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1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von Matsim am 14.09.2004, 19:06 Uhr

Nachträglich Einschulen

Hallo

Ich habe heute mal eine kuriose Frage an Euch. Wenn es verwirrend geschrieben ist, nicht wundern den ich habe heute erst erfahren das mein Sohn hochbegabt ist

Mein SOhn ist im März 99 geboren worden. Der Kindergarten hat mir vor den Ferien geraten Mathis auf Hochbegabung testen zu lassen. Heute war es nun so weit.
Mathis hat zwar bei dem Test nicht richtig mitgemacht und irgendwann gemeint er hätte keine Lust mehr, aber bis dahin und wie er sonst so ist spricht alles dafür das mein Sohn einen IQ von ca 140 hat. Der test wird in kürze wiederholt damit man auch den Rest beurteilen kann.
Mir wurde empfohlen, da mein Sohn schon schreiben kann und jeden Buchstaben kennt, ihn nachträglich noch in das erste SChuljahr einzuschulen. Jetzt weiß ich nicht was ich machen soll. Der Kiga kann oder will nicht fördern. Oder ist überfordert. Oder sagen wir es mal so: bildlich gesprochen hat der Kindergarten mir die Tür vor der Nase zugeschlagen als ich da mit meinem Problem aufgekreuzt bin.
Ich habe mir jetzt überlegt, ob ich nicht morgen früh mal den Schulleiter anrufe und den die Situation schilder. Und damit er sich Mathis anschaut und beurteilt ob das Sinn macht oder nicht. Die Schule hat in NRW gerade mal vor einer Woche begonnen. Also viel verpaßt, außer den ersten richtigen Schultag und den Feiern drum rum hat er noch nicht. Irgendwie fühle ich mich momentan überfordet und ziemlich allein gelassen vom Kiga. Kann mir jemand helfen?? Was würdet Ihr machen??

ines

 
13 Antworten:

Re: Nachträglich Einschulen

Antwort von Biggi+Jungs am 14.09.2004, 20:11 Uhr

Hallo Ines,

mein Sohn ist zwar nicht hochbegabt (zumindest nicht getestet), aber bitte schau unter meinem Namen die Beiträge "jetzt schon Probleme" und "jetzt schon Probleme Teil 2"an.

Ich würde sagen, wenn es irgendwie noch geht, rein in die Schule.
Will er denn auch???

Liebe Grüße
BirgitK und ihre 2 Jungs

Re: Nachträglich Einschulen

Antwort von Rike.p am 14.09.2004, 20:15 Uhr

Hm, finde ich ziemlich schwierig - denn wenn er jetzt so nachträglich in die Klasse dazu kommt, hat er da gleich so eine super-Sonderstatus - und der Jüngste ist er dann ja sicher auch sowieso...

Wie ist er denn vom Sozialverhalten so?
Und was will er denn gerne?

Ich denke mal, ich würde eher dazu tendieren, ihn erst nächstes Jahr einzuschulen und zu schauen, wie ich ihn noch ein Jahr daheim mit entsprechenden Förderangeboten versorge - also zusätzlich zum Kiga...

Denn ein hoher IQ und auch schon Lesenkönnen ist ja nicht allein Kriterium für Schulreife.

Aber so als Außenstehende kann man das natürlich gar nicht richtig beurteilen.

LG
Rike

Re: Nachträglich Einschulen - leider etwas lang

Antwort von Birgit67 am 14.09.2004, 21:02 Uhr

Wenn Dein Sohn hochbegabt ist, dann mach Dich auf die Suche nach geeigneten Einrichtungen, denn ich denke, daß er auch in der Schule einfach unterfordert ist in der 1. Klasse. Mein Sohn kann mit 7 auch schon lesen (er liest Problemlos Bücher für die 2/3. Klasse), er schreibt seine Romane (so wie er hört und wie man das wohl auch in der Schule lernt) und hat keine Probleme mit Zahlen - aber wie gesagt er ist 7 und ich hoffe, daß er eine Lehrerin hat, die damit umgehen kann.

Bei Deinem Sohn würde ich nach Einrichtungen für Hochbegabt suchen, vielleicht gibt es da was in der Nähe, ansonsten: Mit Lehrer sprechen, rein in die Schule und dann evtl. 1 Klasse überspringen im nächsten Jahr, denn Kinder ob Hochbegabt oder nicht: wenn sie nicht lernen zu lernen, hängen sie irgendwann.

Mir zumindest ging es so: Ich kam mit 5 in die Schule weil ich schon lesen und schreiben konnte. Für die 3. Klasse war ich zu jung (da wollten sie mich eigentlich gleich reintun). Also habe ich die ersten 2 Jahre nicht gelernt zu lernen weil ich alles konnte und die Lehrerin mich nicht förderte - ich habe halt die Hausaufgaben in der Schule gemacht: Das Ende vom Lied: In der 3. Klasse wußte ich nicht, was lernen ist, habe es mit knapper Not auf die Realschule geschafft und mitch mit einem Durchschnitt von 3,4 - 3,6 durchgemogelt - nur die 10. Klasse habe ich mit 2,4 abgeschlossen.

so kann es auch gehen, wenn das wissen das in einem steckt nicht gefördert wird.

Hochbegabung ist meistens nur auf einem Gebiet und in den restlichen Fächern können sie total schlecht sein - das wird aber in den Schulen für Hochbegabte aufgefangen - nur leider gibt es sehr wenig Schulen für dieses Alter.

Gruß Birgit

Re: Nachträglich Einschulen

Antwort von ninas59 am 14.09.2004, 22:09 Uhr

Als aller erstes würde ich an deiner Stelle Gleichgesinnte suchen.

Vielleicht schaut Nina3Jungs wieder rein, die kann dir vielleicht helfen. Sie hat sich mit dem Thema ausführlich befasst.

Es muss ja nicht sein, dass dein Sohn Schwierigkeiten bekommt.

Meine Erfahrung zeigt mir inzwischen, dass es wesentlich mehr Hochbegabte Kinder gibt als ich je gedacht habe. Dabei habe ich festgestellt, dass es keine Universal-lösung gibt. Du musst leider selber rausfinden, was für deinen Sohn das beste ist, und wie du selber damit umgehen kannst.

Vielleicht gibt es in deiner Nähe eine Gruppe für Eltern hochbegabter Kinder.

Aber zu deiner eigentlichen Frage...... den Schulleiter anzurufen halte ich für eine ausgesprochen gute Idee. Schliesslich hast du ja eine Empfehlung und den Test, er wird dich also ernst nehmen und nicht als schon-wieder-eine-Mutter-von-"hochbegabtem- Kind" abtun.

Ich würde auf jeden Fall mit dem zuständigen Rektor reden ...

Antwort von Nina3Jungs am 14.09.2004, 23:30 Uhr

und wenn Du das Gefühl hast, der sträubt sich wegen Hochbegabung, dann versuch dich mal umzuhören an umliegenden Schulen.

Ansonsten kuck mal im Forum von den Pfiffikids rein. (Link findest Du über Google, hab ihn gerade nicht griffbereit) Da findest Du sicher Hilfe und auch Adressen und Infos.

Wenn Du sonst noch Fragen hast: Einfach hier reinschreiben. Auch wenn mein Großer seit heute im Gym ist (GS in 3 Jahren, mit 9 im Gymnasium) schau ich hier immer mal rein. In zwei/drei Jahren hab ich das Ganze doppelt noch mal ;-)

@Nina3Jungs

Antwort von Matsim am 15.09.2004, 7:41 Uhr

hallo

du die emailadresse von bmw hätte ich gerne! mich interessiert das schon. habe irgendwie eine scheußliche nacht hinter mir, aber heute morgen bin ich schon etwas ruhiger. gleich werde ich in der schule anrufen und erst mal per telefon mit dem direktor sprechen und dann um einen termin bitten. ich hätte bei mathis nie damit gerechnet das er hochbegabt ist. er wurde bislang von einer schreckensdiagnose (schlaganfall uä) zur nächsten gereicht. bin schon froh, das ich jetzt weiß woran ich bin.
mathis selber würde schon gerne in die schule gehen, aber ich weiß nicht ob er das vom sozialen her schafft. er ist eher ein sensibelchen. auf der anderen seite ist der nachbarjunge auch in der ersten klasse. sogar alle kinder aus dem kiga sind in einer klasse.
mal sehen was der direktor so sagt.
wenn du magst kannst du mich mal anmailen
lucie@helimail.de

lg
ines

Re: Nachträglich Einschulen

Antwort von anni198 am 15.09.2004, 8:33 Uhr

Hatte Die ja schon im anderen Forum geantwortet wegen Förderung im Kiga.
Also, wenn ich mich recht entsinne bist Du aus NRW. Meiner Freundin, aus NRW, ging es genauso wie Dir. ABER!!! Ihr hat niemand gesagt das man ein Kind nachträglich einschulen kann. Sie hat gestern am Telefon gesagt, wenn sie es gewußt hätte, dann hätte sie sich wenigstens mit der Schule in Verbindung gesetzt.Ihr Sohn kam letztes Jahr regulär in die Schule und ist mittlerweile in der 3. Klasse, aber man überlegt, ihn probeweise in die 4. Klasse zu geben. Er ist auch hochbegabt.
Bei uns im Saarland(und auch in Bayern)gibt es dieses Modell nicht. Jedenfalls nicht in der ländlichen Gegend in der wir wohnen. Ich finde aber das es klasse ist.
Sprich mit der Schulleitung, die können Dir doch am besten weiter helfen. Ich würde es auf alle Fälle versuchen. Wird dort dann festgestellt, dass er doch noch nicht so weit, dann bleibt er ja im Kiga.
Drücke Dir die Daumen,
LG Jana

@Matsim: Bin gespannt, was mit dem Rektor rauskommt ...

Antwort von Nina3Jungs am 15.09.2004, 11:08 Uhr

Vielleicht könnt ihr ja erst mal Woche oder zwei Schnupperunterricht erreichen. Da zeigt sich sicher bald, ob er sozial damit klar kommt.
Wegen der "Sonderstellung" würde ich mri keine Gedanken machen. Es gibt immer wieder Kinder, die durch Umzug oder Schulwechsel nachträglich in eine Klasse kommen. Das regelt sich ganz schnell.

Hier noch die Mail von BMW: presse@bmw.de (Wie einfach *gg*)
Und der genaue Titel der Studie:
Homo super sapiens - Hochbegabte Kinder in der GS finden und fördern

Ist ein ziemlicher Schmöker :-)

Ein Ex-Tageskind unserer Ex-Tagesmutter...

Antwort von Trini am 15.09.2004, 11:39 Uhr

...ist vor ca. 4 Jahren in Kiel im NOVEMBER noch eingeschult worden, obwohl hier in S.-H. die Schule ja immer schon im August losgeht.

Sie durfte (nach einem Einzeltest beim Rektor) vier Wochen in der Schule schnuppern (und beschnuppert werden) - mit allem was dazugehört - und die Entscheidung war richtig.

Viel Erfolg!

Trini

Re: Ein Ex-Tageskind unserer Ex-Tagesmutter...

Antwort von RenateK am 15.09.2004, 12:04 Uhr

Hallo,
gehen tut das, die Tochter einer Kollegin von mir ist im April noch in die erste Klasse nachträglich eingeschult worden letztes Jahr (da waren irgendwelche Tests in der Schule und die Rektorin hat das dringend empfohlen). Sie war allerdings nicht mehr ganz so jung, sondern schon im September vorher 6 geworden, also nur recht knapp an der Schulpflicht vorbei. Sie hatte übrigens keinerlei Probleme, ist wohl auch nicht hochbegabt, konnte aber einfach schon sehr viel.
Gruß, Renate

Wende Dich doch mal...

Antwort von platschi am 15.09.2004, 13:02 Uhr

... an die Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind (DGhK eV). Das ist ein Verin von Eltern, Pädagogen und Psychologen. Vielleicht können die Dir raten, was man besten zu tun ist.

Die Zentrale sitzt in Berlin, aber es gibt sicher auch regionale Stellen.

Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind e.V.
Schillerstr. 4-5, 10625 Berlin

http://www.dghk.de/

Liebe Grüße
platschi

@Matsim:Wichtige Frage!

Antwort von Mattjes am 17.09.2004, 23:05 Uhr

Hallo Matsim!
Habe eine Frage an Dich:
Wie hat sich das "herausgestellt",daß Dein Kind hochbegabt ist?
Und wie alt isr es?
Außerdem würde mich interessieren wie und wo man diesen Test machen kann.
Würde mich sehr freuen,wenn Du mir antworten würdest!
Danke schonmal!!
P.S.Klar,Förderung ist sehr wichtig für Dein Kind!
Aber (je nachdem wie jung Dein Kind ist) mußt Du auch darüber nachdenken,
wie die anderen Kinder in der Schule auf ihn reagieren bzw.ob sie Dein Kind akzeptieren.
Gibt es eigentlich keine spezielle Einrichtung für solche Kinder?
L.G,
Mattjes

www.tate.de

Antwort von andreaundanna am 21.09.2004, 10:45 Uhr

Meine schwester ist auch hochbegabt und ist mit 5 Jahren eingeschult worden.
Es ist sehr wichtig, daß du dein Kind genügend förderst, sonst fängt er an schlecht in der schule zu werden oder andere verhaltensauffälligkeiten zu zeigen.
Schau mal unter www.tate.de
Das ist ´ne Seite für hochbegabte Kinder, deren Eltern, Lehrer...
DU MUSST IHN UNBEDEINGT EINSCHULEN

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