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Geschrieben von Toadie am 12.03.2019, 21:04 Uhr

Fridays for Future

Hallo,

wie sehen / stehen „eure“ Schulen zu diesen
Fridays for Future?

Bei uns ist das gerade sehr aktuell.

Meine Tochter (fast 15) möchte da gerne am Freitag hin.
Mein Sohn (fast 14) eigentlich auch gerne.
Da freitags oft neue Themen eingeführt werden, möchte er es nicht verpassen, aber das andere ist ihm auch sehr wichtig.

Beide gehen auf unterschiedliche Schulen in unterschiedlichen Gemeinden, von beiden Schulen gab es bisher keine Info dies bezüglich .

Von Kind 3 (10)- wieder andere Schule, aber gleiche Gemeinde wie Sohn, gab es dazu ein Elternbrief.

Natürlich könnte ich einfach in der Schule anrufen und nachfragen.

„Verbieten“ sie es, und Tochter fehlt am Freitag, wissen sie ja sofort wo sie ist.

VG

 
43 Antworten:

Re: Fridays for Future

Antwort von Nynaeve2019 am 12.03.2019, 21:12 Uhr

Die Große war einem Schultag in der Landeshauptstadt, als Einzige ihrer Klasse und wurde von Mitschülern und Lehrern gefeiert. Sie planen wohl was für diesen Freitag vor Ort. Die Lütte geht zwar auf die selbe Schule, hat aber ein Fach am Freitag, das sie nicht sicher beherrscht und wird passen. Dafür sammelt sie Müll in der Gegend auf

Re: Fridays for Future

Antwort von ohno am 12.03.2019, 21:12 Uhr

Da wirst Du jetzt sehr gegensätzliche Antworten erhalten.

Am 15.03. ist internationaler Schulstreik. Also keine Einzelveranstaltung einer der über 100 FFF-Ortsgruppen.

Meiner geht hin, und er darf auch. Er bekommt auch eine entsprechende Entschuldigung von mir. Es ist ihm selbst wichtig, ABER er ist auch keiner, der das anderweitig ausnutzt sondern voll dahintersteht. Er ist 15.

VG ohno

Re: Fridays for Future

Antwort von IngeA am 12.03.2019, 21:13 Uhr

Das Gym der Tochter ist da sehr locker, die Realschule des Mittleren überhaupt nicht.

LG Inge

Re: Fridays for Future

Antwort von ohno am 12.03.2019, 21:14 Uhr

PS: Der Direktor sieht das zwar positiv, aber mit Auflagen. Die Lehrerin ist genau das Gegenteil. Sie lehnt die Aktion ab.

Re: Fridays for Future; und Frage

Antwort von mama.frosch am 12.03.2019, 21:30 Uhr

hier hat der Direktor als die Streiks anfingen eine Rund-Nachricht geschickt, es den Schülern verboten, ihnen unterstellt sie würden den Kohlearbeitern in den Rücken fallen, Schulverweise bei Missachtung angedroht, und jetzt für Freitag hat er angeblich angekündigt, die Schultore zu schließen.

Wollte dazu schon ein Posting schreiben - ist das überhaupt erlaubt??

Die Schule des Kindes wertet es als Schulschwänzen aus

Antwort von Marianna81 am 12.03.2019, 21:47 Uhr

dazu gab es eines Mail an alle Eltern.

Re: Fridays for Future

Antwort von kravallie am 12.03.2019, 22:17 Uhr

wie die schule das sieht, ist mir grad egal, ICH betrachte das als schule schwänzen.
mein kind kann genügend gutes an einem schulfreien tag tun.
es gab auch keinen protest. alors.

Re: Fridays for Future

Antwort von Tai am 12.03.2019, 22:26 Uhr

Die SV an der Schule meiner Tochter hat schon im Januar zur Teilnahme an der ersten großen Demo hier in der Stadt aufgerufen - allerdings sollten hier nur Schüler der Oberstufe teilnehmen.

Die meisten Lehrer haben das sicher stillschweigend als gut empfunden, aber offiziell hat der Rektor das Schule schwänzen nicht genehmigen können.
Die Stunden wurden als unentschuldigte Fehlstunden vermerkt.

Ich fand es gut, dass meine Tochter einmal an der Demo teilgenommen hat. Öfters würde ich es allerdings nicht erlauben.

Wir hatten dieses Thema hier übrigens schon ein paar Mal:
Wünschenswert wäre nicht nur die Teilnahme an der Klimademo, sondern vor allem auch ein Umdenken des eigenen Konsumverhaltens: nicht immer das neueste Smartphone, neue Klamotten, kein Mama-Taxi, kein Coffee to Go in der Hand, keine Flugreisen usw.....

Re: Fridays for Future

Antwort von EinTraumWirdWahr am 12.03.2019, 22:38 Uhr

Für diesen Freitag ist das Fehlen ab Stunde 2 entschuldigt, mit einem bestimmten Formular, was ich ausfüllen muss.

Im Rahmen der politischen Bildung erlaubt die Schule es einmalig.

Andere Veranstaltungen wären unentschuldigt, es gäbe aber keinen Verweis.

Re: Fridays for Future

Antwort von Toadie am 12.03.2019, 23:05 Uhr

Ja sie stehen beide dahinter.

Und nutzen es nicht zum Schwänzen.

VG

Re: Fridays for Future

Antwort von Nynaeve2019 am 13.03.2019, 6:19 Uhr

Hier wird schon sehr viel über das Thema nachgedacht, also von den Kindern.

Re: Fridays for Future

Antwort von liwei am 13.03.2019, 7:30 Uhr

Hallo Mädels, also ich finde es toll, dass die Kids aufstehen und endlich mal ihre meinung sagen. Wäre es nicht während der Schulzeit, würde es gar nicht so viele Leute erreichen. Umso mehr gehen umso weniger verpassen die Kids in ihren Klassen. Denn mit 2 Schülern findet kein Unterricht mehr statt. Schüler einsperren oder Mit Verweisen drohen, ist doch albern. Übrigens gab es hier bei uns auch in den Ferien eine Demo, die gut besucht war, trotz Ferien. Die Schulen sollten das Thema aufnehmen und beleuchten. Endlich tut sich was in den Köpfen unserer kids. Meine sind 14 und 10. Die kleinen passen da noch nicht dazu. Die Schulen geben grünes Licht, wir Eltern müssen aber einen Zettel unterschreiben und zustimmen.

Re: Fridays for Future

Antwort von IngeA am 13.03.2019, 7:56 Uhr

Bei uns war in den Ferien keine Demo, meine Kinder waren enttäuscht.
Und viele andere die ich kenne auch, weil viele eben von den Eltern keine Entschuldigung bekommen oder es sich nicht leisten können im Unterricht zu fehlen. Die hätten gern in den Ferien demonstriert.

LG Inge

Re: Fridays for Future

Antwort von Eisfee am 13.03.2019, 7:56 Uhr

Die Schule hier sagt, daß diese Aktivitäten auch in der Freizeit stattfinden können.
Ich sehe das ganz genau so.
Toll, wenn sich die Kinder einsetzen und es ihnen etwas bedeutet. Aber die Schule sollte ihnen so gesehen auch etwas bedeuten.

Mich würde auch einfach mal interessieren, wie viele da mitmachen würden, wenn es während der regulären Unterrichtszeit NICHT stattfinden würde...

Re: Fridays for Future

Antwort von Tini_79 am 13.03.2019, 8:15 Uhr

Hier ist es so halboffiziell, der Klasserlehrer akzeptiert wohl eine Entschuldigung der Eltern.

Ich würde mein Kind grundsätzlich einlassen, aber aktuell will sie das gar nicht.

Hinterfragen würde ich dann allerdings gerne mal bei denen, die auf dem Weg dahin bei Starbucks oder McD einkehren, sich jede Woche Tonnen von Zeug bei dm kaufen und sich bei jeder Gelegenheit von den Eltern nut dem Auto kutschieren lassen. So ist es hier nämlich teilweise.

Re: Fridays for Future

Antwort von kati1976 am 13.03.2019, 8:30 Uhr

Unsere Schule gibt keine Freistellung,akzeptiert aber eine Erlaubnis der Eltern.

Meine Mädchen wollen nicht gehen,sie sind der Meinung das man sowas auch sehr gut in der Freizeit machen kann. Alle 3 schreiben an diesem Tag auch eine Klassenarbeit und wer die versäumt muss an einem Samstag nachschreiben.

Die Schule achtet auf den Umweltschutz,schon immer. Der Müll wird getrennt,Lebensmittel werden regional gekauft,Fahrrad fahren wird belohnt(die bekommen jedes Jahr einen Preis weil sie die Schule mit den meisten Radfahrern sind). Seit Jahren gibt es Projektwoche zum Umweltschutz.

Wir zu Hause Leben natürlich auch so.

Re: Fridays for Future

Antwort von memory am 13.03.2019, 8:33 Uhr

Das Gymnasium meines Sohnes ist sehr über Austauschprogramme mit Tschechien und Projekte im Umwelt und Waldschutz aktiv.
Bei der "wir stehen rum und halten Plakate hoch Aktion" machen sie deswegen nicht mit.

Re: Fridays for Future

Antwort von RR am 13.03.2019, 9:07 Uhr

Hallo
ich würde nicht wollen, dass mein Sohn (15, 9. Kl. Realschule) da hin geht. Einige Fächer haben sie nur an einem Tag in der Woche - was ist wenn er da immer fehlt? Außerdem wird Freitags oft nochmal durchgeübt was in der nächsten Woche im Test/KA dran kommt. Da zu fehlen würde sich negativ auf die Schulleistungen auswirken.

Ich würde nur mal gerne wissen, ob es genauso viele Jugendliche wären, die das machen wollen wenn es am Samstag nm o. am Sonntag vm wäre.....

viele Grüße

wieso findet mit 2 Schülern kein Unterricht mehr statt?

Antwort von RR am 13.03.2019, 9:16 Uhr

Hallo
ist hier anders, mein Sohn ist im WErken-Unterricht als Wahlpflichtfach u. da war er in diesem SJ schon mehrmals alleine drin. Hatte sozusagen Einzelunterricht.... Deshalb fällt hier der Unterricht def. NICHT aus.

viele Grüße

die Schule meines Sohnes akzeptiert die Demos.....

Antwort von Golden_Girl am 13.03.2019, 9:36 Uhr

aber mein Sohn möchte nicht hin....leider ...hier auf dem Dorf ist nichts....und ich hätte ihn zur Demo 40km entfernt hingefahren -trotz Geburtstagsfeiern am Do-Fr und Samstag.

Und bevor was kommt- wir haben eine Pv-Anlage, die unsere Elektroautos speist.

Re: Fridays for Future

Antwort von Daffy am 13.03.2019, 9:39 Uhr

Ich hab keine Ahnung, die Frage stellt sich bei uns nicht. Offenbar haben die Kinder hier verstanden, dass Bildung ein Privileg ist und Lernen keine Gefälligkeit gegenüber den Erwachsenen. Wer das anders sieht, wird früher oder später merken, wie weit man damit kommt. Soviel zu 'endlich tun die Kids was' - soll das ein Witz sein? Die 'Kids' sind voll für Klimaschutz, solange die Wohnung warm und hell ist, es ein Bad mit warmem Wasser gibt, stylische Klamotten und das eigene Zimmer, Smartphone, Tablet und Computer, sicheren und komfortablen Transport von A nach B, Urlaubsreisen selbstverständlich auch mit dem Flugzeug... Schule, gutes Essen und medizinische Versorgung versteht sich eh von selbst, das sind ja 'Menschenrechte'.

"Wir streiken, bis IHR handelt"

Die zustimmende Haltung der 'Erwachsenen' ist zum Fremdschämen, war aber spätestens seit der Huldigung einer sehr kindlichen 16-Jährigen, die mit ihren psychischen Problemen ihr familiäres Umfeld tyrannisiert, zu erwarten.

"Thunberg war elf Jahre alt, als sie fast nicht mehr sprach, nicht mehr aß und depressiv wurde. Weil alle vom Klimawandel wussten, aber niemand etwas unternahm. "Das war die Phase, in der sie die ganze Familie verändert hat", sagt ihr Vater. Heute ernährt sich die Familie vegan und fährt nur noch Elektroauto. Im Sommer 2018 beschloss Greta Thunberg zu streiken, inspiriert von den Schülern in den USA, die für strengere Waffengesetze protestierten. "Wir haben nicht damit gerechnet, dass sie den ersten Tag durchsteht", sagt ihr Vater. Aber sie stand ihn durch und machte weiter. Sie fing an, mit Aktivisten und Journalisten zu sprechen. Sie fing wieder an zu essen. Svante Thunberg findet das bis heute unglaublich. "Es ist, als ob sie sich selbst geheilt hätte", sagt er."

https://www.sueddeutsche.de/panorama/protest-gegen-klimawandel-warum-ausgerechnet-sie-1.4290305

Re: Fridays for Future

Antwort von IngeA am 13.03.2019, 10:05 Uhr

Kann sein dass deine Kinder so sind, das auf die Allgemeinheit der "Kids", vor Allem der demonstrierenden Jugendlichen, zu übertragen, ist in meinen Augen allerdings fragwürdig.

Und de verpasste Stoff muss ja eigenständig nachgearbeitet werden. Das ist meine Auflage für meine beiden Großen, wenn sie am Streik teilnehmen wollen. Wenn sie der Forderung nicht nachkommen, dürfen sie auch nicht mehr zum streiken.
Mein ansonsten eher fauler Sohn hat sich die letzten Monate ganz schön ins Zeug gelegt damit er streiken darf.

LG Inge

Re: Fridays for Future

Antwort von Salkinila am 13.03.2019, 10:40 Uhr

Ich habe keine Ahnung, wie unsere Schule dazu steht. Es gab dazu weder einen Elternbrief noch steht auf der Homepage etwas und mein Sohn weiß es auch nicht. Allerdings gibt es hier vor Ort keine Demos, die nächste ist 40 km entfernt, daher denke ich, dass nicht besonders viele Schüler unserer Schule daran teilnehmen. Mein Sohn (Oberstufe) hat daran kein Interesse, aber er hat erzählt, dass einige seiner Mitschüler schon an einer dieser Demos teilgenommen haben. Ich gehe mal davon aus, dass die über 18 sind und sich dann selbst entschuldigen. Konsequenzen gibt es wohl keine, aber in der Oberstufe gibt es sowieso einige, die gerne mal freitags oder montags frei machen. Mein Sohn geht lieber zum Unterricht, er hat freitags zwei seiner Leistungskurse und möchte da nichts verpassen.

Re: Fridays for Future

Antwort von ohno am 13.03.2019, 13:07 Uhr

Ich stimme IngeA zu.

Zudem geht es bei den FFF-Demos nicht darum, seine Mitmenschen zum Umdenken zu bewegen. Sondern darum, dass die Politiker die von ihnen gesetzen Klimaziele endlich umsetzen. Das ist der Unterschied. Die Schüler gehen für IHRE Zukunft auf die Straße, und stell Dir vor, damit auch für Deine!

Das verwöhnte Kinder nicht per Kreuzfahrtschiff, Flugzeug und SUV durch die Welt geschaukelt werden müssen, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier. Hier sind Lehrerschaft und Eltern in der Verantwortung und nicht unsere Politik!

Re: @ Daffy

Antwort von Miamo am 13.03.2019, 13:10 Uhr

Sehr schön, Daumen hoch.

Hier sind die Streiks vom Schulleiter für die Klassen 5. - 8. (Gymnasium) untersagt wurden. Es gab dazu eine fast 2-Seitige Stellungnahme mit Gründen, die ich absolut nachvollziehen kann. Jedoch soll es Eltern geben, die damit überhaupt nicht einverstanden sind.

Re: Fridays for Future

Antwort von Daffy am 13.03.2019, 14:11 Uhr

> Die Schüler gehen für IHRE Zukunft auf die Straße, und stell Dir vor, damit auch für Deine!

Ganz sicher nicht. Die gehen auf die Straße weil sie sich ein paar Stunden als Retter der Welt fühlen können und dabei noch Spaß haben. Dass es gegen die Erwachsenen und ihre spießigen Ansichten ("Lernt erst mal was...") geht, macht das Ganze aus typischer Teenie-Sicht perfekt; nichts Neues unter der Sonne.
Es hat keinerlei Konsequenzen, weil man eben nicht so einfach ´CO2 stoppen!' kann - egal, wird abgehakt (wenn die Einsicht kommt). Ich gönne es ihnen, zumindest wenn der Stoff tatsächlich nachgearbeitet wird. Ansonsten muss ich mir nicht den Kopf um anderer Leute Kinder Werdegang zerbrechen.

Dass die Welt an unserem Wesen genesen wird, scheint in den Köpfen dieser Kinder festzustecken wie seinerzeit in dem des Kaisers. Kann ja sein, dass die Demonstranten im Sommer daheim bleiben, um den Biogarten zu hegen und Kleidung zu flicken, während der Rest der Familie nach Spanien oder Kanada fliegt (ich sitze wahrscheinlich in meiner speziellen Blase skrupelloser Ökoferkel) - aber: "Im vergangenen Jahr sind 140 Millionen Chinesen ins Ausland gereist. Das sind 13,5 Prozent mehr als im Jahr 2017, hieß es in einem Bericht der Chinesischen Akademie für Tourismus."

Es spielt einfach keine Rolle, ob ein paar Wohlstandskids für eine (wahrscheinlich) sehr begrenzte Zeit Lust auf Protest, möglicherweise in Verbindung mit Verzicht, haben. Warten wir 15 Jahre, ob dann die Raumtemperatur niedriger, die Autos kleiner, die Reiselust geringer... sind (und falls ja - woran das liegt und ob der Klimawandel das drängendste Problem ist).

http://german.china.org.cn/txt/2019-01/10/content_74360017.htm

Re: Fridays for Future

Antwort von shinead am 13.03.2019, 14:30 Uhr

Was bitte hat denn jetzt China mit den Fridays for Future zu tun? Demonstrieren die Schüler dort auch?

Mensch, einer muss anfangen. Warum nicht wir? Also Europa? Wenn schon die Amis mit ihrem Stable-Genius die Wissenschaft über Bord werfen?
Sollen die Kids nichts tun, weil es nichts bringt? Sag' das doch mal den anderen Demonstranten. Man geht auf die Straße um Präsenz zu zeigen. Das machen schon seit Jahrzehnten die Atomstrom-Demonstranten. Und die machen das, bis das letzte AKW geschlossen ist.

Ehrlich gesagt finde ich solche Aktionen besser als Passivität. Da geht vielleicht der ein oder andere Gedanke durch den Teenie Kopf und man stellt in Frage ob man jedes Jahr nach Malle fliegen muss, ob es nicht plastikfreie Alternativen für x und y gibt und wie man sonst noch die Umwelt schonen kann. Wir alle können nur gewinnen wenn die nächste Generation dieses Bewusstsein entwickelt.

Das bei Dir da alles zu spät ist, ist mir schon klar.

Re: Fridays for Future

Antwort von Daffy am 13.03.2019, 14:39 Uhr

> Was bitte hat denn jetzt China mit den Fridays for Future zu tun?

CO2: Globales Problem < -> lokale Probleme

> Demonstrieren die Schüler dort auch?

Eben nicht. Die lernen fleißig, damit sie uns das Fell über die Ohren ziehen, reisen und große Autos fahren können.

Re: Fridays for Future

Antwort von IngeA am 13.03.2019, 14:45 Uhr

Na, da hätten unsere Vorfahren auch besser weiter in ihren Fabriken ihre Arbeit tun und die Familie ernähren sollen, anstatt für Frauenwahlrecht, Demokratie, bessere Arbeitsbedingungen, Sozialversicherung etc. auf die Straße zu gehen.
War alles Quatsch und hat keinem was gebracht vor allem dir nicht.

Du wärst dann jetzt Frau Professor ohne je etwas für eine Professur gemacht zu haben oder die Frau vom Herrn Direktor einer großen Fabrik. Hättest zwar nichts zu sagen, hättest aber hübsche Spitzenkleidchen an und könntest deinen Frust wenigstens an deinem Dienstpersonal auslassen.

Natürlich kann man CO2 nicht einfach abschalten. Wäre auch gar nicht nötig, wenn die Politik angefangen hätte ihre Hausaufgaben zu machen, als sie den Klimapakt unterschrieben hat. Und den hat sie ja nicht einfach so unterschrieben, angeblich haben sich da sehr viele Experten und anderweitig kompetente Leute mit der Politik zusammengesetzt um zu beratschlagen was nötig und was möglich ist.

Das sind die Ziele die die Politiker gesteckt haben, nicht Ziele die die Jugendlichen der Politik diktieren.
Aber wie es aussieht hat die Politik die Ziele halt mal wieder für andere gesteckt, nicht fürs eigene Land. Egal welches Land, da sind so ziemlich alle gleich, Schuld sind immer die anderen.

LG Inge

Re: Fridays for Future

Antwort von Minimonster am 13.03.2019, 15:28 Uhr

Unser Großer (15, Gy, ist politisch interessiert) geht mit, sie fahren in die nächst größere Stadt, aber nur an diesem Freitag. Die Schule akzeptiert die Entschuldigung der Eltern, es gab Infos über die Elternvertreter, damit niemand sein Kind "krankmelden muss".
Unser zweiter Sohn (13, selbe Schule) schreibt an dem Tag eine Arbeit und geht nicht mit. Beides ist für uns gut und in Ordnung.
Es ist einfach ein wichtiges Thema, auch privat in unserer Familie reden wir darüber und reflektieren unser Verhalten, die ersten kleinen Änderungen sind auf den Weg gebracht und ich hoffe, wir bleiben dran.
Ganz egal, was die Chinesen tun ;-)...
LG M.

Re: Fridays for Future

Antwort von shinead am 13.03.2019, 15:35 Uhr

>>CO2: Globales Problem < -> lokale Probleme

Wenn wir immer warten bis alle was tun sind wir geliefert. Das ist Dir schon klar, oder? Und das die anderen Länder genauso nichts machen wie unsere Regierung geht den "Kids" wahrscheinlich genauso gegen den Strich.

>>Eben nicht. Die lernen fleißig, damit sie uns das Fell über die Ohren ziehen, reisen und große Autos fahren können.

Und sich die Atemmasken leisten können, die je nach Wetterlage notwendig sind. Um ehrlich zu sein möchte ich bezüglich vieler Dinge schlicht anders agieren als China. Und das viele dort immer noch so ungebildet sind und erklären der Dunst in Chongching kommt vom Fluss und nicht von den Abgasen lässt auch in Bezug auf Bildung tief blicken.

Re: Fridays for Future

Antwort von germanit1 am 13.03.2019, 16:31 Uhr

Bei uns haben sie die Demo Freitag nachmittag um 15 Uhr organisiert. Da verpasst niemand Unterricht.

Re: Fridays for Future

Antwort von Daffy am 13.03.2019, 16:33 Uhr

> Um ehrlich zu sein möchte ich bezüglich vieler Dinge schlicht anders agieren als China

Die Situation in China hat sich sehr gebessert, was Luftqualität, aber auch Erosion (Aufforstungsprogramme) angeht. Das muss man aber nicht nur leisten wollen, sondern sich auch leisten können. Aus ´Wirtschaft egal` folgt gerade nicht ´Saubere Umwelt`.

Re: Fridays for Future

Antwort von IngeA am 13.03.2019, 16:36 Uhr

>Aus ´Wirtschaft egal` folgt gerade nicht ´Saubere Umwelt`.<

Und aus "Wirtschaft über alles" erst recht nicht.

Re: Fridays for Future

Antwort von Daffy am 13.03.2019, 16:49 Uhr

> was nötig und was möglich ist.

Die Klimakonferenzen waren ´Wunsch-Bullshit im Universum`-Veranstaltungen. Ich sag was - deshalb passiert es. Insofern auf einer Linie mit den Teenie-Demos. Für die nötig/möglich--Beurteilung muss man erst mal wissen und können. Es ist verstörend, dass Erwachsene sich aus der Verantwortung ziehen, indem sie triefäugig die vermeintliche Wahrheit und Weisheit aus Kindermund beklatschen.

Re: Fridays for Future

Antwort von IngeA am 13.03.2019, 17:00 Uhr

Das hängt davon ab welcher Wahrheit man glaubt. Du glaubst offensichtlich der Wahrheit der Wirtschaftsbosse, die möglichst viel Kapital für sich rausschlagen wollen mehr, andere Leute glauben eher Klimaforschern.

Und ich weiß jetzt auch nicht wirklich aus welcher Verantwortung ich mich ziehe und welche vermeintlichen Wahrheiten aus Kindermund du meinst.
Denn das wofür die Kinder demonstrieren wird schon seit Jahrzehnten von Klimaforschern bemängelt.
Nur dass die halt nicht die großen Industriebonzen sind, die den Politikern das Geld in den Ar..... schieben.

LG Inge

Re: Fridays for Future

Antwort von shinead am 13.03.2019, 17:04 Uhr

Ich kenne jetzt nur die Situation in Chongqing und da hat sich m.E. nix gebessert. Blauen Himmel kennt man dort nicht.

>> Aus ´Wirtschaft egal` folgt gerade nicht ´Saubere Umwelt`.

Aus "Umwelt egal" folgt aber zweifelsfrei eine Katastrophe.

Re: Fridays for Future

Antwort von Daffy am 13.03.2019, 17:07 Uhr

> welche vermeintlichen Wahrheiten aus Kindermund du meinst

Dass es möglich sei, konventionelle Energieträger durch regenerative zu ersetzen ohne gesellschaftliche Verwerfungen, den Verlust sozialer Errungenschaften und einen deutlichen Rückgang der Lebenserwartung.

Re: Fridays for Future

Antwort von IngeA am 13.03.2019, 17:17 Uhr

Da werden wir wohl nie einer Meinung sein.

Ich denke die Lebenserwartung wird ziemlich zurückgehen, wenn wir im eigenen Dreck ersticken. Da kann dann auch der tollste Chefarzt mit der modernsten Medizin nicht viel ausrichten.

So ganz nebenbei: Dass Frauen zu was anderem tauglich sind als zur Hausfrau und dass sie genug Intelligenz besitzen um ihnen das Wahlrecht zuzugestehen hat man auch sehr lange nicht geglaubt.

Lassen wir uns überraschen. Leb nach deiner Art, ich lebe nach meiner.

Bildung ist ein Privileg. Und die Kinder lernen an diesen Freitagen viel.

Antwort von Petra28 am 13.03.2019, 19:18 Uhr

Sicher mehr, als an diesem Freitag einen Lernstoff zu pauken, den sie größtenteils im Erwachsenenalter wieder vergessen werden. Oder kannst du noch den Zitronensäurezyklus?

Ich halte viel von Bildung, sehr viel. Aber Schule hat kein Monopol darauf. Die Kinder, die jetzt freitags fehlen, erarbeiten sich den Stoff halt selbst. Und erfahren vielleicht durch ihren Einsatz für die Umwelt, wofür man das ganze Zeugs in Chemie, Biologie, Physik oder Erdkunde gebrauchen kann. Und das Fach Politik ist auch nicht mehr blutleer.

Re: die Schule meines Sohnes akzeptiert die Demos.....

Antwort von IchiNiSan am 14.03.2019, 7:19 Uhr

Du fährst Deinen Sohn mit dem Auto 40 km (einfach) zu einer Demo gegen den Klimawandel?!

HAHAHAAAAAAAAAAAAA

Realsatire, oder?

Re: Bildung ist ein Privileg. Und die Kinder lernen an diesen Freitagen viel.

Antwort von Nynaeve2019 am 14.03.2019, 10:19 Uhr

Die Große wird wohl diesen Freitag auch wieder mitgehen, diesmal ist es sogar vor Ort. Sie hat an dem Tag erst zur dritten Stunde, Physik und Chemie (da steht sie in beiden Fächern auf 1) und Politik, das passt also, weil wir natürlich zu Hause das Thema ausgiebig besprechen und Physik und Chemie kein Problem darstellen. Die Lütte darf nicht und möchte auch nicht, weil sie weiß, das sie gerade in Englisch den Unterricht braucht (und mit 11 Jahren mir noch etwas zu jung ist) Und dann haben wir bald Zukunftstag, die Große hat einen Platz im deutschen Luft- und Raumfahrtinstitut bekommen. Da das nicht hier um die Ecke ist, muss sie sehr früh los mit ihrem Vater und kommt an dem Tag sehr spät wieder. Ich denke, DA wird sie eine Menge lernen ;-)

Re: Fridays for Future

Antwort von Schnitzeline am 14.03.2019, 15:27 Uhr

Hallo,
Bei dem Gymnasium meiner Kinder ist es so geregelt, dass es nicht verboten wird, hinzugehen, die die Kinder aber Fehlstunden bekommen. In der Mail steht, die Schule geht davon aus, dass es den Schülern, die aus Überzeugung hingehen, das wert ist. Die Schulleitung würde niemanden verurteilen, der hingeht.
Lg

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