maximale Großzügigkeit erwartet und einfordert. Folglich ist er tatsächlich eine Art Angestellter und ich kein Chauvi, aber die Situation hat er sich ausgesucht (ich zwinge ihn nicht zum Faulenzen) und mir ermangelt es an schlechtem Gewissen (ich tue nämlich mehr als meinen Teil).

Ich hatte Dich so interpretiert, daß Du und Dein Mann eine Aufteilung der Arbeitsgebiete habt, wobei Du - und so beschreibst Du das auch seit geraumer Zeit - diejenige bist, die die Familie managt und mehr "Pfeffer im Hintern" hast, während er sich offenbar auch gerne managen läßt. Ebenso ist es auch bei uns. Oder habe ich das falsch aufgefaßt?

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Re: @Marit

Antwort von marit am 03.06.2005, 13:53 Uhr

Hallo fiammetta,

neh, da hast du recht, das ist bei uns schon ähnlich. Aber bei meinem Mann würde das Widerstand und noch mehr Regression hervorrufen, wenn ich ihm einen Tagesplan schreiben würde. Die Arbeit ist bei uns immer noch extrem "ungerecht" verteilt. Ich arbeite ca 60 Stunden die Woche für den Job und verbringe noch gut 10 Stunden die Woche mit Hausarbeit, während er im Schnitt 20 Wochenstunden arbeitet und immer noch weniger im Haushalt macht als ich... auch sämtliche Finanzangelegenheiten (sogar seine Umsatzsteuervoranmeldungen) bleiben bei mir hängen- weil sonst von meinem Einkommen die Verschleppungsstrafen gezahlt werden müßten. Warum ich trotzdem nicht aus der Haut fahre und durchdrehe? Naja, mein Mann macht eigentlich die komplette "Beziehungsarbeit". Er sieht wenns mir schlecht geht und kümmert sich dann rührend, er muntert mich auf, er hält mir lästige Anrufe (von meiner Mutter oder Schwester) vom Hals, er überlegt sich, was wir am Wochenende zusammen unternehmen könnten und organisiert das dann auch, er nimmt mir für verschiedene Stimmungen verschiedene Musiktracks auf und er zeiht sich von alleine zurück, wenn er auch nur im Ansatz spürt, daß ich mal alleine sein möchte. sowas kostet alles ja auch viel Energie und Aufmerksamkeit - und seit er auch die Wohnung in halbwegs vorzeigbarem Zustand hinterläßt, bevor er aus dem Haus geht (nicht wirklich perfekt, aber man sieht, daß er sich bemüht hat), bin ich eigentlich so recht zufrieden mit unserer Beziehung.

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