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Geschrieben von Benedikte am 14.03.2019, 18:27 Uhr

Sind nur leidende, sich aufopfernde, verzichtende Eltern gute Eltern?????

in dem Beitrag über den Bäckereipreis für den besten Vater (über den ja jeder denken kann wie er will, mich regt er nicht auf) ist mir eins aufgefallen oder besser aufgestoßen.

Dem prämierten Vater oder auch beiden Eltern wurde die Prämienwürdigkeit in einigen Beiträgen unter Hinweis auf ihre vermutete gute materielle Situation abgesprochen. Mehrfach ausdrücklich unter dem Hinweis: Der Vater habe sicher eine Kinderfrau zur Seite gehabt.

Ich frage mich : mindert das denn die Leistung der Eltern, wenn sie das Leben lockerer managen durch externen Sachverstand, sich eine Kinderfrau, vermutlich auch noch eine Putzfrau leisten, Essen liefern lassen und auch im ClubUrlaub den teil buchen, wo man die Kinder aich mal abgeben kann und ohne seine Brut urlauben kann?

Ganz ehrlich- so schien es mir.

Dass man nur dann als Elternteil richtig "gut" und liebenswert- prämierungsbedürftig ist, wenn man leidet. Sich aufopfert. Klagen kann oder zumindest klagt, laut. Sich auf die Brust schlägt, die Haare rauft. Ok, leicht übertrieben.


Vor allem- warum? Natürlich ist nicht jedem alles möglich, aber shinead hatte das in einem Beitrag gut zur Geltung gemacht- jeder trägt selbst Verantwortung für seinen Berufsweg und Einkommenssituation.

nun denn. Mich hat das etwas geärgert weil ich mir halt für meine Kinder auch nicht extrem viel verkniffen habe. Weder Berufstätigkeit noch sonst was. am anfang einigen Schlaf und freie Zeit für mich und die Wohnung immer im Chaos ( trotz Putzfrau)

tja

 
32 Antworten:

Re: Sind nur leidende, sich aufopfernde, verzichtende Eltern gute Eltern?????

Antwort von HeyDu! am 14.03.2019, 18:41 Uhr

Meiner Meinung nach gibt es tolle Eltern mit z.B. Kinderfrau und Putzfee und uninteressierte Eltern mit Kinderfrau Und Putzfee. Wie so oft, Menschen sind verschieden.

Ich kann verstehen was Du meinst. Kenne Familien aus beiden "Schubladen".

Wir waren einmal in einem Luxushotel mehrere Tage eingeladen. Jeden Abend 7 Gänge, es war eine krasse Erfahrung. Wir haben es als Familie genossen aber auch oft mit den Augen gerollt. Dort waren tatsächlich viele uninteressierte Eltern, die die Kinder "ständig" von 09:00 bis 23 Uhr bei der Betreuung abparkten. Dort kochten und aßen die Kinder für sich. Teilweise weinende Kinder und die Eltern gingen einfach. Wir fanden es schrecklich. (Nichts gegen ein paar Stündchen aber doch nicht täglich für den ganzen Urlaub...)

In Augen vieler-ganz eindeutig ja.

Antwort von Marianna81 am 14.03.2019, 18:51 Uhr

Ich beobachte ähnliche Entwicklung unter Elter, besonderes unter Müttern, inzwischen in meiner Heimat(Russland). Bist du nicht komplett fertig und verzichtest nicht auf etwas Freizeit, geschweige den Hobbys? Dann bist du eben eine egoistische Rabenmutter. Gehst du noch arbeiten und lässt dein Kind fremd betreuen....dann bekommt man dasselbe, wie hier in Deutschland, zu hören. Wozu bekommt Frau denn das Kind und ähnliches.
Warum man es dann abwertet? Ganz einfach- Neid+Unzufrieden sein mit eigener Lebenssituation.

Re: Sind nur leidende, sich aufopfernde, verzichtende Eltern gute Eltern?????

Antwort von Susanne.75 am 14.03.2019, 19:13 Uhr

Ich würde sagen, entscheidend ist, ob man sich als Mutter/Vater wenn es denn erforderlich wird hinten anstellt. Nicht grundsätzlich und nicht 24 Stunden.
Wenn man also merkt, dass man jetzt eben nicht seinem Lieblingshobby nachgehen sollte, weil das Kind einen braucht oder es sonst irgendwie "leidet".
Eltern sind nicht nur gut, wenn und weil sie sich aufopfern. Aber gute Eltern opfern sich auf, wenn es gerade darauf ankommt.

Re: Sind nur leidende, sich aufopfernde, verzichtende Eltern gute Eltern?????

Antwort von Petra28 am 14.03.2019, 19:17 Uhr

Nein, man muss sich nicht aufopfern. Man darf es sich im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel bequem machen. Und man darf auch neben den Kindern noch ein anderes Leben und berufliche Erfüllung haben wollen.

Ich teile aber nicht die Meinung, dass jeder selbst alles an seiner Einkommenssituation in der Hand hat. Manche haben nicht die Voraussetzungen für eine bessere Ausbildung, manche stellen die Weichen falsch, weil sich die Bedingungen ändern, ohne dass man das vorhersehen konnte, manche werden vom Pech regelrecht verfolgt. Und manche haben unwahrscheinlich Glück, die waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Re: Sind nur leidende, sich aufopfernde, verzichtende Eltern gute Eltern?????

Antwort von Erdbeere81 am 14.03.2019, 19:17 Uhr

Ich glaube es liegt daran, dass sich die Posterinnen mit dem Vater vergleichen.

Manche haben nicht die Wahl sich ein entspannteres Leben organisieren zu können egal wie viel sie sich anstrengen und arbeiten im Leben.

Dann hat man das Gefühl eine geringere Chance zu haben, Supereltern zu werden.

Der Erwartungsdruck an Eltern ist heute ungemein hoch egal welcher Schicht.

Leistungsminderung....

Antwort von SkyWalker81 am 14.03.2019, 19:30 Uhr

Also wenn ich das so lese, dann frage ich mich eher, warum dir das so wichtig ist als "gute Mutter" gesehen zu werden. Vor allem: WER bewertet dich denn ? Die Gesellschaft ? Die Nachbarin, die Schweigermutter ?
Wichtig ist doch, dass Du als Mutter spürst, deinem Kind geht es gut. Dann ist es egal, ob es von der Kinderfrau bespasst wird oder von Dir. Und ich denke wir Eltern haben schon feine Antennen und merken das genau.

Und es ist ja auch so: es gibt die Kinder die sehr Elternfixiert sind und die, die ganz schnell auch mehrere Bezugspersonen akzeptieren. Das das nicht immer nur daran liegt, dass die Eltern "was falsch gemacht haben" weiss jeder, der mehr als ein Kind hat, weil das einfach auch viel Charaktersache ist. Und dann stell ich mich halt auch mal gerne hintenan, wenn ich sehe das mein Klammeräffchen glücklich ist, wenn die Mama da ist. Da seh ich mich auch nicht als "Opfer". Und ob das andere gut finden oder nicht ist mir schnurz.

Re: Sind nur leidende, sich aufopfernde, verzichtende Eltern gute Eltern?????

Antwort von Lollipups am 14.03.2019, 19:33 Uhr

Meine Mutter hat mir mal Vorwürfe gemacht, weil ich meine Tochter zur anderen Oma gebracht habe, um mal einen Abend mit einer Freundin trinken zu gehen. Da sagte sie mir "ich habe euch Kinder nie weggegeben, ihr wart immer bei mir."
Im Nachhinein war sie mir trotzdem keine gute Mutter.
Ich denke, jedes Enternteil hat auch mal Zeit für sich verdient. Man ist ja im Ergebnis ja auch viel entspannter, wenn man auch mal abschalten kann. So sehe ich das jedenfalls.
Nur weil jemand 24/7 bei seinem Kind ist, heißt es ja nicht, dass es gute Eltern sind.
Und nur, weil es Mütter gibt, die arbeiten gehen müssen (z.B. alleinerziehend) oder wollen, wie mans eben sieht, heißt es nicht, dass sie schlechtere Mütter sind, weil sie nicht Zuhause bei ihrem Kind sind. Nein, sie müssen eben auch Geld dazu verdienen. Da wäre ich als Kind stolz auf meine Mama oder Papa, weil sie das so gut managen und mir trotzdem Liebe schenken.
Es kommt auch immer auf die Eltern an sich an.. manche setzen Kinder in die Welt und behandeln sie dann wie Dreck. Davon kenne ich ein paar.
Man sollte eben als Elternteil das Kind nicht zu viel und zu oft "weggeben" oder hinten anstellen. Aber ich glaube, für jede normal denkende Mama, ist ihr Kind eh das Wichtigste und hat immer Vorrang

Re: Sind nur leidende, sich aufopfernde, verzichtende Eltern gute Eltern?????

Antwort von Leena am 14.03.2019, 19:37 Uhr

Was ist mit den Eltern (vorzugsweise Müttern), die sich freuen, wenn sie Kinder bekommen, denn dann "dürfen" sie ja gesellschaftlich akzeptiert den ungeliebten Job hinschmeißen, der Vattern muss ja das Geld ranschaffen und sie laufen mit Heiligenschein rum, als komplett perfekte Hausfrau und Mutter, bei der alle Kinder perfekt in der Spur laufen, der Haushalt perfekt geleckt ist, jederzeit die Wohnung ultimativ vorzeigbar, das Essen selbstverständlich alles Bio und selbstgezogen und was weiß ich. Die "verzichten" ja auf nichts, was sie gerne hätte, im Gegenteil, die haben ja genau das, was sie wollen.

Ansonsten weiß ich eh nicht, wie man "gute Eltern" respektive "prämienwürdige Eltern" definieren wollte. Am "Output" kann man es ja schlecht festmachen, man hat ja letztlich doch weniger Einfluss auf das "Ergebnis", als man gerne hätte.

Den meisten Respekt habe ich persönlich ja vor Eltern mit schwerstbehinderten Kindern. Aber die haben sich das ja auch nicht ausgesucht, sondern an dem Platz, an den sie quasi "gestellt" wurden, einfach nur ihr Bestes gegeben.

Ich finde, ich kann als Elter nur versuchen, eine möglichst gute Balance zu finden, mit der alle Beteiligten (Eltern - Kinder - ggf. Großeltern oder sonstige Anverwandte) einigermaßen zufrieden sind. Heißt aber auch: Alle leiden möglichst wenig. Das gilt auch für mich als Elter.

Leute, die chronisch als das "personifizierte Leiden Christi" rumlaufen, finde ich persönlich schrecklich - und ich glaube nicht, dass sie ihren Kindern damit wirklich einen Gefallen tun, mit dem, was sie ihnen da quasi "aufbürden". "Deinetwegen habe ich meinen guten Job als Chefarztsekretärin aufgegeben und jetzt kannst du nicht mal für mich dein Zimmer aufräumen / gute Noten schreiben / ein perfektes Musterkind sein, du undankbares Gör?!?" Solche Eltern gibt es auch und ich finde das grässlich.

Re: Sind nur leidende, sich aufopfernde, verzichtende Eltern gute Eltern?????

Antwort von Johanna3 am 14.03.2019, 19:47 Uhr

So manche Eltern betrachten es aber nicht als Opfer, wenn sie, und gerade wenn es darauf ankommt, für ihre Kinder da sind.

Re: Sind nur leidende, sich aufopfernde, verzichtende Eltern gute Eltern?????

Antwort von Nynaeve2019 am 14.03.2019, 19:48 Uhr

Irgendwie laufe ich in der falschen Peergroup mit. Aufopfernd und auch leidend war ich damals mit zwei kleinen Kindern auf Grund von Schlafmangel und Erkältungskrankheiten (und dann auch irgendwann mit Job). Das war eine Phase, die auch vorbei ging. Wahrscheinlich sind meine Kinder einfach schon zu alt, als das ich leidende Eltern kenne.
Die Sache mit der Nanny war eine Supersache, ABER solche Nannys wachsen auch nicht auf Bäume, die muss man finden.

nein, aber

Antwort von basis am 14.03.2019, 20:22 Uhr

Ist man bessere Eltern, wenn man sich nicht aufopfern muss?

Ich würde die Qualität der Elternschaft nicht an der Zahl der Helferlein bewerten. Aber eben auch nicht an deren Abwesenheit.

Du hast keine Kinder, oder?

Antwort von Petra28 am 14.03.2019, 20:37 Uhr

Als Eltern bringt man Opfer. Man tut es gern - manche mehr, manche weniger - aber es sind Opfer.

So ist es!

Antwort von Sille74 am 14.03.2019, 20:56 Uhr

Zumal für mich (aber das ist Definitionssache) "Opfer bringen" und "sich aufopfern" begrifflich nicht ganz deckungsgleich sind. Bei "Opfer bringen" hat meinem Verständnis nach der Verzicht ein viel größeres Gewicht. "Sich aufopfern" ist für mich eher ein Synonym für "sich bis an die Belastungsgrenze für etwas oder jemand einsetzen". Klar kann das auch mit Verzicht verbunden sein, es ist aber nicht die wesentliche Komponente bei diesem Begriff.

Re:

Antwort von Johanna3 am 14.03.2019, 21:08 Uhr

Und wieder andere Eltern betrachten das was sie tun NICHT als Opfer.

Re:

Antwort von Sille74 am 14.03.2019, 21:26 Uhr

Die wenigsten werden das als "OPFER" in ganz engem Sinn betrachen, aber ein Zurückstecken ist es allemal. Aber, wie gesagt, Susanne75 schrieb ja auch gar nichts von "Opfer bringen" ...

Re: Sind nur leidende, sich aufopfernde, verzichtende Eltern gute Eltern?????

Antwort von Tai am 14.03.2019, 21:29 Uhr

Zum einen:
Ich kenne keine leidenden, sich aufopfernden, verzichtenden Eltern in unserer Generation . Wenn sich manche vielleicht mit ihrem Nachwuchs mehr persönlich engagieren (und sei es, weil sie es finanziell nicht auslagern können), dann machen sie es nicht wegen des Mutter-/Vaterkreuzes am Band.

Jede Familie kann doch selbst entscheiden, welcher Weg für sie der richtige ist (auch wenn es leider auch das Geld sein wird), da gibt es kein Ranking und auch keinen Erfolgsquotienten, wer nun den gelungensten Nachwuchs hervor gebracht hat.
(Wobei dieser Wettstreit beängstigend zunimmt, auch hier im Forum, unabhängig von der Art der Ausübung der Elternschaft).

Beim Herrn Astronautinnengatten hat mich einfach die Vorstellung gestört, dass er vermutlich eine sehr milde Form der Strapaze mit drei Kindern zuhause bewältigt hat.
Von mir aus hätte man ihn als "Elternzeithelden" oder "Ein-Jahr-auf-Superjob-Verzichter" auszeichnen können.

Bei "Vater des Jahres" habe ich eine andere Assoziation.
Was war denn jetzt seine herausragende Leistung und Tätigkeit als VATER?

Re:

Antwort von Susanne.75 am 14.03.2019, 21:49 Uhr

"Sich aufopfern" bedeutet für mich, alles zu geben, ein Stück weit auch ohne sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse dabei zu berücksichtigen oder wichtiger zu nehmen. Der Alltag sollte so aber weder aussehen, noch so empfunden werden.

Aber ich finde auch den Ausdruck "Opfer bringen" gar nicht so schlimm. Man "opfert" etwas für jemanden, der einem wichtiger ist. Der jedes "Opfer" wert ist. Warum darf man nicht registrieren, dass man etwas zB gern machen würde, sich aber aus Liebe zu seinem Kind dagegen entscheidet oder entscheiden muss. Man muss sich doch nicht einreden, dass man Freudensprünge macht, weil man nachts durchs Kind nur im 2-Stunden-Takt schlafen kann oder die Nacht um 5 Uhr komplett zu Ende ist.

Re: Sind nur leidende, sich aufopfernde, verzichtende Eltern gute Eltern?????

Antwort von rotblau am 15.03.2019, 5:57 Uhr

"Vor allem- warum? Natürlich ist nicht jedem alles möglich, aber shinead hatte das in einem Beitrag gut zur Geltung gemacht- jeder trägt selbst Verantwortung für seinen Berufsweg und Einkommenssituation."

eigentlich ja, und uneigentlich gibt es auch menschen die es vlt. nicht mehr aus eigener kraft schaffen, das gerade zu biegen was in ihrer eigenen kindheit versaut wurde ;-)

Re: Sind nur leidende, sich aufopfernde, verzichtende Eltern gute Eltern?????

Antwort von Monroe am 15.03.2019, 6:18 Uhr

Nein natürlich sind nicht nur "leidende sich aufopfernde" Eltern gute Eltern.
Ich denke Eltern brauchen auch Mal eine Pause, um eben nicht zu leiden und weiterhin gut sein zu können.
Manche picken sich aber tatsächlich nur die Rosinen aus dem Kinderhaben und haben für alles unliebsame eine Kinderfrau.
Sophia Vegas fällt mir da als sehr krasses Beispiel zu ein ;-)

Ich finde es aber bedeutend respektablen, wenn jemand alles allein stemmt. Haushalt, Kinder, Beruf unter einen Deckel zu kriegen ist eben nicht einfach.
Sogar bedeutend schwerer als die Kinderfrau zu bestellen und Mal für einen Tag ins Spa zu gehen.
Dazu hat natürlich jeder das Recht. Es ist ja auch wichtig die Ressourcen wieder aufzufüllen und man sollte das tatsächlich nutzen, wenn man die Möglichkeit hat, nur ist das eben kein Kraftakt. Sondern nur ein finanzieller.
Und darum ging es im Threads unten. Nicht darum, wer gute Eltern und wer schlechte Eltern abgibt.

Da kann sowohl die eine als auch die andere Seite beides darstellen

OPFER ist immer der falsche Weg

Antwort von Ellert am 15.03.2019, 7:12 Uhr

egal was, wenn es mit Opfer zu tun hat macht es auf Dauer nicht glücklich.
Es soll Familien geben da das zurückstecken und kürzertreten kein Opfer ist
und im Prinzip kann eh nur jeder sein eigenes Familienmodell finden.

Hier wandelt sicha uch ganz vieles in meinem Umfeld
was früher normal war mit Frau zu Hause ändert sich, auch Vter machen Telearbeit und Erziehungsarbeit und freuen sich drüber
als Opfer hat das noch ni einer bezeichnet

dagmar

Re: OPFER ist immer der falsche Weg

Antwort von Petra28 am 15.03.2019, 7:37 Uhr

Bei “Opfer“ dachte ich an so etwas wie jahrelangen Schlafmangel...

Ansonsten: ich glaube, dass sich viele Männer über die Option Telearbeit freuen. Oder dass sie nicht mehr Karriere machen “müssen“ und sie nicht mehr allein der “Ernährer“ sind.

Re: Sind nur leidende, sich aufopfernde, verzichtende Eltern gute Eltern?????

Antwort von Shanalou am 15.03.2019, 8:13 Uhr

Ich glaube, es geht da nicht um "gute" oder "schlechte" Eltern. Es wird eher die Leistung bewundert, die jemand bringt, der sich, aus welchen Gründen auch immer, keine Hilfe leisten kann. Warum sollte man jemanden bewundern, der alles unangenehme auslagert? Das kann man natürlich gerne machen (eine völlig verständliche Vorgehensweise), aber man sollte dafür dann keine Bewunderung erwarten. Für mich ist es schon ein großer Unterschied, ob man sich es finanziell leisten kann, sich alle erdenkliche Hilfe zu leisten, oder ob man völlig auf sich alleine gestellt ist. Und darum ging es doch auch bei diesem Preis. Erstens einen Mann für völlig normale Dinge zu belohnen (totaler Schwachsinn) und dann auch noch auf einer Einkommensebene, die einem das Leben als Eltern doch einiges leichter machen kann. Deshalb spricht diesem Paar niemand eine gute Elternschaft ab, aber was sollte daran jetzt so herausragend sein??? Ein Vater, der in einer Familie lebt, die sich nicht alles mögliche leisten kann und dann ein Jahr zu Hause bleibt, hat sicher mit ganz anderen Herausforderungen zu kämpfen.

Re: Sind nur leidende, sich aufopfernde, verzichtende Eltern gute Eltern?????

Antwort von what am 15.03.2019, 8:56 Uhr

So lange es allen, besonders den Kindern dabei gut geht, ist jedes "Erziehungs-Modell" richtig.

Das mit dem Aufopfern wird ungut, wenn Eltern (insbes. Mütter) den Kindern deutlich zeigen, wie sehr sie dies tun müssen. Es erzeugt ein latentes Schuldgefühl bei den Kindern.
In den Anfangsjahren ist's doch zwangsläufig, dass man die eigenen Bedürfnisse und Pläne zurückschraubt. Eltern, die völlig überfordert sind, und meinen sich aufopfern zu müssen, sind meist zu blauäugig und planlos an die Sache rangegangen, oder individuelle Zukunftspläne wurden nicht ehrlich mit dem Partner, der Partnerin erörtert. Was folgt? Die Realität tötet den rosarotgefärbten Babyzeittraum, mit allen hässlichen Konsequenzen.
Um einer reflexhaften Empörung von Mitgliedern der Forengemeinde vorzugreifen, folgender Einschub: Äußere Umstände, die überraschend hineingrätschen, wie Krankheit, Arbeitslosigkeit, postnatale Depression oder ähnliches, sind selbstverfreilich ausgenommen.

Die Diskussion unten würde in dem Maße vielleicht gar nicht stattfinden, wenn die Situation umgekehrt wäre (Frau zuhause, Mann All, Frau 5000 Euro). Oder wäre sie noch viel schlimmer gewesen, denn Frau, Dein Feind ist weiblich? Werden wir jetzt nie erfahren.

Mir ist Neid ein völlig fremdes Gefühl, das ich zum Glück noch nie empfunden habe, und ich gönne dem Mann das Geld.
ABER NUR, WENN ER DAS GEFÄLLIGST FÜR DAS WOHL DER KINDER EINSETZT, UND ER UND SEINE FRAU NIX DAVON HABEN!!!

Re: Sind nur leidende, sich aufopfernde, verzichtende Eltern gute Eltern?????

Antwort von Monroe am 15.03.2019, 10:16 Uhr

Ich bin nicht neidisch auf den Preis, Denner erhalten hat. Ich gönne jedem etwas.
Ich finde es nur nicht gerechtfertigt.
Es ist keine Glanzleistung. Punkt. Zumal er eben SCHON finanzielle Mittel HAT, um es sich so einfach wie möglich zu machen.
da fänd ich es sinnvoller und berechtigter denen 5000€ zukommen zu lassen, die nicht gut verdienen und keine bzw kaum finanzielle Mittel haben, um sich irgendwas zu erleichtern. Sprich denen, die wirklich ackern müssen, um ihren Kindern was zu bieten

Re: Sind nur leidende, sich aufopfernde, verzichtende Eltern gute Eltern?????

Antwort von what am 15.03.2019, 10:41 Uhr

Dann maile direkt dorthin und beschwere Dich. Mich würde die Antwort interessieren.

Re: Sind nur leidende, sich aufopfernde, verzichtende Eltern gute Eltern?????

Antwort von Lollipups am 15.03.2019, 10:49 Uhr

Ich bin auch nicht "neidisch", da wäre ich ziemlich materiell veranlagt.
Es ist aber nun wirklich keine Glanzleistung von diesem Daddy und schon gar nicht preisverdächtig.
Auch wenn das Geld von einer Bäckerei stammt. Ich hab schonmal geschrieben, da hätte diese das Geld wirklich lieber spenden können, an arme Leute, Kinder, Tierheime oder Sonstiges.
So ist es für mich einfach hinausgeworfenes Geld.
Da wäre meiner Meinung nach dann schon wieder eher die Bäckerei preisverdächtig, weil sie, ohne etwas davon zu haben, so viel Geld spenden, an Menschen, die es mehr als nötig haben

What

Antwort von Monroe am 15.03.2019, 10:52 Uhr

Warum sollte ich mich dort beschweren? Sie können dem Preis doch geben, wem immer sie wollen. Ist ja ihr Geld, nicht meins.
Sie werden sich was dabei gedacht haben, ob ich das nun nachvollziehen kann oder nicht. Und auch meine Meinung darüber wird denen herzlich egal sein
Aber sinnlos finden darf ich es ja wohl auch weiterhin ;-)

Re: Sind nur leidende, sich aufopfernde, verzichtende Eltern gute Eltern?????

Antwort von Nynaeve2019 am 15.03.2019, 11:31 Uhr

Naja, das Ganze ist Marketing (und passt besser mit Mann von Astronautin als von Hansgeorg, auch wenn ich das blöd finde), die Bäckerei betreibt Werbung damit und es ist so deutschlandweit und nicht für das Tierheim um die Ecke in der Presse Wir diskutieren ja auch fleißig darüber.
Sie wollen sich halt "modern" darstellen und "neue Väter" ehren, vielleicht sogar mit dem Gedanken, das wir Frauen doch dankbar sein müssten, das sie sich so ins Zeug für uns legen. Nur, das wird halt nicht von allen Leuten so toll aufgefasst, sondern zu Recht auch kritisch
Einerseits ist es doch super, das wir darüber diskutieren können (und dürfen) und unterschiedliche Meinungen haben dürfen.
Ach ja, nächstes Jahr ist das hier wieder Thema, sie werden dann vielleicht den Mann einer aufstrebenden Politikerin ehren *schnarch* Hansgeorg sehr wahrscheinlich nicht, der ist so "uninteressant"

Re: Sind nur leidende, sich aufopfernde, verzichtende Eltern gute Eltern?????

Antwort von stella_die_erste am 15.03.2019, 13:50 Uhr

Manche empfinden es ja schon als Aufopferung, wenn sie sich selbst um ihr Kleinkind kümmern sollen..andere machen wirklich alles für ihre Kinder und sehen das als absolut selbstverständlich an. Dazwischen liegt ein weites Feld.

Muss man jetzt wirklich darüber diskutieren, wann Eltern "gute Eltern" sind?

Ob Eltern gute Arbeit geleistet haben, sieht man nach 20-25 Jahren, wenn aus dem Kind ein sozialverträgliches Wesen geworden ist. Oder halt nicht.

Mir ist ehrlich gesagt völlig wumpe, ob andere für ihre Elternschaft einen Orden kriegen.
Mehr Respekt habe ich jedoch ganz klar vor Menschen, die ihre Aufgabe nicht 24/7 an andere delegieren.

Wir haben es so gemacht, wie es sich FÜR UNS richtig anfühlte und es nie bereut.
Also wird hier auch weder gejammert, noch geneidet.
Und schon gar nicht verglichen.

Warum sollte ich mich über so was ärgern?
So etwas ist mir echt zu banal.

Re: Sind nur leidende, sich aufopfernde, verzichtende Eltern gute Eltern?????

Antwort von Lusiana am 15.03.2019, 14:41 Uhr

Also, ich kenne keine sich aufopfernden, verzichtenden, leidenden Eltern. Eigentlich kenne ich recht viele Eltern, aber mir fällt niemand ein, zu dem diese Begriffe passen.

Sei mir nicht böse,

Antwort von emilie.d. am 16.03.2019, 15:22 Uhr

aber aus Deinem Beitrag spricht für mich das Kind aus gutbürgerlichen Hause. Ohne Deinen Background zu kennen.

Ganz klare Antwort von mir: Ja, es mindert die Leistung der Eltern, wenn sie in der finanziellen Lage sind, externen Sachverstand dazu zu kaufen. Meine Mutter hat zum Teil nach der Nachtschicht an der Tanke weinend im Keller gesessen, weil sie nicht wusste, wie sie die Rechungen bezahlen soll. Natürlich ist es eine größere Leistung, wenn so jemand trotzdem es hinbekommt, aufs Zähneputzen zu achten und den Kühlschrank zu füllen.

Und zu 'Jeder trägt selbst Verantwortung für seinen Berufsweg und Einkommenssituation': Auch das ist für mich ein Satz, wo ich im Strahl kotzen möchte. Sowas sagen bevorzugt Menschen, die selbst priviligiert in einem bürgerlichen Zuhause aufgewachsen sind. Ich bin mit dem Milieu erst so richtig auf dem Gymnasium und später an der Uni in Kontakt gekommen und da werden doch selbst die dümmsten Nüsse zum Abschluss über Nachhilfe und Co mitgeschleift. Oder bekommen über Vitamin B irgendwo eine Sachbearbeiterstelle.

All die Möglichkeiten hast Du nicht, wenn Du zu den Armen gehörst.

Sehe ich ganz genauso owT

Antwort von emilie.d. am 16.03.2019, 15:43 Uhr

owT

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