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Geschrieben von mama.frosch am 12.03.2019, 21:38 Uhr

Frage zur Weitergabe von App-Inhalten

Mi beschäftigt folgende Frage:
Habe so eine App zum Eintragen der Periode; man (bzw. frau...) kann aber auch noch diverse andere Sachen eintragen (Stimmung, Gewicht, Temperatur etcpp).

Sind solche Sachen verschlüsselt oder können die Appbetreiber die Inhalte lesen? Das sind ja schon eine Menge persönlicher (Körper- und Stimmungs-) Daten die da eingetragen werden und die Vorstellung (im Falle einer Registrierung dann noch in Verbindung mit einer Mailadresse), dass da ein ziemlich gutes Bild über die körperliche Verfassung in Zusammenhang mit der Periode aufgezeichnet und nachvollziehbar wird finde i schon etwas gruselig. Die Datenschutzerklärung ist nicht wirklich hilfreich in der Frage.


Oder sowas wie Tagebuch-Apps; nutze sowas nicht, aber können die Appbetreiber diese Inhalte lesen?
Damit ließen sich ja sonstwas für Profile erstellen.


Wie ist es eigentlich wenn solche Daten von Apps in einer Cloud gespeichert werden, spätestens da ist ja meist nix mehr verschlüsselt. Gibt es da auch Firmen die Inhalte auswerten, Profile erstellen etc. oder kommt an so eine Cloud nur ggf. ein Ermittler ran?

 
8 Antworten:

Re: Frage zur Weitergabe von App-Inhalten

Antwort von IngeA am 13.03.2019, 5:57 Uhr

Du kannst zumindest nicht sicher sein, dass sie nicht weiter gegeben werden:

https://www.sueddeutsche.de/digital/apps-daten-facebook-privatsphaere-1.4342514

LG Inge

Re: Frage zur Weitergabe von App-Inhalten

Antwort von Nynaeve2019 am 13.03.2019, 7:00 Uhr

Ich gehe grundsätzlich davon aus, das meine Daten NICHT sicher sind, um sicher zu sein, arbeite ich dann analog. Du kannst Dir auch einfach selbst eine Liste mit Exel erstellen und die Sachen dann eintragen, sogar ausgedruckt auf Papier, um für Dich Daten zum Auswerten zu haben. Ansonsten sehe ich all das wie eine Postkarte, man kann sie lesen, wenn man es will.

Und alles, was für umsonst zu bekommen ist auf dem App-Markt ist nicht umsonst, ich zahle mit meinen Daten.

Re: Frage zur Weitergabe von App-Inhalten

Antwort von Tini_79 am 13.03.2019, 8:12 Uhr

Ich finde die Vorstelling, dass ein chinesischer Entwickler vor der Auswertung meiner Periode sitzt eher lustig:-)

Wenn du dich im Netz bewegst und eben die Vorteile nutzt, dann haben "sie" die Daten. Was da bei deiner Periode oder Gewicht nun geheimnisvoller ist, als dein Einkaufs-, Lese-, oder Surfverhalten, erschließt sich mir nicht.

Vielleicht bin ich da zu sorglos. Ich denke mir immer, sollen sie die Daten doch haben, viel Spaß damit.

Re: Frage zur Weitergabe von App-Inhalten

Antwort von IngeA am 13.03.2019, 9:29 Uhr

Bei der Regelblutung mag das egal sein. Wärst du auch noch so entspannt, wenn die Daten weitergegeben werden bei z. B. Einnahme von Psychopharmaka, Antiepileptika, mit entspechendem Befindlichkeitstagebuch ...
Und diese Daten dann u. U. irgendwelche potentiellen Arbeitgeber kaufen könnten.

LG Inge

Re: Nichts ist grundsätzlich für andere nicht zugänglich

Antwort von cube am 13.03.2019, 10:17 Uhr

im Internet, bei Apps etc.
Wenn du das Kleingedruckte in der PrivacyPolicy liest, wird schon klar, dass sich alle ein Hintertürchen offen lassen.

Im Netz ist das eben so: ich muss abwägen, wieviel mir die App oder was auch immer wert ist und dann damit leben, dass meine Daten irgendwo evt. verarbeitet/gespeichert oder weitergegeben werden.

Wenn ich das auf gar keinen Fall will, darf ich eben auch keine persönlichen Daten im Netz/App angeben und muss eben auch die App etc verzichten.

Re: Frage zur Weitergabe von App-Inhalten

Antwort von shinead am 13.03.2019, 13:50 Uhr

Der Programmierer wird immer Zugriff auf die Datenbank haben. Ob er die Daten dort entschlüsseln kann musst Du in der Datenschutzerklärung des Anbieters nachlesen. Da gibt es von "wir haben keinen Zugriff auf unverschlüsselte Daten" bis "wir lesen die Daten aus und verkaufen sie an den Meistbietenden" alles dabei.

Ob und wie Deine Cloud verschlüsselt ist, kann Dir auch nur der Anbieter selbst sagen. Apples icloud verschlüsselt z.B. mindestens mit einer 128 Bit AES Verschlüsselung, die Session selbst wird mit TLS 1.2 verschlüsselt. Letztes ist nicht super sicher, aber ohne weiteres Standard durch die 2-Faktor-Authentifizierung ohne weiteres in Ordnung. Apple liest diese Daten nicht aus und verkauft keine Nutzerdaten.

Wenn Deine App z.B. mynfp ist, dann sind Deine Daten in einem deutschen, zertifizierten Rechenzentrum verschlüsselt gespeichert. Du kannst dem Support zwar Dein Zyklusblatt freigeben, vorher kann dieser es allerdings nicht einsehen. Eine Weitergabe an dritte erfolgt grundsätzlich nicht.

Und wie ist das bei Bewerbungen?

Antwort von Milia80 am 13.03.2019, 17:24 Uhr

Wie sicher sind da die Daten? Das ist ja nochmal persönlicher und finde ich schwieriger wie Infos meiner Periode.

Ist zwar keine App würde mich aber dennoch interessieren

Re: Und wie ist das bei Bewerbungen?

Antwort von shinead am 14.03.2019, 16:02 Uhr

Tatsächlich kommt es da auf die Firma an. In einer kleinen Bäckerei wird man damit ggf. laxer umgehen als in einer Bank oder einem anderen zertifizierten Unternehmen. Bei Online-Bewerbungen stehen meist die Datenschutzbedingungen irgendwo im Kleingedruckten. Ansonsten kann man auch hier in der Datenschutzerklärung meist etwas finden. Grundsätzlich gilt natürlich hier die DGSVO.

Meine Firma sichert z.B. zu, dass Bewerbungsunterlagen nur den Mitarbeitern des Personalbüros und dem jeweils Verantwortlichen zugänglich gemacht werden, alle Kalendereinträge bzgl. der Bewerbung als *privat* gekennzeichnet werden und sämtliche Daten nach spätestens drei Monaten gelöscht werden.

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