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Geschrieben von glückskugel am 03.09.2010, 7:23 Uhr

Wegen "Sexualisierung der Kindheit"

Weil unten gerade mal wieder das Thema aufkam. Da gibt es eine neue Studie:

http://www.tagesschau.de/inland/jugendsexualitaet100.html

Genauso ist auch mein Eindruck. Bis auf absolute Ausnahmen ist hier bei den 10-Jährigen nix von Sexualisierung zu spüren. Ich halte das für einen Mythos.

LG,
Stefanie

 
5 Antworten:

Re: Wegen "Sexualisierung der Kindheit"

Antwort von mamaj am 03.09.2010, 10:06 Uhr

Wir hatten dieses Thema gerade auf unserer Klassenfeier (6.KL).

Wir haben auch festgestellt, das eher wenige Schüler der Klasse schon einen Freund oder eine Freundin haben....damit meine ich so mit verliebt sein und Händchen halten.

Interessant und überraschen für uns war eher, dass die in der körperlichen Entwicklung noch etwas hinten liegenden Mädchen (klein, zierlich, ohne weibl. äußere Merkmale) unbedingt meinen einen Freund haben zu müssen und auch viel Wert auf gepolsterte BHs und knappere, engere Kleidung legen...hihi...denn die Mädchen, die schon ein wenig (manche auch schon ein wenig mehr) weiblich aussehen, wollen das eher verstecken, und können das so garnicht verstehen.

War schon eine interessante Diskusion mit den Kindern :-)

Schön fanden wir vor allem, das den Kindern bewußt war, das es ein Unterschied ist, ob man jemanden mag und gut leiden kann, man gerne mit ihr/ihm etwas zusammen unternimmt, und man deshalb gut befreundet ist...oder ob man verliebt ist.

LG
mamaj

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Re: Es geht eher um eine Sexualisierung der Kindheit DURCH die Erwachsenen!

Antwort von Astrid am 03.09.2010, 14:06 Uhr

Hallo,

die Sache hat leider noch einen Aspekt, den Du vielleicht übersiehst: Es gibt auch eine Sexualisierung der Kinder durch Erwachsene. Zum Beispiel gab es vor zwei Jahren bei OTTO einen String-Tanga für Kleinkinder (für etwa 2jährige Mädchen). Dies ist eine Sexualisierung der Kindheit DURCH die Erwachsenen und FÜR die Augen von Erwachsenen. Dem Kleinkind ist es ja egal, was es trägt. Aber einige Erwachsene finden so etwas anscheinend niedlich oder gar toll. Erst nach Protesten von Kinderschützern wurden die Strings aus dem Sortiment genommen.

Bei den BHs für 9jährige Mädchen, die noch nicht pubertieren, ist es nicht ganz so drastisch, aber ähnlich: Kinder, die noch nicht einmal pubertieren, würden von selbst nie auf die Idee kommen, sie bräuchten bereits einen BH - wenn nicht ein paar bekloppten Designern dieser Unsinn eingefallen wäre und nicht unzählige Mütter diese Dinger kaufen würden, weil sie doch ach so niedlich aussehen. Natürlich finden die Mädchen die dann irgendwann auch selbst toll, weil sie einfach in Mode sind und andere sie auch haben. Besser wird das Ganze dadurch nicht, es ist einfach nur völliger Quatsch.

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Das finde ich sehr monokausal

Antwort von +emfut+ am 03.09.2010, 15:42 Uhr

Es ist eine Eigenschaft von Kindern jeden Alters, daß sie das können/tun/haben wollen, was "die Großen" können/haben/tun. Deswegen sind jüngere Geschwister meistens schneller in vielen Dingen, interessieren sich früher für Buchstaben und für's Fahrradfahren, deswegen schauen die 3jährigen zu den Kindergartenkollegen auf, die in der Vorschulgruppe sind und die Erstklässler stehen mit offenen Mund vor dem Viertklässlern.

Auch deswegen sinkt das Alter für "coole" Dinge ständig. Hannah Montana ist in der Grundschule angekommen und die Bravo auch.

Es muß also keine (vermeintlich) obercoole Mama sein, die ihr Kind sexualisiert, indem sie ihm einen BH kauft, obwohl da nichts ist. Da reicht es schon, wenn die zwei Klassencoolen jeweils eine große Schwester/Cousine/Nachbarin haben - auch so "rutschen" solche Sachen nach unten. Die Mutter (oder - oft - der Vater) sind dann nur diejenigen, die sich weichklopfen lassen, so ein Kleidungsstück zu kaufen. Das ist tatsächlich ein verbreitetes Problem - hat aber mit Sexualisierung nichts zu tun.

Wobei ich weiterhin Probleme habe, einen BH automatisch mit Sexualität in Verbindung zu bringen. Ich mache darauf aufmerksam, daß es in vielen Ländern eher "sexy" und aufreizend ist, wenn man _keinen_ BH trägt.

Gruß,
Elisabeth.

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Re: Das finde ich sehr monokausal

Antwort von Schnecke71 am 04.09.2010, 21:12 Uhr

Stimme dir zu.
Wir hatten die BH Diskussion auch schon. Große Schwester braucht ihn schon, Kleinere (12) will auch, weil "alle in der Klasse schon einen haben".
Ich hab gegenargumentiert, dass sie dann einen bekommt, wenn sie was zu halten hat. Bis dahin reichen Bustiers aus - auch wenn sie damit von den anderen als "nicht gymreif" bezeichnet wird. Mein Kommentar zum Kommentar der anderen Mädels war nicht sehr freundlich.

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Es gibt aber auch gegenläufige Trends...

Antwort von Hase67 am 07.09.2010, 10:51 Uhr

... die ich persönlich albern finde - meine Kinder haben z. B. spätestens ab 5 Jahren beide die völlig verkitschten Designs angeblich altersgerechter Kleidung mit Serienheldenmotiven, quietschbunten Farben und "Babyschnitten" (O-Ton meine Tochter) abgelehnt, weil sie über die Kleinkindzeit hinaus eben nicht wie wandelnde Teletubbies herumlaufen wollten. Das liegt sicher auch am Umfeld (meine Tochter hat nur größere Cousins und Cousinen, mein Sohn nimmt sich grundsätzlich Jungs zum Vorbild, die 2-3 Jahre älter sind als er), aber ganz sicher nicht daran, dass wir uns zu Sklaven der Modedesign-Industrie gemacht hätten...

LG

Nicole

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