Für alleinerziehende Eltern

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Geschrieben von elody am 03.01.2006, 12:43 Uhr

nichts geht mehr.....

Erst mal ein frohes neues.
Ich lebe mittlerweile fast 7 Jahre mit meinen 4 Kindern alleine.
Ich frage mich in letzter Zeit ob das wirklich alles gewesen sein soll. Einen Partner habe ich, aber wir führen eine Fernbeziehung ohne reale Chance auf ein zusammen leben. Er ist dort selbstständig und hat nicht vor dort weg zu ziehen. Ich möchte hier auch nicht weg, weil ich nicht einfach die Kids entwurzeln möchte und mich hier eigentlich "wohl" fühle. Mein eigentliches Problem ist eigentlich ein ganz anders.
Ich habe im letzten Jahr gemerkt, dass ich mich völlig verändert habe.
Leider zum negativen. Ich habe keinen Elan mehr. Fresse alles in mir rein. Entwickel mich langsam zu einem Messi. Ich bin den ganzen Tag damit beschäftigt mir Gedanken zu machen, ob es meinen Kindern gut geht. Mir ist Bange vor einem Neuanfang. Ich traue mir auch nicht zu, mir einen Job zu suchen, bei dem ich auch Nachmittags arbeiten könnte, weil ich Panik bekomme, das meine Kids zu lange alleine bleiben. Mir würde ein Job Vormittag auch ausreichen um mich alleine zu fianzieren. Aber bisher leider ohne Erfolg. Mein ältester Sohn, der jetzt 19 ist (die anderen 3 sind noch Grundschulkinder) fordert mich ohne Ende. Er ist respektlos und wenn er seinen Anfall hat beschimpft er mich auf das übelste. Er merkt, dass ich schwächele und nutzt es für sich aus. Seine freundin weiß wahrscheinlich auch gar nicht mal mehr, wo ihr eigenes Heim ist.
Da gibt es noch einen Exmann der glaubt mit seiner Unterhaltsleistung von etwas über 400 Euro an uns, fordern zu können, dass meine Kids wie Models rumlaufen, dass sie mindestens dies und das besitzen, dass doch mal das Zimmer tapeziert werden könnte (er selber ist gelernter Maler ) .Die nächste Kinderkommunion steht an, aber ich habe nix zu erwarten an Hilfe von dem KV. Jeder fordert mich, jeder verlangt von mir. Manchmal würde ich abends gerne einschlafen und nicht mehr aufwachen wollen.
Ich bin maßlos überfordert.
Mein Partner bezeichnet mich als Chaot. Er ist der Meinung, dass äusseres Chaos auch inneres auslöst. Er mag Recht haben, aber wo fange ich an????
Jetzt wurde es doch ziemlich wirr, aber vielleicht gibt es doch jemanden, der versteht was ich hier zum besten geben will.
Gruss Moni

 
5 Antworten:

Re: nichts geht mehr.....

Antwort von silverwater am 03.01.2006, 13:07 Uhr

Ich muss gestehen, viel helfen kann ich nicht, nicht mal einen Rat geben, bin gerade erst 24 und noch nicht mal Mutter (kommt erst im März) von daher kann ich nicht grad mit Erfahrungen glänzen, aber fühl dich ganz fest in den Arm genommen, hört sich alles grad gar nicht sehr gut bei dir an, versteh das nicht falsch, aber du hast mein Mitgefühl...
Schick dir n dicken Drücker
GlG
Diana

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Re: nichts geht mehr.....

Antwort von witha am 03.01.2006, 13:42 Uhr

ich glaube, Du mußt erstmal damit anfangen Dich wieder selber zu mögen, da gibt es auch ganz viele Wege, die Dir helfen können. Ich fang mal mit einem Buchtipp an, das ist ein ziemlich einfacher Weg. Kauf es Dir und lies es, es wird Dir schonmal helfen:
Leide nicht - liebe
von Werner Ablass (10,80 Euro), guck Dir mal bei Amazon die Rezensionen an, es wird Dir sicher gefallen.
Ich bewunder Dich, daß Du es schaffst vier Kinder zu händeln, das ist ganz ganz sicher nicht einfach, die alleinige Sorge zu tragen. Dem großen Sohn würde ich Grenzen zeigen, er ist erwachsen genug zu wissen, daß man seine Mutter nicht so behandelt und auch erwachsen genug, sich eine eigene Wohnung zu nehmen wenn das nicht klappt. Die kleinen Brüder gucken sich sicher viel von ihm ab. Das mit dem Umzug würde ich nicht ganz ablehnen, immerhin haben die Kinder sich, das ist wichtiger als die gewohnte Umgebung. Wenn es so tatsächlich eine Entlastung für Dich geben würde?

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Re: nichts geht mehr.....

Antwort von Suka73 am 03.01.2006, 13:50 Uhr

ich weiß jetzt nicht viel über Deinen großen Sohn, weiß aber z.B., wie der meiner Tagesmutter seiner Ma gegenüber auftritt (gleiches Alter) und muss sagen, Mutterliebe hin oder her, aber dieses Kind (eigentlich ja schon ein Erwachsener) würde bei mir im hohen Bogen fliegen. Er ist alt genug. Hat er einen Job? Und hab ich das richtig verstanden, die Freundin hast auch noch bei Euch daheim? Super. Als ob Du nicht schon genug zu tun hättest...

Setz Dich nicht selbst unter Druck. Du schreibst, Du entwickelst Dich zu einem Messie. Das ist natürlich Kagge, vor allem, wenn die Kids mit sowas leben müssen. Insofern, mach Aufräumetag und schmeiß alles raus, was Du seit 6 Monaten nicht mehr in Händen oder am Körper hattest. Befreit auch irgendwie.

Außerdem würde ich mir Hilfe von Außen holen, wenn Du Dich überfordert oder lustlos fühlst. Gibt da sehr viele Familienzentren und Anlaufstellen.

Mach mal wieder was für Dich. Gibt es die Möglichkeit die Kids gesammelt mal einen Nachmittag abzugeben? Wie alt sind denn die anderen Drei?

Ansonsten ebenfalls Hut ab, ich würde wahrscheinlich schon am Baum hängen, mir wars ja oft schon nur mit einem Kind zu viel.

Drück Dich
LG Sue

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Re: nichts geht mehr.....

Antwort von berita am 03.01.2006, 14:54 Uhr

Das mit dem Rausschmeissen stelle ich mir nicht so einfach vor. Bis die erste Ausbildung zu Ende ist, muss man sein Kind ja finanzieren und das wird ziemlich heftig, wenn es eine eigene Wohnung bekommen soll, oder?

Vielleicht kommst du an deinen aelteren Sohn heran, wenn du ihn deinerseits mehr wie einen Erwachsenen behandelst. Der meiste Widerstand der Teenager erwaechst ja grade daraus, dass die Eltern dies nicht tun. Zum einen wuerde ich als sachlich mit ihm reden und gemeinsam (!) versuchen, Regeln aufzustellen, die fuer euch beide akzeptabel sind. Zum Beispiel auch, was den Aufenthalt seiner Freundin oder den Haushalt angeht. Ich finde das Buch Familienkonferenz nicht schlecht zu dem Thema.

Zum Arbeiten: wenn du TZ nichts findest, wuerde ich schon Vollzeit suchen. Deine Kinder sind ja nicht mehr soo klein. Und ich denke, wenn die finanzielle Abhaengigkeit von Staat/Vater weg ist, fuehlt frau sich um einiges besser.

Zum Aufraeumen: ich wuerde mir jeden Tag einen Raum vornehmen und dort eine Grundsauberkeit/ordnung reinbringen. Spaeter dann jeden Tag 10 Minuten pro Raum mit Aufraeumen verbringen, das reicht oft schon. Die Susi-Sauber-Seite war gut dazu, gibts leider nicht mehr.

LG
Berit

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Re: nichts geht mehr.....

Antwort von elody am 03.01.2006, 23:48 Uhr

Erstmal vielen Dank für eure Antworten.
Was das aufräumen angeht, so ist das kein Problem. Lediglich, dass ich angefangen habe alles zu horten. Man könnte es ja mal wieder brauchen. Mein großer akzeptiert keine Regeln. Da habe ich schon alles durch.
Er hat einen Job der jedoch nur befristet ist, was ja heutzutage üblich zu sein scheint. Ich habe ehrlich gesagt auch keinen Nerv mehr mich da weiterhin mit ihm auseinander zu setzen.
Was das Kinderfrei angeht, so ist auch das kein Problem. Die Kids sind regelmässig beim Vater alle 2 Wochenenden und ich habe sie eigentlich ja auch gerne um mich.
Trotzallem habe ich das Gefühl leer zu sein. Jedoch fehlt mir einfach die Tankstelle um meine Akkus aufzuladen.
Jedoch werde ich morgen bereits damit anfangen die gehorteten Utensilien in unsere riesengrosse Mülltonne zu deponieren. Zum Leidwesen der Nachbarn die wahrscheinlich für den Rest der Woche keinen PLatz mehr für ihren Abfall haben werden.

Gruss Moni

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